DE69016483T2 - Verfahren und Einrichtung zur Verarbeitung von Komponentensignalen zur Erhaltung hochfrequenter Intensitätsinformation. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Verarbeitung von Komponentensignalen zur Erhaltung hochfrequenter Intensitätsinformation.

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    • H04N9/68Circuits for processing colour signals for controlling the amplitude of colour signals, e.g. automatic chroma control circuits
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Description

  • Verfahren und Einrichtung zur Verarbeitung von Komponentensignalen zur Erhaltung hochfrequenter Intensitätsinformation
  • Hintergrund der Erfindung
  • Diese Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Verarbeitung von Komponentensignalen zur Erhaltung hochfrequenter Intensitätsinformation.
  • Fig. 1 zeigt eine herkömmliche Farbvideokamera 2 und eine herkömmliche Anzeigevorrichtung 6 mit Farbkathodenstrahlröhre (CRT). Die Kamera 2 weist drei lineare Sensoren 4R, 4G und 4B auf, die entsprechende Farbkomponentensignale R', G' und B' erzeugen. Die Spannungen dieser drei Signale sind proportional zur Intensität von rotem, grünem bzw. blauem Licht in der Fokussierebene der Kamera. Die Intensität des vom Bildschirm einer herkömmlichen Kathodenstrahlröhre abgestrahlten Lichts steht jedoch in keinem linearen Verhältnis zur Spannung des Videosignals, das an den Elektronenstrahlerzeuger der Kathodenstrahlröhre angelegt ist. Im Fall einer Farbkathodenstrahlröhre ist die Intensität des von der Kathodenstrahlröhre abgegebenen Lichts gegeben durch:
  • I = 0,299*(R**GAMMA) + 0,587*(G**GAMMA) + 0,114*(B**GAMMA)
  • wobei R, G und B die Treiberspannungen sind, die jeweils an die roten, grünen bzw. blauen Elektronenstrahlerzeuger angelegt werden, ** der Potenzierungsoperator ist und GAMMA eine Konstante (2,2 im Fall des NTSC-Systems) darstellt.
  • Aufgrund dieses Verhältnisses zwischen der Elektronenstrahlerzeuger-Treiberspannung und der Intensität des abgegebenen Lichts enthält die in Fig. 1 dargestellte Videokamera GAMMA Korrekturschaltungen 5R, 5G und 5B, so daß das von der Kamera ausgegebene rote Komponentensignal R proportional zu R'**(1/GAMMA) ist, und entsprechendes auf G und B zutrifft. Die von der Kamera erzeugten R, G und B Farbkomponentensignale können nach geeigneter Verstärkung zum direkten Treiben der Kathodenstrahlröhre verwendet werden, wie es durch die gestrichelten Linien angedeutet ist, und die Intensität des von der Kathodenstrahlröhre abgestrahlten roten, grünen und blauen Lichts wäre jeweils proportional zu R', G' bzw. B'. Bei den meisten Farbfernsehnormen, beispielsweise NTSC, PAL und RP125, wird jedoch die Bildinformation als Luminanz (Y) und Chrominanz, oder Chroma (R-Y und B-Y) kodiert, wobei
  • Y = 0,299*R+ 0,587*G+ 0,114*B.
  • Daher weist die Videokamera 2 eine Widerstandskodiermatrix 8 auf, die die R, G und B Komponentensignale in Luminanz- und Chromakomponentensignale umwandelt, und die Anzeigevorrichtung 6 weist eine Dekodiermatrix 9 auf, die die Y, R-Y und B-Y Signale empfängt und die R, G und B Komponentensignale aus diesen rekonstruiert.
  • Wenn der Wert von R, G und B jeweils in einem Bereich von 0 bis 1 liegt, und R, G und B jeweils gleich 1 sind, so daß weißes Licht abgestrahlt wird, ist Y gleich 1 und die abgegebene Lichtintensität I ist gleich 1. Da jedoch die abgegebene Lichtintensität eine nichtlineare Funktion von R, G und B ist, reicht die Luminanzkomponente Y nicht aus, um die Intensität des von der Kathodenstrahlröhre abgegebenen Lichtes zu beschreiben. Somit ergibt ein gegebener Y-Wert eine höhere Intensität, wenn er mit hohen Chromawerten (hohe Absolutwerte für R-Y und/oder B-Y) kombiniert ist, als wenn er mit kleinen Chromawerten kombiniert ist. Zum Beispiel hat ein sattes Rot mit voller Helligkeit (R = 1, G = 0 und B = 0) einen Y-Wert von 0,299 und ergibt einen Intensitätswert von 0,299, wohingegen ein Grau, für das R = 0,299, G = 0,299 und B = 0,299 ist, zwar ebenfalls einen Y-Wert von 0,299 hat, aber eine Intensität von 0,299**GAMMA oder 0,070 für GAMMA = 2,2 ergibt.
  • Ein Problem bei der Nichtlinearität des Verhältnisses zwischen abgegebener Intensität und R, G und B tritt auf, wenn die Chromakomponentensignale auf eine kleinere Bandbreite als das Luminanzkomponentensignal gefiltert werden. Werden die Farbkomponentensignale R, G und B zum Treiben einer Kathodenstrahlröhrenanzeige mit hoher Auflösung verwendet, und der Wert von R ist in einem ausgewählten Bereich des Feldes gleich 1 und anderenortes 0 und die Werte von G und B betragen über das gesamte Feld hinweg 0, so daß die Kathodenstrahlröhre einen Bereich satten Rots vor einem schwarzen Hintergrund anzeigt, dann beträgt der Spitzenwert von Y 0,299 und der Spitzenwert von I ist 0,299. Werden diese Farbkomponentensignale in die NTSC-Norm umgewandelt, in der das Y-Komponentensignal eine potentielle Bandbreite von 4,2 MHz hat und die Chromakomponentensignale auf eine Bandbreite von 1,2 MHz begrenzt sind, und der Bereich des Feldes, der rot ist, ein vertikaler Strich ist, der mindestens so breit ist wie es die Bandbreite der Chromakanäle zuläßt, dann sind die Werte von Y und I innerhalb des Bereichs des roten Striches die gleichen wie im Fall der Anzeige mit hoher Auflösung. Die Spitzenwerte von R-Y und B-Y sind 0,701 bzw. -0,299. Wäre jedoch der Strich so schmal, wie es die Bandbreite des Luminanzkanals zuläßt, dann würden die Chromafilter die Chromasignale in etwa um einen Faktor drei ausbreiten, und die Spitzenwerte der Chromasignale um denselben Faktor verringern. Dementsprechend sind die Spitzenwerte von R-Y und B-Y 0,234 bzw. -0,100, während der Spitzenwert von Y immer noch 0,299 beträgt, und die Spitzenintensität ist 0,095 bei GAMMA gleich 2,2, oder nur ca. ein Drittel des Intensitätswertes für den breiteren Strich. Dieses Problem verringerter Intensität ist nicht auf den Fall beschränkt, in dem die Signale in horizontaler Richtung gefiltert werden, und tritt ebenfalls bei vertikaler Filterung auf, beispielsweise, wenn Komponentensignale zum Treiben einer hochauflösenden Anzeige, die mehr als eintausend Zeilen pro Bild haben kann, in eine gesendete Fernsehnorm mit nur ca. 500 oder 600 Zeilen pro Bild umgewandelt werden. Im Fall des PAL-Systems, in dem GAMMA gleich 2,8 ist, ist dieses Problem noch gravierender.
  • In der GB-A.1 033 413 (Marconi) ist ein Videosignalverarbeitungssystem beschrieben, bei dem zwei gamma-korrigierte Chromakomponentensignale einer ausgewählten Bandbreite und ein gamma-korrigiertes Luminanzkomponentensignal mit einer größeren Bandbreite als die gamma-korrigierten Chromasignale verwendet werden. Ein weiteres System ist in der US-A-2,903,506 (Livingston) beschrieben.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird ein Videosignal in Komponentenform verarbeitet, indem zwei Chrominanzkomponentensignale erzeugt werden, die eine ausgewählte Bandbreite haben und GAMMA-korrigiert sind, ein lineares Luminanzkomponentensignal erzeugt wird, das eine größere Bandbreite als die Chromakomponentensignale hat und nicht GAMMA-korrigiert ist, das lineare Luminanzkomponentensignal tiefpaßgefiltert und dann GAMMA-korrigiert wird, um ein GAMMA-korrigiertes Luminanzkomponentensignal mit größerer Bandbreite als die GAMMA- korrigierten Chromakomponentensignale bereitzustellen.
  • Das Luminanzkomponentensignal, das nicht GAMMA-korrigiert ist, kann auf mehrere verschiedene Weisen erzeugt werden. Zum Beispiel können lineare Farbkomponentensignale direkt an eine Luminanzmatrix angelegt werden und über eine GAMMA-Korrekturschaltung an eine Chromamatrix. Alternativ kann eine Annäherung des Luminanzkomponentensignals, das nicht GAMMA-korrigiert ist, aus einem Luminanzkomponentensignal erzeugt werden, das GAMMA-korrigiert wird, indem die GAMMA-Korrektur im Luminanz-Bereich entfernt wird.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Zum besseren Verständnis der Erfindung, und um darzustellen, wie diese praktisch umsetzbar ist, wird nunmehr beispielhaft auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen:
  • Fig. 1 zeigt ein Blockschaltbild eines herkömmlichen Aufbaus einer Videokamera und Anzeigevorrichtung,
  • Fig. 2 zeigt ein Blockschaltbild einer ersten Ausführungsform der Erfindung,
  • Fig. 3 zeigt ein Blockschaltbild einer zweiten Ausführungsform der Erfindung,
  • Fig. 4 zeigt ein Blockschaltbild einer dritten Ausführungsform der Erfindung, und
  • Fig. 5 zeigt ein Blockschaltbild einer vierten Ausführungsform der Erfindung.
  • In den mehreren Figuren bezeichnen gleiche Bezugsziffern gleiche Teile.
  • Detaillierte Beschreibung
  • Die in Fig. 2 dargestellte Vorrichtung umfaßt eine Quelle 10 von GAMMA-korrigierten Farbkomponentensignalen R, G und B. Die Farbkomponentensignale sind digitale Signale in paralleler Form mit 10 Bit und haben alle dieselbe Bandbreite, die in diesem Beispiel mindestens 4,2 MHz beträgt. Die Quelle 10 kann zum Beispiel eine Videokamera oder ein Farbgraphiksystem mit hoher Auflösung sein, das Farbkomponentensignale erzeugt.
  • Die von der Quelle 10 erzeugten Farbkomponentensignale werden an eine herkömmliche Chromamatrix 12 angelegt, die Chromaausgangssignale CR bzw. CB erstellt. Die Chromasignale werden an entsprechende Tiefpaßfilter 14 und 16 angelegt, die jeweils eine Grenzfrequenz von 1,2 MHz haben, und daher sind die Chromasignale CR, CB, die von den Filtern 14 und 16 ausgegeben werden, auf eine Bandbreite von 1,2 MHz beschränkt.
  • Die GAMMA-korrigierten Farbkomponentensignale R, G und B werden ebenfalls an GAMMA-Beseitigungsschaltungen 18R, 18G bzw. 18B gelegt. Die Schaltung 18R erzeugt ein Ausgangssignal R', das gleich R**2,2 ist, und die Schaltungen 18G und 18B bearbeiten auf ähnliche Weise die Signale G und B, um Ausgangssignale G' und B' zu erstellen. Daher beseitigen die GAMMA-Beseitigungsschaltungen 18 die GAMMA-Korrekturen aus den Farbkomponentensignalen R, G und B und erstellen unkorrigierte oder lineare Farbkomponentensignale R', G' bzw. B'. Die Signale R', G' und B' werden an eine Luminanzmatrix 24 angelegt, die ein lineares Luminanzkomponentensignal Y' erzeugt, das definiert ist durch
  • Y' = 0,299*R'+ 0,587*G'+ 0,114*B'.
  • Dieses Signal wird an ein Tiefpaßfilter 26 mit einer Grenzfrequenz von 4,2 MHz angelegt.
  • Das Ausgangssignal von Filter 26 wird an einen GAMMA-Korrigierer 28 gelegt. Der GAMMA-Korrigierer 28 umfaßt acht Nachschlagetabellen 31-38 und einen Interpolator 40. Die oberen Bits Yu', CRu und CBu der Y', CR bzw. CB Signale werden zur Adressierung der Nachschlagetabellen verwendet. Jede Nachschlagetabelle hat einen dreidimensionalen (Yu', CRu, CBu) Adreßraum und enthält Datenwerte für jeden adressierbaren Platz in diesem Adreßraum. Für eine gegebene Kombination von Adreßsegmenten (Yu', CRu und CBu) gibt die Nachschlagetabelle 31 den Wert von Yo zurück, so daß
  • Yu' = 0,299*(Yo+CRu)**GAMMA + 0,587*(Yo- 0,509*CRu- 0,194*CBu)**GAMMA + 0,114* (Yo+CBu) **GAMMA
  • ungefähr wahr ist. Die in der Nachschlagetabelle 31 gespeicherten Datenwerte sind gegenüber den angegebenen Werten geringfügig verschoben, zur Minimierung des Durchschnittsfehlers aufgrund der Nichtlinearität der Funktion, die Yo in Beziehung zu Yu', CRu und CBu setzt.
  • Die anderen sieben Nachschlagetabellen 32-38 enthalten dieselben Datenwerte wie Tabelle 31, aber das Feld von Datenwerten in jeder der Tabellen 32-38 ist gegenüber dem Feld von Datenwerten in Tabelle 31 um ein niedrigstwertiges Bit auf einer oder mehr Koordinaten des Adreßraumes verschoben. Zum Beispiel gibt die Tabelle 32 als Reaktion auf die Adresse (Yu', CRu, CBu) den Wert von Yo zurück, der von Tabelle 31 als Reaktion auf die Adresse (Yu'+1/16, CRu, CBu) zurückgegeben würde, die Tabelle 33 gibt den Wert von Yo zurück, der von Tabelle 31 als Reaktion auf die Adresse (Yu', CRu+1/16, CBu) zurückgegeben würde, und die Tabelle 34 gibt den Wert von Yo zurück, der von der Tabelle 31 als Reaktion auf die Adresse (Yu', CRu, CBu+1/8) zurückgegeben würde. Daher erstellen die Nachschlagetabellen 31-38 als Reaktion auf einen gegebenes Tripel Yu', CRu, CBu acht Werte von Yo.
  • Die acht Werte von Yo, die von den Nachschlagetabellen erzeugt werden, werden an den Interpolator 40 gelegt, der eine trilineare Interpolation der von den Nachschlagetabellen zurückgesandten Werte durchführt, wobei er die unteren Bits Y1', CR1 und CB1 der Komponentensignale Y', CR und CB als Bewertungskoeffizienten verwendet. Auf diese Weise wird ein Ausgangswert von Y für jedes Tripel Y', R-Y, B-Y erzeugt, so daß die Intensität proportional zu Y' ist und die Intensität hochfrequenter Farbinformation korrigiert wird.
  • Es versteht sich, daß ein Sättigungs- sowie Intensitätsverlust auftritt, wenn die Chromakomponentensignale auf einer geringeren Bandbreite als das Luminanzkomponentensignal gefiltert werden, und daß der Sättigungsverlust nicht von der in Fig. 2 dargestellten Vorrichtung korrigiert wird, es aber wohlbekannt ist, daß das Auge gegenüber Sättigungsfehlern bei hohen Raumfrequenzen recht unsensibel ist.
  • Der Betrieb des GAMMA-Korrigierers 28 kann Oberschwingungen des Signals Y' an seinem Y-Ausgang erzeugen, und das Ausgangssignal von Filter 26 wird an ein weiteres Tiefpaßfilter 42 mit 4,2 MHz angelegt, um diese Oberschwingungen zu beseitigen. Die digitalen Ausgangssignale der Filter 14, 16 und 42 können dann in analoge Form umgewandelt werden und, unter der Annahme passender Zeilen- und Feldfrequenzen, zur Erzeugung eines zusammengesetzten NTSC-Signals verwendet werden.
  • In der in Fig. 3 dargestellten Vorrichtung werden Farbkomponentensignale R', G' und B', die von linearen Sensoren 4 erzeugt werden, an die Luminanzmatrix 24 angelegt, die ein lineares Luminanzsignal Y' erzeugt, sowie an die GAMMA-Korrekturschaltungen 5, die GAMMA-korrigierte Farbkomponentensignale R, G bzw. B erzeugen. Die GAMMA-korrigierten Komponentensignale R, G und B werden an die Chromamatrix 12 angelegt, um Chromasignale CR und CB zu erzeugen. Die Verarbeitung der Signale Y', CR und CB erfolgt auf dieselbe Art und Weise wie es unter Bezugnahme auf die Fig. 2 beschrieben ist.
  • In der in Fig. 4 dargestellten Vorrichtung werden von der Quelle 10 bereitgestellte GAMMA-korrigierte Farbkomponentensignale R, G und B an die GAMMA-Beseitigungsschaltungen 18 angelegt und ergeben lineare Farbkomponentensignale R', G' und B'. Die linearen Farbkomponentensignale werden einer Tiefpaßfilterung unterzogen und an GAMMA-Korrekturschaltungen 5 gelegt, um die GAMMA-Korrektur wiederzuerhalten. Jedwede Oberschwingungen, die von der GAMMA-Korrekturschaltung 46 eingeleitet wurden, werden durch eine weitere Tiefpaßfilterung entfernt. Die Farbkomponentensignale R, G und B können an die Kodiermatrix 8 angelegt werden, um Luminanz- und Chromasignale Y, CR, CB zu erzeugen.
  • Die in Fig. 4 dargestellte Vorrichtung unterliegt der Einschränkung, daß sie nur dann brauchbare Ergebnisse liefert, wenn die Bandbreite der von der Quelle 10 bereitgestellten Farbkomponentensignale weitaus höher ist als die gewünschte Bandbreite des ausgegebenen Luminanzsignals Y, zum Beispiel bei der Konvertierung der Farbkomponentensignale R, G, B, die zum Treiben einer hochauflösenden Anzeige geeignet sind, in die zusammengesetzte NTSC- (oder einer anderen gesendeten Fernsehsignal-) Form. Da eine hochfrequente Anzeige im typischen Fall mehr als eintausend Zeilen pro Bild hat, ist natürlich eine vertikale Filterung erforderlich, um die Anzahl von Zeilen in den Komponentensignalen R, G, B so zu verringern, daß sie der gesendeten Fernsehnorm entspricht. Durch Anwendung einer GAMMA-Korrektur auf die linearen Farbkomponentensignale R', G', B' werden die Auswirkungen verringerter Intensität gemäßigt, wenn diese durch vertikale Filterung bedingt ist ebenso als wenn diese durch horizontale Filterung entsteht.
  • Die in Fig. 4 dargestellte Vorrichtung unterliegt dem Nachteil, daß die Bandbreite des Luminanzsignals nicht größer ist als diejenige der Chromasignale. Somit entsteht bei Beschränkung der Chromasignale auf eine Bandbreite von 1,2 MHz ein Verlust von hochf requenter Luminanzinformation. Andererseits müssen diese Chromasignale, wenn die Bandbreite der Chromasignale ausreicht, um die hochfrequente Luminanzinformation zu erhalten, einer Filterung unterzogen werden, um Verzerrungen zu vermeiden. Dennoch erzeugt die in Fig. 4 dargestellte Vorrichtung Ergebnisse, die besser sind als diejenigen, welche mit herkömmlichen Vorrichtungen erhalten werden.
  • Bei der in Fig. 5 dargestellten Vorrichtung werden GAMMA-korrigierte Farbkomponentensignale R, G und B an eine Matrix angelegt, die Luminanz- und Chromaausgangssignale erzeugt. Die Chromasignale CR und CB werden auf die Weise verarbeitet, wie sie unter Bezugnahme auf die Fig. 2 beschrieben ist. Das Luminanzsignal Y wird an eine GAMMA-Beseitigungsschaltung angelegt, die ein lineares Luminanzsignal Y' erzeugt, das gleich Y**GAMMA ist. Das lineare Signal Y' wird gefiltert und einer GAMMA-Korrektur unterzogen, unter Verwendung einer Potenzierungsschaltung, die von herkömmlicher Form sein kann.
  • Wie im Fall von Fig. 4 erzeugt die in Fig. 5 dargestellte Vorrichtung nur dann brauchbare Ergebnisse, wenn die Bandbreite der von der Quelle 10 bereitgestellten Farbkomponentensignale weitaus höher ist als die gewünschte Bandbreite des Ausgangsluminanzsignals. Außerdem stimmt im Fall der Vorrichtung nach Fig. 5 das Verhältnis
  • Y = 0,299*(R**GAMMA) + 0,587*(G**GAMMA) + 0,114*(B**GAMMA)
  • nur für Chroma gleich Null, und entsprechend wird bei Chroma ungleich Null nur eine Annäherung an eine richtige Korrektur erzeugt.
  • Es versteht sich, daß die Erfindung nicht auf die bestimmten beschriebenen Ausführungsformen beschränkt ist und daß Veränderungen vorgenommen werden können, ohne dabei vom Umfang der Erfindung, wie er in den beigefügten Ansprüchen definiert ist, abzuweichen. Zuni Beispiel muß das Luminanzsignal Y nicht genau zehn Bit entsprechen, um eine ausreichend gleichmäßige Luminanzveränderung über einer schattierten Oberfläche zu erzeugen, obgleich es wünschenswert ist, daß das endgültige, vom Interpolator 40 bereitgestellte Luminanzsignal Y ein 10-Bit- Signal ist. Daher kann das Signal Yo auch nur acht Bit haben und genau acht Bit entsprechen, und der Interpolator kann dann zwei zusätzliche Auflösungsbits erstellen.

Claims (18)

1. Verfahren zur Verarbeitung eines Videosignals in gamma- korrigierter Komponentenform (R, G, B) oder in linearer Komponentenform (R', G', B'), gekennzeichnet durch folgende Schritte:
Erzeugen (12-16, 24-26) zweier gamma-korrigierter Chrominanz-Komponentensignale (CR, CB) aus dem Videosignal, von denen jedes eine festgelegte Chrominanzbandbreite hat, und ein lineares Luminanz-Komponentensignal (Y'), Tiefpaßfilterung des Luminanz-Komponentensignals zu einer festgelegten Luminanzbandbreite, die größer als die Chrominanzbandbreite ist; und
Gamma-Korrigieren (28) des tiefpaßgefilterten linearen Luminanz-Komponentensignals, um ein gamma-korrigiertes Luminanz-Komponentensignal bereitzustellen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, worin der Schritt des Erzeugens, bei dem sich das Videosignal in gamma-korrigierter Form (R, G, B) befindet, durch folgende Schritte gekennzeichnet ist:
Kodieren (12) des Videosignals, um zwei Chrominanz- Komponentensignale zu erzeugen; und
Tiefpaßfiltern (14-16) eines jeden Chrominanz-Komponentensignals, um die zwei gamma-korrigierten Chrominanz- Komponentensignale zu erzeugen.
3. Verfahren nach Anspruch 2, worin der Schritt des Erzeugens des weiteren durch die folgenden Schritte gekennzeichnet ist:
Entfernen (18) der Gamma-Korrektur aus dem Videosignal, um ein unkorrigiertes Videosignal zu erzeugen;
Kodieren (24) des unkorrigierten Videosignals, um ein lineares Luminanz-Komponentensignal zu erzeugen; und
Tiefpaßfiltern (26) des linearen Luminanz-Komponentensignals, um das tiefpaßgefilterte lineare Luminanz- Komponentensignal zu erzeugen.
4. Verfahren nach Anspruch 1, worin der Schritt des Erzeugens, bei dem das Videosignal in linearer Komponentenform (R', G', B') vorliegt, durch die folgenden Schritte gekennzeichnet ist:
Gamma-Korrigieren (5) des Videosignals, um ein gamma-korrigiertes Videosignal in Komponentenform zu erzeugen;
Kodieren (12) des gamma-korrigierten Videosignals, um zwei Chrominanz-Komponentensignale zu erzeugen; und
Tiefpaßfiltern (14-16) eines jeden Chrominanz-Komponentensignals, um die zwei gamma-korrigierten Chrominanz- Komponentensignale zu erzeugen.
5. Verfahren nach Anspruch 4, worin der Schritt des Erzeugens weiterhin durch folgende Schritte gekennzeichnet ist:
Kodieren (24) des Videosignals, um ein lineares Luminanz-Komponentensignal zu erzeugen; und
Tiefpaßfiltern (26) des linearen Luminanz-Komponentensignals, um das tiefpaßgefilterte Luminanz-Komponentensignal zu erzeugen.
6. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Videosignal in gamma-korrigierter Komponentenform (R, G, B) vorliegt, worin der Schritt des Erzeugens durch die folgenden Schritte gekennzeichnet ist:
Kodieren des Videosignals, um ein Luminanz- und zwei Chrominanz-Komponentensignale zu erzeugen;
Tiefpaßfiltern eines jeden Chrominanz-Komponentensignals, um die zwei gamma-korrigierten Komponentensignale zu erzeugen;
Entfernen der Gamma-Korrektur aus dem Luminanz-Komponentensignal, um ein lineares Luminanz-Komponentensignal zu erzeugen; und
Tiefpaßfiltern des linearen Luminanz-Komponentensignals, um das tiefpaßgefilterte lineare Luminanz-Komponentensignal zu erzeugen.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1-6, bei dem der Schritt der Gamma-Korrektur des weiteren gekennzeichnet ist durch den Schritt des Tiefpaßfilterns des gamma-korrigierten Luminanz-Komponentensignals, um ein gamma-korrigiertes Luminanz -Komponentenausgangssignal zu erzeugen.
8. Verfahren nach den Ansprüchen 1-5, worin der Schritt der Gamma-Korrektur durch den Schritt der Gamma-Korrektur des linearen Luminanz-Komponentensignals als Funktion der zwei gamma-korrigierten Chrominanz -Komponentensignale gekennzeichnet ist.
9. Verfahren nach Anspruch 8, worin der Schritt der Gamma- Korrektur durch folgende Schritte gekennzeichnet ist:
Nachschlagen (31-38) einer Vielzahl von Datenwerten als Funktion des tiefpaßgefilterten linearen Luminanz- und zweier gamma-korrigierter Chrominanz-Komponentensignale, um ein Feld von Datenwerten (Yo) zu erzeugen; und
Interpolieren (40) des gamma-korrigierten Luminanz- Komponentensignals aus dem Feld von Datenwerten.
10. Vorrichtung zum Verarbeiten eines Videosignals in linearer Komponentenform (R', G', B') oder in gamma-korrigierten Komponentenform (R, G, B), gekennzeichnet durch:
eine Vorrichtung zum Erzeugen (12-16, 24-26) zweier gamma-korrigierter Chrominanz-Komponentensignale (CR, CB) aus dem Videosignal, von denen jedes eine festgelegte Chrominanzbandbreite hat, und eines linearen Luminanz- Komponentensignals (Y'), wobei die Erzeugungsvorrichtung das Luminanzsignal zu einer festgelegten Luminanzbandbreite tiefpaßfiltert, die größer als die Chrominanzbandbreite ist; und
eine Vorrichtung zur Gamma-Korrektur (28) des tiefpaßgefilterten linearen Luminanz-Komponentensignals, um ein gamma-korrigiertes Luminanz-Kornponentensignal (Y) bereitzustellen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, worin die Erzeugungsvorrichtung, bei der das Videosignal in gamma-korrigierter Komponentenform (R, G, B) vorliegt, gekennzeichnet ist durch:
eine Vorrichtung zum Kodieren (12) des Videosignals, um zwei Chrominanz-Komponentensignale zu erzeugen; und
eine Vorrichtung zum Tiefpaßfiltern (14-16) eines jeden Chrominanz-Komponentensignals, um die zwei gamma- korrigierten Chrominanz-Komponentensignale zu erzeugen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, worin die Erzeugungsvorrichtung des weiteren gekennzeichnet ist durch:
eine Vorrichtung zum Entfernen (18) der Gamma-Korrektur aus dem Videosignal, um ein unkorrigiertes Videosignal zu erzeugen;
eine Vorrichtung zum Kodieren (24) des unkorrigierten Videosignals, um ein lineares Luminanz-Komponentensignal zu erzeugen; und
eine Vorrichtung zum Tiefpaßfiltern (26) des linearen Luminanz-Komponentensignals, um das tiefpaßgefilterte lineare Luminanz-Komponentensignal zu erzeugen.
13. Vorrichtung nach Anspruch 10, worin die Erzeugungsvorrichtung, bei der das Videosignal in linearer Komponentenform (R', G', B') vorliegt, gekennzeichnet ist durch:
eine Vorrichtung zur Gamma-Korrektur (5) des Videosignals, um ein gamma-korrigiertes Videosignal in Komponentenform zu erzeugen;
eine Vorrichtung zum Kodieren (12) des gamma-korrigierten Videosignals, um zwei Chrominanz-Komponentensignale zu erzeugen; und
eine Vorrichtung zum Tiefpaßfiltern (14-16) eines jeden Chrominanz-Komponentensignals, um die zwei gamma- korrigierten Chrominanz-Komponentensignale zu erzeugen.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, worin die Erzeugungsvorrichtung weiterhin gekennzeichnet ist durch:
eine Vorrichtung zum Kodieren (24) des Videosignals, um ein lineares Luminanz-Komponentensignal zu erzeugen; und
eine Vorrichtung zum Tiefpaßfiltern (26) des linearen Luminanz-Komponentensignals, um das tiefpaßgefilterte Luminanz-Komponentensignal zu erzeugen.
15. Vorrichtung nach Anspruch 10, wobei das Videosignal in gamma-korrigierter Komponentenform (R, G, B) vorliegt, worin die Erzeugungsvorrichtung gekennzeichnet ist durch:
eine Vorrichtung zum Kodieren (8) des Videosignals, um ein Luminanz- und zwei Chrominanz-Komponentensignale zu erzeugen;
eine Vorrichtung zum Tiefpaßfiltern (14, 16) eines jeden Chrominanz-Komponentensignals, um die zwei gamma- korrigierten Komponentensignale zu erzeugen;
eine Vorrichtung zum Entfernen (18) der Gamma-Korrektur aus dem Luminanz-Komponentensignal, um ein lineares Luminanz-Komponentensignal zu erzeugen; und
eine Vorrichtung zum Tiefpaßfiltern (26) des linearen Luminanz-Komponentensignals, um das tiefpaßgefilterte lineare Luminanz-Komponentensignal zu erzeugen.
16. Vorrichtung nach den Ansprüchen 10-15, worin die Vorrichtung zur Gamma-Korrektur des weiteren gekennzeichnet ist durch eine Vorrichtung zum Tiefpaßfiltern (42) des gamma- korrigierten Luminanz-Komponentensignals, um ein gamma- korrigiertes Luminanz-Komponentenausgangssignal zu erzeugen.
17. Vorrichtung nach den Ansprüchen 10-14, worin die Vorrichtung zur Gamma-Korrektur durch eine Vorrichtung zur Gamma-Korrektur (28) des linearen Luminanz-Komponentensignals als Funktion der zwei gamma-korrigierten Chrominanz-Komponentensignale gekennzeichnet ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, worin die Vorrichtung zur Gamma-Korrektur gekennzeichnet ist durch:
eine Vorrichtung zum Nachschlagen (31-38) einer Vielzahl von Datenwerten als Funktion des tiefpaßgefilterten linearen Luminanz- und von zwei gamma-korrigierten Chrominanz-Komponentensignalen, um ein Feld von Datenwerten (Yo) zu erzeugen; und
eine Vorrichtung zum Interpolieren (40) des gamma- korrigierten Luminanz-Komponentensignals aus dem Feld von Datenwerten.
DE69016483T 1989-04-07 1990-03-06 Verfahren und Einrichtung zur Verarbeitung von Komponentensignalen zur Erhaltung hochfrequenter Intensitätsinformation. Expired - Fee Related DE69016483T2 (de)

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DE69016483D1 DE69016483D1 (de) 1995-03-16
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