DE69010686T2 - Verfahren zur herstellung von d-propoxyphen. - Google Patents

Verfahren zur herstellung von d-propoxyphen.

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Description

  • Diese Erfindung betrifft die Herstellung von D-Propoxyphen, einem schmerzlindernden Mittel, und dessen Hydrochlorid- und Napsilat-Salze.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Von den zahlreichen Phenylpropylaminen, die schmerzlindernde Aktivität aufweisen, sind die zwei wichtigsten Methadon und Propoxyphen. Das optisch aktive Alpha- Dextro-Stereoisomer von Propoxyphen ist das einzige Stereoisomer von Propoxyphen, das schmerzlindernde Eigenschaften besitzt. Es wird im allgemeinen in Form seines Hydrochlorid-Salzes verwendet, das ein bitteres, weißes, kristallines, in Wasser frei lösliches und in Alkohol lösliches Pulver, darstellt. Dessen chemischer Name ist α-D-1,2-Diphenyl-2-propionoxy-3-methyl-4-dimethyl-amino- butanhydrochlorid und wird unter mehreren verschiedenen Warenzeichen verkauft, einschließlich zum Beispiel DARVON, DOLENE und SK-65. Das Napsilat-Salz, d.h. das Naphthalinsulfonat, wird ebenso in zahlreichen Arzneimittelformen verwendet. Es wurde zuvor aus dem Hydrochlorid-Salz hergestellt.
  • Die Herstellung von D-Propoxyphen-Hydrochlorid wurde zuerst von A. Pohland und H.R. Sullivan in J. Am. Chem. Soc., Band 75, 4458 ff. (1953) beschrieben. Die Autoren offenbaren darin eine Synthese, die mehrere Stufen einschließt, wie (1) die Herstellung eines β-Dimethylaminobutyrophenon genannten Aminoketons durch Zugabe des sekundären Amins Dimethylamin zu Phenylpropenylketon; (2) eine Grignard-Umsetzung des Aminoketons mit Benzylmagnesiumchlorid unter Bildung der Aminohydrochloridcarbinole, die als α-(75%)- und β- (15%)-4-Dimethylamino-1,2-diphenyl-3-methyl-2-butanol- hydrochlorid (im Folgenden manchmal D-Oxyphen-Hydrochlorid genannt) bezeichnet werden; und (3) die Acylierung des α-Aminocarbinolhydrochlorids durch Zugabe eines gleichen Gewichtes von Propionsäureanhydrid und dem fünffachen Gewicht an Pyridin und Rückfluß-Erhitzen während mehrerer Stunden. Man beachte folgende Reaktionsgleichung:
  • Nach Kühlen zum Erhalt des Rohproduktes, wurde es durch zwei Umkristallisationen aus Methanol/Ethylacetat- Lösung gereinigt, was eine Ausbeute von 70 % ergab.
  • Obwohl diese Arbeit bestätigte, daß die α- und nicht die β-Diastereomere von Propoxyphen schmerzlindernde Aktivität verursachten, war es dennoch notwendig, zu bestimmen, welche der optischen Formen des α-Diastereomers, d.h. α-D(+) oder α-L(-), für die schmerzlindernde Aktivität verantwortlich war. Demgemäß veröffentlichten Pohland und Sullivan in J. Am. Chem. Soc., Band 77, 3400 ff. (1955) ihre Arbeit über die Trennung von α-DL-4-Dimethylamino-1,2-diphenyl-3-methyl-2-butanol durch fraktionierte Kristallisation seines D-Kamphersulfonsäure- Salzes. Aus den jeweiligen α-D- und α-L-Carbinol-D-kamphersulfonsäure-Salzen wurden die optisch aktiven Hydrochlorid-Salze hergestellt. Das α-D-Hydrochlorid wurde unter Verwendung von Propionsäureanhydrid und Triethylamin acyliert, während das α-L-Hydrochlorid unter Verwendung von Propionsäureanhydrid und Pyridin acyliert wurde. Dabei wurde gefunden, daß nur das α-D-Stereoisomer die schmerzlindernde Reaktion verursachte. Die endgültige Reinigung des Hydrochlorid-Salzes erforderte jedoch zusätzliche HCl und drei Umkristallisationen und ergab Ausbeuten, die geringer als etwa 70% waren.
  • 1963 veröffentlichten Pohland, Peters und Sullivan in J. Org. Chem., Band 28, 2483 ff. einen alternativen synthetischen Weg für α-D-Propoxyphen-Hydrochlorid. Ausgehend vom erwünschten optisch aktiven Propoxyphen-Isomer erreichten die Autoren durch dessen Hydrolyse und Dehydrierung zu Stilben und anschließender Ozonisierung des Stilbens eine gute Ausbeute von (-)-β-Dimethylamino-α-methylpropiophenon. Es stellte sich heraus, daß dieses optisch aktive Aminoketon in Salzform überraschend stabil vorliegt, was somit dessen Verwendung als Ausgangsmaterial für eine stereoselektive Synthese von α-D-Propoxyphen erlaubte. Racemisches β-Dimethylamino-α- methylpropiophenon wurde durch Kristallisation des Dibenzoyltartrat-Salzes aus Aceton-Lösung gewonnen. Die Verwendung von Dibenzoyl-(-)-Weinsäure ergab das unlösliche Salz, das ein (-)-β-Dimethylamino-α-methylpropiophenon besitzt, während die Verwendung der (+)-Weinsäure das Salz mit dem (+)-Aminoketon-Isomer ergab.
  • Es ist von Interesse, daß es, gemäß dieser veröffentlichten Synthese, das (-)-Isomer des β-Dimethylamino-α-methylpropiophenons war, das, wenn es aus seinem (-)-Tartrat-Salz durch Grignard-Umsetzung mit Benzylmagnesiumchlorid freigesetzt wurde, gute Ausbeuten des (+)- oder (D)-Isomers α-1,2-Diphenyl-3-methyl-4-dimethylamino-2-butanol lieferte, das natürlich die Carbinol-Vorstufe für α-D-Propoxyphen ist. Die beschriebenen Ausbeuten betrugen 69%. Die Acylierung wurde, wie zuvor beschrieben, ausgeführt, d.h. mittels Propionsäureanhydrid in entweder Triethylamin oder Pyridin.
  • 1978 offenbarte das ungarische Patent Nr. 14441 eine Synthese von α-D-Propoxyphen, bei der das oben beschriebene Verfahren eingesetzt wurde, mit der Ausnahme, daß (1) die (+)-Weinsäure bei der Trennung des racemischen β-Dimethylamino-α-methylpropiophenons eingesetzt wurde und (2) die Acylierung durch Umsetzen von Triethylamin in Chloroform, Propionylchlorid und Carbinol anstelle von Propionsäureanhydrid und Carbinolhydrochlorid durchgeführt wurde. Das Produkt wurde noch in Ether ausgefällt und erforderte einen Amin-Katalysator.
  • Vor kurzem offenbarte U.S. Patent Nr. 4661625 ein synthetisches Verfahren, welches die Acylierung des Carbinols (D-Oxyphen) mit Propionylchlorid und Thionylchlorid in Dichlormethan einschließt. Die Ausbeute an D- Propoxyphen-Hydrochlorid wurde auf mindestens 76% verbessert, aber es war die Verwendung des giftigen Zusatzes Thionylchlorid erforderlich, um diese Höhe zu erreichen. Zusätzlich war Methylenchlorid oder ein anderes chloriertes Lösungsmittel erforderlich. Es ergaben sich chlorierte Verunreinigungen, die Schwierigkeiten bei der Reinigung verursachten.
  • Ein Verfahren jedoch, das noch höhere Ausbeuten an D-Propoxyphen und seinen Salzen liefert und das keine toxischen und/oder gefährlichen Zusätze und Lösungsmittel erfordert, ist seit langem stark begehrt. Es ist ein Gegenstand dieser Erfindung, einen Weg der Herstellung von D-Propoxyphen in hoher Ausbeute ohne Bedarf an Aminen oder chlorierten Lösungsmitteln zu schaffen. Ein weiterer Gegenstand ist es, Verfahren zur Herstellung der Hydrochlorid- und Napsilat-Salze von D-Propoxyphen in höheren Ausbeuten, als bisher erreichbar, zu schaffen.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • D-Propoxyphen wird durch Acylierung der freien Carbinol-Base, D-Oxyphen, unter Verwendung von Propionsäureanhydrid, hergestellt. Überraschenderweise wird kein zusätzliches Lösungsmittel benötigt. D-Oxyphen ist ausreichend in Propionsäureanhydrid löslich, um damit umgesetzt zu werden, aber die Umsetzung ist weniger exotherm als erwartet, so daß kein zusätzliches Lösungsmittel erforderlich ist, um die freigesetzte Wärme abzuführen und eine ausreichende Temperaturregelung zu erreichen, um die Acylierung zu bewerkstelligen. Katalysatoren, vorzugsweise Basen, können zur Erhöhung der Geschwindigkeit eingesetzt werden, aber Reaktionszeiten können ohne sie innerhalb akzeptabler Grenzen gehalten werden. Überraschenderweise erhöht Wasser die Reaktionsgeschwindigkeit und kann vorhanden sein oder vorsichtig zum Reaktionsgemisch zugegeben werden.
  • D-Propoxyphen, das mittels dieses Verfahrens hergestellt wird, kann direkt in das Napsilat-Salz ohne vorhergehende Umwandlung in das Hydrochlorid-Salz umgewandelt werden. Dieses besitzt den Vorteil, daß die Effizienz der Herstellung und die Ausbeute an Napsilat-Salz beträchtlich erhöht wird.
  • Die vorliegende Erfindung schafft auch ein Verfahren zur Herstellung des Hydrochlorid-Salzes der freien Base D-Propoxyphen unter Verwendung relativ preiswerter Reaktionsteilnehmer. Größere Gesamt-Ausbeuten ergeben sich aus den verbesserten Ausbeuten, die in dem Acylierungsschritt erreicht werden.
  • Genaue Beschreibung und bevorzugte Ausführungsformen
  • D-Oxyphen ist im Fachgebiet weithin bekannt und kann von einem der verschiedenen Verfahren des Standes der Technik, einschließlich der hierin zuvor beschriebenen, abgeleitet werden, und ist kommerziell erhältlich. Erfindungsgemäß kann D-Oxyphen direkt mit Propionsäureanhydrid unter acylierenden Bedingungen umgesetzt werden, wobei kein Amin oder ein anderer Zusatz und kein chloriertes Lösungsmittel erforderlich sind. Obwohl die Umsetzung mit äquimolaren Mengen an D-Oxyphen und dem Anhydrid fortschreiten kann, ist die Verwendung eines Überschusses an Anhydrid vorzuziehen, um als Lösungsmittel zu wirken und um die Acylierungsreaktion zum Abschluß zu bringen. Es werden bevorzugt mindestens 2,0 Mole Anhydrid je Mol D-Oxyphen verwendet. Noch bevorzugter ist es, ein Verhältnis von 2,2 bis 2,3 Mole Propionsäureanhydrid je Mol D-Oxyphen zu verwenden. Weniger als äquimolare Mengen von Propionsäureanhydrid würden D-Propoxyphen ergeben, aber der Überschuß an D- Oxyphen dürfte Wiedergewinnungs- und Reinigungsprobleme verursachen.
  • Die Lösung von D-Oxyphen in Propionsäureanhydrid wird vorzugsweise in einer Stickstoffatmosphäre erhitzt. Die Temperatur kann zwischen etwa 50 und etwa 120ºC, vorzugsweise zwischen 70 und 80ºC, betragen. Höhere Temperaturen (über 90ºC) können die Bildung von Verunreinigungen begünstigen.
  • Die Reaktionszeit kann entsprechend der eingestellten Temperatur schwanken, beträgt aber im allgemeinen zwischen 2 und 10 Stunden, vorzugsweise 4 bis 6 Stunden bei den bevorzugten Temperaturen.
  • Überraschenderweise wurde gefunden, daß Wasser die Reaktionsgeschwindigkeit erhöhen kann. Bei Anwesenheit in einer katalytischen Menge von ungefähr 0,2 bis 0,4 Mol je Mol D-Oxyphen wurde ein zweifacher Anstieg der Reaktionsgeschwindigkeit beobachtet. Es wird die Theorie aufgestellt, daß allgemeine Basen-Katalyse der Acylierungsreaktion eintritt, bevor Wasser das Propionsäureanhydrid hydrolysiert. Wasser darf daher während der Reaktion vorliegen und es könnte vorzuziehen sein, Wasser zu der Reaktion hinzuzufügen.
  • Nachdem die Reaktion beendet ist, kann die freie Basen-Form von D-Propoxyphen in der gewöhnlichen Weise isoliert werden. Das bevorzugte Verfahren ist durch Fällung aus Wasser oder einem Ethanol-Wasser-Gemisch. Nicht umgesetztes Propionsäureanhydrid wird in Wasser in Propionsäure umgewandelt. Dieses löscht die Reaktion. Diese Säure, zusammen mit der durch die Acylierungsreaktion hergestellten Propionsäure, erniedrigt den PH des Gemisches und hält D-Propoxyphen in Lösung. Wenn der pH auf ungefähr 8,8 bis 9,0 erhöht wird, wird die freie Base ausgefällt und kann mit höheren Ausbeuten als 95% erlangt werden. Ammoniumhydroxid oder andere wasserlösliche Basen, wie Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid können zur Erhöhung des pH verwendet werden.
  • Die Reinheit des erhaltenen, durch das vorliegende Verfahren hergestellten D-Propoxyphens ist sehr gut. Sie kann durch magnetische Kernresonanz-Analysen oder Flüssigkeitschromatographie geprüft werden. Sie ist am höchsten, wenn ein Gemisch aus Ethanol und Wasser verwendet wird, um das Reaktionsgemisch aus Propionsäure und Anhydrid zu löschen. Ethanol hilft, jede kleine Verunreinigung in Lösung zu halten, und produziert die höchste Reinheit. Dieses kann sich wegen der Bildung von Ethylpropionat ereignen, das eine erhöhte Lösungsmittelwirkung besitzen kann.
  • Wenn Ethanol verwendet wird, sollte es von dem erhaltenen D-Propoxyphen abgewaschen werden. Dieses wird vorzugsweise durch Waschen mit deionisiertem Wasser bewerkstelligt, noch bevorzugter gefolgt von Wiederaufschlämmen mit zusätzlichen Wäschen in deionisiertem Wasser.
  • Ist D-Propoxyphen als freie Base einmal erhalten, kann es getrocknet und einige Zeit lang in diesem Zustand aufbewahrt werden. Es kann in das Hydrochlorid- Salz oder das Napsilat-Salz umgewandelt werden, bevor die Lagerbeständigkeit von Bedeutung wird.
  • Die vorliegende Erfindung schließt ebenfalls das Verfahren zur Umwandlung der freien Base in das Hydrochlorid-Salz ein. Da die früheren Herstellungs-Verfahren das Hydrochlorid-Salz ohne Isolierung der freien Base erzeugten, mußte ein wirksames Verfahren zur Umwandlung der freien Base in das Hydrochlorid-Salz ersonnen werden. Es wurde gefunden, daß die getrocknete freie Base in Ethylacetat gelöst werden sollte, das anschließend mit methanolischem Chlorwasserstoff (Methanol, in dem wasserfreies HCl gelöst wurde) gemischt wurde. Es wird bevorzugt ein molares Äquivalent von HCl verwendet. Das Hydrochlorid-Salz fällt aus diesem Gemisch aus. Höhere Ausbeuten können durch Rückführung der Mutterlauge erhalten werden, gute Gesamtausbeuten können jedoch ohne dieses aufgrund der beträchtlich vergrößerten Ausbeute bei der Acylierungsreaktion erreicht werden.
  • Das Napsilat-Salz kann nach bekannten Verfahren aus dem Hydrochlorid-Salz hergestellt werden. Es wurde jedoch gefunden, daß das Napsilat-Salz von D-Propoxyphen direkt aus der freien Base hergestellt werden kann, ohne sie vollständig zu trocknen. Nach der Isolierung, vorzugsweise durch die oben beschriebene Ausfällung, werden die festen Bestandteile der freien Base filtriert, um einen Großteil des Wassers zu entfernen. Anschließend wird die Base in Wasser wiederaufgeschlämmt, und es wird ein Äquivalent Salzsäure hinzugegeben. Zu Natrium-2-naphthalinsulfonat (im Folgenden Natriumnapsilat genannt) wird Ethanol hinzugegeben. Es wird vorzugsweise ein leichter molarer Überschuß von Natriumnapsilat verwendet, zum Beispiel 1,1 Mole je Mol freier Base. Aus diesem Gemisch kann D-Propoxyphennapsilat kristallisiert werden. Es wird vorzugsweise gewaschen und bis zur Monohydrat-Stufe getrocknet.
  • Diese Prozedur verbessert beträchtlich die Ausbeute an Napsilat-Salz, weil der Acylierungsschritt hohe Ausbeuten erreicht und der Isolierung des Hydrochlorids anhaftende Verluste vermieden werden.
  • Die folgenden Beispiele werden als Erläuterung gegeben und sind nicht beschränkend.
  • Beispiel 1
  • Zu einem 5-Liter-Kolben, der mit einem Überkopf- Rührwerk, einer Stickstoff-Zuführung, Thermometer und einem Heiz-Mantel ausgerüstet war, wurden 2,0 kg (7,06 Mole) D-Oxyphen, bezogen von Merrell-Dow, hinzugefügt. Hierzu wurden 2,0 l (15,6 Mole) Propionsäureanhydrid (Aldrich) unter Rühren und Erwärmen gegeben. Die Temperatur wurde über 35 Minuten auf 75-80ºC erhöht, und vier Stunden lang bei nicht mehr als 81ºC aufrechterhalten. Das Gemisch wurde auf Raumtemperatur abgekühlt und dann über 30 Minuten tropfenweise zu 10,0 l deionisiertem Wasser gegeben. Es ergab sich eine klare gelbe Lösung.
  • 1,85 l Ammoniumhydroxid wurden hinzugefügt, um den pH auf 8,8 zu erhöhen. Keim-Kristalle von D-Propoxyphen wurden hinzugefügt, und weiße Festkörper wurden ausgefällt. Die Lösung und der Niederschlag wurden durch Eintauchen in ein Eisbad gekühlt und filtriert. Der Festbestandteil wurde vakuumgetrocknet und dann 2 Tage lang in einem Ofen bei 60ºC untergebracht. Die Ausbeute an weißen Kristallen betrug 2390 g, das sind 99,7% der theoretischen Ausbeute.
  • Beispiel 2
  • Zu einem 22 1-Behälter, der mit einem Rührwerk, Heizmantel, Thermometer und einer Stickstoffzuführung ausgerüstet war, wurden 5,0 kg (17,6 Mole) D-Oxyphen (Merrell-Dow) hinzugefügt. Hierzu wurden 5,0 kg (39,0 Mole) Propionsäureanhydrid (Eastman-Kodak) gegeben. Die Temperatur wurde erhöht und verändert von 73-88ºC über 4 1/4 Stunden. Das Reaktionsgemisch wurde in zwei Teile, jeder ungefähr 5 l, aufgeteilt, und jeder wurde wie folgt behandelt: Das Gemisch wurde langsam zu einem Gemisch aus 3,125 l absolutem Ethanol und 9,37 l deionisiertem Wasser hinzugefügt. Ein milder Geruch von Ethylpropionat wurde wahrgenommen, jedoch wurde keine Phasentrennung bemerkt. Der pH wurde auf 8,8 mit Ammoniumhydroxid eingestellt, und weiße Fest-Bestandteile fielen langsam aus. Das Gemisch wurde auf ungefähr 9ºC abgekühlt und unter Vakuum filtriert. Die festen Bestandteile wurden zweimal auf dem Filter mit 2 l deionisiertem Wasser gewaschen und in 10 l bei Raumtemperatur wiederaufgeschlämmt. Diese wurden wieder filtriert und erneut zweimal mit 2 l deionisiertem Wasser gewaschen. Die festen Bestandteile wurden luftgetrocknet und mittels NMR analysiert, welche keinen Ethanolrückstand nachwies. Die vereinigten Ausbeuten betrugen 6,12 kg, 102 % der theoretischen Ausbeute. Schmelzpunkt: 73,8- 75,1ºC.
  • Beispiel 3
  • Eine 100 g-Probe von wie in Beispiel 1 hergestelltem D-Propoxyphen wurde in 481 ml Ethylacetat gelöst. 26,0 ml methanolische HCl (11,7 M) wurden hinzugefügt. Das Gemisch wurde auf zwischen 30 und 40ºC erwärmt. Anschließend kristallisierte das Gemisch langsam. Es wurde auf unter 5ºC abgekühlt und filtriert. Die Kristalle wurden mit 50 ml kaltem Ethylacetat gewaschen. Die Ausbeute betrug 79,3 g (72 %).
  • Nicht umgewandelte freie Base wurde aus dem Ethylacetat-Filtrat durch zweimaliges Extrahieren mit 100 ml Wasser, das mit 5 Tropfen konzentrierter HCl angesäuert war, wiedergewonnen. Die wäßrigen Auszüge wurden vereinigt, und das verbleibende Ethylacetat wurde entfernt, indem Luft über die Lösung geblasen wurde. Als das Ethylacetat vollständig entfernt war, wurde der pH durch Zugabe von Ammoniumhydroxid auf 9,0 erhöht; es bildeten sich feste Bestandteile, die filtriert, gewaschen und getrocknet wurden. 25,3 g D-Propoxyphen wurden gewonnen. Die Gesamt-Ausbeute an Salz und gewonnener freier Base betrug 94,5 %.
  • Beispiel 4
  • Eine 40 g-Probe von wie in Beispiel 2 hergestelltem D-Propoxyphen wurde in 169 ml deionisiertem Wasser unter Rühren aufgeschlämmt und mit 10,9 ml konz. HCl versetzt.
  • Siebzig ml Ethanol wurden hinzugefügt; anschließend wurden 30,15 g Natriumnapsilat unter Rühren hinzugegeben. Die entstandene Aufschlämmung wurde auf zwischen 50 und 60ºC erhitzt, bis eine Lösung erhalten wurde. Die Lösung wurde noch heiß filtriert und dann unter Rühren abkühlen gelassen. Kristallisation setzte während des Abkühlens ein. Die Lösung wurde anschließend auf unter 5ºC abgekühlt und filtriert. Die festen Bestandteile wurden mit 210 ml deionisiertem Wasser gewaschen und dann in 195 ml deionisiertem Wasser wiederaufgeschlämmt. Die Aufschlämmung wurde für 15 Minuten gerührt, anschließend filtriert. Die festen Bestandteile wurden erneut mit 210 ml deionisiertem Wasser gewaschen, gesammelt, und über Nacht bei 50-60ºC getrocknet. Die Ausbeute betrug 63,6 g (95,4 % der theoretischen Ausbeute).

Claims (14)

1. Verfahren zur Herstellung von D-Propoxyphen, bei dem
(a) D-Oxyphen in Propionsäureanhydrid gelöst wird;
(b) das D-Oxyphen mit dem Propionsäureanhydrid unter acylierenden Bedingungen umgesetzt wird; und
(c) danach D-Propoxyphen isoliert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem Propionsäureanhydrid in molarem Überschuß, bezogen auf die Menge an D-Oxyphen, eingesetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem Propionsäureanhydrid in einer Menge von 2,2 bis 2,3 Mol je Mol D-Oxyphen eingesetzt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem die Umsetzungsstufe unter einer Stickstoffatmosphäre durchgeführt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem die Umsetzungsstufe bei Temperaturen von etwa 50 bis etwa 120ºC durchgeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem die Umsetzungsstufe bei Temperaturen von etwa 70 bis etwa 80ºC durchgeführt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem die Stufe der Isolierung durch Ausfällen aus Wasser oder einem Ethanol-Wasser-Gemisch mit einem pH-Wert von etwa 8,8 oder darüber durchgeführt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, bei dem zum Ausfällen ein Ethanol-Wasser-Gemisch in einem Verhältnis verwendet wird, das von 90 Teile Ethanol : 10 Teile Wasser bis 10 Teile Ethanol : 90 Teile Wasser, auf Volumenbasis, reicht.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder Anspruch 8, bei dem das Gemisch aus Ethanol und Wasser in einem Verhältnis von etwa 50 Teilen Ethanol und 50 Teilen Wasser, auf Volumenbasis, vorliegt.
10. Verfahren nach Anspruch 7 oder Anspruch 8, bei dem das Gemisch aus Ethanol und Wasser in einem Verhältnis von etwa 25 Teilen Ethanol und 75 Teilen Wasser, auf Volumenbasis, vorliegt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10, bei dem der pH durch Zugabe einer ausreichenden Menge Ammoniumhydroxid, Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid eingestellt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei dem zusätzlich eine katalytische Menge Wasser zu der Lösung von D- Oxyphen in Propionsäureanhydrid zugegeben wird.
13. Verfahren zur Herstellung des Hydrochlorid-Salzes von D- Propoxyphen, bei dem
(a) D-Propoxyphen in Form der freien Base nach einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12 hergestellt und isoliert wird;
(b) das isolierte D-Propoxyphen im wesentlichen bis zur Trockne getrocknet wird;
(c) das D-Propoxyphen in Ethylacetat gelöst wird;
(d) methanolischer Chlorwasserstoff zugegeben wird; und
(e) D-Propoxyphen-Hydrochlorid isoliert wird.
14. Verfahren zur Herstellung des Napsilat-Salzes von D- Propoxyphen, bei dem
(a) D-Propoxyphen in Form der freien Base nach einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12 hergestellt und isoliert wird;
(b) Salzsäure zu dem isolierten D-Propoxyphen zugegeben wird;
(c) Natriumnapsilat zugegeben wird; und
(d) D-Propoxyphennapsilat isoliert wird.
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