DE683082C - Elektrodenhalterung fuer Entladungsroehren - Google Patents

Elektrodenhalterung fuer Entladungsroehren

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Publication number
DE683082C
DE683082C DET43528D DET0043528D DE683082C DE 683082 C DE683082 C DE 683082C DE T43528 D DET43528 D DE T43528D DE T0043528 D DET0043528 D DE T0043528D DE 683082 C DE683082 C DE 683082C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
resilient
electrode holder
electrode
struts
electrodes
Prior art date
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Expired
Application number
DET43528D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Guenther Jobst
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Telefunken AG
Original Assignee
Telefunken AG
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Filing date
Publication date
Application filed by Telefunken AG filed Critical Telefunken AG
Priority to DET43528D priority Critical patent/DE683082C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE683082C publication Critical patent/DE683082C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J19/00Details of vacuum tubes of the types covered by group H01J21/00
    • H01J19/42Mounting, supporting, spacing, or insulating of electrodes or of electrode assemblies
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J2893/00Discharge tubes and lamps
    • H01J2893/0001Electrodes and electrode systems suitable for discharge tubes or lamps
    • H01J2893/0002Construction arrangements of electrode systems
    • H01J2893/0005Fixing of electrodes

Landscapes

  • Vibration Prevention Devices (AREA)

Description

  • Elektrod'enhalterung - für Entladungsröhren Die Erfindung bezieht sich auf eine besondere Ausführung von Dämpfungsmitteln zur Herabsetzung der Schwingungsfähigkeit und des sog. Röhrenklingens bei Elektrodenhalterungen in Entladungsröhren, deren Elektrodenh,altestreben in einer starren Isolierbrücke gelagert sind.
  • Der sog. Mikrophoneffekt oder das Röhrenklingen ist eine sowohl bei Empfängern und Verstärkern als auch bei Sendern höchst unangenehm fühlbare Erscheinung. Sie beruht bekanntlich darauf, daß das Elektrodensystem, und zwar vornehmlich die Kathode und die Gitterelektroden, durch mechanische Erschütterungen elastische Deformationen erleidet, welche zu einer Änderung der Steilheit und der Durchgriffsverhältnisse und weiterhin zu Schwankungen des Anodenstromes führen. Letztere werden im Lautsprecher als Ton wahrnehmbar. In gleicher Weise ist -die sog. akustische Rückkopplung zu erklären. Wenn die vom Lautsprecher ausgehenden Schallwellen auf die Röhren, vor allem die empfindlichen Röhren der Anfangsstufen auftreffen, werden diese dauernd angestoßen, so daß die Schaltung in der mechanischen Eigenfrequenz des Elektrodensystems der Anfangsstufe schwingt. Die elastischen Deformationen des Elektrodensystems sind nicht bloß in Niederfrequenzverstärkern, sondern auch in Hochfrequenzstufen und in Sendern äußerst störend, da sie eine Modulation der hochfrequenten Schwingungen bewirken, welche bei der Demodulation derselben zum Vorschein kommen.
  • Man hat zur Bekämpfung des Röhrenklingens bereits verschiedene Maßnahmen ergriffen. Diese zielten teils darauf ah, die Röhre durch eine über den Glaskolben gezogene Gummischwammhülle bzw. durch Verwendung eines federnden Röhrensockels gegen das Auftreffen mechanischer Schwingungen zu schützen, teils versuchte man, das Elektrodensystem selbst völlig starr auszubilden. Die erste Gruppe von Vorkehrungen kann nur .als Notbehelf betrachtet werden. Federnde Röhrenfassungen werden insbesondere beim Einsetzen der Röhren leicht beschädigt, und die Gummischwammhüllen setzen einerseits das Wärmeabstrahlungsvermögen des Glaskolbens in unerwünschter Weise herab und gehen andererseits unter der Einwirkung der in der Röhre entwickelten Wärme bald zugrunde.
  • Um dem Elektrodensystem und in erster Linie dem Steuergitter eine möglichst .große Starrheit zu verleihen, gibt es an sich folgende Möglichkeiten: Man kann die Stützdrähte, welche die Elektroden tragen, biesonders dick und dadurch sehr starr machen. Die Verwendung derart dicker Haltestreben führt jedoch zu Feldstörungen innerhalb des Elektrodensy stems. Man sieht dies sehr leicht ein, wenn man bedenkt, daß der Durchmesser der Steuergitterwendel, insbesondere in hochsteilen Röhren, vielfach nicht mehr als etwa i,5 mm beträgt und die Stützen .einen Durchmesse, ähnlicher Größe aufweisen müssen,.: um die notwendige Starrheit zu gewährleisten: Eine andere Lösung besteht darin, die Gitter-: stützen in ihrer Längsrichtung durch starke Zugkräfte zu spännen. In diesem Falle wäre die mechanische Resonanzfrequenz der Gitterstreben sehr hoch und die bei Erschütterungen auftretende Durchbiegung sehr gering. Es ist leicht einzusehen, daß sich in einem Elektrodensystem, insbesondere dann, wenn es sich nm Empfangs- oder Verstärkerröhren kleiner Leistung handelt; derart beträchtliche Spannkräfte nicht aufbringen lassen. Man hat schließlich auch vorgeschlagen, nicht die Gitterstützen, sondern lediglich die Gitterbewicklung durch .aufgelegte Dämpfer an der Ausführung von Schwingungen zu hindern. Abgesehen davon, daß solche Dämpfungselemente,welche beispielsweise die Form von die Gitterdrähte berührenden Isolierleisten besitzen, einen Teil des Entladungsraumes in Anspruch nehmen und die Kapazität zwischen den Elektroden erheblich vergröbern, sind nicht die Schwingungen der einzelnen Gitterdrähte gefährlich, da sich diese im allgemeinen entgegenwirken und daher im Mittel aufheben, sondern es kommt vielmehr auf die Bewegung der Gitterfläche als Ganzes an, und dies wird durch derartige Dämpfer nicht ausgeschlossen.
  • Ferner ist es bekannt, die aus den Elektroden und deren Trägern gebildeten mechanischen Schwingungssysteme durch Dämpfungskörper ,abzudämpfen. Zur Lösung dieser allgemeinen Aufgab der Dämpfung sind bei der bekannten Anordnung jedoch nur federnd auf den abzudämpfenden Elektrodenfiächen aufsitzende Hilfsdrähte angegeben. Diese Mittel sind nicht geeignet, die Schwingungen der Elektrodenstützdrähte gemäß der besonderen Aufgabe, die der Erfindung zu Grund liegt, zu beseitigen.
  • Es sind schließlich auch Konstruktionen bekanntgeworden, die eine besonders starre Lagerung der Elektrodenstreben anstreben, z. B. durch Befestigung der Streben in hintereinanderfölgenden Brücken. Die Schwingungsfähigkeit der Elektroden bleibt aber dabei erhalten, die starre Lagerung bewirkt sogar im Gegenteil eine Entdämpfung der auftretenden Schwingungen.
  • Es -ist auch vorgeschlagen worden, eine Anordnung zur Halterung der Elektroden einer Entladungsröhre in einer Isolierbrücke mit Durchgangsöffnungen, die größer sind als der Durchmesser der betreffenden Elektroden bzw. Elektrodenstütz.en, so auszubilden, daß die durch die öffnungen hindurchragenden Elektroden bzw. Elektrodenstützen durch eine Feder an die Ränder der öffnungen angedrückt werden, derart, daß eine Längs-,aüsdehnung möglich, eine seitliche Bewegung jköch verhindert ist.
  • Die Erfindung besteht in .einer Elektroden-Halterung für Entladungsröhren, bei der die Haltestreben der Elektroden in einer starren Isolierbrücke gelagert und zwecks Herabsetzung der Schwingungsfähigkeit durch federnde D:ämpfungskörper abgestützt sind, mit dem besonderen Kennzeichen, daß, als federnde Dämpfungskörper elektrisch isolierende Streifen zwischen die vorzugsweise in einer Ebene angeordneten Haltestreben eingeflochten sind. Durch diese federnden Streifen werden die Schwingungen so starb gedämpft, daß die Ausschläge der Haltestreben vernachlässigbar klein bleiben und insbesondere eine Selbsterregung der Schaltung infolge ;akustischer Rückkopplung nicht mehr möglich ist.
  • Zur näheren Erläuterung des Erfindungse g enstan-des wird auf die Zeichnung Bezug genommen. Diese zeigt in schematischer Darstellung das auf dem Quetschfuß Q aufgebauteElektrodensystemeiner Vierelektrodenröhre mit einer mittelbar geheizten Kathode I(, einem Steuergitter G, einer Schirmelektrode S und einer Anode A. Die Abb. i gibt einen Längsschnitt und die Abb. z eine Draufsicht auf .dasselbe Elektrodensystem wieder. Steuer-und Schirmgitter sind an je zwei, Streben' bzw. s angeschweißt. Die Anode 'ist an den beiden Stützen u befestigt, während die Kathode von einer Stütze k getragen wird. Alle Streben liegen beispielsweise in einer Ebene. Mit a sind die Stromzuleitungen zum Heizelement bezeichnet. Zur Distanzierung der Elektroden dienen zwei aus Isolierstoff, beispielsweise Glimmer, bestehende Scheiben (Isolierbrücken) i. Wenn ein solches Elektrodensystem. mechanisch angestoßen wird, dann vollführen die einzelnen Elektroden . Transversalschwingungen, welche eine periodischeÄnderung ödes Elektrodenabstandes zur Folge haben. Die Durchstoßpunkte der Haltestreben durch die Isolierbrückeni bilden dabei 'Schwingungsknoten. Erfindungsgemäß werden die Haltestreben an der dem Quetschfuß abgekehrten Seite ein Stück über die obere Isolierbrücke l hinaus verlängert und zwischen ihnen ein Streifen D@ aus elastischem Isolierstoff eingeflochten, wie insbesondere aus der Abb. - deutlich zu erkennen ist. Wäre dieser Streifen nicht vorhanden, so würden auch die nach oben hinausragenden Enden der Haltestreben die schwingenden Bewegungen mitmachen. Diese Bewegungen werden von dem Streifen D, aufgenommen und gedämpft. Die Auswahl eines geeigneten Werkstoffs und der passenden Abmessungen des Streifens D, erfolgt am besten auf Grund von Versuchen. Als sehr geeignet hat sich Glimmer erwiesen. Man kann aber auch mit einem Isolierüberzug versehene Metallfedern oder ein federndes, zwischen Isolierstreifen liegendes Metallband verwenden. Der Streifen darf einerseits nicht allzu biegsam sein, weil er sonst die Schwingungen nicht merklich zu schwächen vermag, und andererseits darf er auch nicht zu steif sein, da er in diesem Fall die Schwingungsenergie nicht aufzehrt, sondern zurückwirft, so daß auf den Elektrodenstützen stehende Schwingungen auftreten. .
  • Die in der Abbildung dargestellte Anördnun,g des Dämpfungsgliedes D ist lediglich als Beispiel aufzufassen. Es steht z. B. frei, den Streifen nicht außerhalb der oberen Deckplatte i, sondern innerhalb derselben einzuziehen oder gegebenenfalls auch an beiden Enden des Systems je ein Dämpfungsglied vorzusehen. Naturgemäß kann ein streifenförmiges Dämpfungselement zwischen die ElektrodenstÜtzen auch dann eingeflochten werden, wenn diese nicht in einer Ebene liegen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Elektrodenhalterung für Entladungsröhren, bei der die Haltestreben der Elektroden in einer starren Isolierbrücke gelagert und zwecks Herabsetzung der Schwingungsfähigkeit durch federnde Dämpfungskörper .abgestützt sind, dadurch gekennzeichnet, daß als federnde Dämpfungskörper elektrisch isolierende Streifen zwischen die vorzugsweise in einer Ebene angeordneten Haltestreben eingeflochten sind. z. Elektrodenhalterung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der federnde Streifen aus Glimmer besteht. 3. Elektrodenhalterung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der federnde Streifen aus einem mit einem Isolierüberzug versehenen federnden Metallband besteht. q.. Elektrodenhalterung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der federnde Streifen aus einem zwischen zwei Isolierstreifen liegenden federnden Metallband besteht.
DET43528D 1934-01-31 1934-01-31 Elektrodenhalterung fuer Entladungsroehren Expired DE683082C (de)

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DE683082C true DE683082C (de) 1939-11-01

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