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Spannungsregelnder Manteltransformator Die bisher bekanntgewordenen
Transformatoren zur, stufenlosen Spannungsregelung bei Mehrphasenstrom, bei denen
die Regelung durch geradlinige Verschiebung von Kern- und Wicklungsteilen gegeneinander
erfolgt, z. B. Schubtransformatoren, besteihen zumeist aus einzelnen Einphasentransformatoren.
Diese werden nebeneinander aufgestellt. Ihre Wicklungen werden beispielsweise in
Stern oder Dreieck geschaltet, und ihre beweglichen Teile werden gemeinsam gelagert
und bewegt. Der Nachteil dieser Anordnung ist ein verhältnismäßig großer Platzbedarf.
Man ist daher bereits dazu übergegangen, einen einzigen, zumeist feststehenden Kernteil
zu verwenden, auf welchen räumlich nebeneinander die den einzelnen Phasen zugehörigen
Wicklungen untergebracht sind, während andere Kernteile jeder Phase zugehörig längs
des feststehenden Kernteiles verschoben werden. Diese Bauart hat zwar nur geringe
Breite und Tiefe, fällt aber sehr lang aus. Außerdem ergibt sich bei ihr eine äußerst
umständliche Leitungsführung, weil die Zuleitungen zu dem untersten Transformator
durch das ganze, den Regeltransformator enthaltende Gehäuse an sämtlichen Einzeltransformatoren
vorbeigeführt werden müssen.
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Erfindungsgemäß lassen sich alle diese Nachteile dadurch beseitigen,
daß der Transformator aus zwei oder mehreren in horizontaler Richtung zusammengebauten
Einphasenschubtransformatoren besteht, zwischen deren Kernteilen nur Brücken oder
Schlußstücke angeordnet .sind. Ein solcher Transformator benötigt weniger Platz
als der an erster Stelle genannte bekannte Transformator. Gegenüber dem an zweiter
Stelle aufgeführten bekannten Transformator weist der Transformator gemäß der Erfindung
eine äußerst niedrige Bauhöhe ,auf und hat außerdem den Vorteil einer wesentlich
einfacheren Leitungsführung. Die Verringerung der vertikalen Bauhöhe eines Transformators
ist besonders wichtig, weil in dieser Richtung im allgemeinen wenig Platz zur Verfügung
:steht. Der Transformator gemäß der Erfindung ist sowohl für Mehrphasenstrom als
auch für Einphasenstrom brauchbar. Die Außenjoche, die Brücken oder Schlußstücke
und die zu bewegenden Wicklungen werden zweckmäßigerweise an einem Traggerüst befestigt,
das durch Spindeln verstellt wird, die zwischen den Kernteilen angeordnet sind.
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In den Abbildungen :sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
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Die Abb. i zeigt einen Drehstroms.chubtran.sformator für -!---Regelung.
Mit io, i i und i a sind die beispielsweise feststehenden Kernbeile bezeichnet,
welche mit Nuten versehen sind, in denen die Sekundärwicklungen
13,
14 und
15 um die Kerne herumgewickelt sind. Jedem Kern sind zwei Primärwicklun--en
i 6, i cl bzw.
17, 2o bzw. 18, 21 zu-,
| geordnet, die konzentrisch zu -den SekundA*@@ |
| Wicklungen liegen. Zwischen den Kernc@@.ö |
| und i i bzw. 1 i und 12 befinden sich Bru @,n |
| oder Schlußstücke 22, 23, 2q. bzw. 25, 26 |
27: Durch diese erfolgt, wie in der Abbildung durch gestrichelte Darstellung angedeutet
ist, die magnetische Verkettung der Einzeltransformatoren. An den Außenseiten der
Kernteile i o und 12 befinden sich Schlußjoche 2$ und 29. Diese können auch fortfallen,
wobei dann der Charakter des Manteltransformators aufgegeben wird. Dies hätte aber
den Nachteil, däß die Brücken oder Schlu@ßstücke 22 bis 27 erheblich dicker gemacht
werden müßten, die Bauhöhe des Transformators also beträchtlich zunimmt. Die Schlußjo-che
28 und 29 sowie die Brücken 22 bis 27 sind an einem in der Abbildung der Einfachheit
halber nicht dargestellten, verschiebbaren Traggerüst befestigt, das gleichzeitig
auch die Führung der zu verschiebenden Wicklungen bewirkt.
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Es muß dafür gesorgt werden, daß die Kernteile, die Schlußjoche und
die Brücken aüfeinandergepreßt werden, damit ein guter magnetischer Schluß vorhanden
ist. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, daß der mittlere Kernteil
i i fest auf :einer Grundplatte befestigt wird, die Kernteile i o und 12 aber verschiebbar
auf der Grundplatte stehen und alle Eisenteile durch Federn und Zugstangen zusammengepreßt
werden. Der Übersichtlichkeit halber ist diese Konstruktion in der Abbildung nicht
gezeichnet.
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Der in der Abb. i dargestellte Transformator kann auch als Ein:phasentransformator
arbeiten. In diesem Falle sind die drei Schubtransformatoren in. Reihe oder parallel
geschaltet: Soll der Einphasentransformator nur aus zwei Einzeltransformatoren bestehen,
dann kommen der Kernteil i 2 mit den Wicklungen 15, 18 und 21 sowie die Brücken
25, 26 und 27 in Fortfall, während das Schlußjoch 29 an die frei gewordene Seite
des Kernteiles i i heranrückt..
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Die Brücken sowie die Schlußjoche können mit in der Abbildung nicht
dargestellten Nuten zur Aufnahme von an sich bekannten Hilfs- oder Kompensationswicklungen
zur Verringerung der Streuung versehen werden.
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Die Abb.2 zeigt .einen Drehstromschub@ transformator gemäß der Erfindung,
der für Spannungsregelung in einer bestimmten Richtung geeignet ist. Die Kernteile
i o, i i und 12 tragen wieder in Nuten die Sekundärwick-Lungen
13, 1q. und
15. Mit jeder Sekündärvicklung arbeitet hier nur eine Primärwick-Jung i b bzw.
17 bzw. 18 zusammen. Zwischen den Kernteilen i o und i i bzw.r i i und i
a befinden sich hier nur je zwei Brücken 23, 2¢
| *.%.w. 2b, 27. Die bchlußaoche sind wieder |
| 8 nd 29 bezeichnet. Zur Untex- |
| ',j#'icl#nguäl,es M Spannu'#ngsabfalles in den Se- |
| Uu r |
| ndärwicklungen 13, i q. und 15, der beim |
Hinaustreten dieser Wicklungen aus crem magnetischen Kreis ansteigen würde, dienen
an sich bekannte Kurzschlußwicklungen 30, 31 und 32. Auch dieser Transformator kann
als Einphasenschubtransformator in der oben angegebenen Art und Weise verwendet
werden.
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Während bei den beiden beschriebenen Transformatoren die Wicklungsachsen
parallel zur Verschiebungsrichtung liegen, sind bei dem in Abb. 3 dargestellten
Ausführungsb-eispiel die Wicklungsachsen der Primär-und Sekundärwicklungen senkrecht
zur Verschiebungsrichtung angeordnet: Auf dein Kernteil io liegen die beiden sekundären
Wicklungsteile 13a und 13 v, entsprechend auf den Kernteilen i i und 12 die sekundären
Wicklungsteile iq.a und 1415 bzw. i 5a und 15b. Mit 16a, 16b und i 9a, i
9h sind die dem Kernteil io zugeordneten zwei primären Wicklungen bezeichnet; entsprechend
sind die den Kernteilen ii und 12 zugeordneten primären Wicklungen mit 17a, 17v
und 2oaä tob bzw. J 8a, 18b und 21a, 21b bezeichnet. Zwischen
den Kernteilen befinden sich die Brücken 23, 24 uzw.26, 27. An den Außenseiteai
der Kernteile io und 12 liegen die Schlußjoche 28 und 29. Die magnetischen Kraftflüsse
sind wie in den Abb. i und 2 wieder durch gestrichelte Linien angedeutet. Die Arbeitsweise
dieses Transformators ist im übrigen die gleiche wie bei dem in Abb. i darges.tell-
i ten Transformator. Auch dieser Transformator kann als Einphas,entransformätor
arbeiten. Die Schlußjöche 28 und 29 können auch liier fortgelassen werden, wenn
man die bereits erwähnten Nachteile einer Ver- i längerung der Bauhöhe in Kauf nehmen
will.