DE456340C - Verstaerkungseinrichtung fuer elektrische Stroeme unter Benutzung von Vakuumverstaerkerroehren - Google Patents

Verstaerkungseinrichtung fuer elektrische Stroeme unter Benutzung von Vakuumverstaerkerroehren

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DE456340C
DE456340C DES46186D DES0046186D DE456340C DE 456340 C DE456340 C DE 456340C DE S46186 D DES46186 D DE S46186D DE S0046186 D DES0046186 D DE S0046186D DE 456340 C DE456340 C DE 456340C
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DE
Germany
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electrodes
tubes
electric currents
free
tones
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DES46186D
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J21/00Vacuum tubes
    • H01J21/36Tubes with flat electrodes, e.g. disc electrode

Landscapes

  • Vibration Prevention Devices (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft Einrichtungen zur Verbesserung der Wirkung von Verstärkerröhren mit frei stehenden, d.h. nicht an der Gefäßwand der Röhre anliegenden Elektroden in Schallempfangsanlagen.
Es hat sich gezeigt, daß bei Empfangsanlagen, in denen zur Verstärkung der durch die Mikrophonströme im Telephon erzeugten Töne Vakuumverstärkerröhren eingeschaltet sind, selbst bei elektrisch einwandfreier Schaltung der Anlage, häufig so starke Nebentöne auftreten, daß es unmöglich ist, die zu empfangenden Töne herauszuhören. Diese störende Erscheinung tritt um so stärker auf, je mehr Röhren hintereinandergeschaltet sind.
Man hat gefunden, daß durch Erschütterungen von außen, denen die Verstärkerröhren in Empfangsanlagen beispielsweise an Bord von Schiffen durch die Schiffsbewegungen ausgesetzt sind, die Elektroden in den Röhren in Schwingungen geraten, wodurch im verstärkten Stromkreis Wechselströme erzeugt werden, durch welche im Telephon starke Töne hervorgerufen werden, die die eigentlichen Töne, die empfangen werden sollen, überdecken. Die Entstehung dieser schädlichen Wechselströme beruht darauf, daß durch die Schwingungen der Elektroden ihre Entfernung voneinander periodisch geändert wird; damit ändert sich auch der Widerstand, der zwischen den verschiedenen Elektroden befindlichen Gasstrecken in der Röhre, wodurch periodische Änderungen der Ströme, insbesondere aber des Stromes im verstärkten Stromkreis, hervorgerufen werden. Röhren, bei denen die Elektroden an der Gefäßwand anliegen, sind relativ frei von diesem Übelstand, haben aber andere Nachteile, besonders elektrischer Natür. In der Regel ist es auch baulich nicht möglich, alle Elektroden an die Gefäßwand zu stützen. Es genügt j edoch in der Regel nicht, nur an einer der Elektroden die Vorkehrung zur Verhinderung ihres Schwingens zu treffen, wie es bei zufälligen Konstruktionen gelegentlich zum Teil bereits der Fall gewesen ist, ohne daß jedoch der hier angestrebte Zweck dabei verfolgt oder auch erreicht wurde.
Zweck der Erfindung ist, diesen Übelstand auf anderen Wegen zu beseitigen, d. h. die die störenden Nebentöne erzeugenden Eigenschwingungen der Elektroden zu vermeiden. Zu diesem Zwecke werden gemäß der Erfindung entweder die zur Verstärkung elektrischer Schwingungen dienenden Verstärkerröhren so ausgebildet, daß die durch die Elektroden gegebenenfalls zusammen mit ihren Trägern gebildeten mechanischen Schwingungssysteme gegenüber den zu verstärkenden Frequenzen in ihrer Eigenschaft als mechanische Schwingungsgebilde sehr hoch abgestimmt oder stark abgedämpft
sind, oder aber die Vakuumröhren werden selbst oder zusammen mit dem sie tragenden Apparat erschütterungsfrei gelagert.
Ein Mittel zur Durchführung der Erfindung besteht im ersteren Falle beispielsweise darin, daß die durch die Elektroden mit ihren Trägern dargestellten mechanischen Systeme in den Röhren durch Verwendung von besonders kräftig bemessenen Trag- oder Zuführungsdrähten oder durch Einschmelzen in dicke Glasstutzen oder durch geeignete Wahl der Abmessungen und der Form der Elektroden selbst so abgestimmt werden, daß die Frequenzen ihrer Eigenschwingungen so viel höher liegen als die zu verstärkende Frequenz, daß die Töne, die empfangen werden sollen, sich deutlich von den im Telephon erzeugten Nebentönen abheben oder besser noch in den Bereich der Ultratöne rücken ao und somit für das Ohr überhaupt unhörbar werden. Um die unwillkommenen Schwingungen der Elektroden nach Möglichkeit überhaupt zu vermeiden, werden die durch die Elektroden und ihre Träger gebildeten mechanischen Schwingungssysteme stark abgedämpft, beispielsweise dadurch, daß man an denselben besondere Dämpfungsvorrichtungen anbringt.
Eine solche Abdämpfung kann durch An-Ordnung besonderer Reibungsdämpfer oder Stoßdämpfer, wie weiche Kissen o. dgl., erfolgen. Sie kann aber auch dadurch hervorgerufen werden, daß man die Systeme mechanisch miteinander koppelt und verschieden abstimmt, so daß sie sich gegenseitig dämpfen.
Die Anoden derartiger Verstärkerröhren werden häufig als ausgedehnte dünne Bleche ausgebildet, die nur an wenigen Stellen befestigt oder unterstützt sind. Derartige Gebilde schwingen besonders stark mit ihren freien Rändern. Weiterhin sind die sogenannten Zwischen- oder Hilfselektroden häufig als Systeme von unter sich nahezu parallel ausgespannten Drähten ausgebildet. Gemäß der Erfindung werden nun beispielsweise die Anoden in einen Rahmen von stärkeren Stäben aus Glas, Metall o. dgl. eingefügt und vorteilhaft durch federnd auf ihrer Fläche aufsitzende Hilfsdrähte noch besonders abgedämpft. Die Hilfselektroden kann man als Sieb oder Netz vieler oft gekreuzter Drähte ausbilden, die sich in den Kreuzungsstellen lose berühren. Dadurch wird beim Schwingen einzelner Drähte starke Reibung mit anderen nicht bewegten Drähten erzeugt und jede Erregung zum Schwingen von vornherein verhindert.
Die erschütterungsfreie Lage der Elektroden bzw. der Vakuumröhren oder auch der gesamten Verstärkungsapparatur kann durch Federn oder sonstige elastische Gebilde erfolgen, die natürlich so bemessen sein müssen, daß keine Resonanzschwingungen entstehen.
In der Abbildung ist ein Elektrodensystem nach der Erfindung schematisch in perspektivischer Darstellung gezeichnet. Auf dem Glasteller T1 sind mittels zahlreicher eingeschmolzener Stützdrähte Sx drei Rahmen T1, r2, r3 befestigt. In den Rahmen T1 und r2 sind Metallmembranen m ausgespannt, die als Anoden wirken. Sie werden durch lose aufgedrückte, an den Rahmen befestigte Federn / gedämpft. Die Rahmen und auf diese Weise auch die Membranen sind durch starke Bügel b über den Rahmen r3 hinweg mechanisch und leitend verbunden; an diesen Bügeln greifen Stützdrähte S2 an, die ih einem zweiten nur angedeuteten Glasteller T2 eingeschmolzen sind. Beide Glasteller werden in der durch gestrichelte Linien angedeuteten Weise in die Rohe R eingeschmolzen. In dem mittleren Rahmen rs ist ein Doppelnetz aus gekreuzten Drähten d ausgespannt, welches als Hilfs- oder Zwischenelektrode dient. Innerhalb desselben befindet sich die Heizkathode k. Die Befestigung des Rahmens r3 erfolgt auf dieselbe Weise wie bei r2. Die Stromzuführungen sind der Übersichtlichkeit halber weggelassen.
Die Ausführung im einzelnen kann mannigfach abgeändert werden. So können z. B. die Rahmen rx und r2 zu einem einzigen geeignet gebogenen Rahmen vereinigt werden. Vorteilhaft führt man auch die Elektroden als gekrümmte Flächen aus oder versteift sie durch Rippen oder Aufsätze.
Die Anwendung dieser Maßnahmen ist bei mehreren hintereinandergeschalteten Röhren besonders an der ersten Röhre wichtig, weil dann auch der durch die Schwingungen der Elektroden in der ersten Röhre erzeugte Strom durch die weiteren Rohren entsprechend verstärkt wird und im Telephon entsprechend "laute Töne hervorruft.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verstärkungseinrichtung für elektrische Ströme unter Benutzung von Vakuumverstärkerröhren mit freistehenden Elektroden, dadurch gekennzeichnet, daß die aus den Elektroden und deren Träger gebildeten mechanischen Schwingungssysteme der zu verstärkenden Tonfrequenz gegenüber hoch abgestimmt oder stark abgedämpft sind, um ein Schwingen dieser Systeme und dadurch die Entstehung der den Empfang störenden Nebentöne zu vermeiden.
2. Einrichtung nach Anspruch ϊ, da-
durch gekennzeichnet, daß an den aus den Elektroden und deren Trägern bestehenden mechanischen Schwingungsgebilden besondere Dämpfungsvorrichtungen angebracht sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aus den Elektroden und deren Trägern bestehenden mechanischen Schwingungsgebilde verschieden abgestimmt und derart miteinander gekoppelt sind, daß sie sich gegenseitig dämpfen.
4. Verstärkungseinrichtung für elektrische Ströme unter Benutzung von Vakuumverstärkerröhren, dadurch gekennzeichnet, daß die Vakuumröhre selbst oder zusammen mit dem sie tragenden Apparat erschütterungsfrei gelagert ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DES46186D 1917-01-05 1917-01-05 Verstaerkungseinrichtung fuer elektrische Stroeme unter Benutzung von Vakuumverstaerkerroehren Expired DE456340C (de)

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DE456340C true DE456340C (de) 1928-02-22

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ID=7485879

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DE (1) DE456340C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE746369C (de) * 1937-06-03 1944-08-03 Gustav Walta Mechanisch gesteuertes Elektronenrohr

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE746369C (de) * 1937-06-03 1944-08-03 Gustav Walta Mechanisch gesteuertes Elektronenrohr

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