DE69106912T2 - Verfahren und Vorrichtung zum Biegen von Glasscheiben. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Biegen von Glasscheiben.Info
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Description
- Die Erfindung betrifft das Wölben oder Biegen von Glasscheiben und insbesondere das Biegen auf einer hohlen Biegeform oder -anordnung, die üblicherweise als Biegerahmen oder -gerüst bezeichnet wird.
- Das Biegen von Glasscheiben auf einem Gerüst ist ein Verfahren, das für das Biegen von Glasscheiben und insbesondere das gleichzeitige Biegen zweier Glasscheiben, die zur Bildung einer Verbundverglasung wie einer Windschutzscheibe für ein Kraftfahrzeug vorgesehen sind, allgemein angewendet wird. In diesem Verfahren werden die beiden Glasscheiben, die unter Einlage eines geeigneten Trennmittels übereinander liegen, im wesentlichen horizontal entlang ihrer äußeren Randbereiche von einem Rahmen getragen, der das gewünschte Profil besitzt, d.h. das, welches dem endgültigen Profil der beiden gebogenen Glasscheiben entspricht. Auf diese Weise getragen, gelangen die beiden Glasscheiben in einen Biegeofen, der im allgemeinen verschiedene Temperaturzonen enthält.
- Dabei bildet die erste dieser Zonen eine Vorwärmzone, in welcher die Glasscheiben bis auf eine Glastemperatur erhitzt werden, die im wesentlichen in der Nähe des Erweichungspunktes liegt. Die folgende Zone ist die Biegezone, worin sich die auf eine Temperatur von etwa 600 ºC gebrachten Glasscheiben unter Schwerkraftwirkung fortlaufend biegen, wobei sie schließlich die Form des Rahmens annehmen. Anschließend werden die Glasscheiben abgekühlt, damit sie am Ausgang des Tunnelofens vom Biegerahmen abgenommen werden können.
- Dieses Biegeverfahren auf einem Gerüst verläuft vollständig zufriedenstellend, vor allem, wenn die Krümmungen nicht sehr stark sind und/oder die Biegung im wesentlichen zylindrisch ist. Sind die Krümmungen stärker und insbesondere in der Nähe des Umfangs der Glasscheibe, kann in ihren Ecken, im allgemeinen in zwei davon, aber selbst in vier, gemäß der Geometrie der Glasscheibe, d.h. ihrer Biegungen und auch ihrer Schnittform, eine als Gegenbiegung bezeichnete Erscheinung auftreten. Diese Gegenbiegung entspricht einer im Fall der Biegung unerwünschten Umkehr.
- Die erhaltenen gebogenen Glasscheiben erfüllen dann nicht mehr die Anforderungen, welche an eine Verglasung gestellt werden, die in eine Karosserieöffnung eingebaut werden soll.
- Um im Fall des Biegens einer einzigen Glasscheibe, die thermisch vorgespannt werden soll und dafür hoch erhitzt wird, die Gegenbiegung zu verhindern, ist bereits vorgeschlagen worden, die Ränder der Glasscheibe während des Biegevorgangs festzuhalten. Dieses Verfahren ist nicht vollständig zufriedenstellend, insbesondere dann nicht, wenn mehrere Glasscheiben gleichzeitig gebogen werden.
- Die Erfindung schlägt daher ein Verfahren und eine Vorrichtung vor, die darauf gerichtet sind, die genannten Nachteile zu beseitigen und es insbesondere beim gleichzeitigen Biegen zweier Glasscheiben erlauben, die Gegenbiegung zu verhindern.
- In der europäischen Patentveröffentlichung EP-A-0 250 311 ist bereits vorgeschlagen worden, zusätzlich zur Schwerkraft eine Kraft aufzuwenden, die auf der Oberseite der Glasscheibe von oben auf die Stellen einwirkt, die einer Gegenbiegung unterworfen sind. Für zahlreiche Glasscheibenformen verläuft dieses Verfahren zufriedenstellend, jedoch kann es nicht für sämtliche Formen von Glasscheiben angewendet werden, die bei ihrem Durchlauf durch den Biegeofen einer unerwünschten Gegenbiegung unterliegen. Außerdem ist es notwendig, die Berührung des Elements wegfallen zu lassen, das während der Vergleichmäßigung der Temperaturen in der letzten Phase des Biegeverfahrens mittels Schwerkraft einwirkt.
- Weiterhin ist in dem Dokument GB-A-2 051 037 ein Biegeverfahren auf einem Rahmen in zwei Stufen vorgeschlagen worden, wobei in der ersten Stufe die Schwerkraft wirkt und in der zweiten nicht, jedoch die Glasscheibe entlang einer Linie durch eine Schwenkbewegung der Seitenteile des Rahmens gebogen wird. In diesem Dokument handelt es sich nicht um das Biegen von Glasscheiben, die einer Gegenbiegung unterliegen, sondern darum, eine Biegelinie zu erhalten.
- Die Erfindung beseitigt die genannten Nachteile. Sie schlägt ein neues Verfahren zum Biegen einer oder mehrerer Glasscheiben gleichzeitig unter Schwerkraftwirkung vor, welches das Verhindern der Gegenbiegung ermöglicht, im sichtbaren Teil der Glasscheibe/n keinerlei Abdrücke hinterläßt und außerdem nach dem eigentlichen Biegevorgang eine gute Vergleichmäßigung der Temperatur der Glasscheiben erlaubt.
- Das erfindungsgemäße Verfahren zum Biegen wenigstens einer Glasscheibe auf einem Rahmen durch Schwerkraftwirkung umfalt für den eigentlichen Biegevorgang, in dessen Verlauf die Glasscheibe/n durch Schwerkraftwirkung einer Formänderung unterliegt/unterliegen, indein sie am Umfang gehalten wird/werden, wenigstens zwei Stufen, eine erste Stufe, während der die Glasscheibe/n gemäß einer ersten Form gebogen wird/werden, die einer Vorform der endgültigen Form entspricht, indem die Glasscheibe/n entlang einer ersten Umfangslinie gehalten wird/werden, und eine zweite Stufe, während der die Glasscheibe/n durch Schwerkraftwirkung gemäß der Fertigform gebogen wird/werden, indem die Glasscheibe/n entlang einer zweiten anderen Biegeumfangslinie gehalten wird/werden, welche an die Stelle der ersten tritt.
- Gemäß einem der erfindungsgemäßen Merkmale besteht die erste Biegestufe, die für die Bildung einer Vorform sorgt, im Biegen i1n wesentlichen gemäß einer ersten Krümmung, die im allgemeinen der Querbiegung der Glasscheibe/n enspricht, ohne dabei die zweite Krümmung bedeutend zu verändern, die dann der Längsbiegung der Glaßscheibe/n entspricht, und besteht die zweite Stufe in der Vollendung der ersten Biegung und im wesentlichen in der Ausführung der zweiten Biegung.
- Die unerwünschten Gegenbiegungen werden vermieden, indem der/den Glasscheibe/n gemäß einem gewünschten Profil eine erste Form verliehen wird.
- Gemäß einem anderen erfindungsgemäßen Merkmal besteht die erste Biegestufe im Biegen im wesentlichen gemäß der Querbiegung und gemäß der Längsbiegung, die sich im mittleren Bereich der Glasscheibe/n befindet, und die zweite Biegestufe besteht in einer im wesentlichen längsgerichteten ergänzenden Biegung, die auf die Umfangsbereiche der Glasscheibe/n lokalisiert ist.
- Entsprechend einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die erste Biegestufe verwirklicht, indem die Glasscheibe/n entlang einer ersten Umfangslinie gehalten wird/werden, die sich gegebenenfalls während der ersten Stufe verändern kann, und die zweite Biegestufe wird verwirklicht, indem die Glasscheibe/n entlang einer zweiten anderen Umfangsbiegelinie gehalten wird/werden, welche die erste ersetzt.
- Gemäß einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens sind die beiden Umfangs linien vollständig voneinander verschieden, wobei sich die eine innerhalb der anderen befindet. Das Ersetzen einer Linie durch die andere geschieht entweder durch Anheben der Höhe der zweiten Linie in bezug auf die Höhe der ersten oder durch Absenken der Höhe dieser ersten Linie.
- Gemäß einer anderen Ausführungsform des Verfahrens unterscheidet sich diese zweite Umfangslinie nur teilweise von der ersten Linie. Dieser Unterschied oder diese Differenz kann sich auf die Seitenbereiche der beiden Linien erstrecken.
- In diesem Fall besteht die Differenz im allgemeinen darin, daß die Seitenbereiche der zweiten Linie stärkere Krümmungen aufweisen und auf einer Höhe angeordnet sind, die sich über der Höhe der Seitenbereiche der ersten Linie befindet.
- Die erfindungsgemäßen Umfangslinien sind im allgemeinen ununterbrochene Linien, insbesondere die Linie, welche die endgültig gebogene Form der Glasscheibe/n bildet, obwohl eine Linie, die aus mehreren Punkten gebildet ist, welche an entsprechenden Stellen angeordnet sind, ebenfalls geeignet sein kann, insbesondere für die die Vorform bildende Linie.
- Entsprechend eines erfindungsgemäßen Merkmals ist die erste Umfangslinie, die zur Verwirklichung der ersten Biegestufe vorgesehen ist, derart, daß der Winkel, der von jedem tangentialen Vektor an dieser Linie mit der horizontalen Ebene gebildet wird, kleiner als 20 und vorzugsweise kleiner als 15 Grad ist.
- Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung für das Biegen einer oder mehrerer (übereinandergelegter) Glasscheiben durch Schwerkraft und insbesondere einen neuen Biegerahmen.
- Der erfindungsgemäße Biegerahmen umfalt einen Umfangsrand, von welchem wenigstens ein Teil zweiteilig ausgeführt ist, indem er zwei Elemente enthält, wobei ein Element einen als Vorform bezeichneten Rahmen bildet und zum Tragen des Umfangs der zu biegenden Glasscheibe/n während der ersten Biegestufe verwendet wird, die im Bilden einer Vorform besteht, und ein zweites Element einen als Fertigform bezeichneten Rahmen bildet, der an die Stelle des ersten tritt und zum Tragen des Umfangs der Glascheibe/n während der zweiten Biegestufe verwendet wird, um die Fertigform zu erhalten.
- Entsprechend einer erfindungsgemäßen Ausführungsform der Vorrichtung kann sich der zweiteilige Teil über den gesamten Umfang des Rahmens erstrecken.
- Entsprechend einer anderen Ausführungsform der Vorrichtung ist der zweiteilige Teil auf die beiden Seitenteile des Rahmens beschränkt.
- In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform der Vorrichtung besteht sie aus einem festen Vorformrahmen, an welchem an den gewünschten Stellen, insbesondere an den beiden Seitenteilen, schwenkbare Elemente gelenkig angebracht sind, die zwei Positionen einnehmen können, eine abgesenkte, als Ruheposition bezeichnete, in welcher sich die Schwenkelemente auf einer Höhe unterhalb der Seitenteile des festen Rahmens befinden, und eine als Arbeitsposition bezeichnete, wenn diese Elemente zur Bildung eines Fertigrahmens an die Stelle der festen Seitenteile treten, um die Glasscheiben zu halten, die entlang einer Umfangslinie zu biegen sind, die sich in einer Höhe oberhalb der der festen Seitenteile befindet. Es sind Mittel vorgesehen, die das Schwenken der Schwenkelemente erlauben. Diese Mittel können ein System aus Haltegewichten, die in einer Position arretiert sind und zum gewünschten Zeitpunkt entarretiert werden, oder jedes andere geeignete System und insbesondere ein solches sein, welches das Gewicht des Rahmens selbst nutzt.
- In einer Variante besitzt der Vorformrahmen einen schwenkbaren Teil, der sich in Arbeitsposition auf einer Höhe oberhalb der des festen Fertigrahmens dieser Variante befindet und der in Ruheposition auf eine Höhe unterhalb der des wirkenden Teils des Fertigrahmens abgesenkt ist.
- Gemäß einer anderen Variante der Vorrichtung weisen sowohl der Vorformrahmen als auch der Fertigrahmen schwenkbare Teile auf.
- Der Vorformrahmen kann schwenkbare Teile aufweisen, die entsprechend der Bildung der Vorform schwenken. In diesem Fall ist die erste Biegeumfangslinie, die zuvor erfindungsgemäß als die Haltelinie der Glasscheibe/n für die Bildung der Vorform definiert worden ist, eine Linie, deren Form sich entsprechend der Bildung der Vorform verändert. Im allgemeinen sind die Schwenkteile des Vorformrahmens die Seitenbereiche, die dann die seitlichen Schwenktraversen tragen, die für die Bildung des Fertigrahmens vorgesehen sind.
- Weitere erfindungsgemäße Merkmale und Vorteile werden an Hand der folgenden Beschreibung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung unter Bezugnahme auf die Figuren erläutert, wobei
- - Figur 1 eine Ausführungsform einer Biegevorrichtung oder eines -rahmens in perspektivischer Ansicht zeigt,
- - die Figuren 2a und 2b den Aufbau des schwenkbaren Teils des in Figur 1 dargestellten Rahmens zeigen,
- - Figur 3 schematisch die Form des Biegerahmens der Figur 1 während der ersten Biegestufe,
- - Figur 4 schematisch die Form des Biegerahmens der Figur 1 während der zweiten Biegestufe,
- - Figur 5 schematisch eine Ausführungsform einer Vorrichtung, die zum Biegen einer Glasscheibe verwendet werden kann, die in der Nähe ihrer vier Ecken Gegenbiegungen unterliegt, und
- - Figur 6 schematisch den Aufbau der Biegevorrichtung der Figur 5, der während der zweiten Biegestufe angewendet wird, zeigt,
- - die Figuren 7a, 7b und 7c schematisch den Verlauf des Biegevorgangs einer Glasscheibe auf einem bekannten Standardbiegerahmen und
- - die Figuren 8a, 8b und 8c schematisch den Verlauf des Biegevorgangs einer Glasscheibe auf einem erfindungsgemäßen Biegerahmen zeigen,
- - Figur 9 schematisch eine Variante einer Vorrichtung, die zum Biegen einer Glasscheibe verwendet werden kann, die in der Nähe ihrer vier Ecken Gegenbiegungen unterliegt, und
- - Figur 10 schematisch die Vorrichtung der Figur 9 in ihrer Form, die der zweiten Biegestufe entspricht, zeigt.
- Die in Figur 1 gezeigte Vorrichtung umfaßt einen horizontal angeordneten festen Rahmen 1, der zwei Längsteile oder Längsträger 2, 3 und zwei Querteile oder Endtraversen 4, 5 enthält. Es ist festzustellen, daß der hier gezeigte Längsträger 2 eine relativ starke Biegelinie (in die horizontale Ebene projiziert) aufweist, was einem Glascheibenzuschnitt entspricht, der für Gegenbiegungen in der Nähe der beiden unteren Ecken besonders anfällig ist. Die Oberkante 6 des festen Rahmens bildet die Biegelinie, die der Vorform für die zu biegenden Glasscheiben entspricht. Dieser feste Rahmen ist der Vorformrahmen. Die Längsträger 2, 3 und die Traversen 4, 5 sind durch Verstrebungen 7 miteinander verbunden, welche die Festigkeit des Systems sicherstellen. Die beiden Längsträger 2, 3 tragen in der Nähe ihrer Enden, wie im folgenden beschrieben, im wesentlichen horizontale Achsen 8, 9, 10 und 11 (wobei hier die Achsen 8 und 9 und auch die beiden Achsen 10 und 11 fluchten), um welche zwei Schwenktraversen 12, 13 gelenkig angebracht sind, die ein Profil aufweisen, das dem gewünschten Fertigprofil der Seitenbereiche der zu biegenden Glasscheiben entspricht. Ein Aufbau einer Schwenktraverse ist in den im folgenden beschriebenen Figuren 2a und 2b gezeigt.
- Die beiden Schwenktraversen 12, 13 werden jeweils von einem Teil 14, 15, der in bezug auf den Rahmen quer verläuft, und einem Flügel 16, 17 gebildet, der mit dem Längsträger 2 verbunden ist. Die Krümmungen dieser Schwenktraversen 12, 13 entsprechen, wie im folgenden beschrieben, dem endgültigen Biegeprofil. Diese Krümmungen sind daher stärker als die Krümmungen der festen Traversen des Rahmens.
- Die beiden Schwenktraversen 12, 13 können, wie schematisch in den Figuren 3 und 4 gezeigt, zwei Positionen einnehmen. Eine erste Position, hier in den Figuren 1 und 3 gezeigt, ist die als Ruheposition bezeichnete oder in bezug auf den festen Rahmen 1 und insbesondere in bezug auf die festen Seitentraversen 4, 5 dieses Rahmens abgesenkte. Die zweite, in Figur 4 gezeigte Position ist die Arbeitsposition. In diesem Fall verlängert das Profil der Oberkante der Schwenktraversen 12, 13 ordnungsgemäß die Oberkante der Längsträger 2, 3 gemäß einer Krümmung, welche an die Krümmung dieser Längsträger 2, 3 anschließt, wobei das Ganze die endgültige Umfangsbiegelinie bildet.
- Unter dem festen Rahmen sind zwei Schienen 18, 19 vorgesehen, welche die Befestigung des Biegerahmens auf einem nicht gezeigten Wagen ermöglichen, der den Rahmen auf bekannte Weise in den Biegeofen transportiert.
- In der Mitte der beiden Schwenktraversen 12, 13 sind Arme 20, 21 befestigt, die unter den Rahmen zeigen und Gewichte 22, 23 tragen. Sind sie freibeweglich, halten diese Gewichte 22, 23 die beiden Schwenktraversen 12, 13 in der endgültigen Biegeposition, d.h. in einer Höhe oberhalb der der festen Traversen 4, 5, fest. An den beiden Schwenktraversen 12, 13 ist noch jeweils eine Stange 24, 25 angebracht, die zu einem System gehören, das die Arretierung und Freigabe der Betätigung der Gewichte erlaubt. Die beiden Stangen 24, 25 können über einen Reiter 26 verbunden sein, der in den beiden von den Stangen 24, 25 getragenen Endösen 27, 28 angeordnet ist, wenn sich die Schwenktraversen 12, 13 in unterer, abgesenkter Position befinden.
- Der Aufbau der Schwenktraversen ist derart gestaltet, daß die Schwenktraversen die festen Traversen so weit wie möglich ersetzen, damit die umfängliche Berührungslinie zwischen diesen Schwenktraversen und der Glasscheibe so nah wie möglich der Berührungslinie zwischen den festen Traversen und dieser Glasscheibe ist.
- In Figur 2a ist der Aufbau des Flügels 17 einer Schwenktraverse 13 auf dem vorderen Längsträger 2 des festen Rahmens 1 näher gezeigt. Der mit einer Verstärkung 29 ausgerüstete feste Rahmen trägt fest am Ende zweier Stäbe 30 eine Platte 31, die einen Arin 32 besitzt, dessen Ende eine Achse 10 trägt, um welche eine andere Platte 33 schwenken kann, die von zwei Stäben 34 gehalten wird, die auf dem Flügel 17 der Schwenktraverse 13 befestigt sind. Die Schwenkachse 10 befindet sich auf der Höhe der Oberkante 6 des festen Rahmens.
- Die Platte 31 trägt auch eine mit Außengewinde versehene Stange 35, auf welcher an entsprechenden Stellen zwei Muttern 36, 37 angeordnet sind, die den Ausschlag der Schwenkbewegung der Traverse zusammen mit einem Anschlag 38 begrenzen, der von der Platte 33 getragen wird, die fest mit der Schwenktraverse verbunden ist.
- In Figur 2b ist der Aufbau der Traverse auf dem hinteren Längsträger 3 des festen Rahmens 1 gezeigt. Das Ende des Längsträgers trägt eine Achse 11, um welche eine Bohrung 39 drehbar angebracht ist, die über einen Winkel 40 und eine Platte 41 mit der Schwenktraverse 13 fest verbunden ist.
- Im folgenden wird die Funktionsweise der Vorrichtung unter Bezugnahme auf die Figuren 3 und 4 beschrieben. Diese Vorrichtung wird zum Biegen zweier Glasscheiben verwendet, die zur Herstellung von Verbundverglasungen, beispielsweise einer Windschutzscheibe für Kraftfahrzeuge, vorgesehen sind. Die herzustellende gebogene Glasscheibe ist derart, daß ein tangentialer Vektor am seitliche Ende des größten Bereichs der Glasscheibe, wenn sie in eine horizontale Position gebracht ist, mit der horizontalen Ebene einen Winkel von etwa 45 Grad bildet.
- Die Vorrichtung hat jetzt die Form, in welcher sich die Schwenktraversen entsprechend Figur 3 in abgesenkter Position befinden. Diese Position wird vom Reiter 26 sichergestellt, der die beiden Stangen 24, 25 verbindet.
- Die beiden Glasscheiben werden auf den Rahmen gelegt, indem sie beispielsweise durch (nicht gezeigte) Röllchen zentriert werden, die auf dem Rahmenumfang angeordnet sind. Die (nicht gezeigte) untere Glasscheibe steht an verschiedenen Stellen mit etwa 5 mm ihres Randes vom Rahmen über. Der Winkel, der von einem tangentialen Vektor an der Oberkante des festen Rahmens mit einer horizontalen Ebene gebildet wird, beträgt an der Ecke von Längsträger 2 und Traverse 4 etwa 15 Grad.
- Die Vorrichtung wird dann in den Biegeofen gefahren. In einer ersten Phase wird die Einheit vorerwärmt. Danach, in einer zweiten Phase, in welcher das Glas auf eine Temperatur von etwa 600 ºC gebracht und gehalten wird, senken sich die Glasscheiben durch Schwerkraftwirkung ab, kommen auf dem Umfang des festen Rahmens, im wesentlichen auf den-zentralen Teilen der Längsträger 2, 3, zur Auflage und nehmen so die Vorform der herzustellenden endgültigen Biegungen an. Diese Vorform weist insbesondere eine Querbiegung auf, die der fertigen Querbiegung nahekommt. Nach Erhalten der Vorform wird der Reiter 26, der die beiden Stangen 24, 25 verbindet, durch geeignete Mittel zurückgezogen und somit die Betätigung der beiden Gewichte 22, 23 freigegeben. Diese Betätigung bewirkt das Schwenken der beiden Schwenktraversen 12, 13, die sich im Laufe dieser Bewegung an die Stelle der beiden festen Seitenteile 4, 5 setzen, wodurch die Glasscheiben entlang einer Umfangslinie gehalten werden, die der ersten Umfangslinie, die von den festen Seitenteilen gebildet wird, sehr nah und davon mit einem vorzugsweise minimal gewählten Abstand nach außen versetzt ist.
- Dieser minimale Abstand entspricht im allgemeinen der Dicke der Schwenktraversen, vergrößert um das Spiel, das für einen sehr angenäherten Ersatz der festen durch die Schwenktraversen erforderlich ist. Dadurch sind die beiden Umfangshaltelinien der Querteile einander sehr benachbart und beide dem Rand der unteren Glasscheibe sehr nah. Deshalb können sich auch die beiden benachbarten Umfangsabdrücke in dem Bereich befinden, welcher von der Dichtung verdeckt ist, die beim Einbauen der Verglasung in der Karosserieöffnung verwendet wird, wodurch sie auf der angebrachten Verglasung unsichtbar bleiben.
- Haben sich die beiden Schwenkteile als Umfangsträger der Glasscheiben an die Stelle der festen Teile gesetzt, besitzt die Vorrichtung die in Figur 4 gezeigte Form. So verlängern die Flügel 16, 17 der Schwenkteile den zentralen Teil der beiden Längsträger 2, 3 entlang einer regelmäßigen Linie, die der für die Glasscheiben gewünschten endgültigen Biegung entspricht. Der mittlere Bereich der Schwenkteile weist die endgütige Querbiegung auf, die stärker als die Krümmung der festen Traversen des Rahmens ist.
- Somit wird ein ergänzendes Biegen durchgeführt, um die endgültige Biegung der Glasscheiben zu erhalten.
- Nach Herstellung der Fertigform wird eine Vergleichmäßigung der Temperaturen der Einheit durchgeführt und anschließend die Vorrichtung aus dem Biegeofen entnommen.
- Die beiden Glasscheiben werden vom Biegerahmen abgenommen und können zur Herstellung einer Verbundverglasung verwendet werden, wobei zwischen sie eine Zwischenfolie, beispielsweise aus Polyvinylbutyral, eingelegt wird.
- In den Figuren 5 und 6 ist eine Vorrichtung gezeigt, welche zum Biegen einer Glasscheibe verwendet werden kann, die in der Nähe ihrer vier Ecken einer Gegenbiegung unterliegt. Diese erfindungsgemäße Vorrichtung umfalt im wesentlichen dieselben Elemente wie die zuvor beschriebene, außer den Seitenteilen. So umfalt die Vorrichtung einen festen Rahmen 42, der aus zwei Längsträgern 43, 44 und zwei Endtraversen 45, 46 besteht. Ihre Schwenktraversen 47, 48 weisen hier jeweils zwei Flügel 49, 50, 51, 52 auf, die um horizontale Achsen 53, 54, 55, 56 schwenkbar angebracht sind, wie in der vorhergehenden Vorrichtung bei der Befestigung der Schwenkachsen 12, 13 am vorderen Längsträger 2.
- Die Funktionsweise dieser Vorrichtung ist der der zuvor beschriebenen analog. Die Glasscheibein wird/werden, während sich die Vorrichtung in der in Figur 5 gezeigten Position befindet, horizontal auf den festen Rahmen gelegt. Die erste Biegestufe, in welcher die Vorform erzeugt wird, findet auf dem festen Rahmen statt. Die zweite Biegestufe, in welcher die endgültige Form erzeugt wird, findet statt, während sich die Vorrichtung in der in Figur 6 gezeigten Form befindet. Der Übergang von einer Form zur nächsten erfolgt wie zuvor durch Betätigung der Gewichte 22, 23 und eines (nicht gezeigten) Arretier- und Entarretiersystems mit Stangen und Reiter.
- An Hand der Figuren 7a, 7b, 7c und 8a, 8b, 8c werden die Unterschiede im Biegeverlauf einer oder zweier Glasscheiben erläutert, je nachdem, ob ein bekannter Biegerahmen, wie in den Figuren 7a, 7b, 7c, oder ein erfindungsgemäßer Biegerahmen, wie in den Figuren 8a, 8b, 8c gezeigt, verwendet wird.
- Auf dem Standardgerüst 57, das hier ein gelenkiges Gerüstt mit einem festen 58 und einem schwenkbaren Teil 59 ist, der entsprechend dem Biegevorgang schwenkt, beträgt der Winkel, der von der horizontalen Ebene, welche die der Glasscheibe ist, und dem Rahmen in der unteren linken Ecke aufgespannt wird, etwa 35 Grad. Zu Beginn des Biegevorgangs der Glasscheibe 60, wie in Figur 7a gezeigt, entsteht entlang der Linie 61 eine geringe Gegenbiegung. Während des Biegevorgangs, wie in Figur 7b gezeigt, krümmt sich die Glasscheibe, und die Gegenbiegung entlang der Linie 61 wird stärker. Am Ende des Biegevorgangs, wie in Figur 7c gezeigt, weist die Glasscheibe die endgültige Biegung mit einer entlang der Linie 61 ausgeprägten Gegenbiegung auf.
- Auf dem erfindungsgemäßen Gerüst 1 beträgt zu Beginn des Biegevorgangs, wie in Figur 8a gezeigt, der Winkel, der von der Glasscheibe 60, d.h. der horizontalen Ebene, und dem festen Rahmen in der unteren linken Ecke aufgespannt wird, etwa 15 Grad. Zu Beginn des Biegevorgangs entsteht nur eine geringe Gegenbiegung entlang der Linie 62. Während des Biegevorgangs, wie in Figur 8b gezeigt, kommt das Glas auf dem festen Rahmen zur Auflage und es tritt entlang der Linie 63 eine positive Biegung auf.
- Im Verlauf der endgültigen Biegestufe und am Ende des Arbeitsgangs, wie in Figur 8c gezeigt, ist das Glas gebogen und weist keine Gegenbiegung auf. Die Biegung ist entlang der Linie 63 positiv.
- In den Figuren 9 und 10 ist eine Variante eines Rahmens für das Biegen einer Glasscheibe gezeigt, die ih der Nähe ihrer vier Ecken Gegenbiegungen unterliegt. Der Rahmen weist hier wieder die wesentlichen Merkmale des unter Bezugnahme auf die Figuren 5 und 6 beschriebenen Rahmens auf. Er umfalt einen festen Rahmen 64, der aus zwei Längsträgern 65, 66 und zwei Endtraversen 67, 68 sowie zwei Schwenktraversen 69, 70 besteht, die jeweils zwei Flügel 71, 72, 73, 74 aufweisen, die um vier Achsen schwenkbar angebracht sind, die zu zweit entlang den Achsenlinien 75, 76 fluchten und vom festen Rahmen auf einer Höhe getragen werden, die der der Oberkante des Rahmens entspricht. Die Vorrichtung unterscheidet sich vom vorhergehenden Rahmen durch die Mittel, welche das Kippen der Schwenktraversen 69, 70 bewirken. Die Befestigung des Rahmens auf dem Wagen, der ihn in den Biegeofen transportieren soll, ist hier über zwei runde Stangen 77, 78 verwirklicht, die quer verlaufen und mit ihren Enden frei drehbar in Löchern 79 angebracht sind, vorgesehen in Platten 80, über denen Haken 81 überstehen, welche die Mitnahme des Rahmens auf dem (nicht gezeigten) Wagen erlauben. Der Rahmen ist mit den beiden Stangen 77, 78 über Arme 82 verbunden, die auf Ringen 83 befestigt sind, die um die Stangen 77, 78 schwenken können. Die Arme 82 sind an den Flügeln der Schwenktraversen befestigt. Diese tragen wie in der zuvor beschriebenen Vorrichtung zwei (nicht gezeigte) Stangen, die durch einen Reiter verbunden werden können, wenn sich die Traversen zu Beginn des Arbeitsgangs, wie in Figur 9 gezeigt, in abgesenkter Position befinden. In dieser Position sind die fest mit den Schwenktraversen verbundenen Arme 85 in bezug auf die Senkrechte geneigt. Wird in der zweiten Biegestufe der Reiter zurückgezogen, sind die so freigegebenen Schwenktraversen der Wirkung des Rahmengewichts ausgesetzt und können um ihre Achsen 75, 76 in derselben Zeit schwenken, in welcher die Arme um die beiden Stangen 77, 78 schwenken, um in die senkrechte Gleichgewichtsposition zu gelangen.
- Der Biegerahmen befindet sich dann in der in Figur 10 gezeigten Position. In dieser Variante ist es daher das Gewicht des Rahmens und nicht das der Gewichte, welches das Schwenken der Schwenktraversen zum gewünschten Zeitpunkt bewirkt, um den Rahmen von der Form der Vorform in die der Fertigform übergehen zu lassen.
- Das erfindungsgemäße Verfahren und die Vorrichtung sind vorteilhafterweise für das Biegen von Glasscheiben durch Schwerkraftwirkung verwendbar, die einer Gegenbiegung unterliegen.
Claims (21)
1. Verfahren zum Biegen wenigstens einer Glasscheibe (60) auf
einem Rahmen durch Schwerkraftwirkung, in dessen Verlauf
die (übereinandergelegten) Glasscheibe/n, die auf einem
Biegerahmen (1) in horizontaler Position angeordnet
ist/sind, auf Verformungstemperatur gebracht wird/werden
und durch Schwerkraftwirkung das Profil des Biegerahmens
annimmt/annehmen und in welchem der Biegevorgang in
wenigstens zwei Stufen erfolgt, in deren Verlauf die
Glasscheibe/n eine Verformung erfährt/erfahren, dadurch
gekennzeichnet, daß während einer ersten Stufe die
Glasscheibe/n durch Schwerkraftwirkung gemäß einer ersten
Form gebogen wird/werden, die einer Vorform der
endgültigen Form entspricht, indem die Glasscheibe/n
entlang einer ersten Umfangslinie (2, 3, 4, 5; 43, 44, 45,
46) gehalten wird/werden, und daß während einer zweiten
Stufe die Glasscheibe/n durch Schwerkraftwirkung gemäß der
Fertigform gebogen wird/werden, indem die Glasscheibe/n
entlang einer zweiten Umfangslinie (2, 3, 12, 13; 43, 44,
47, 48) mit anderer Krümmung gehalten wird/werden, welche
an die Stelle der ersten tritt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man
in der ersten Biegestufe eine Vorform verleiht, indem im
wesentlichen gemäß einer ersten Krümmung gebogen wird,
ohne dabei die zweite Krümmung bedeutend zu verändern, und
daß in der zweiten Stufe die erste Biegung vollendet und
im wesentlichen die zweite Biegung ausgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß in der ersten Biegestufe im wesentlichen gemäß der
Querbiegung und gemäß der Längsbiegung gebogen wird, die
sich im mittleren Bereich der Glasscheibe/n (60) befindet,
und daß in der zweiten Stufe die ergänzende Biegung
durchgeführt
wird, die im wesentlichen längs gerichtet und auf
den Umfangsbereichen der Glasscheibe/n lokalisiert ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Umfangs linien vollständig
voneinander verschieden sind und sich eine innerhalb der anderen
befindet.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die zweite Umfangslinie durch
Veränderung wenigstens eines Teils der ersten Umfangslinie
erhalten wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
sich die Veränderung auf die Seitenbereiche der ersten
Linie erstreckt.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Veränderung im Anheben der Höhe wenigstens eines
Bereichs der ersten Linie besteht.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die erste Umfangslinie derart ist, daß
der Winkel, der von jedem tangentialen Vektor an dieser
Linie mit der horizontalen Ebene gebildet wird, kleiner
als 20 und vorzugsweise kleiner als 15 Grad ist.
9. Vorrichtung zum Biegen wenigstens einer Glasscheibe auf
einem Rahmen durch Schwerkraftwirkung, dadurch
gekennzeichnet, daß sie einen Rahmen umfaßt, von welchem
wenigstens ein Teil zweiteilig ausgeführt ist, indem er zwei
Elemente enthält, wobei ein Element oder Vorformrahmen (2,
3, 4, 5) zum Tragen des Umfangs der Glasscheibe/n während
einer ersten Biegestufe verwendet wird, die im Bilden
einer Vorform besteht, und ein zweites Element oder
Fertigrahmen (2, 3, 12, 13) zum Tragen des Umfangs der
Glasscheibe/n während der zweiten Biegestufe zur Erzeugung
der endgültigen Form verwendet wird.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
sich der zweiteilige Teil über den gesamten Umfang des
Rahmens erstreckt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
sie einen Vorformrahmen umfaßt, an welchem an gewünschten
Stellen Schwenkelemente (12, 13, 47, 48) gelenkig
angebracht sind, die sich in der zweiten Biegestufe an die
Stelle von Teilen des Vorformrahmens setzen können, wobei
die Vorrichtung Mittel (20, 21, 22, 23) enthält, die das
Schwenken der Elemente erlauben.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schwenkelemente Endtraversen (12, 13, 47, 48) sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schwenktraversen um horizontale Achsen (8, 9, 10, 11)
schwenkbar angebracht sind, die vom Vorformrahmen getragen
werden.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schwenktraversen in der ersten
Biegestufe von zwei Stangen (20, 21), die zeitweilig
miteinander verbunden sind, in abgesenkter Position
festgehalten werden.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schwenktraversen durch die
Betätigung von Gewichten (22, 23) geschwenkt und
anschließend in der zweiten Biegestufe in Arbeitsposition
gehalten werden.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schwenktraversen durch die
Betätigung des Eigengewichts des Rahmens geschwenkt und
anschließend in der zweiten Biegestufe in Arbeitsposition
gehalten werden.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß
die gelenkigen Schwenktraversen an dem festen Rahmen fest
auf Armen (82) angebracht sind, die ihrerseits auf
Ringen (83) befestigt sind, welche sich um runde Stangen
(77, 78) drehen, die zu Befestigungsmitteln des Rahmens
auf dem Wagen gehören, der für den Transport des Rahmens
in den Biegeofen sorgt.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß der Vorformrahmen aus einem festen
zentralen Teil und schwenkbaren Seitenteilen besteht,
welche die seitlichen Schwenktraversen tragen, die zur
Bildung des Fertigrahmens vorgesehen sind.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 18, dadurch
gekennzeichnet, daß der Vorformrahmen derart ist, daß der
Winkel, der von jedem tangentialen Vektor an diesem Rahmen
mit der horizontalen Ebene gebildet wird, kleiner als 20
und vorzugweise kleiner als 15 Grad ist.
20. Verwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8
zum Biegen von Glasscheiben, die einer Gegenbiegung
unterliegen.
21. Gebogene Glascheiben mit stärkeren Krümmungen, die durch
Ausführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8
hergestellt sind.
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