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Vorrichtung zum Öffnen eines Fallschirmsackes Die Erfindung bezieht
sich auf eine Vorrichtung zum Öffnen eines Fallschirmsackes, bei der. an einem in
einer Führungshülse angeordneten Verbindungsstück einerseits die zu den Schließmitteln
des Fallschirmsackes führenden Kabel und andererseits ein zum Öffnen des Fallschirmsackes
von Hand dienendes Kabel sowie ein an dem Luftfahrzeugkörper befestigtes, das selbsttätige
Öffnen des Fallschirmsackes bewirkendes Kabel münden.
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Eine derartige Öffnungsvorrichtung ist an sich bekannt. Bei der bekannten
öffnungsvorrichtung greifen die Betätigungskabel, von denen das eine zu der Handauslösung
führt und das andere mit dem Flugzeug verbunden ist, an dem Verbindungsstück außerhalb
der Achse desselben an. Dies bewirkt, daß die Betätigung des einen oder des anderen
Kabels leicht ein Kippen und Klemmen des Verbindungsstückes in seiner Führungshülse
zur Folge hat, wodurch unter Umständen die Lösung des Fallschirmes verzögert, wenn
nicht vollständig verhindert wird.
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Ein weiterer Mangel der bekannten Einrichtung besteht darin, daß sich
dasjenige Kabel, welches zu dem die Auslösung des Fallschirmsackes bewirkenden Handgriff
führt, leicht von dem Verbindungsstück lösen kann. Die genannten Nachteile werden
durch die Erfindung vollkommen vermieden. Das wesentliche Merkmal der Erfindung
besteht darin, daß das das Öffnen des Fallschirms von Hand bewirkende Kabel axial
unmittelbar an dem Verbindungsstück befestigt ist, während an dem das selbsttätige
Öffnen des Fallschirmsackes ibewirkenden Kabel ,ein axial auf das Verbindungsstück
wirkender Anschlag angeordnet ist. Die beiden Auslösekabel wirken also völlig axial
auf das Verbindungsstück. Außerdem ist das von Hand zu betätigende Auslösekabel
mit dem Verbindungsstück ständig fest verbunden, so' daß eine Lösung dieses Kabels
von dem Verbindungsstück nicht eintreten kann.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht,
und zwar zeigt Fig. i einen Fallschirmsack mit der Öffnungsvorrichtung gemäß der
Erfindung in Ansicht, während die Fig. z bis q. im Grundriß, im Schnitt und in Seitenansicht
die erfindungsgemäß gestalteten Teile der Öffnungsvorrichtung, für sich herausgezeichnet,
im größeren Maßstabe darstellen.
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Der in Fig. i dargestellte Fallschirmsack ist ein auf dem Rücken des
Fallschirmtragenden zu befestigender Sack üblicher Bauart.
Er weist
einen nicht dargestellten Boden auf, der eine gewisse Starrheit hat und an dem mehrere,
beispielsweise vier Klappen 2, 3, 4, 5 befestigt sind. Die Klappen überlappen sich
in ihrer geschlossenen Stellung und schließen den Fallschirm ein. Zum Halten der
Klappen in der Schließstellung sind mit einzelnen der Klappen Zapfen 6 verbunden,
über welche Ösen 7 greifen, die an anderen Klappen befestigt sind. Zur Verriegelung
der Ösen auf den Zapfen dienen Splinte 8, die durch Öffnungen der Zapfen hindurchgesteckt
sind. Die Zapfen 6 sind auf ihrer Unterlage drehbar angeordnet, so daß sich die
Splinte 8 immer in der Richtung der auf sie wirkenden Kraft einstellen können.
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Gemäß Fig. i sind die mit einer der Klappen verbundenen Zapfen auf
einer Platte -9 befestigt, die zu einem elastischen, den Ausziehfallschirm enthaltenden
Behälter io gehören kann.
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Zum Öffnen des Fallschirmsackes werden die Splinte 8 aus den Zapfen
6 mit Hilfe von Kabeln i i herausgezogen. Die Kabel i i können sowohl selbsttätig
als auch von Hand betätigt werden. Die beiden Betätigungsmittel wirken auf ein Verbindungsstück
14 ein, das in einer Führungshülse 23 gleitbar angeordnet ist und an dem die Enden
der Kabel i i befestigt sind.
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An denn Verbindungsstück 14 ist axial ein Kabel z2 befestigt, welches
das Verbindungsstück mit dem zum Öffnen des Fallschirmsackes dienenden Handgriff
12 verbindet, der beispielsweise an einem Gürtel 4o angeordnet ist, der von dem
Fallschirmtragenden getragen wird. Das Kabel22 gehört zu einem Bowdenzug 2i, dessen
äußere biegsame Hülle mit ihrem einen Ende an dem Fallschirmsack oder an der mit
dem Fallschirmsack verbundenen Führungshülse 23 befestigt ist.
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Zur selbsttätigen Betätigung der Kabel i i dient ein Kabel 24, das
mit seinem einen Ende an dem Luftfahrzeug befestigt ist, während an seinem anderen
Ende ein axial auf das Verbindungsstück 14 wirkender Anschlag 25 vorgesehen ist.
Der Anschlag 25 besteht zweckmäßigerweise aus einer Kugel, die sich gegen die Vorderseite
des Verbindungsstückes 14 legt und in der Führungshülse 23 geführt ist. Um die Kugel
an ihrem Platz zu halten, ist in der Vorderseite des Verbindungsstückes ein Ausschnitt
26 vorgesehen.
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Die Führungshülse 23 hat im wesentlichen dreieckförmigen Querschnitt
(siehe Fig.4). Die innere Höhe der Führungshülse reicht aus, um die Kugel
25, wenn sie allein im Innern der Führungshülse vorhanden ist, hindurchtreten
zu lassen. Jedoch ist die Höhe für den Durchtritt-der Kugel 25 ungenügend,
wenn die Höhe um die des Verbindungsstücken 14 vermindert ist.
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Es empfiehlt sich, das Kabel 2q., bevor es zu dem Verbindungsstück
14 gelangt, durch einen Führungsring 27 hindurchzuführen, der dafür sorgt, daß die
Zugrichtung des Kabels 24 immer mit der Gleitrichtung des Verbindungsstückes zusammenfällt.
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Die vorstehend beschriebene Vorrichtung kann noch durch eine Lasche
28 vervollständigt werden, welche die Kabel i i und die Verschlußzapfen abdeckt.
Die Lasche wird mit Hilfe von Druckknöpfen 29 an ihrem Platz gehalten.
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Ferner ist der größere Teil des Kabels 24 zickzackförmg gefaltet in
Taschen 30 untergebracht. Die Lasche 28 kann eine Platte 31
tragen,
die auf das in den Taschen 30 untergebrachte Kabel 24 einen Druck ausübt,
um an der betreffenden Stelle keine Verdickung in die Erscheinung treten zu lassen.
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Der wesentliche Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die beiden
zum Öffnen des Fallschirmsackes dienenden Kabel 22 und 24 axial an dem Verbindungsstück
14 angreifen, so daß dieses bei seiner Betätigung in der Führungshülse nicht kippen
und klemmen kann, ,.