DE69030516T2 - Ionenbeweglichkeitsspektrometer - Google Patents

Ionenbeweglichkeitsspektrometer

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DE69030516T2
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    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
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    • G01N27/62Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating the ionisation of gases, e.g. aerosols; by investigating electric discharges, e.g. emission of cathode
    • G01N27/622Ion mobility spectrometry

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Description

  • Ionenbeweglichkeitsdetektoren werden verwendet, um das Vorhandensein von Materialien in einer Umgebung, beispielsweise von Verunreinigung in der atmosphärischen Luft, festzustellen. Es wird eine Bibliothek der bekannten möglichen Verunreinigungen angelegt, und daraufhin werden die für diese bekannten Meßwerte mit den Resultaten von einer unbekannten Spezies verglichen, um zu bestimmen, ob eine Probe eine Verunreinigung enthält und, falls dem so ist, ob diese bereits festgestellt wurde. Eine Messung der Konzentration oder eine Anzeige der Konzentration können ebenso erfolgen wie eine qualitative Feststellung der Spezies.
  • Herkömmliche, im Stand der Technik bekannte Ionenbeweglichkeitsdetektoren verfügen über eine Ionisationsquelle, einen Ionenreaktionsbereich, einen Ionendriftbereich, beispielsweise in Form eines Rohres, einen Ioneninjektionsverschluß oder -gitter, welche zwischen dem Ionenreaktionsbereich und dem Ionendriftbereich angeordnet sind, und einen Ionendetektor. Die Systeme werden bei Atmosphärendruck betrieben, bei dem die mittlere freie Weglänge der enthaltenen Gasmoleküle im Driftbereich eine kleine Fraktion der Abmessungen des Behälters ausmacht. Ein Trägergas, für gewöhnlich gereinigte, atmosphärische Luft (insbesondere gereinigt, um Wasserdampf zu entfernen, welcher die Feststellung bestimmter Arten geladener Spezies zu stören vermag), wird in den Ionenbeweglichkeitsdetektor mit einem Probengas oder -dampf jenes Materials eingebracht, dessen Identität durch Kennzeichnung seiner Ionenbeweglickeitseigenschaften festgestellt werden soll. Das Trägergas, welches die Probe enthält, wird durch einen Einlaß eingebracht, um der Ionisationsquelle ausgesetzt zu werden.
  • Dies bewirkt, daß Teile sowohl des Trägergases als auch der Probe direkt an der Ionisationsquelle ionisiert werden. Die Moleküle des Trägergases liegen in weit größerer Anzahl vor als die Probe, und demnach werden mehr von diesen ionisiert. Das gasförmige Gemisch befindet sich zu diesem Zeitpunkt innerhalb des Reaktionsbereichs, und da die mittlere freie Weglänge viele Male kleiner ist als die Abmessungen des Reaktionsbereichs, treten mehrfache Kollisionen zwischen den Molekülen des Trägergases und des(der) Probengas(e) auf, weshalb die Ionenladung infolgedessen dazu neigt, durch diese Kollisionen von den Trägermolekülen auf die Probenmoleküle übertragen zu werden, was somit zu einem Sekundärionisationsprozeß führt, bei welchem eine erhöhte Anzahl von Molekülen der Probe ionisiert werden. Der Reaktionsbereich wird für gewöhnlich derart angeordnet, daß er unter dem Einfluß eines Potentialgradienten steht, welcher das geladene Gemisch zum Ioneninjektionsgitter hinbewegt, welches elektrisch geladen ist, um den Transfer von Ionen vom Reaktionsbereich zum Driftbereich zu verhindern, das jedoch entregt werden kann, um einen Ionenimpuls in den Driftbereich durchtreten zu lassen. Demzufolge wird das Gitter periodisch kurzzeitig entregt, und eine Anzahl Ionen werden in den Driftbereich eingebracht. Diese Periode wird Zykluszeit genannt und kann verändert werden. Der Driftbereich wird derart angeordnet, daß er sich unter dem Einfluß eines elektrostatischen Driftfeldes oder Potentialgradienten befindet, welche derart wirken, daß sie Ionen im Drifibereich das Rohr hinunter, vom Ioneneinspritzgitter weg, hin zu einer Detektorelektrode bewegen, welche die Ladung von den Ionen erfaßt und am Ende des Driftbereiches angeordnet ist. Die Ankunftszeit jedes lons am Detektorgitter relativ zum Zeitpunkt, zu dem das Ioneneinspritzgitter geöffnet wurde, wird durch die Beweglichkeit des lons im Trägergas, welches den Driftbereich ausfüllt, bestimmt. Schwerere Ionen bewegen sich langsamer durch den Driftbereich und benötigen mehr Zeit, um beim Detektor anzukommen, als leichtere Ionen. Die Geschwindigkeiten von Ionen mit derselben Beweglichkeit werden infolge von Diffusionswirkungen leicht modifiziert; wenn sie an der Detektorelektrode ankommen, werden sie in einer Fehlerfunktion gestreut, deren Spitzenwert es ermöglicht, die Zeit, die zwischen dem Öffnen des Gitters und dem Eintreffen der Gruppe am Detektor verstreicht, festzustellen. Dies kann verwendet werden, um die Ionen zu kennzeichnen.
  • Allerdings werden manche Moleküle, die festgestellt werden sollen, derart ionisiert, daß sie positive Spezies bilden, und andere derart, daß sie negative Spezies bilden, und manche bilden beide Spezies. Es wäre großartig, wenn eine Bestimmung beider Spezies gleichzeitig in bezug auf dieselbe Probe erreicht werden könnte. Demnach wird beim Verwenden einer einzigen herkömmlichen Vorrichtung eine Verzögerung beim Schalten von positiven zu negativen Betriebsbedingungen vorgesehen, und die Messungen werden nicht in bezug auf exakt dieselbe Probe durchgeführt. Wenn zwei getrennte Driftzellen verwendet werden, werden die Proben ebenfalls nicht exakt dieselben sein.
  • USP4445038 (Bendix) sieht eine doppelte Rohranordnung vor, um zu ermöglichen, daß positive und negative Spezies gleichzeitig festgestellt werden. Es schlägt gegenüberliegende Driftrohre mit einer dazwischenliegenden Ionisationsquelle und einem quer verlaufenden Strom aus Proben- und Trägergas vor, welcher an der Ionisierungsquelle vorbeigeführt wird. Dies erfordert die Einbindung einer langen Probeneinlaßleitung, welche von der Einlaßdüse zum einem Eingang führt, der in der Ionisationsquelle, welche in der Mitte zwischen den gegenüberliegenden Driftrohren montiert ist, angeordnet ist. Experimente ergaben, daß eine seitlich versetzte Ionisierungsquelle das Erreichen eines rascheren Ansprechens und einer größeren Empfindlichkeit ermöglicht.
  • Bendix schlägt vor, daß die positiven und negativen Ionen festgestellt werden können, indem die Verschlußgitter an jedem Rohr gleichzeitig geöffnet werden oder das Gitter sequentiell geöffnet wird. Bei der Bendix-Anordnung zieht das Potentialfeld in Rohr 18 positive Ionen aus dem Ionisationsbereich und Rohr 16 negative Ionen. Um gleichzeitige positive und negative Spektren zu erhalten, muß sich der Ionisator auf einem fixen Potential befinden.
  • GB2003312 offenbart einen Reaktionsbereich, welcher durch eine Ionisationsquelle 14 in Form eines Gitters, das symmetrisch um die Längsachse eines Reaktionsbereiches 26, 27 angeordnet ist, begrenzt wird.
  • EP253 155 offenbart ein System, bei welchem das Feld im Driftrohr als Reaktion auffestgestellte Ionen, die sich dem Kollektor 22 nähern, selektiv umgekehrt wird.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung weist ein Ionenbeweglichkeitsdetektor eine Probeneinlaßmembran auf, Mittel, um eine durch die Membran hindurchtretende Probe über eine Ionisationsquelle zu einem Ionenreaktionsbereich fließen zu lassen, mit dem zwei oder mehrere Ionendriftbereiche kommunizieren, Mittel zur Anlegung eines Potentialgradienten an jeden Driftbereich, einen Ioneninjektionsverschluß am Eingang zu jedem Driftbereich, wodurch der Driftbereich für Ionen eines bestimmten Vorzeichens, die sich im Reaktionsbereich befinden, zugänglich oder unzugänglich gemacht werden kann, einen Ionendetektor in jedem Driftbereich, Mittel, um Driftgas jeden Driftbereich hinunter zum Reaktionsbereich zu leiten, und Austrittsmittel im Reaktionsbereich, die von der Ionisationsquelle entfernt angeordnet sind, um Driftgas aus dem Reaktionsbereich abzuführen, sowie eine Quelle mit Wechselpotential, die an die Ionisationsquelle angeschlossen ist.
  • Vorzugsweise weist der Detektor zwei zylindrische Driftbereiche auf, welche so vorgesehen sind, daß sie Ionen entgegengesetzter Polarität anziehen und an beiden Enden eines zylindrischen Reaktionsbereiches angeordnet sind, und die Ionisationsquelle befindet sich in einem Gehäuse außerhalb des zylindrischen Reaktionsbereichs, wobei das Gehäuse mit der Reaktionszone in Verbindung steht. Vorzugsweise liegen die Austrittsmittel zur Abfuhr des Driftgases dem Gehäuse für die Ionisationsquelle diametral gegenüber.
  • Die vorliegende Anmeldung ist eine Ausscheidung aus EP 90902651.0, Serial number 456 700, welche auf die Ionisierungsquelle gerichtet ist, die von der Reaktionszone und von den zentralen Achsen der Driftregionen versetzt angeordnet ist.
  • Die versetzte Ionisationsquelle ermöglicht auf zweckmäßige Weise, daß die Probe über einen möglichst kurzen Weg in den Ionisationsbereich eingeführt wird.
  • Ein Minimieren dieser Wegstrecke ist wesentlich, wenn das Instrument rasch auf Veränderungen in der Probenkonzentration ansprechen soll.
  • Zudem ermöglicht die versetzte Quelle eine geradlinige durchgehende Gasstromanordnung. Diese Anordnung bietet zwei Vorteile: erstens tritt die ganze Probe durch die ganze Quelle hindurch, eine derartige Anordnung maximiert die Empfindlichkeit, zweitens wird die Möglichkeit, daß Probenmoleküle in die Driftbereiche eintreten, verhindert, während die Möglichkeit, den Gasstrom frei zu variieren, beispielsweise um die Empfindlichkeit der Vorrichtung zu verändern, beibehalten wird.
  • Der Vorteil des Anlegens eines Wechselpotentials an die radioaktive Quelle besteht darin, daß es dazu neigt, die Effekte des Aufbaus einer Oberflächenladung auf den verschiedenen Komponenten im lonisations- und im Reaktionsbereich zu beseitigen. Die Konzentration von Ionen ist in diesen Bereichen viel größer als jene im Rest der Vorrichtung, und es wurde erkannt, daß, wenn eine konstante Spannung an die Quelle angelegt wird, eine Kollision von Ionen mit Oberflächen in diesem Bereich in einem Zeitraum von Sekunden oder mehr zum Aufbau von Ladung an den Oberflächen führt. Der damit verbundene Nachteil besteht darin, daß das elektrische Feld innerhalb der Vorrichtung derart verändert wird, daß die Ionen aus den gewünschten Bahnen weggestoßen werden. Der beobachtete Effekt ist eine stetige Reduktion der Signalamplitude im Verlauf der Zeit.
  • In der oben besprochenen Bendix-Patentschrift, weist Bendix nicht darauf hin, daß das Ionisationspotential ein Wechselpotential sein sollte. Die Verwendung eines Wechselpotentials an der Quelle führt zu periodischen Überflutungen des lonisations- und des Reaktionsbereiches mit Ionen entgegengesetzter Polarität. Oberflächenladungen werden somit neutralisiert, und die Ionenströme durch das Driftrohr oder die Driftrohre werden optimiert. Es wird erkannt, daß in einem herkömmlichen Ionenbeweglichkeitsdetektor nur eine Fraktion der Ionen, die an den Verschlußgittern ankommen, zur Analyse in den Driftbereich eingelassen werden, für gewöhnlich ist das Verschlußgitter etwa 1 % der Zeit lang geöffnet. Bei dieser Vorrichtung verwenden wir diese überschüssigen Ionen zum Neutralisieren der Oberflächenladung, um sicherzustellen, daß die maximale Ionenzahl eingelassen wird, wenn das Gitter oder die Gitter geöffnet sind.
  • Das Wechselpotential kann von seiner Frequenz und Amplitude verändert werden; die rechteckige Wellenform ist vorzugsweise von der Symmetrie her hinsichtlich Positivität und Negativität veränderbar, derart, daß die Dauer und Amplitude des positiven Potentials unabhängig von der Dauer und Amplitude des negativen Potentials variiert werden kann. Auf diese Weise, können Ionenverweilzeiten für Ionen im Reaktionsbereich variiert werden, was ermöglicht, die Zielionenkonzentration für positive und negative Ionen frei zu maximieren.
  • In Fällen, in denen ein derartiges Wechselpotential - vorzugsweise in Rechtecksform - verwendet wird, kann eine Probe vom Ionisations- und vom Reaktionsbereich durch Anlegen eines kurzen Gatteröffnungsimpulses an das Ioneninjektionsgitter in den Driftbereich eingelassen werden. Die Zeitverzögerung zwischen dem Beginn eines Halbzyklus des Wechselpotentials und dem Gatteröffnungsimpuls kann in einer Anzahl von vorbereitenden Schritten variiert werden, und die daraus folgenden Ströme, erfaßt an der Detektorelektrode, können gespeichert werden, bis am Ende der vorbereitenden Schritte für nachfolgende Untersuchungen eine bevorzugte Zeitverzögerung für den Gatteröffnungsimpuls gewählt wird, so daß für die Ionen von einer bestimmten Charakteristik, beispielsweise jene, mit denen die vorbereitenden Schritte durchgeführt wurden, optimale Ergebnisse erhalten werden.
  • Auf diese Weise können eigene Zeitverzögerungen fiir die beiden Hälften des Wechselpotentialzyklus und somit für positive und negative Ionen eingestellt werden.
  • Demnach wird bei einem bevorzugten Verfahren zur Verwendung eines Ionenbeweglichkeitsdetektors, welches sich des zweiten Aspekts der vorliegenden Erfindung und vorzugsweise auch des ersten Aspekts bedient, und somit nicht nur ein Wechselpotential an der Ionisationsquelle sondern auch ein Paar gegenüberliegender Driftrohre verwendet, eine Prqbe aus dem Reaktionsbereich durch Anlegen eines kurzen Gatteröffnungsimpulses an den Ioneninjektionsverschluß oder das Ioneninjektionsgitter in einen Driftbereich eingelassen, wobei die Zeitverzögerung zwischen dem Beginn eines Halbzyklus des Wechselpotentials und dem Gatteröffnungsimpuis in einer Anzahl von vorbereitenden Schritten variiert wird und die daraus folgenden Ströme, erfaßt am lonendetektor im Driftbereich, gespeichert werden, bis am Ende der vorbereitenden Schritte für nachfolgende Untersuchungen eine bevorzugte Zeitverzögerung für den Gatteröffnungsimpuls gewählt wird, so daß für die Ionen, mit denen die vorbereitenden Schritte durchgeführt wurden, optimale Ergebnisse erhalten werden, z.B. eine maximale Amplitude des beurteilten Ionen-Spitzenwerts.
  • Die Untersuchung erfolgt unter der Kontrolle eines Mikroprozessors in einer Steuerung, welcher vorprogrammiert wird, um die vorbereitenden Schritte und die nachfolgenden Untersuchungen auszuführen.
  • Der gesamte Vorgang muß nicht länger als 1 Sekunde dauern, allerdings ermöglicht er optimale Messungen in bezug auf einen bestimmten Ionen-Spitzenwert - oder Ziel-Ionen-Spitzenwert.
  • Ein Driftbereich von rohrförmiger Konfiguration kann aus alternierenden Ringen aus Keramik bzw. Metall konstruiert werden, wobei diese elektrisch leitenden Metallringe als Schutzringe bezeichnet werden. Der Stapel aus Ringen wird zusammengeklemmt und abgedichtet, um ein gasdichtes Rohr zu ergeben. Vorrichtungen dieser Art umschließen des öfteren den Stapel aus Ringen innerhalb einer äußeren abgedichteten Hülle. Der elektrostatische Driftfeldpotentialgradient wird hergestellt, indem benachbarte Schutzringe über einen Widerstand miteinander verbunden werden und die Endschutzringe an die Klemmen einer Spannungsquelle angeschlossen werden. Die leitenden Ringe liefern eine Reihe aufsteigender Spannungspegel, und die Längsachse des Rohrs stimmt mit der Längsachse des elektrostatischen Feldes, welches auf diese Weise gebildet wird, überein.
  • Auf eine derartige herkömmliche Anordnung wird in der US-Patentschrift 3522425 Bezug genommen, welche einen "herkömmlichen" Spannungsteiler 50 offenbart, der eine Vielzahl beabstandeter leitender Umfangsplatten umfaßt, welche durch Widerstände 52 miteinander verbunden sind und am Ende an eine Leitung 26 angeschlossen sind, welche an eine Batteriequelle und an eine geerdete Elektrode 12 angeschlossen werden kann, um einen relativ einheitlichen Feldgradienten zu liefern.
  • Es können an Stelle dieser auch andere Konstruktionen verwendet werden, um das elektrostatische Feld herzustellen. Demzufolge sieht die US-Patentschrift 4390784 ein Driftrohr vor, welches aus einem Rohr aus Keramik oder Glas oder einem anderen geeigneten, nichtleitenden Material besteht, welches kontinuierlich entlang seiner Innenfläche mit einer Dickfilmwiderstandszusammensetzung beschichtet ist.
  • Wir ziehen es vor, einen Potentialgradienten im Bereich von 150 bis 350 Volt pro Zentimeter zu verwenden, insbesondere von ungefähr 225 bis 275 Volt, beispielsweise 250 Volt pro Zentimeter.
  • Aus sicherheitsspezifischen Erwägungen wird vorgezogen, daß der Probeninjektionsteil der Vorrichtung derart angeordnet wird, daß er auf oder nahe dem Erdpotential gehalten wird, was voraussetzt, daß sich die Kollektorelektrode am anderen Ende des Rohres und der daran gekoppelte Verstärker auf einem erhöhten negativen oder positiven Potential, beispielsweise 1250V oder mehr, befinden.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Mittel zum Aufzeichnen, Anzeigen oder Weiterverarbeiten des Signalausgangs des Verstärkers von der erhöhten Spannung getrennt. Dies kann durch Verwendung eines Trennverstärkers erreicht werden, der sich kapazitiver Kopplung eines frequenzmodulierten Signals oder eines auf diesem Prinzip aufbauenden optischen Systems bedient; dies wird vorzugsweise erreicht, indem das Ausgangssignal des Verstärkers zu einem Lichtausgang von einer Stärke gewandelt wird, die proportional zur Signalamplitude ist, und beispielsweise über eine Lichtwellenleiterkopplung mit einem optischen Eingang für das Aufzeichnungs-, Anzeige- oder Verarbeitungsmittel verbunden wird.
  • Die Erfindung kann auf verschiedene Weise realisiert werden, und eine spezifische Ausführungsform wird beschrieben, um die Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegenden schematischen Darstellungen zu veranschaulichen. Es zeigen:
  • Figur 1 eine Blockschemadarstellung eines Ionenbeweglichkeitsdetektors, welches die Struktur der Driftrohre und der Gasflußbahnen einer erfindungsgemäßen Vorrichtung darstellt;
  • Figur 2 ein schematisches Blockdiagramm (in kleinerem Maßstab) der elektrischen Anschlüsse und Elektronikkomponenten; und
  • Figur 3 eine Darstellung der bei der Erfindung verwendeten Rechteckwellenform.
  • Mit Bezugnahme auf die Figuren 1 und 2 weist ein Ionenbeweglichkeitsdetektor ein Paar koaxialer Driftrohre 10A und 10B auf, deren Gattergitterenden 11A und 11B einander gegenüberliegen und einen quer angeordneten Reaktion sbereich 27 begrenzen. Der Reaktionsbereich 27 wird mit ionisierten Spezies von einem Ionisationsbereichsrohr 16 versorgt, welches in einem Gehäuse 12, das auf einer Seite der Driftrohre 10A und 10B versetzt ist, angeordnet ist. Unipolare Ionen, die für die Probe kennzeichnend sind, werden im Reaktionsbereichsrohr 27 erzeugt, und die Beweglichkeit der erzeugten Ionen wird in den Driftrohren 10A und 10B festgestellt. Jedes Ionendriftrohr weist eine Endkappe 14A bzw. 14B auf. Das Gehäuse 12 trägt das Ionisationsbereichsrohr 16, wobei eines seiner Enden, das Einlaßende, neben einer Eingangsdüse 18 liegt, die vom Gehäuse 12 getragen wird. Die Schnittstelle zwischen 12 und 18 ist eine Membran 24. Das membranseitige Ende der Düse 18 weist eine Lüftungsöffnung 20 zur Atmosphäre auf, um Gasen das Austreten in die Atmosphäre zu ermöglichen. Das Ionisationsbereichsrohr 16 liegt mit seinem Einlaßende der Membran 24 benachbart. Eine Ionisationsquelle 26 ist im Rohr 16 angeordnet. Die Einlaßenden hA und lib jedes der Driftrohre werden durch Gitter 28A und 28B verschlossen, welche auf diese Weise die Seitengrenzen des Reaktionsbereichs 27 definieren.
  • Das Rohr 16 ist ein Metallrohr mit einem Innendurchmesser von 7,4 mm. Die Injektionsgitter 28A und 28B sind auf Keramikringen befestigt, welche Enden der Driftrohre 10A und 10B bilden. Die Gitter 28A und 28B bestehen jeweils aus einem sogenannten fixen Gitter und einem sogenannten beweglichen Gitter, wobei letzteres zum Reaktionsbereich 27 hinweist.
  • Jedes Driftrohr ist mit einem System ausgestattet, um einen Driftgas-Gegenstrom durch dieses Rohr von den Endkappen 14A bzw. 148 zum Reaktionsbereich 27 hindurchzuführen Jede Enlikappe 14 weist somit einen Driftgaseinlaß 34A bzw. 34B auf. Der Reaktionsbereich weist einen Driftgasauslaß 22 auf, welcher auf der dem Gehäuse 12 entgegenge&etzten Seite angeordnet ist.
  • Das Ionisationsbereichsrohr 16 ist auch mit elnem Einlaß 35 für ein Trägergas (welches dasselbe Gas wie das Driftgas oder ein anderes Gas sein kann) ausgestattet. Das Drift- und das Trägergas können von Einwegquellen, beispielsweise Druckflaschen mit gereinigtem Gas, auf bekannte Weise zugeführt werden oder an Umwälzpumpen, Reiniger und Trockner angeschlossen werden, so daß die Gase ebenfalls auf bekannte Weise konserviert und rein erhalten werden und die gewünschte Trockenheit hergestellt wird.
  • Somit tritt ein Gasstrom an der Eingangsöfftlung 35 ein, nimmt Probendampf mit, welcher durch die Membran 24 dringt, und befördert all dies entlang der gesamten Länge der radioaktiven Quelle 26 hindurch. Im Bereich 27 wird die Probe durch die Driftströme aus den Rohren 10A und 10B verdünnt, und die verdünnten Probenströme treten durch 22 auf der Vorrichtung aus.
  • Die Endkappen 14A und 14B tragen auch je eine Kollektorelektrode 32A bzw. 32B, welche innerhalb der Driftrohre 10A bzw. 10B montiert sind und denen je ein Schirmgitter 33A bzw. 33B vorgeschaltet ist. Die Schirmgitter 33A und 33B sind vorgesehen, um kapazitive Kopplung und induzierte Ladungseffekte zu umgehen, und werden auf einem konstanten Potential in bezug auf den Kollektor gehalten, derart, daß der Potentialgradient im Raum zwischcn dem Schirmgitter 33A und der Kollektorelektrode 32A vergleichbar mit jenem im Rest des Driftrohres oder größer ist.
  • Die Kollektorelektrode weist einen Durchmesser auf, der dem Innendurchmesser des Driftrohres entspricht.
  • Jedes Driftrohr 10A und 10B ist mit einer Konstruktion zum Anlegen eines Potentialgradienten enüang der Länge des Rohres ausgestattet. Diese Konstruktion besteht aus vier voneinander beabstandeten Metallschutzringen 30A1 bis 30A4 und 30B1 bis 30B4. Die Ringe sind durch Keramikscheiben entlang dem Rohr voneinander beabstandet, wobei der gesamte Stapel zusammengeklemmt ist, um auf bekannte Weise ein Rohr zu bilden.
  • An jedem Ring wird eine geeignete Spannung angelegt, um den gewünschten Spannungsgradienten herzustellen.
  • Die Spannungen werden mittels eines Paares einstellbarer Hochspannungsquellen angelegt, welche in Figur 2 schematisch als 50A und 50B dargestellt sind, die durch eine Widerstandskette, die wiederum schematisch als 52A und 52B dargestellt sind, überbrückt werden. Jede Kette bestehend aus Widerständen 51) ist zwischen der Einlaßdüsenbaugruppe (die auf Nullpotential gehalten wird) und der entsprechenden Kollektorelektrode 32A oder 32B (von denen sich eine auf hochpositivem und die andere auf hochnegativem Potential befindet, beispielsweise +1250 und -1250V) angeschlossen.
  • Für jede Kette 52 sind Zwischenpunkte an das fixe Gitter ihres Gatters 28 und die Schutzringe 30 ihres Driftrohres 10 und an ihr Kollektorgitter 32 und ihr Schirmgitter 33 angeschlossen und stellen geeignete Potentialdifferenzen an diesen verschiedenen Orten im Detektor her.
  • Die Quelle 26 ist vorzugsweise die bekannte radioaktive &sup6;³Ni-Folien-Quelle, welche Betastrahlung erzeugt. Ein Potentialgradient wird wie unten beschrieben von der Quelle 26 zu den Gittern 28A und 28B hergestellt, welcher derart wirkt, daß die geladenen Ionen aus der Umgebung der Quelle zu den Einspritzgittem 28A und 28B bewegt werden (wenn 32A positiv ist, dann ist das Gitter 28A positiv und zieht negative Ionen an; wenn 32B negativ ist, dann ist das Gitter 28B negativ und zieht positive Ionen an), wo, wenn das Gitter geschlossen ist, die entsprechenden Ionen entladen werden. Die genaue Funktionsweise wird unten näher beschrieben.
  • Die Potentialstufen zwischen den Schutzringen 30 des Driftrohres sind gleich.
  • Jede Kollektorelektrode 32A und 32B ist an einen Verstärker 36A bzw. 36B angeschlossen, welcher eine optische Diode 38A bzw. 38B an seinem Ausgang aufweist. Diese Dioden liegen auf demselben Potential wie die Kollektorgitter 32. Lichtwellenleiterverbindungen 40A und 408 koppeln den Lichtausgang der Dioden 38A bzw. 38B an den Eingang der Dioden 42A und 42B am Eingang der Verstärker 44A und 44B, deren Ausgänge an den Eingang einer elektronischen Steuerung 46 angeschlossen sind. Die Steuerung liefert einen Ausgang an ein Aufzeichnungs-/Anzeigegerät 48 und ist angeordnet, um über die Leitungen 29A und 29B Triggerimpulse an die Einspritzgitter 28A und 28B zu liefern.
  • Jedes Einspritzgitter 28 wird normalerweise durch die Steuerung 46 elektrisch vorgespannt, um ein Hindurchtreten von Ionen zu verhindern, jedoch wird jedes periodisch mittels eines elektrischen Impulses von der Steuerung 46 freigegeben, um zu ermöglichen, daß ein lonenimpuis durch das freigegebene Einspritzgitter 28 in das entsprechende Driftrohr 10A oder 10B eintritt.
  • Die Gitter 28 sind typischerweise zwei Sätze aus parallelen, beinahe fingerartig ineinandergreifenden Drähten. Das Gitter wird geschlossen, wenn eine Potentialdifferenz zwischen den beiden Drahtsätzen angelegt wird. Falls zwischen den beiden Drahtsätzen keine Potentialdifferenz vorliegt, beispielsweise, wenn diese elektrisch verbunden werden, können Ionen durch das Gitter fließen. Das Gitter bietet eine kreisförmige Öffnung zum Driftrohr, welche einen Durchmesser von 12 mm aufweist.
  • Die Potentialdifferenz an der Widerstandskette von 18 bis 32A beträgt + 1250V und von 18 bis 32B -1250V. Das Potential der Quelle 26 beträgt vorzugsweise +250, kann jedoch bis zu +500 Volt ausmachen, und es ist ungefähr 4 mm von den fixen Gittern jedes Gitters 28 beabstandet, welche auf Spannungen relativ zu jener an der Quelle 26 gehalten werden, u.zw. derart, daß der Feldgradient zwischen der Quelle und dem fixen Gitter annähernd gleich jenem in den Rohren 10 ist (welcher sich für gewöhnlich auf 300 Volt/cm beläuft). Das bewegliche Gitter jedes Injektionsgitters 28 wird von der Steuerung 46 auf einer Spannung gehalten, die über jener des fixen Gitters liegt, beispielsweise auf 30, 40 oder angenommen 70 Volt, um das Injektionsgatter 28 geschlossen zu halten. Die Steuerung 46 gleicht die Spannungen an, um das Gatter zu öffnen. Die Widerstände 51 zwischen den Leitern sind typischerweise 5 Megaohm und erzeugen Potentiale an den Leitern 30A1 bis 30A4, derart, daß ein annähernd linearer Feldgradient von 300 Volt/cm in Rohr 10A und in Rohr 10B erzeugt wird.
  • Die Funktionsweise der Vorrichtung ist wie folgt. Driftrohrgas, für gewöhnlich getrocknete, gereinigte Luft, wird durch jedes Driftrohr 10 geführt, wobei es bei 34A und 34B eintritt und bei 22 austritt. Herkömmliche im Stand der Technik bekannte Durchflußgeschwindigkeiten werden verwendet, beispielsweise 1 bis 50 cm³ Gas je cm³ Driftrohrvolumen/Minute.
  • Es ist erstrebenswert, daß die Luft Nulluft ist. Es ist die Aufgabe des Driftgases, die Ionen-Molekül-Reaktion im Driftrohr zu löschen.
  • Das Trägergas, welches bei einer typischen Verwendung atmosphärische Umgebungsluft ist, welche eine Gasprobe enthält, die bestimmt und gekennzeichnet werden soll, wird mittels einer Pumpe (nicht dargestellt), die an der Lüftungsöffnung befestigt ist, in den Einlaß 18 hineingesaugt. Es können ähnliche Durchflußgeschwindigkeiten in bezug auf das Volumen des Reaktandenrohres wie für das Driftgas verwendet werden. Die Membran 24 wird derart gewählt, daß sie für Spezies, die bestimmt werden sollen, beispielsweise organische Moleküle, selektiv durchlässig ist, während sie gegenüber H&sub2; 0, 0&sub2;, N&sub2; und CO&sub2; weit weniger durchlässig oder im wesentlichen undurchlässig ist. Die Spezies, welche bestimmt werden sollen, dringen somit durch die Membran in das Ionisationsrohr 16 ein, und zusammen mit etwas Trägergas gelangen sie in die Nähe der Ionisationsquelle 26. Die Membran kann eine Lage aus Gummimaterial auf Silikonbasis, beispielsweise Dimethysilikongummi, umfassen. Die Spannungsquellen werden eingeschaltet, wobei 50A positiv und 50B negativ ist. Die Trägergasmoleküle werden ionisiert und in einem geringeren Ausmaß auch die Probenspezies.
  • Da der Ionenbeweglichkeitsdetektor bei oder nahe bei Atmosphärendruck betrieben wird, ist die mittlere freie Weglänge der Ionen und anderen Moleküle in bezug auf die Abmessungen des begrenzten Raumes gering, und es kommt zu zahlreichen Kollisionen zwischen den verschiedenen Gasmolekülen im Reaktionsbereich innerhalb des Raumes 27. Die Kollisionen neigen dazu, durch Ladungstransfer von den ionisierten Trägergasmolekülen ionisierte Probenmoleküle zu erzeugen.
  • Der Feldgradient zwischen der Ionisationsquelle 26 und den Injektorgittern 28 bewegt die Ionen, die durch die Ionisationsquelle aus dem Träger- und dem Probengas erzeugt werden, zu den Injektorgittern 28.
  • Der erfindungsgemäße Ionenbeweglichkeitsdetektor kann sowohl positiv geladene als auch negativ geladene Ionen praktisch gleichzeitig feststellen. Wenn das Potential am Kollektorgitter 32A, wie oben gezeigt wird, derart angeordnet wird, daß es positiv ist, dann werden negative Ionen zu ihm hingezogen und der Kollektor 32B wird negativ sein, so daß positive Ionen zu ihm hingezogen werden.
  • Das Ionisationsrohr aus &sup6;³Ni-Folie wird mit Wechselstrom von einer getrennten Wechselstromquelle versorgt, welche über eine Leitung 25 von der Steuerung 46 gesteuert wird. Dieser Strom weist eine rechteckige Wellenform auf, typischerweise +250V bezogen auf die Erde mit einer Frequenz von bis zu 100 Hertz und typischerweise 50 Hertz (50 Zyklen pro Sekunde). Da das Potential bei 26 auf +250V umschaltet, bewirkt die Differenz zwischen 26 und dem Gitter 28A, daß sich die negativen Ionen zum Gitter 28A hinbewegen, und sie werden entladen, sobald sie am Gitter 28A ankommen, wenn dieses geschlossen ist. Die positiven Ionen, die durch die &sup6;³Ni-Folie erzeugt werden, werden während dieses Zeitraums am Rohr 16 entladen.
  • Die Steuerung 46 erzeugt die rechteckige Wellenform, welche hinsichtlich der ansteigenden und abfallende Abschnitte asymmetrisch sein kann, und steuert die Gattergitter an, um diese nach geregelten Verzögerungszeiten von der ansteigenden Flanke der rechteckigen Welle zu öffnen, wie aus Fig. 3 hervorgeht. Die positiven oder negativen Verzögerungszeiten können getrennt eingestellt werden, entweder händisch oder in einem rückgekoppelten Regelkreis, während der Ziel-Ionen-Spitzenwert im positiven bzw. negativen Ionenspektrum überwacht wird.
  • Bei einem ersten Arbeitsschritt mit der Zeitverzögerung, kurz tB genannt (siehe Figur 3), wird der Detektorstrom vom Kollektor 32B. über die Verbindung 36B, 38B, 408, 42B und 44B der Steuerung 46 zugeführt und im dortigen Speicher als Strom-/Zeitspektrum zurückbehalten, beginnend mit der Zeit des Gatteröffnungsimpulses bei tB sowie festgestellte Strom-Spitzenwerte zu Zeiten nach dem Start bzw. Amplituden aufweisend, welche die Eigenschaften der Ionen in einer Packung sowie die Anzahl der Ionen mit jener Eigenschaft darstellen.
  • Beim nächsten Arbeitsschritt wird die Zeitverzögerung tB erhöht, und ein weiteres Strom-/Zeitspektrum wird gespeichert.
  • Die Zeitverzögerung tB wird entlang ihres Bereiches innerhalb der positiven Hälfte der quadratischen Welle schrittweise erhöht.
  • Die Steuerung 46 ist programmiert, um zu Zwecken der späteren Verwendung jene spezielle Zeitverzögerung tB auszuwählen, welche die höchsten Stromamplituden in einem bestimmten Spitzenwert erbrachte.
  • In aufeinanderfolgenden Schritten und unter Verwendung der gewählten Zeitverzögerung tB werden festgestellte Ströme gemittelt und zum Aufzeichnen oder Anzeigen verwendet. Der gesamte Vorgang kann 0,5 bis 1,0 Sekunden dauern.
  • Der Vorgang wird für die Zeitverzögerung tA und die negativen Ionen wiederholt.
  • Das Intervall zwischen der Spitze aufeinanderfolgender ansteigender Flanken beträgt für gewöhnlich 20 Millisekunden (ms). Die Gattergitter können 50-1000 Mikrosekunden (µs) lang geöffnet werden, vorzugsweise ungefähr 180 Mikrosekunden (µs) lang, und diese Gatterzeit stellt den Beginn der Driftzeit für die Gruppe negativer Ionen im Falle von Gitter 28A oder die Gruppe positiver Ionen im Falle von Gitter 28B dar.
  • Wenn das Wechselstrompotential auf -250V umschaltet, wird die Verzögerungszeit des Positivmodus gestartet, welche den Aufbau von positivem Strom im Injektionsbereich 27 ermöglicht; am Ende dieser Verzögerungszeit öffnet die Steuerung 46 das Einspritzgitter 28B während eines kurzen Zeitraums, typischerweise 180 Mikrosekunden (µs) (Dies ist der Beginn der Driftzeit für diese Gruppe oder Charge positiver Ionen). Das Gitter 28B wird für gewöhnlich ungefahr loms nach dem Gatter 28A geöffnet, und zu dieser Zeit befindet sich die erste Charge negativer Ionen ungefähr auf halbem Weg in der Mitte des Rohres 10A.
  • Dieser Zyklus wird wiederholt, und die Meßwerte werden von der Steuerung 46 für die positiven und negativen Kollektorströme gemittelt, um Mittelwerte zu ergeben. Für gewöhnlich beträgt die Anzahl der Zyklen 16, diese kann jedoch variiert werden, um ein geeignetes Signal-Rausch-Verhältnis zu erreichen.
  • Die Amplitude der rechteckigen Welle kann auf Wunsch variiert werden, und die Amplitude kann bis zu ±500 V ausmachen.
  • Ein Erhöhen der Amplitude vermindert die Verweilzeit von Ionen im lonisations- und im Reaktionsbereich und ermöglicht über eine Vielzahl von Ionen-Molekül-Reaktionen ein Maximieren der Zielionenkonzentration.
  • Die Beta-Partikel von der Ni&sup6;³-Quelle kollidieren vor allem mit Trägergasmolekülen und erzeugen positive/negative Ionenpaare. Wenn sich die Quelle auf positivem Potential befindet, werden die positiven Ionen an der Quelle entladen und die negativen Ionen in den Reaktionsbereich zurückgedrängt, wo sie weiteren Ionen-Molekül-Reaktionen, einschließlich Ladungsaustausch- und Additionsreaktionen, unterzogen werden. Ein einfaches Beispiel dafür ist, daß, wenn ein O&sub2;&supmin;-Ion mit einem geeigneten Probenmolekül M kollidiert, ein Ladungsaustausch stattfinden kann, welcher gemäß O&sub2;&supmin; + M = 02 + M&supmin; eine geladene Probe und in der Folge weitere M&supmin;-bezogene Addukt-Ionen erzeugt.
  • Es sind diese Produkt-Ionen, welche aus dem Reaktionsbereich 27 zum Gitter 28A gezogen werden.
  • Das Injektorgitter wird durch die Steuerung 46, welche das Potential wegnimmt, geöffnet, typischerweise alle 20 Millisekunden (ms) etwa 0,18 ms lang, wodurch ein regelmäßiger Impuls oder Scheibe negativ geladener Ionen in das Driftrohr 10A eingebracht wird. Dieses Zeitintervall von 20 ms ist als Zykluszeit bekannt. Bei dieser Anordnung kann die Zykluszeit auf Wunsch im Bereich von 10 bis 1000 ms verändert werden. Wie oben erwähnt wurde, hat das gegenströmende Driftrohrgas die Aufgabe, alle weiteren Reaktionen zwischen den Ionen und Molekülen zu löschen.
  • Die Ionen werden daraufhin durch das angelegte gleichmäßige elektrostatische Feld das Rohr entlang zum Kollektor 32A bewegt, und während sie das Rohr 10A entlangbewegt werden, teilen sie sich in schnellere, beweglichere negative Ionen, gefolgt von langsameren, weniger beweglicheren negativen Ionen, und jede Gruppe trifft bei der Elektrode als eine Verteilung um ein mittleres oder Spitzenwert-Maximum ein, welche verwendet wird, um die Beweglichkeit der bestimmten negativen lonenspezies zu bestimmen. Die Ionen neigen somit dazu, sich in Gruppen unterschiedlicher Beweglichkeit aufzuteilen, wobei die Gruppen die Kollektorelektrode 32A nach ihrem Injizieren in das Driftrohr durch das Injektorgitter 28A zu unterschiedlichen Zeitpunkten erreichen, wobei die Driftzeiten in direkter Relation zur Ionenbeweglichkeit stehen.
  • Die Ionen werden an der Kollektorelektrode 32A entladen, und dies erzeugt einen elektrischen Strom am Eingang zum Verstärker 36A, der in Relation zur Anzahl von Ionen in jeder Gruppe steht, wenn diese auf die Elektrode 32A auftrifft.
  • Der Strom wird vom Verstärker 36A verstärkt, welcher entsprechende Schwankungen in der Stärke des Lichtes erzeugt, welches von der Leuchtdiode 38A abgegeben wird.
  • Das abgegebene Licht wird über die Lichtwellenleiterkopplung 40A an die Diode 42A gekoppelt, welche einen entsprechenden Strom am Eingang des Verstärkers 44A erzeugt, welcher verstärkt und an die Steuerung 46 und nach der Verarbeitung an das Anzeige-/Aufzeichnungsgerät 48 weitergegeben wird, welches ein Oszilloskop, ein Tintenschreiber, ein magnetisches Speichermedium oder ein Warnmelder oder eine Kombination derselben sein kann.
  • Ansonsten sind Bauweise, Schaltlogik und Betriebsart der Steuerung 46 wie zuvor beschrieben wurde.
  • Das Stromsignal von der elektronischen Steuerung 46 an das Anzeige-/Aufzeichnungsgerät 48 kann ein Ionenbeweglichkeitsspektrum sein, welches nach Ionenbeweglichkeit kalibriert werden und auf die Menge und Art von Molekülen bezogen werden kann, die in der Atmosphäre vorliegen, welche durch die Einlaßdüse 18 entnommen wurde.
  • Der Gegenstrom von Driftgas durch die Rohre 10A und 10B dient dazu, nichtionisierte Moleküle von Probe und Träger zu entfernen, welche eventuell durch die Einspritzelektroden 28A und 28B hindurchgetreten sind und welche, im Falle, daß sie nicht entfernt werden, weitere Ionen-Molekül-Reaktionen verursachen könnten, die die Identität der Ionen, wie sie am Kollektor bestimmt wird, während ihres Durchtretens durch den Driftbereich verändern und zu einer Verzerrung des Ionenmobilitätsspektrum führen könnten.
  • Wie oben erwähnt wurde, werden manche Moleküle zu einer einzigen lonenspezies ionisiert, andere jedoch zu einer Reihe von lonenspezies. Der Zeitpunkt des Eintreffens und die Größe dieser Spitzenwerte und ihr Vorzeichen können als charakteristisches Spektrum verwendet werden, durch welches eine unbekannte Spezies mit einer bekannten Probe in Korrelation gebracht werden kann, vorausgesetzt, daß die Driftbedingungen bekannt sind, d.h. Potential, Trägergas, Durchflußgeschwindigkeit, Reinheitsgrad, Temperatur, Druck und Feuchtigkeit.
  • Demnach enthält die Steuerung 46 vorzugsweise eine Bibliothek von Spektren für bekannte Spezies. Diese können auf dem Aufzeichnungs-/Anzeigegerät 48 angezeigt und mit der unbekannten Probe verglichen werden, oder der Vergleich kann in der Steuerung erfolgen, und falls eine Übereinstimmung festgestellt wird, kann dann der Name der festgestellten Spezies angezeigt oder ein charakteristisches Signal, ein sichtbares oder hörbares oder beides, ausgegeben werden.
  • Zudem kann die Konzentration der festgestellten Spezies gemessen werden und eine direkte numerische Anzeige oder lediglich eine Anzeige der Konzentrationspegel erfolgen
  • Wie oben beschrieben wurde, werden die Gitter 28 in jedem Zyklus gepulst, was, wie oben erwähnt wurde, in einem Bereich von 10 bis 1000 ms erfolgen kann. Die Kollektorelektrode 32 mißt das Ionen-Spitzenwert-Muster kontinuierlich, wobei die Amplitude des Impulses proportional zur Anzahl der Ionen ist, wobei die Ionenankunftszeit kennzeichnend für das Ion ist. Somit ist die tatsächliche Driftzeit des Ions die Zeitbasis, und in jedem Zyklus wird ein vollständiges Ionendriftmuster erzeugt. Es kann einige Sekunden dauern, bis die Probe die Zelle freigemacht hat, weshalb das Mitteln wiederholter Abtastvorgänge während einer Reihe von Zyklen (wie oben erwahnt wurde) verwendet werden kann, um ein verbessertes Signal-Rausch-Verhältnis zu erhalten.

Claims (2)

1. Ionenbeweglichkeitsdetektor mit einer Probeneinlaß membran (24), Mitteln, um eine durch die Membran (24) hindurchtretende Probe über eine Ionisationsquelle (26) zu einem Ionenreaktionsbereich (27) fließen zu lassen, mit dem zwei oder mehrere Ionendriftbereiche (10A, 10B) kommunizieren, Mitteln (30 A1 bis 30 A4, 30 B1 bis 30 B4) zur Anlegung eines Potentialgradienten an jeden Driftbereich (10A, 10B), einem Ioneneinspritzverschluß (28A, 28B) am Eingang zu jedem Driftbereich, wodurch der Driftbereich für Ionen eines bestimmten Vorzeichens, die sich in dem Reaktionsbereich (27) befinden, zugänglich oder unzugänglich gemacht werden kann, einem Ionendetektor (32A, 32B) in jedem Driftbereich, Mitteln (34A, 34B), um Driftgas jeden Driftbereich hinunter zum Reaktionsbereich zu leiten, und Austrittsmitteln (22) in dem Reaktionsbereich (27), die von der Ionisationsquelle (26) entfernt angeordnet sind, um Driftgas aus dem Reaktionsbereich (27) abzuführen, dadurch gekennzeichnet, daß die Quelle (25, 46) für Wechselpotential an die Ionisationsquelle (26) angeschlossen ist.
2. Detektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er zwei zylindrische Driftbereiche (10A, 10B) aufweist, die vorzugsweise so vorgesehen sind, daß sie Ionen entgegengesetzter Polarität anziehen und an jedem Ende eines zylindrischen Reaktionsbereiches (27) angeordnet sind, wobei sich die Ionisationsquelle (26) in einem Gehäuse (12) außerhalb des zylindrischen Reaktionsbereiches befindet, wobei dieses Gehäuse (12) mit dem Reaktionsbereich (27) in Verbindung steht.
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