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Schauglasbehälter für Bonbons u. dgl. Die Erfindung betrifft einen
Schaugl.asbehälter zur Aufnahme von Bonbons u. dgl. in Ladengeschäften, welcher
derart gestaltet ist, daß mehrere Behälter auf- und nebeneinandergestellt werden
können.
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Es sind bereits derartige Verkaufsbehälter bekannt, welche einen rechteckigen
Querschnitt aufweisen und an ihren waagerecht angeordneten Boden- und Oberflächen
vertiefte Einsatzrasten bzw. vorstehende Stützen besitzen, die beim Aufeinanderstellen
mehreYer Behälter gegenseitig ineinander eingreifen. Diese Verkaufsbehälter haben
den Nachteil, daß ein aus ihnen aufgebauter Stapel nicht sicher steht, weil der
aus senkrecht übereinanderstehenden Behältern aufgebaute Stapel es ermöglicht, daß
die einzelnen Lagen der Behälter im aufgebauten Stapel, wenn man gegen diesen stößt,
sich seitlich verschieben, wobei der äußerste Behälter kantet und herunterfällt,
zumal die Tiefe der Einsatzrasten und der in diese eingreifenden Stützen durch die
Zugänglichkeit des Behälterinneren begrenzt ist. Um diesen Nachteil zu vermeiden,
hat man bereits vorgeschlagen, an den Ober- und Unterseiten der Behälter Vertiefungen
anzubringen, welche viereckige Kanäle zu1 Aufnahme von den Stapel haltenden Schienen
eines Aufbaugestelles bilden. Dieses hat . den Nachteil, da:ß die Höhe des Stapels
nicht jederzeit beliebig geändert werden kann, da man auf die Höhe des Aufbaugestelles
angewiesen ist; denn es würde :einen unschönen Eindruck beim kaufenden Publikum
erwecken, wenn die Schienen des Aufbaugestelles höher emporragen als die aufgebauten
Verkaufsbehälter. Man kann zudem mit Hilfe eines derartigen Au@baugestelles mehrere
nebeneinanderstehende Stapel nur derart aufbauen, daß jeder der nebeneinander befindlichen
Stapel die gleiche Behälterzahl aufweist. Dies hat wiederum den Nachteil, da.ß bei
einer größeren Zahl von nebeneinander aufgebauten Behälterreihen das Gesichtsfeld
der hinter den Behälterstapeln befindlichen Verkäuferin auf das kaufende Publikum
stark begrenzt ist, da die Verkäuferin nur seitli@ch der Stapel das Publikum sehen
kann.
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Dieser Schauglasbehälter für Bonbons o. dgl. zum Aufeinanderstellen,
bei dem jeder Behälter unterseitig Aussparungen und oberseitig
entsprechende
Vorsprünge,- oder umgekehrt, aufweist, die beim Aufeinanderstellen mehrerer Behälter
ineinander eingreifen ist dadurch gekennzeichnet, daß der Behält, -r als sechseckiges
Prisma mit der Einfüllöff-: nung an einer Grundfläche des Prismas ausgebildet ist
und .daß die Vorsprünge und' entsprechenden Aussparungen an je zwei aufeinanderstoßenden
Seitenflächen des Behälters vorgesehen sind, so daß bei auf einer entsprechenden
Unterlage erfolgendem Aufbau eines Stapels aus mehreren Behälter das Querschnittssechseck
eines jeden Behälters .auf einer Spitze steht und die Behälter wabenartig eine Pyramide
bilden können. Vorzugsweise werden die Vorsprünge auf den zwei aneinanderstoßenden
Behälterseitenwänden in an sich bekannter Weise von Zapfen oder Leisten und die
Aussparungen von Bohrungen bzw. kanalartigen Vertiefungen in den beiden oberen bzw.
unteren Seitenwänden des Behälters gebildet.
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Die Gestaltung des Behälters gemäß der Erfindung hat den Vorteil,
daß die zu deinem Stapel aufgebauten Behälter sich wabenartig zu einer Pyramide
ineinanderfügen, so daß ein seitliches Abgleiten oder Kanten eines Behälters auf
den darunter befindlichen Behälter trotz der in ihrer Länge begrenzten Zapfen oder
Leisten ausgeschlossen ist, da der Schwerpunkt eines jeden Behälters tiefer liegt
.als die beiden Oberkanten der unter dem Behälter befindlichen, ihn abstützenden
Behälter liegt.' Die Behälter stützen sich gegenseitig ab. Durch den wabenartigen
Aufbau der Behälterstapel erzielt man ferner den Vorteil, daß der aufgebaute Stapel
eine oben spitz zulaufende Pyramide bildet, was einen besonders schönen Anblick
der Ladenausstattung bietet, zumal die Seitenflächen der Pyramide zufolge des sechseckigen
Querschnittes der Behälter annähernd geradlinig verlaufen. Dies ist bei den Behältern
rechteckigen Querschnittes vorbekannter Art nicht der Fall, da dort die Spitze der
Pyramide nur von zwei nebeneinander angeordneten Behältern gebildet werden kann,
während die Seitenflächen einer Pyramide stufenförmig abfallen würden, was unschön
wirkt. Der pyramidenförmige Aufbau nach der Erfindung gestattet zudem, daß die Verkäuferin
gut zwischen zwei nebeneinander aufgebauten Pyramiden zufm Publikum hindurchsehen
kann. Das Publikum hingegen kann die ausgestellte Ware gut sehen, da die Rückwand
des Behälters gewölbt gestaltet ist, so daß sie eine große Oberfläche hat.
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Da die Behälter gemäß der Erfindung beim Aufstellen zu unterst eine
Kantehaben, erfolgt der Aufbau eines Stapels unter Zuhilfenahme eines Untersatzes
aus Holz, Kunstharzmasse o. dgl., welcher zur Lagerung der untersten Reihe der Behälter
dient und dem-`:.entsprechend gestaltet und mit Aussparungen `öder Vorsprüngen versehen
ist.
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#Die Erfindung sei an Hand der Zeiclmung ,_'tläher beschrieben. Es
zeigt: Fig. i eine Ausführungsform des Behälters in Seitenansicht, Fig. a zeigt
diesen Behälter in Vorderansicht und Fig.3 eine weitere Ausführungsform in Seitenansicht.
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Fig. q. ist eine Stirnansicht zu Fig. 3, und Fig.5 zeigt den Aufbau
einer Pyramide aus io Behältern.
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Der Behälter gemäß der Erfindung besitzt eine langgestreckte Form
von sechseckigem Querschnitt. Die Behältervorderwand weist die schräg nach oben
angeordnete Entnahmeöffnung i auf, die mit einem Glasstopfen a luftdicht verschließbar
ist. Auf den beiden einander berührenden und einen Winkel einschließenden unteren
Seitenflächen 3, q. weist der Behälter Aussparungen auf, welche die Gestalt von
Bohrungen 5 (Fig. i und a) oder von kanalartigen Vertiefungen 6 (Fig. 3 und q.)
besitzen können. Die beiden oberen Seiten des Behälters 7, 8 sind mit den Aussparungen
entsprechenden Zapfen 9 oder vorspringenden Leisten io versehen. Es können freilich
auch umgekehrt die Aussparungen auf der oberen und die Vorsprünge auf der unteren
Behälterhälfte vorgesehen sein. Die dem kaufenden Publikum zugewandte Rückenwand
i i des Behälters ist annähernd kugelförmig gestaltet, so daß die Ware besonders
gut zu erkennen ist.
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Der Aufbau der Pyramide kann unter Verwendung von 3, 6, io, 15 usf.
Behältern erfolgen. Das wabenar tig e Ineinandergr eifen der einzelnen Behälter
läßt Fig. 5 erkennen. Diese veranschaulicht auch die pyramidenförmige Anordnung
der aufgebauten Behälter mit oben spitz zulaufenden, annähernd geradlinigen Seitenflächen.
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Zum Aufstellen der untersten Reihe der Behälterpyramide auf dem Laden-
oder Verkaufstisch dient ein aus Holz, Kunstharzmasse, Metall o. dgl. bestehender
Untersatz 12, welcher auf seiner Oberseite entsprechend gestaltet ist und entsprechende
zapfen- bzw. leistenartige Vorsprünge 13 aufweist.