DE69201729T2 - Sicherheitsgurt für ein Kraftfahrzeug. - Google Patents

Sicherheitsgurt für ein Kraftfahrzeug.

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DE69201729T2
DE69201729T2 DE1992601729 DE69201729T DE69201729T2 DE 69201729 T2 DE69201729 T2 DE 69201729T2 DE 1992601729 DE1992601729 DE 1992601729 DE 69201729 T DE69201729 T DE 69201729T DE 69201729 T2 DE69201729 T2 DE 69201729T2
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DE1992601729
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Nelson Casadei
Francis Jumel
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Renault SA
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Automotive Seat Belt Assembly (AREA)
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Description

  • Die Erfindung betrifft einen Sicherheitsgurt für einen Kraftfahrzeugsitz, bestehend aus einem Schultergurt, der sich diagonal vor dem Insassen von einer seitlichen oberen, oberhalb der Schulter vorgesehenen Verankerungsanordnung zu einer zweiten seitlichen, unteren Verankerungsanordnung erstreckt, sowie einem Beckengurt, der sich zwischen einer ersten und einer zweiten seitlichen unteren Verankerungsanordnung erstreckt, wobei eine erste gleitende Verschlußanordnung, welche die beiden Gurte zusammenführt, zur Verbindung mit einem Verriegelungsgehäuse dient, welches der zweiten seitlichen, unteren Verankerungsanordnung zugeordnet ist; ein Gurtaufroller ist an einem Teil des Kraftfahrzeugaufbaus in der Nähe des Sitzes vorgesehen. Diese Art von Sicherheitsgurt, wie sie im Oberbegriff des Anspruchs 1 definiert ist, ist z. B. aus der DE-A-35 10 629 bekannt.
  • Die Erfindung betrifft insbesondere einen Sicherheitsgurt, der einem Sitz zugeordnet ist, dessen Ladeflächen eine Position einnehmen konnen, welche seitlich bezüglich der mittleren Längsebene des Fahrzeugs verschoben ist.
  • Die Erfindung betrifft ebenfalls einen Sicherheitsgurt, welcher einem Sitz mit umklappbarer Rückenlehne zugeordnet ist, welcher dergestalt eine Ladestellung einnimmt, bei welcher auch der unter dem Sitz befindliche Bodenteil als Ladefläche für das Fahrzeug zur Verfügung steht.
  • Wird ein derartiger Sicherheitsgurt an einer relativ weit von den Seitenwänden des Fahrgastraums befindlichen Stelle angeordnet, so werden die einzelnen Gurtabschnitte als hinderlich empfunden, wenn der Gurt abgelegt wird. Dieser Nachteil für den Insassen eines Seitensitzes beruht auf der Ausrichtung der Gurtabschnitte nach dem Ablegen des Sicherheitsgurtes. Diese Ausrichtung der Gurtabschnitte verhindert außerdem jegliche Verschiebebewegung der Rückenlehne des Sitzes in die Ladestellung.
  • Um diesen Nachteil zu vermeiden, wurde bereits vorgeschlagen, den Sicherheitsgurt an der Rückenlehne des Sitzes zu verankern oder an einem damit verbundenen Bauteil. Jedoch eignet sich diese Art der Montage nicht für existierende Sitze.
  • Ausgehend von diesem Stand der Technik hat die Erfindung zum Ziel, ein Kraftfahrzeug mit einem Sicherheitsgurt vorzuschlagen, welcher sowohl im angelegten Zustand als auch im abgelegten Zustand die Sitzbewegungen nicht behindert.
  • Die Erfindung hat ferner zum Ziel, ein Kraftfahrzeug mit einem Sicherheitsgurt vorzuschlagen, welcher eine Ruhestellung einnehmen kann, in der er sich außerhalb des Verschiebebereichs der Rückenlehne des Sitzes und/oder des durch das Rückfenster gebildeten Sichtbereiches befindet.
  • Gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 weist erfindungsgemäß das Ende des Gurtes eine getrennte Verschlußanordnung auf, die der Verbindung mit einer ersten seitlichen, unteren Verankerungsanordnung für den Beckengurt dient. Ein derartiger Sicherheitsgurt nimmt eine unabhängige Ruhestellung ein, ohne den auf dem Sitz angegurteten Insassen auf seinem Seitensitz zu stören oder eine Umklappbewegung des Sitzes zu behindern, und sie ist mit einer Umlenk-Verankerungsanordnung versehen, welche an einem Teil des Kraftfahrzeugaufbaus oberhalb der Schulter des Insassen befestigt ist. Diese Verankerung weist eine Struktur auf, die eine Energieabsorption ermöglicht, infolge einer auf den Schultergurt ausgeübten Durchbiegung.
  • Der vorgeschlagene Sicherheitsgurt weist eine erhöhte Wirksamkeit auf, insbesondere unter Einfluß von Seitenkräften, infolge einer seitlichen Verschiebung des Oberteils des Benutzers, bezüglich der Wand des Fahrgastraums als Folge des seitlichen Aufpralls auf das Fahrzeug.
  • Weitere Besonderheiten und Vorteile der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels des Sicherheitsgurtes im Zusammenhang mit der beigefügten Zeichnung hervor; es zeigen
  • Fig. 1 eine schematische Darstellung der Anordnung eines Sicherheitsgurtes in der angelegten Stellung am mittleren Platz einer dreisitzigen Bank in einem Fahrzeug;
  • Fig. 2 eine schematische Darstellung der in Fig. 1 dargestellten Anordnung für den Fall der Ruhestellung des erfindungsgemäßen Sicherheitsgurtes;
  • Fig. 3 eine schematische Darstellung der Durchbiegung des Sicherheitsgurtes nach der Erfindung während eines seitlichen Aufpralls auf das Fahrzeug;
  • Fig. 4 eine schematische Darstellung des Sicherheitsgurtes im angelegten Zustand; und
  • Fig. S einen Querschnitt durch die Montagestruktur der Halte- und Umlenkanordnung.
  • In den Figuren 1 bis 4 ist mit 10 die Karosserie eines Kraftfahrzeugs bezeichnet, von dem der rückwärtige Teil des Fahrgastraums dargestellt ist.
  • Die Karosserie 10 wird hierbei durch den Dachabschnitt 11 angedeutet, den rückwärtigen Fensterausschnitt 12, eine äußere Seitenwand 13 und eine innere Seitenwand 14. Die innere Seitenwand und der Fahrgastraum 11 sind auf Höhe des oberen Randes des Fensterausschnitts 12 miteinander verbunden und bilden eine Strebe 15 für den Aufbau.
  • Wie es aus der Zeichnung hervorgeht, besteht der Rücksitz 16 beispielsweise aus einer Sitzbank 17 mit drei Plätzen und einer Rückenlehne 18, die entweder einstückig ist oder aus zwei Abschnitten besteht.
  • Die Sitzbank 17 wird vom Boden 20 getragen, welcher seitliche untere Verankerungen 21, 22 für drei Sicherheitsgurte 23, 24, 25 trägt.
  • Beispielsweise sind die Sicherheitsgurte 23, 25 aufrollbare Sicherheitsgurte mit vier Verankerungsanordnungen, bestehend aus:
  • - einer äußeren seitlichen, oberen Halte- und Umlenkanordnung 26, die an der Wand 14 befestigt ist,
  • - einer seitlichen unteren, äußeren Verankerungsanordnung 27, die an der Wand 14 befestigt ist,
  • - einem Aufroller 28, welcher an der Wand 14 veankert ist,
  • - einer seitlichen unteren, inneren Verankerungsanordnung, bestehend aus einem Verriegelungsgehäuse 30, in welches ein Verschlußzapfen 31 eingreift. Der Verschlußzapfen 31 gleitet am entsprechenden Gurtabschnitt entlang und stellt die Verbindung her zwischen:
  • - einem Schultergurt 32, der sich im angelegten Zustand diagonal vor einem Insassen 33 erstreckt von einer seitlichen oberen Verankerungsanordnung 26 aus, welche oberhalb der Schulter angeordnet ist, bis zum Gehäuse 30,
  • einem Beckengurt 34, der sich zwischen der Verankerungsanordnung 27 und dem Gehäuse 30 erstreckt.
  • Der erfindungsgemäße Sicherheitsgurt 24 ähnelt demjenigen, wie er mit 23 bezeichnet ist, und weist demzufolge den Vorteil auf, ohne Schwierigkeiten mit Hilfe der bekannten Anlagen hergestellt werden zu können.
  • Wie aus Fig. 1 hervorgeht,
  • - erstreckt sich der Schultergurt 42 im angelegten Zustand diagonal vor dem Insassen 43 von einer äußeren oberen Halte- und Umlenkanordnung 46 aus, welche an der Querstrebe 15 des Aufbaus angeordnet ist, in Richtung einer zweiten seitlichen unteren Verankerungsanordnung, bestehend aus einem Verriegelungsgehäuse 40, welches einer Verankerungsanordnung 22 zugeordnet ist, in die ein Schließzapfen 41 eingreift;
  • - kann der Zapfen 41 auf dem Gurt 42 gleiten und stellt, wie oben beschrieben, die Verbindung zwischen diesem Gurt 42 und einem Beckengurt 44 her, welcher sich zwischen dem Gehäuse 40 und einem Gehäuse 47 erstreckt, das am Gehäuse 30 befestigt ist, in welches ein Schließzapfen 45 eingreift. Das Gehäuse 47 ist an der Seite des Verriegelungsgehäuses 30 des oben beschriebenen Gurtes 23 vorgesehen und beispielsweise mit der Verankerungsanordnung 21 auf eine beliebige herkömmliche Weise verbunden (Gurtabschnitt);
  • - ist ein Gurtaufroller 48 ebenfalls an der Strebe 15 des Aufbaus vorgesehen, um die wirksame Länge des Gurtes, die zum Anlegen des Sicherheitsgurtes erforderlich ist, zu begrenzen.
  • Erfindungsgemäß zeigt das Ende des Gurtes 44 eine zweite Schließanordnung, die aus einem Zapf en oder einem Riegel 45 bestehen kann. In diesem Fall ist der Zapfen 45 mit dem Gehäuse 47 verbunden, wobei es jedoch klar ist, daß der Gurt wahlweise entweder mit dem Schließzapfen 45 oder mit einem Gehäuse, wie z. B. 47, versehen sein kann, welches in diesem Fall in den an der Verankerungsanordnung 21 vorgesehenen Zapfen einrastet.
  • Gemäß einer anderen erfindungsgemäßen Besonderheit besitzt die Halte- und Umlenkanordnung 46 ein Energieabsorptionsvermögen, das zum Einsatz kommt bei einer auf den Schultergurt 42 ausgeübten Biegekraft.
  • Zu diesem Zweck ist die Halte- und Umlenkanordnung entlang einer Gleitstange 50 beweglich, welche ihre Stellung regelt und die steif mit dem Aufbau 15 verbunden ist, wobei sie aus einem Wagen 51 besteht, welcher die Verankerungsanordnung 46 trägt. Unter der Einwirkung der von der Schulter oder dem Kopf des Insassen 43 ausgehenden Kraft verschiebt sich der Wagen 51 auf der Gleitstange 50. Die verbleibende, auf den Gurt 42 wirkende Kraft ist demzufolge bezüglich der Ursprungskraft erheblich reduziert.
  • Ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, ist es auch möglich, die Montage des Wagens 51 zu modifizieren im Hinblick darauf, daß der Aufbau 15, die Gleitstange 50 oder der Wagen 51 in eine Energievernichtung miteinbezogen werden, wobei die Energie durch die vom Insassen 43 auf den Gurt ausgeübte Kraft stammt.
  • Im Hinblick darauf, das Umklappen der Rückenlehne 18 zu ermöglichen und um den Insassen 33 im Falle der Nichtbenutzung des Gurtes 34 nicht zu belästigen, kann der, Zapfen 45 eine unabhängige Aufbewahrungsstellung einnehmen.
  • Zu diesem Zweck trägt der Aufbau 15 eine Befestigungsanordnung 55 für die zweite Schließanordnung (Zapfen oder Gehäuse), die oberhalb der rückwärtigen Fensteraussparung 12 und außerhalb des Verschiebebereichs der Rückenlehne 18 und/oder des durch die rückwärtige Fensteraussparung 12 gebildeten Gesichtsfeldes liegt.
  • Beispielsweise kann der Zapfen 45 an einer Halterung befestigt sein, die fest mit dem Aufbau 15 zusammenwirkt.

Claims (5)

1. Kraftfahrzeug mit einem Sicherheitsgurt zur Zurückhaltung eines Inassen auf einem Sitz, der eine Sitzfläche und eine Rückenlehne aufweist, wobei der Sicherheitsgurt aufweist:
- einen Schultergurt (42), der sich im angelegten Zustand diagonal vor dem Insassen erstreckt von einer seitlichen, oberen, oberhalb der Schulter vorgesehenen und an einem Strukturteil (15) des Kraftfahrzeugaufbaus befestigten Halte- und Umlenkanordnung (46) aus, zu einer zweiten, seitlichen, unteren Verankerungsanordnung (22),
- einen Beckengurt (44), der sich von einer ersten Verankerungsanordnung (21) aus zur zweiten, seitlichen, unteren Verankerungsanordnung (22) erstreckt und der eine zweite Verschlußanordnung (45) aufweist zur Verbindung mit der ersten, seitlichen, unteren Verankerungsanordnung (21),
- eine erste, gleitende Verschlußanordnung (41), welche die Verbindung zwischen den Gurten (42, 44) darstellt und die zur Verbindung mit einem Verriegelungsgehäuse (40) dient, das der zweiten, seitlichen, unteren Verankerungsanordnung (22) zugeordnet ist und
- einen Gurtaufroller (48), der an einem Teil des Kraftfahrzeugaufbaus (15) in der Nähe des Sitzes vorgesehen ist, dadurchgekennzeichnet, daß die Halte- und Umlenkanordnung (46) von einer Strebe (15) des Kraftfahrzeugaufbaus getragen wird und daß sie ein Energieabsorptionsvermögen besitzt, bezüglich einer auf den Schultergurt (42) einwirkenden Verformung.
2. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halte- und Umlenkanordnung (46) entlang einer ihre Position regelbaren Gleitstange (50) angeordnet ist.
3. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Schließanordnung (45) eine unabhängige Aufbewahrstellung einnimmt, die außerhalb des Verschiebebereichs der Rückenlehne (18) des Sitzes und/oder des durch das rückwärtige Fenster (12) begrenzten Gesichtsfeldes liegt.
4. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Strukturteil (15) eine Befestigungsanordnung für die zweite Schließanordnung (45) aufweist.
5. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Schließanordnung (45) und/oder das Strukturteil (15) eine Befestigungsanordnung (55) trägt.
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