DE678520C - Positionslichterausbildung fuer Fahrzeuge, insbesondere Schiffe - Google Patents
Positionslichterausbildung fuer Fahrzeuge, insbesondere SchiffeInfo
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Description
W103454
Für Fahrzeuge, insbesondere Schiffe, ist es bereits bekannt, eine. Positionslichterausbildung
zu verwenden, bei der bandförmige Leuchten so angeordnet und abgeschirmt sind, daß dem Beobachter durch die zu
gleichen Zeitpunkten verschiedene perspektivische Verkürzung der Länge und Breite der
einzelnen Leuchten bei Änderung des Winkels zwischen Kurs und Beobachtungsrichtung eine
Abschätzung des Kurses oder der Kursänderung des entgegenkommenden Fahrzeuges nach Kompaßstrichen oder Graden möglich
ist. Hierzu hat man drei oder mehr weit getrennte Lichtanlagen verwendet, die an den
Schornsteinen, Masten oder Aufbauten des Schiffes angebracht wurden und bestimmte
geometrische Figuren darstellten. Diese Positionslichterausbildung hat den Nachteil, daß
sie für Segelfahr zeuge und kleinere Fahrzeuge nicht benutzbar ist, und ferner, daß
stets mehrere weit getrennte Figuren beobachtet und miteinander verglichen werden müssen,
was Schwierigkeiten bereitet und bei hohem Seegang nicht immer mit Zuverlässigkeit
möglich ist.
Durch die Erfindung wird eine Positionslichterausbildung geschaffen, die den Vorteil
hat, daß sie immer zuverlässig und unabhängig vom Seegang ist, und die in allen Lagen der Schiffe zueinander eine schnelle
und genaue Bestimmung der Lage und Fahrtrichtung gestattet und für alle Fahrzeuge
praktisch verwendbar ist.
Gemäß, der Erfindung sind die bandförmigen' Leuchten an jeder Schiffsseite zu einem
einzigen das übliche Seitenlicht ersetzenden Positionslicht in Form eines Winkels oder
sich kreuzender Graden zusammengefaßt, wobei das oder die nach vorn zu liegenden
senkrechten Leuchtbänder durch einen nach vorn offenen und nach hinten geschlossenen
Schirm so abgeschirmt sind, daß ihr Licht von einem Winkel zwischen Sicht und Kursrichtung
von 900 ab bis zu einem solchen
von 45° allmählich breiter und in der letztgenannten
Stellung in voller Breite sichtbar wird.
Vorzugsweise beträgt die Länge des. oder der senkrechten Leuchtbänder 7i°/o oder annähernd Ji o/o der Länge des zu vergleichenden
waagerechten Leuchtbandes, so daß bei einem Winkel von 45° zwischen Sicht und
Kursrichtung zur Hervorhebung dieser Stellung die waagerechten und senkrechten
Leuchtbänder gleich lang erscheinen.
Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf
die Zeichnung näher beschrieben, bei der Fig. ι und 2 Seitenansichten der Seiten-
is lichter an Steuerbord bzw. Backbord in nicht
abgeblendeter Lage darstellen,
Fig. 3 eine Seitenansicht des Backbordlichtes bei Abblendung des vertikalen Schenkels
darstellt und die
Fig. 4 bis 13 schematisch die Stellung der
Seitenlichter bei fortgesetztem Drehen des Schiffes darstellen.
Fig. 14 zeigt einen Schnitt nach Linie XIV-XIV der Fig. 3.
Fig. 15 zeigt eine etwas abgeänderte Anordnung,
und
Fig. 16 ist ein Schnitt nach Linie XVI-XVI
der Fig. 15.
Am besten wird jedes Licht in Form eines rechten Winkels angeordnet, der vorn einen
kürzeren, nach unten gerichteten vertikalen Schenkel 1 und einen längeren, horizontalen
Schenkels besitzt (Fig. 1 und 2). Der vertikale
Schenkel 1 kann jedoch ebensogut nach oben gerichtet sein. Aus Gründen, die weiter
unten angegeben werden, beträgt die Länge des vorderen, vertikalen Schenkels 1
710/0 des horizontalen Schenkels 2. Im übrigen
läßt sich die Größe im ganzen abändern; 4.0 doch scheint es zweckmäßig, daß. sie sich
wenigstens bis zu gewissem Grade nach der Größe des Schiffes richtet. Von einer Linie
in Längsrichtung des vertikalen Schenkels 1, und zwar gleich hinter demselben, geht nach
vorn zu ein mehr oder weniger gekrümmter oder gerader Schirm 3 aus irgendeinem geeigneten
haltbaren Materialab (Fig. 3 und 14). Die Anbringung und Krümmung des Schirmes
sind so abgespaßt, daß er für den Blick den ganzen Achtersektor von 90-° hindurch
den vertikalen Schenkel 1 völlig abblendet. Bei einem Blick den vorderen Sektor^
von 90° hindurch vermindert sich der Abblendungseffekt gradweise von dwarsschiffs
bis 45° und ist beim letztgenannten Blickwinkel
und danach nicht mehr vorhanden. Der vertikale Schenkel 1 wird dann, also bei
45°, völlig sichtbar und erscheint infolge des Größenverhältnisses der Schenkel zueinander
von 71 zu 100 als gleich lang mit dem
horizontalen Schenkel 2.
Um die einzelnen Phasen, die die beiden Seitenlichter eines Schiffes nach dieser Bauart vom Standpunkt eines ortsfesten Beobachters
aus durchlaufen, klarzumachen, wird angenommen, daß ein Schiff von einer bestimmten
Ausgangslage, bei der die. Steuerbordseite genau dem Beobachter zugewendet ist, 3600
nach Steuerbord herumgedreht wird. Unter Hinweis auf Fig. 4 bis 13, die die perspektivische
Erscheinung der Seitenlichter während eines derartigen fortgesetzten Drehens zeigen, findet man, daß bei der Ausgangslage
(Fig. 4) der grüne horizontale Schenkel 2 allein und in seiner ganzen Länge siehtbar
ist. Wenn nun das Schiff langsam nach Steuerbord zu gedreht wird, beginnt bald der
vertikale Schenkel 1 hervorzuschimmern, wobei gleichzeitig der horizontale Schenkel 2
gradweise verkürzt zu werden scheint (Fig. 5). Allmählich wird der vertikale Schenkel 1
immer deutlicher sichtbar, während gleichzeitig die Verkürzung des horizontalen Schenkels
2 immer weiter geht, bis sie beide gleich lang und von gleicher Lichtstärke erscheinen
(Fig. 6). Wie oben erwähnt, tritt dieses infolge des Größenverhältnisses der Schenkel
zueinander von 71:100 ein, wenn sich das
Schiff in einer Lage" von 45° zu dem Beobachter befindet. Die Drehung wird fortgesetzt,
der vertikale Schenkel 1 behält seine volle Lichtstärke bei, und der horizontale Schenkel
2 verkürzt sich immer mehr (Fig. 7). Allmählich verschwindet dieser Schenkel 2 gänzlich,
und der vertikale Schenkel 1 bleibt an der Steuerbordseite des Schiffes allein sichtbar.
Zu diesem Zeitpunkt liegt jedoch das Schiff mit dem Steven fast genau in Richtung
des Beobachters, und im nächsten Augenblick wird dann auch der vertikale Schenkel 1 ipo
des roten Backbordlichtes sichtbar. Liegt der Steven genau auf den Beobachter zu, dann
sind also gleichzeitig beide vertikalen grünen und roten Lichter sichtbar (Fig. 8 und 9).
Bei weiterem Drehen nach Steuerbord findet man, daß das grüne Steuerbordlicht bald
ganz verschwindet und der horizontale Schenkel 2 des roten Backbordlichtes hervorzuschimmern
beginnt (Fig. 10). Das rote Licht durchläuft dann, wenn auch in umgekehrter
Reihenfolge, die gleichen Phasen, wie sie eben für das grüne Licht beschrieben worden
sind, bis die Backbordseite des Schiffes genau gegenüber dem Beobachter liegt (Fig. 11
bis 13). In dieser Lage ist dann nur der
rote horizontale Schenkel 2 ganz zu sehen. Wenn sich dann, die Fahrtrichtung des Schiffes
mehr und mehr vom Beobachter abwendet, verkürzt sich der horizontale Schenkel
2 scheinbar gradweise, bis er ganz verschwindet,
tind zwar wegen des Schirmes 4, der gleich hinter dem genannten Schenkel
angebracht ist (Fig. 3 bis 14 und 15, 16).
Dieser Schirm 4 ist der Lage und Länge nach so abgepaßt, daß er den horizontalen Lichtschenkel
2 über 22,5° oder 2 Strich, gerechnet von 6 Strich (67,5°) von dwars bis
achteraus, abblendet. Da natürlich auf der anderen Seite eine entsprechende Abblendung
stattfindet, beginnt der horizontale Schenkel 2 des grünen Seitenlichts erst hervorzuschimmern,
nachdem das Schiff nach fortgesetztem Drehen weitere 45° passiert hat. Da die
Schiffe jedoch in der Praxis, wenn auch noch nicht kraft Gesetzes, im allgemeinen ein
weißes festes Achterlicht mit einer Leuchtweite von 6 Strich (67,5°) nach jeder 'Seite
von achteraus führen, bildet dieses Licht zusammen mit den Seitenlichtern einen außerordentlich
wirksamen Richtpunkt für die Schiffe, die sich einem vorfahrenden Schiff von achtern nähern. Der grüne horizontale
Schenkel 2 wächst dann gradweise, bis er wieder vollständig sichtbar ist, wenn das
Schiff in seine Ausgangslage, also mit der Steuerbordseite genau in Richtung des Beobachters,
zurückgekehrt ist (Fig. 4).
Die Erfindung kann auch im Rahmen des Schutzbereichs geändert werden. So kann
die rechtwinklige Lichtquelle die Form eines horizontalen Schenkels mit zwei vertikalen
erhalten, die von den "beiden Enden des horizontalen -Schenkels ausgehen und mit den
oben beschriebenen Schirmen ausgerüstet sind, oder sie kann auch als großes liegendes T
(Fig. 15) geformt werden, dessen Mittelstrich den horizontalen Lichtschenkel 2 und dessen
Querstrich den vertikalen Schenkel 1 bildet. Der Schirm hinter dem vertikalen Lichtschenkel
dürfte dann am zweckmäßigsten so geformt werden, wie dies in Fig. 15 und 16
4« gezeigt ist, vgl. Teil 3. Ferner brauchen die beiden Schenkel nicht zusammen ein
Stück bildend gebaut sein. Sie können vielmehr als zwei besondere, voneinander unabhängige
Lichter ausgebildet sein, wobei es nicht notwendig ist, daß die Schenkel unmittelbar
zusammenstoßen oder gar in derselben Ebene liegen, sondern sie können
gegeneinander im Rahmen des ErfindungsZweckes verschoben sein, wenn dies zweckmäßig
erscheint. Das Größenverhältnis bzw. das Abschirmen des vertikalen Schenkels muß
jedoch bei diesen Abänderungen aufrechterhalten werden. Punktlichter können, wie
bisher, ebenfalls zur Anwendung kommen, jedoch mit dem Unterschied, daß sie durch.55
ihre Zahl, durch Reflektoren oder auf ähnliche Weise das Aussehen von bandförmigen
Leuchten erhalten.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Positionslichterausbildung für Fahrzeuge, insbesondere Schiffe, bei der bandförmige Leuchten so angeordnet und abgeschirmt sind, daß dem Beobachter durch die zu gleichen Zeitpunkten verschiedene perspektivische Verkürzung der Länge und Breite der einzelnen Leuchten bei Änderung des Winkels zwischen Kurs und Beobachtungsrichtung eine Abschätzung des Kurses oder der Kursänderung des entgegenkommenden Fahrzeugs nach Kompaßstrichen oder Graden möglich ist, dadurch gekennzeichnet, daß die bandförmigen Leuchten an jeder Schiffsseite zu einem einzigen das übliche Seitenlicht ersetzende Positionslicht in Form eines Winkels oder sich kreuzender Graden" zusammengefaßt sind, wobei das oder die nach vorn zu liegenden senkrechten Leuchtbänder durch einen nach vorn offenen und nach hinten geschlossenen Schirm so abgeschirmt sind, daß ihr Licht von einem Winkel zwischen Sicht und Kursrichtung von 900 ab bis zu einem solchen von 450 allmählich breiter und in der letztgenannten Stellung in voller Breite sichtbar wird.
- 2. Positionslichterausbildüng nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des oder der senkrechten Leuchtbänder 710/0 oder annähernd 71 o/o der Länge des zu vergleichenden waagerechten Leuchtbandes beträgt, so daß bei eüiem Winkel von 450 zwischen Sicht und Kursrichtung zur Hervorhebung dieser Stellung die waagerechten und senkrechten Leuchtbänder gleich lang erscheinen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW102454D DE678520C (de) | 1937-12-09 | 1937-12-09 | Positionslichterausbildung fuer Fahrzeuge, insbesondere Schiffe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW102454D DE678520C (de) | 1937-12-09 | 1937-12-09 | Positionslichterausbildung fuer Fahrzeuge, insbesondere Schiffe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE678520C true DE678520C (de) | 1939-07-17 |
Family
ID=7615767
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW102454D Expired DE678520C (de) | 1937-12-09 | 1937-12-09 | Positionslichterausbildung fuer Fahrzeuge, insbesondere Schiffe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE678520C (de) |
-
1937
- 1937-12-09 DE DEW102454D patent/DE678520C/de not_active Expired
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