DE67863C - Verdampf- und Concentrationsapparat, insbesondere zur Concentration von Schwefelsäure - Google Patents

Verdampf- und Concentrationsapparat, insbesondere zur Concentration von Schwefelsäure

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DE67863C
DE67863C DENDAT67863D DE67863DA DE67863C DE 67863 C DE67863 C DE 67863C DE NDAT67863 D DENDAT67863 D DE NDAT67863D DE 67863D A DE67863D A DE 67863DA DE 67863 C DE67863 C DE 67863C
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G. SlEBERT in Hanau
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/69Sulfur trioxide; Sulfuric acid
    • C01B17/88Concentration of sulfuric acid

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  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
Die Erfindung bezieht sich im wesentlichen auf die Anordnung eines schräg liegenden Concentrationsapparates mit terrassirtem Boden, wodurch die zu verdampfende Säure oder auch eine andere Flüssigkeit, z. B. Wasser, in der ganzen Breite des Apparates in einem regulirbaren Strom von oben über die beheizten Terrassen nach unten fällt und sich unten ansammelt und ausfliefst, wobei der sich entwickelnde Dampf in schräger Richtung nach oben über die Terrassen steigt und durch ein Rohr oder dergleichen oberhalb des Einflusses abgeleitet wird.
Die Vortheile dieser Anordnung bestehen in der möglichst höchsten Concentration bezw. in der schnellsten und gefahrlosesten Dampferzeugung, weil die zu concentrirende Säure bezw. die zu verdampfende andere Flüssigkeit in den dünnsten Schichten ausgebreitet wird und mit den beheizten Terrassen vollständig in Berührung kommt, und ferner darin, dafs hierbei eine ganz erhebliche Ersparnifs von Brennmaterial stattfindet, sowie auch mittelst eines verhältnifsmäfsig kleinen und billigen Apparates von geringem Gewicht grofse Massen von Säuren bezw. andere Flüssigkeiten concentrirt bezw. verdampft werden können.
Die Fig. 1 erklärt eine Seitenansicht und gleichzeitig einen Längsschnitt der neuen Anordnung. In der Fig. 2 wird eine Ansicht des Apparates, von A, Fig. 1, gesehen, veranschaulicht. Die Fig. 4, 5, 6 und 7 dienen zur Erläuterung einiger. Details.
Ein schräg liegender Behälter a, Fig. 1 und 2, welcher oben zum Auffangen und Ableiten der Dämpfe mit einem Helm b und unten für die abgehende Flüssigkeit mit einer Ausflufsöffhung i versehen ist, hat in seiner ganzen Breite und Länge einen terrassirten Boden c, dessen jede einzelne Abstufung vor der höher gelegenen nach unten tiefer liegt als wie die vordere Kante derselben. Auf der oberen Stirnseite des Behälters a, Fig. 1, 2 und 7, ist eine Einflufsöffhung e angebracht, welche aufsen mit einem Becher d umgeben und innen durch einen Schirm f geschützt ist. Der Behälter a, Fig. i, liegt auf einem eisernen Rahmen g, welcher aus den Theilen g g und nn, Fig. 3, besteht. Die Rahmentheile können in beliebiger Weise, z. B. nach Fig. 3 oder 6, unter einander befestigt sein. Innerhalb des Rahmens befindet sich ein Kanal 0, welcher zur Kühlung dienen soll, damit sich der Rahmen nicht verzieht, wodurch gleichzeitig ein Verziehen des terrassirten Bodens c unmöglich gemacht wird. Die Kühlung wird durch Wasser besorgt, welches bei k eintritt und bei / ausfliefst und eventuell durch einen Hahn m nach unten abgelassen werden kann, damit das Wasser im Winter nicht einfriert, wenn der Apparat, z. B. in der Nacht, aufser Betrieb gestellt ist. Der Querschnitt B durch den Rahmentheil n, Fig. 3, wird beispielsweise in der Fig. 4 und der Längsschnitt C durch den Rahmentheil g in der Fig. 5 veranschaulicht.
Die Beheizung des Apparates wird in bekannter Weise oberhalb des Rostes und durch die Kanäle h r bewerkstelligt.
Die Aufstellung und die Function des Apparates ist folgende:
Ueber den Heizungskanal h wird als Fundament der Rahmen g, Fig. 1, gelegt, und bevor

Claims (2)

  1. derselbe in geeigneter Weise auf dem Mauerwerk unveränderlich befestigt wird, genau mit einer Waage horizontal ausgerichtet. Dann wird der eigentliche Apparat daraufgelegt, welcher eventuell am Rahmen g nach den Erfordernissen in beliebiger Art ■ befestigt sein kann. Das genaue waagrechte Ausrichten des Rahmens g hat den Zweck, dafs der darauf kommende Apparat α dieselbe unveränderliche und waagrechte Lage erhält, damit die über die beheizten Terrassen laufende Flüssigkeit gleichmäfsig vertheilt ist, so dafs nicht etwa die eine Seite vollständig von derselben bedeckt wird, während die andere Seite trocken bleibt, wodurch eine schädliche Veränderung des Metalls hervorgerufen werden könnte.
    In den Becher d, Fig. ι und 7, wird zunächst die Schwefelsäure oder eine andere Flüssigkeit s eingelassen, wonach sie durch die Oeffnung e und gegen den Schirm f fliefst und, unter die unterste Kante von f hervorquellend, die oberste Terrasse bis zur Vorderkante ausfüllt. Von hier aus fliefst sie, den beheizten Boden c vollständig berührend, in der ganzen Breite und in dünnster und gleichmäfsig vertheilter Schicht auf die nächstfolgende untere Terrasse, bis sie schliefslich zum untersten Ende ■ des Apparates gelangt, sich dort ansammelt und durch die Oeffnung i herausfliefst.
    . Die Concentration der Schwefelsäure ist hierbei derartig energisch, dafs die z. B. mit 60 ° bei d einfliefsende Säure mit 660B. bei i abfliefst.
    Die entwickelten Dämpfe steigen über die Terrassen in den Helm b, weil der Ausgang durch die Einflufsöffnung e mittelst des Schirmes f versperrt ist und die Säure auch selbst hydraulischen Schlufs bewirkt. Aus dem . Helm.fr werden die Dämpfe in beliebiger Weise weiter abgeleitet.
    Patenτ-AnsρrOche:
    ι . Ein Verdampf- und Concentrationsapparat, insbesondere zur Concentration von Schwefelsäure von 6o° auf 660B., bestehend aus einem flachen, geschlossenen Gefäfs (a), dessen Boden (c) die Gestalt einer derartig rückwärts geneigten Treppe hat, dafs die in den oberen Theil des Apparates eingeführte, zu verdampfende oder zu concentrirende Flüssigkeit die oberste Terrasse des so gebildeten Terrassenbodens in der ganzen Breite bis zur vordersten Kante ausfüllt und von hier aus, den beheizten Boden vollständig berührend, in derselben Weise auf die nächstfolgenden Terrassen bis zum untersten Ende des Apparatrs herabfliefst.
  2. 2. Eine Ausführungsform des unter 1. geschützten Apparates, bei welcher die Lagerung des Verdampfers mittelst eines horizontal gelagerten hohlen Metallrahmens (g g nn) geschieht, welcher eine dem Terrassenboden des Verdampfers entsprechende Oberfläche hat und, um ein Verwerfen des Rahmens und gleichzeitig des Terrassenbodens zu. verhindern, von Kühlflüssigkeit durchflossen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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