DE68848C - Membran-Stethoskop - Google Patents

Membran-Stethoskop

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DE68848C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
membrane
stethoscope
funnel
ear
vibrations
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT68848D
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English (en)
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'Dr. med. H. STREBEL in Erlangen, Fahrstr. 3
Publication of DE68848C publication Critical patent/DE68848C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B7/00Instruments for auscultation
    • A61B7/02Stethoscopes

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Medical Informatics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das Membran-Stethoskop setzt sich zusammen aus folgenden Theilen: Ein hohles Rohr α trägt an dem einen Ende aufgeschraubt einen Brusttrichter b, an dem anderen einen Ohrtrichter c von den aus der Zeichnung ersichtlichen Abmessungen. Diese Trichter werden der Leichtigkeit wegen am besten aus Aluminium hergestellt; jedoch können, da der Schalllei tungscoefficient bei verschiedenen Medien fast stets der gleiche ist und der Unterschied bei Verwendung kurzer Stücke gleich Null wird, auch Holz, Kautschuk, Neusilber . . . dazu verwandt werden.
In die Höhlung des Trichterhalters. α wird nun an jedem Ende je ein Messingtrichter d und e so eingeschraubt,- dafs seine Wandungen nirgends diejenigen des ihn umgebenden Aufsentrichters berühren. Dadurch wird erreicht, dafs die Innentrichter durch .auftreffende Schallwellen allseitig und gleichmäfsig in Schwingung versetzt werden. Die Mündungen der Innentrichter d und e sind mit einer Pergamentmembrän straff überspannt, aus welchen im Mittelpunkt je eine kleine Oeffnung ausgeschnitten ist. Durch diese letzteren geht je ein mit nach innen sehender Oese versehener Schraubenstift, welcher durch zwei Schraubenmuttern aus Aluminium , wie aus der Zeichnung ersichtlich ist (dieselbe giebt die Längsschnitte an), an der Membran befestigt ist. Die beiden Schraubenmuttern fassen zugleich die Membran fest in sich, wodurch wieder erreicht ist, dafs die Membranen, falls Schallwellen sie treffen, in gleichmäfsige Schwingung gerathen. Die ä'ufsere Schraubenmutter auf der Membran des Innentrichters d besitzt aufserdem eine kugelige Aushöhlung, um eine Metallkugel von etwas geringerem Durchmesser aufnehmen zu können, welche ihrerseits wieder einen etwa 2 cm langen Metallstift trägt, an dessen Ende ebenfalls eine Metallkugel aufgeschraubt ist. Der Kugelstift ist so lang, dafs er in der Senkrechten die Mündung des Brusttrichters überragt und seine Achse beim Aufsitzen auf dem Thorax infolge dessen. stets einen spitzen Winkel mit der Waagrechten bildet. Durch das Kugelgelenk ist der Kugelstift im Stande, sich in allen Ebenen zu drehen, wodurch eine freie Beweglichkeit gewonnen ist. Die beiden nach der Höhlung des Haltrohres gerichteten Oesen sind durch einen straffgespannten Seidenfaden oder einen senkrecht in der Mitte der Membranen aufsitzenden Stab mit einander verbunden. Die Anwendung des Membran-Stethoskops geschieht stets in Rückenlage des Patienten, bezw. so, dafs bei der Untersuchung das Stethoskop immer in der Senkrechten sich befindet, weil die Leistungsfähigkeit des Instrumentes davon abhängt, dafs der Kugelstift auf dem Thorax aufliegt, um so die Schallbewegungen des letzteren direct auf die Membran übertragen zu können. In anderer als senkrechterHaltungdes Stethoskops würde der Stift nicht richtig aufliegen, sondern frei hängen oder die Trichterwandungen berühren, was sehr störend wirken müfste. Das Ohr wird behufs Untersuchung wie sonst auf den Ohrtrichter aufgelegt und dann die Hand vom Halter entfernt, um keine störenden Nebengeräusche zu bekommen.
Die Wirkung des Instrumentes ist folgende:
Einmal werden die Schallbewegungen durch
die mitschwingenden Medien des Halters und
der Trichter unmittelbar zum Ohr des Untersuchenden geleitet, wie beim Trichter-, Platten- und Schlauch-Stethoskop. Dann jedoch werden dadurch, dafs der Kugelstift unmittelbar auf der durch die Herz- und Lungenbewegungen in Schwingungen versetzten Wandung des Brustkastens aufliegt, die Bewegungen und Schwingungen desselben auf die Membran des Innentrichters d übertragen.
Der Stab oder gespannte Faden leitet dieselben auf die Membran des Innentrichters e; sie versetzen letztere .ebenfalls in Schwingung und von da gelangen die durch die schwingende Membran im Innern des Ohrtrichters mitschwingenden Luftwellen unmittelbar zum Trommelfell des Untersuchenden.
Durch gegebene Anordnung ist erreicht, dafs das Ohr auf dieselbe Weise und ebenso gut hört, als ob es unmittelbar auf der Wand des Brustkastens aufläge, während ja bei Verwendung des bisherigen Stethoskops die Töne nicht so deutlich gehört werden. Die bisherigen Stethoskope fanden ja eigentlich nur aus Gründen der Reinlichkeit, eventuell der Delicatesse Verwendung oder um gewisse localisirte Töne und Geräusche, wie Herztöne, kindliche Herztöne beim Embryo, Nabelschnurgeräusche ... zu isoliren, von denen der Umgebung, z. B. der Lunge, oder um gewisse dem Ohr schwer zugängliche Theile, wie die fossa supraclavicu- laris, gut untersuchen zu können.
Durch die Einrichtung der bisherigen Stethoskope könnte aber der Fehler nicht ausgeglichen werden, dafs die Töne nicht mehr mit derselben Deutlichkeit, wie ohne Stethoskop mit aufliegendem Ohr gehört werden können, da die Schallwellen blos durch Vermittelung der Kopfknochen zum Trommelfell gelangen. Beim Membran-Stethoskop ist dieser Fehler ausgeglichen, indem die durch kleine Schallwellen schon in Schwingungen gerathenden Membranen den Eintritt der Schallwellen ins Ohr so günstig machen, dafs kein Unterschied mehr besteht, ob mit aufgelegtem Ohr oder mit dem Membran-Stethoskop untersucht wird.
Das Membran - Stethoskop arbeitet eigentlich wie der Phonograph, der bereits festgelegte Tonwellen wieder hervorbringt. Der Kugelstift überträgt die Schwingungen des Brustkastens auf die Membran I, wie der Stift des Phonographen die Schwingungen, die ihn beim Hinübergleiten über die Eindrücke des sich drehenden Wachs- oder mit Stanniol belegten Cylinders erschüttern. Der Brustkasten übernimmt dabei die Rolle des Cylinders, nur mit dem Unterschied, dafs die Schwingungen selbstthätig vom ersteren erzeugt werden, während sie beim letzteren durch die Eindrücke des Stiftes gleichsam vorgebildet sind. Der gespannte, mit der Membran II in Verbindung stehende Faden überträgt die Schwingungen auf letztere und von hier aus setzen sie wie beim Phonographen die im Schalltrichter befindliche Luft in Wellenbewegung, die als Ton zum Bewufstsein kommt.
Das sorgfältig ausgeführte Membran-Stethoskop vereinigt nach Obigem die Vorzüge des Schlauch-Stethoskops, wo die Töne ohne Weiteres in den Gehörgang geleitet werden, jedoch durch den baumelnden Schlauch störende Nebengeräusche entstehen, mit der Sicherheit des Ausschlusses letzterer. Dieses Stethoskop gestattet aufserdem gesondertes. Hören örtlicher (localisirter) Geräusche, was dem aufliegenden Ohr nicht gut möglich ist.

Claims (1)

  1. PatEnt-Anspruch:
    Ein Membran-Stethoskop, gekennzeichnet durch zwei Schalltrichter, welche als Schutzgestell für zwei im Innern derselben angebrachte Metalltrichter mit Membranen dienen, welch letztere durch einen festen Stab oder einen straff gespannten Seidenfaden unter einander verbunden sind, zur Uebertragung der durch einen in einem Kugelgelenk beweglichen Kugelstift auf der Membran des Brusttrichters aufgenommenen Thoraxschwingungen auf die Membran des Hörtrichters.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT68848D Membran-Stethoskop Expired - Lifetime DE68848C (de)

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