KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Zweck dieser Vorrichtung besteht darin,
dafs zur Entnahme des Kasteninhalts eine kastenartige Schaufel angewendet wird, welche
in den Behälter einschiebbar ist und sich beim Einschieben in letzteren füllt, während beim
Herausziehen der Schaufel der Verschlufs der für dieselben hergestellten Oeffnung im Kasten
selbstthätig erfolgt.
Der Kasten ist auf beiliegender Zeichnung dargestellt, und zwar ist:
Fig. ι ein Verticalschnitt durch den Kasten und
Fig. 2 ein horizontaler Querschnitt in der Ebene der gebrochenen Linie x-x der Fig. 1.
Fig. 3 veranschaulicht in perspectivischer
Darstellung den Kasten mit nahezu vollständig herausgezogener Kastenschaufel.
Fig. 4 ist eine perspectivische Ansicht der Kohlenschaufel allein.
Der Kasten, dessen äufsere Form beliebig gewählt werden kann, besteht aus der Kastenwandung
a, auf deren Boden Führungen für die Schaufel befestigt werden. Diese Führungen
werden durch die Stege b, welche an dem Boden fest angebracht sind und durch die
Bleche c gebildet, die nicht bis zum Boden reichen und sich in gekrümmter Form oder in
Abschrägungen bis zur Kastenwandung α fortsetzen. Diese Abschrägungen überdecken
darnach die freibleibenden Räume d und haben den Zweck, den Kasteninhalt nach der Kastenschaufel
zu leiten, um stets eine sichere Füllung derselben zu veranlassen. Auch die hintere
Kastenwand erhält zweckmäfsig ein schräg gerichtetes Blech e.
Die Schaufel selbst besteht aus dem Boden/, den Seitentheilen g und dem mit einem Handgriff
versehenen Vordertheil h. Sie wird in den vorn entsprechend ausgeschnittenen Kasten a
eingeschoben, derart, dafs die Seitentheile g der Kohlenschaufel in den von den Blechen b c
gebildeten Führungen gleiten. Um zu verhindern , dafs nach dem Herausziehen der Schaufel das Material aus dem für die Schaufel
hergestellten Ausschnitt .der Kasten wand nachfällt,
ist vorn am Kasten eine in Falzführungen i verschiebbare Thür k angeordnet. Um diese
Thür selbstthätig zu öffnen und zu schliefsen, sind die Seitentheile g der Kastenschaufel bei g1
abgeschrägt, so dafs dieselben beim Einschieben der Kastenschaufel keilartig wirken und die
Thür k selbstthätig heben, während beim Herausziehen der Schaufel durch das Eigengewicht
die ThUr k sich nach unten bewegt, um gleichzeitig ein Abstreichen des Materials
in der Schaufel zu veranlassen, so dafs ein Herausfallen des Materials aus derselben verhindert
wird. Soll also Kohle etc. aus dem Kasten α entnommen werden, so hat man nur
nöthig, die Kastenschaufel an ihrem Griff herauszuziehen, während die Wiederfüllung
durch einfaches Einschieben der Schaufel selbstthätig erfolgt.
Patent-Anspruch:
Ein Kasten für Kohle, Koks und andere Gegenstände mit durch Einschieben sich
füllender Kastenschaufel, deren Seitentheile (g) in den Führungen (b c) gleiten, nach denen
der Kastenraum hin sich verengt, wobei die Abschrägungen (gl) dieser Seitentheile ein
Oeffnen und Schliefsen der den Ausschnitt für die Kohlenschaufel schliefsenden Schiebethür (k)
beim Einschieben bezw. Herausziehen der Schaufel selbstthätig herbeiführen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.