DE69100718T2 - Ineinandergreifende vorrichtung zur verbindung von decken- oder wandelementen. - Google Patents
Ineinandergreifende vorrichtung zur verbindung von decken- oder wandelementen.Info
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Verriegelungsvorrichtung für das gegenseitige Verbinden von vorfabrizierten Decken- und Wandelementen, insbesondere aus Metall oder Kunststoffmaterialien hergestellten Elementen, wobei das einzelne Element in einer planken- oder plattenartigen, offenen Kistenform gebogen und/oder geformt ist, in der ein Isoliermaterial angeordnet werden kann, und die Längswände der Elemente im Hinblick darauf profiliert sind, die Elemente zur Bildung einer im wesentlichen ganzen, ebenen Fläche miteinander zu verbinden, die aus nach außen gewandten, ebenen Flächen der einzelnen Elemente besteht.
- Das US-Patent 1 738 469, das US-Patent 2 478 060 und das DK-Patent 151 977 offenbaren beispielsweise sogenannte Aufschiebestreifen oder -schienen für Wand- oder Deckenverkleidungen, wobei die Aufschiebestreifen oder -schienen, nachdem sie an einem Deckenträgerbalken befestigt worden sind, für den starren Anbau einer vorfabrizierten Planken- oder Plattendecke verwendet werden, wobei die Elemente gemeinsam eine Deckenabdeckung bilden und der einzelne Streifen auch als eine Verriegelungseinrichtung zwischen benachbarten einzelnen Elementen dient. Das US-Patent 4 520 607 offenbart des weiteren eine nachgiebige Anbauanordnung, einen sogenannten Clip, zum Anbau einer Deckenabdeckung aus einzelnen Elementen oder zum Anbau einer Wand ebenfalls aus einzelnen Elementen, die in den Clip eingesetzt werden und wobei der Clip an einem Zusammenbaubalken befestigt ist, der einen Teil der Gebäudekonstruktion bildet. Der Nachteil dieser Verriegelungseinrichtungen besteht jedoch darin, daß sie die Elemente in einer Kraftrichtung rechtwinklig zu der Elementfläche halten, so daß die Elementfläche vom Konstruktionsgesichtspunkt aus gesehen kein Ganzes bildet und folglich die einzelnen Elemente nicht eng aneinander anliegen.
- Schließlich offenbart die DK-Patentanmeldung 3 133/84 ein Plattenelement mit Verriegelungseinrichtungen, die an gegenüberliegenden Seiten angeordnet sind, wobei jedes Element mit einer gebogenen Verriegelungseinrichtung ausgestattet ist, die in die Elementwand inkorporiert ist und in einer entsprechenden Verriegelungseinrichtung an der gegenüberliegenden Wand eines benachbarten Plattenelements angeordnet werden kann, um es so zu gestatten, daß die Elemente mittels der Verriegelungseinrichtungen in der Richtung der gesamten Elementfläche und unabhängig von einer Anbauanordnung in der eigentlichen Baukonstruktion miteinander verbunden werden können. Jedoch benötigen die beiden Verriegelungseinrichtungen verhältnismäßig komplizierte Biegungen der Längswände an jedem Element und machen hier somit ein kompliziertes Herstellungsverfahren für die einzelnen Elemente erforderlich, und es müssen notwendige Vorsichtsmaßnahmen bei der Lagerung, dem Transport und dem Anbau jedes Elements ergriffen werden, um die freigelegten Biegungen zu schützen.
- Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine separate Verriegelungseinrichtung zum gegenseitigen Verbinden von benachbarten Decken- oder Wandelementen zu schaffen, die die oben angegebenen Nachteile ausschaltet und auch insoweit überragend ist, daß sie einfach herzustellen und einfach anzubauen ist.
- Diese Aufgabe wird gelöst durch das gegenseitige Verbinden von separaten Elementen mittels einer Verriegelungseinrichtung gemäß kennzeichnendem Teil des Anspruchs 1, um so eine im wesentlichen ebene Fläche der einzelnen Elemente zu schaffen. Des weiteren kann aus Gründen der Sicherheit die Verriegelungseinrichtung in einer an sich bekannten Weise aus einem feuerfesten Material, beispielsweise Stahl, insbesondere in dem Fall von Elementflächen hergestellt werden, wie sie bei industriellen Bauten oder für Schiffsausrüstungen verwendet werden.
- Besondere Ausführungsformen der Verriegelungseinrichtung sind in den Ansprüchen 2 und 3 angegeben.
- Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung weiter erläutert, die teilweise in perspektivischer Ansicht und teilweise schematisch im Schnitt nicht einschränkend zu verstehende Ausführungsformen der Verriegelungseinrichtung und die Verwendung derselben zeigt.
- Fig. 1 zeigt eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht von zwei vorfabrizierten Decken- oder Wandelementen komplett mit einer Verriegelungseinrichtung für das gegenseitige Verbinden der Elemente;
- Fig. 2 zeigt einen vertikalen Schnitt durch eine Verriegelungseinrichtung ("Clip-Profil") gemäß der Erfindung;
- Fig. 3 zeigt einen vertikalen Schnitt durch ein Decken- oder Wandelement, das in Hinblick darauf gestaltet ist, mit einem entsprechenden Element mittels einer Verriegelungseinrichtung verbunden zu werden;
- Fig. 4 zeigt auch einen vertikalen Schnitt durch die gegenseitige Verbindung von zwei Decken- oder Wandelementen mittels der in Fig. 2 dargestellten Verriegelungseinrichtung;
- Fig. 5 zeigt einen vertikalen Schnitt durch eine Verriegelungseinrichtung entsprechend der in Fig. 2 dargestellten, jedoch in Hinblick auf die Bildung einer Fuge zwischen zwei benachbarten Elementen gestaltet;
- Fig. 6 zeigt einen Schnitt durch zwei benachbarte Decken- oder Wandelemente, die mittels der in Fig. 5 dargestellten Verriegelungseinrichtung miteinander verbunden sind, und mit einer Fuge zwischen den Elementen.
- Aus Gründen der Verständlichkeit werden die Bezeichnungen "links", "rechts", "oben" und "unten" und "vertikal" und "horizontal" im folgenden in Verbindung mit der Beschreibung der Erfindung sowohl von Decken- als auch Wandelementen ohne Rücksicht auf den Umstand verwendet, daß diese Bezeichnungen in der Praxis nur in Verbindung mit Deckenelementen verwendet werden sollten.
- In Fig. 1 ist eine separat hergestellte, profilierte Verriegelungseinrichtung bei 1 ("Clip-Profil") dargestellt, die bei dem gegenseitigen Verbinden von zwei benachbarten Decken- oder Wandelementen 2,12 über das Längswandprofil 5 an der rechten Seite des Elements 2 einschnappt, woran anschließend das Wandprofil 11 an der linken Seite des Elements 12 in die Verriegelungseinrichtung in Richtung auf das Element 2 zu eingesetzt wird.
- Im Schnitt besteht die T-förmige Verriegelungseinrichtung (Fig. 2) aus einem Profilelement 1 mit einem abgebogenen oder durch Zurückfalten gedoppelten, unteren Ende aus Stahl, extrudiertem Aluminium oder geformten Kunststoffen mit einem vertikalen Schaft 4, der sich am oberen Ende in einer kleineren, nach links gewandten Fläche 6, einem 180º-Bogen 7 und einer oberen, breiteren, nach rechts gewandten Fläche 8 fortsetzt, die in einem Längswulst 9 endet, die nach unten in Richtung auf den Schaft 4 vorsteht. Bedingt durch die Abbiegung 7 und das verwendete Material wird eine nachgiebige Wirkung zwischen den Flächen 6 und 8 erreicht.
- Die Verriegelungseinrichtung ist in Hinblick darauf gestaltet, an der rechten Wand 5 des in Fig. 3 dargestellten Elements 2 entlang der gesamten Länge desselben befestigt zu werden, indem der kleine, einwärts vorstehende Flansch 3, der mit einer Längssicke ausgestattet ist, zwischen den Flächen 6 und 8 der Verriegelungseinrichtung eingesetzt wird, um so die Flächen rund um den Flansch 3 zu verriegeln und den Schaft 4 gegen die Innenseite der Wand 5, siehe Fig. 4, zur Anlage zu bringen. Anschließend wird die linke Wand 11 mit einem nach außen vorstehenden, winklig abgebogenen Flansch 10 an dem benachbarten Element in die Verriegelungseinrichtung 1 zwischen der nach unten gewandten Fläche 8 der Verriegelungseinrichtung und der Oberseite des nach innen vorstehenden Flanschs des Elements 2 eingesetzt, wobei die Fläche 8 hierdurch infolge des Wulstes 9 nach oben gedrückt wird, was das Einsetzen möglich macht. Wenn die in Fig. 4 dargestellten Elemente über die vertikalen Wandflächen 5 und 6 gegeneinander anstoßen, gleitet der Wulst 9 in der Fläche 8 entlang der inneren Fläche an der Wand 11 des Elements 12 nach unten und verriegelt dadurch die beiden Elemente miteinander, und gleichzeitig verriegelt die Federwirkung zwischen den Flächen 6 und 8 der Verriegelungseinrichtung den Flansch 10 der Wand 11 dicht gegen den Flansch 3 der Wand 4.
- Fig. 5 zeigt im Schnitt eine Abwandlung der Verriegelungseinrichtung, wobei die Fläche 8 hier breiter ist und sich somit der Wulst 9 weiter rechts befindet. H bezeichnet die Höhe der Verriegelungseinrichtung, die der Dicke der miteinander zu verbindenden Elemente entspricht. Die größere Breite der Fläche 8 entspricht einer größeren Breite der Fläche des Flanschs 10, um zwei benachbarte Elemente 2 und 12 miteinander zu verbinden unter Bildung einer Fuge mit einer gegebenen Breite A zwischen den Elementen, wodurch ein Spiel in der Elementoberfläche als Ganzes geschaffen wird, um ästhetische Anforderungen zu erfüllen.
- Gemäß Darstellung in Fig. 6 wird die Verriegelungseinrichtung 1 an der Wand 5 mit dem Flansch 3 in derselben Weise wie in Verbindung mit Fig. 3 und 4 beschrieben angeordnet. Anschließend wird der Flansch 10 des Elements 12 in die Verriegelungseinrichtung zwischen der Fläche 8 der Einrichtung und der oberen Seite des Flanschs 3 des Elements 2 eingesetzt, bis der Wulst 9 an der Innenseite der Wand 11 des Elements 12 nach unten gleitet und infolge der Federwirkung zwischen den Flächen 6 und 8 der Verriegelungseinrichtung das Element 12 mit dem Element 2 unter Bildung einer Fuge zwischen den beiden Elementen eng verbindet. Die Länge der einzigen Verriegelungseinrichtung kann an die Länge des einzelnen Decken- oder Wandelements in einer solchen Weise angepaßt werden, daß Raum an jedem Ende eines Elements zur Befestigung von Anbauanordnungen zum Anbau des Elements an der Gebäudekonstruktion und/oder für die endseitige Abdichtung des Elements zur Verfügung steht. Alternativ kann die Länge der Verriegelungseinrichtung einen Bruchteil der Länge des einzelnen Decken- oder Wandelements ausmachen, so daß bei der gegenseitigen Verriegelung der Elemente eine gewisse Anzahl von Verriegelungseinrichtungen für jedes miteinander zu verriegelndes Längenstück verwendet werden muß, um die gegenseitige Verriegelung langer Elemente zu ermöglichen, die verhältnismäßig starken Biege- und Torsionskräften während des Zusammenbaus ausgesetzt sein können, und um Raum für das Befestigen von Anbauanordnungen an der Gebäudekonstruktion entlang der Verriegelungslänge zur Verfügung zu stellen.
Claims (3)
1. Verriegelungsvorrichtung für das gegenseitige Verbinden von vorfabrizierten
Decken- oder Wandelementen, insbesondere von aus Metall oder
Kunststoffmaterialien hergestellten Elementen, wobei die einzelnen Elemente in einer planken-
oder plattenartigen, offenen Kistenform gebogen und/oder geformt sind, in der ein
Isoliermaterial angeordnet werden kann, und die Längswände der Elemente in
Hinblick darauf profiliert sind, die Elemente zur Bildung einer im wesentlichen
ganzen, ebenen Fläche der nach außen gewandten ebenen Fläche der einzelnen
Elemente miteinander zu verbinden, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verriegelungsvorrichtung aus einem separat hergestellten Profilelement ("Clip-Profil") (1)
mit einem umgebogenen oder nach hinten gebogenen unteren Ende aus Stahl,
extrudiertem Aluminium oder gegossenem Kunststoff besteht und einen
T-förmigen Querschnitt mit einem nach hinten gebogenen vertikalen Schaft (4) aufweist,
wobei eine horizontale Fläche (6) von dem oberen Ende des Schafts aus vorsteht
und in einem Bogen (7) von 180º endet und sich in einer breiteren, nach oben
gewandten horizontalen Fläche (8) fortsetzt, die mit der Fläche (6) über die Biegung
und die verwendeten Materialien nachgiebig verbunden ist, und wobei die Fläche
(8) in einem Längswulst (9) endet, der in Richtung auf den Schaft (4) vorsteht, und
daß die Verriegelungsvorrichtung solche Abmessungen besitzt, die ihre
Anbringung im Wege eines Preßsitzes auf einem einwärts vorstehenden Flansch (3)
gestattet, der mit einem Wulst an der vertikalen Seitenwand (5) eines Decken- oder
Wandelements vorgesehen ist, wobei die Flächen (6, 8) rund um den Flansch (3)
des Elements (2) verriegeln und das Profilelement einen winkelmäßig
umgebogenen Flansch (10) der vertikalen Wand (11) eines benachbarten Decken- oder
Wandelements (12) gleichfalls erfaßt, wobei der Flansch ebenfalls zwischen die
Flächen (6, 8) eingesetzt ist.
2. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Länge der Vorrichtung der Länge der Decken- oder Wandelemente, die
miteinander zu verbinden sind, reduziert um den Raum, der von den Endabdichtungen
der Elemente eingenommen wird, und/oder dem Raum entspricht, der an jedem
Ende eines Elements zum Befestigen einer Montageanordnung des Elements zum
Einbau in einem Gebäude belassen ist.
3. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Länge der Vorrichtung ein Bruchteil der Länge des einzelnen Decken- oder
Wandelements ist.
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