DE67331C - Mefsapparat für höhere Temperaturen - Google Patents
Mefsapparat für höhere TemperaturenInfo
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- G01K—MEASURING TEMPERATURE; MEASURING QUANTITY OF HEAT; THERMALLY-SENSITIVE ELEMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G01K5/00—Measuring temperature based on the expansion or contraction of a material
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Die Erfindung'. bezieht sich auf Thermo-,
Pyro- oder Manometer, welche nach folgenden Grundsätzen hergestellt sind.
Für gewisse Längen und zwischen bestimmten Grenzen ist unter dem Einflufs der Wärme
die Zusammenziehung des Steingutes gleich der Ausdehnung des Glimmers, und umgekehrt.
Für gewisse Längen and zwischen bestimmten Grenzen verhalten sich Schiefer und Glimmer
in derselben Weise. ' ·
Ein aus diesen Materialien hergestelltes Gestänge ist daher im Stande, ohne dafs es selbst
von der Temperatureinwirkung beeinflufst wird, die Längenverä'nderungen eines der Hitze ausgesetzten
Metallrohres genau übertragen zu können.
Eine aus einem Messingband und einem Stahlband bestehende und mittelst Silberlöthung
verbundene Schraubenspirale ist nicht im Stande, stets in gleicher Weise der Ausdehnung und
Zusammenziehung bei Temperaturschwankungen zu folgen, weil die Silberlöthung einen schädigenden
Einflufs ausübt. Benutzt man dagegen zwischen den beiden Metallen eine Zwischenlage
von Glimmer, so wirkt diese gewissermafsen als Schmiermittel für die beiden Metalle
Eisen und Messing und ist der Erfolg, dafs eine solche Spirale für die Zwecke der Uebertragung
der Längenveränderungen eines Metallrohres bedeutend empfindlicher ist, wie die bisher benutzten.
Die Zeichnungen zeigen Mefsapparate in verschiedenen Ausführungsformen.
Fig. ι und 2 zeigen die Anordnung für ein horizontales Zifferblatt,
Fig. 3,4,5 und 6 zeigen die Einzelheiten der Leitstange und der Schutzröhre in verschiedenen
Mafsstäben;
Fig. 7 zeigt die erwähnte Spirale;
Fig. 8 und 9 zeigen die Anordnung für ein verticales Zifferblatt;
Fig. ι ο zeigt eine Zusammenstellung der Fig. 3, 4, 5 und 6, wobei der Mechanismus
der Fig. 1 und 2 in der geschlossenen Büchse vorausgesetzt ist und nur der Hebel B mit
seinem horizontalen Theil herausragt,
Fig. 11 zeigt eine Zusammenstellung der Fig. 5, 6 und 7, wobei der Mechanismus der
Fig. 8 und 9 in der geschlossenen Büchse vorausgesetzt ist.
Die Kupfer-, Platin- oder Schmiedeisenröhre JV, Fig. 10, enthält die nöthige Anzahl
von Glimmercylindern M und von Steingutoder Schieferröhren M1, Fig. 3, welche mittelst
der Scheibe m auf der Stellschraube ml ruhen.
Die Schraubenmutter m'1 mit ihrer Gegenmutter
Ot3 bildet den regulirbaren Verschlufs der Röhre JV, die in dem eisernen Rohr JV l
befestigt ist (Fig. 3, 5. und 10).
Auf der Glimmer-Steingutsäule MM1 ruht
das Gestänge (Fig. 4), bestehend aus dem eisernen Rohr T[, das an seinem unteren Ende
das Verschlufsplättchen T2 und an seinem
oberen Ende den Messingstab T trägt, um welchen sich eine zwischen zwei Hütchen tl
und t2 gehaltene Spiralfeder t legt, die mit
ihrem oberen Ende gegen die Hülse B1, Fig. 2 und 10, preist und in dieser Weise eine fortwährende
innige Berührung des Gestänges der Säule mit der. Stellschraube m1 sichert.
Der Messingstab T", der durch Bohrung &3
in die Hülse jB1 eindringt (Fig. io), begegnet
dort dem unteren Theil b eines Z-förmigen Hebels B, welcher auf der zwischen den
Schraubenspitzen α a\ Fig. ι und 2, drehbaren
Achse A befestigt ist und durch den Ausschnitt i, .2, 3, 4 der Platte A1 in die erwähnte
Hülse B1 reicht. Eine Schraube C, die mit der Achse A schwingt, auf welcher sie befestigt
ist, enthält den Drehpunkt der Nadel D, die mittelst des auf dem Arm e stellbar befestigten
Hohlkegels E die Achse F dreht. Die Spiralfeder δ1 sichert den ununterbrochenen
Contact des Hebels B mit dem Messingstab T, und die Spiralfeder d zwingt die Spitze
der Nadel D, in dem Hohlkegel E zu bleiben. Mit der Achse F bewegt sich zwischen
den Anschlägen ^2 und g"3 der gezahnte Kreissector
G, der in das Zahnrad G1 eingreift, dessen Achse g den über einem entsprechend
getheilten Zifferblatt (Fig. 11) sich bewegenden Zeiger gl trägt: Eine Flachfeder rf2, welche
bei ds befestigt ist ' und gegen den Stift di
drückt, verhindert eine plötzliche nachtheilige Bewegung des Kreissectors G. Hebt sich b B,
so dreht sich die Achse A, dadurch schwingt auch Arm C nach oben (Fig. 2), Nadel D
zurückziehend, welcher infolge Zuges der Feder d der Kegel E folgt, womit eine Drehung
der Welle F, des Sectors G, Rades G1 und Zeigers g1 verbunden ist.
Der Apparat wirkt wie folgt:;
Die Röhre JV, Fig. 10, welche den Temperaturveränderungen
ausgesetzt ist, dehnt sich unter dem Einflufs einer Temperaturerhöhung
nach unten hin aus, weil hier kein Hemmnifs im Wege liegt. Die zusammengesetzte Säule
MM1, welche sich in JV befindet, ist gegen die Temperaturerhöhung neutral, da die Ausdehnung
des Glimmers .gleich der Zusammenziehung des Steingutes ist, aber sie folgt der
nach unten sich verlängernden Röhre JV, da sie durch die Spiralfeder t, die sich gegen den
unteren Theil der Schraubenhülse B1 stützt, sanft gegen die Scheibe m gedrückt wird.
Andererseits drückt die Spiralfeder b1, Fig. 1
und 2, den Hebel B mit seinem unteren Theil b gegen T, und in demselben Mafse als
sich JV verlängert, wird MM1 sich senken und
der ganze Mechanismus beeinflufst werden, da die Nadel D auf den Kegel E drückt und daher
die Achse F, den Sector G, das Zahnrad G1 und endlich den Zeiger g1 dreht. Im
entgegengesetzten Falle, d. h. wenn die Temperatur abnimmt, verkürzt sich die Röhre JV und
hebt die zusammengesetzte Säule MAP nach
oben; T drückt auf den Hebel B, der fest mit
der Achsel verbunden ist; diese letztere dreht sich in einem dem vorhergehenden entgegengesetzten
Sinne, die Nadel!) zieht sich,zurück und der Kegel E, welcher durch die Spiralfeder
d in ununterbrochener Berührung mit der Nadel D erhalten wird, zwingt die Achse F,
den Sector G, das Zahnrad G1 und endlich den Zeiger g] dieser entgegengesetzten Bewegung
zu folgen. Der Apparat ist daher geeignet, die Längenveränderungen der Röhre JV unbeeinflufst durch das Gestänge zu messen,
und diese sind das Mais der Temperaturveränderungen des umgebenden Mittels.
> Das Princip, nach welchem der Glimmer in ähnlicher Weise. verwendet wird, ist verwirklicht durch die in Fig. 7 und 11 dargestellte zusammengesetzte Spirale P3, welche die vorerwähnte Säule MM1 in Fig. 3 und 10 ersetzen kann.
> Das Princip, nach welchem der Glimmer in ähnlicher Weise. verwendet wird, ist verwirklicht durch die in Fig. 7 und 11 dargestellte zusammengesetzte Spirale P3, welche die vorerwähnte Säule MM1 in Fig. 3 und 10 ersetzen kann.
Die Messingspirale p, Fig. 7, ist mit einer Glimmerschicht ρ ' bedeckt und diese von der
Stahlspirale p'2 umgeben; ρ ρ1 und ρ'2 sind zusammen
vernietet. Das untere Ende der Spirale P3 ist an dem unteren freien Ende der
Röhre JV, Fig. 11, und das obere an der Röhre Γ1 befestigt. Das Rohr P2 ist mittelst
der höhlen Schraubenmutter P5 geschlossen, durch welche, lose gelagert, der cylindrische
Körper P6 hindurchgeht; dieser endet in eine Scheibe oder Platte P4, die. ihrerseits mit ihrem
unteren Theil mit der Röhre T1 verbunden
ist. P6 ist im Innern von P2 in der concentrischen Röhre T'2- befestigt, so dafs das ganze
Gestänge T1 P* P6 und T2 sich in der
Schraubenmutter P5 drehen, aber nicht in seiner Längsachse verschieben kann.
Es ist daher klar, dafs eine Verlängerung der Röhre JV gegen deren freies Ende hin
eine Verlängerung, d. h. eine Abwickelung der Spirale P3 zur Folge hat. Diese drehende
Bewegung der Spirale theilt sich durch das Gestänge T1 P4 P8 und' T2 der Platte P,
Fig. 8 und 9, mit, deren Achse Pl sich in T'2
. befindet. Der excentrisch auf P sitzende Stift O l wirkt auf Stift O, der auf dem Kreissector
G excentrisch befestigt ist, und dreht denselben um seine Achse F. Der gezahnte
Kreissector G greift in das Zahnrad G1 ein, dreht dasselbe und mit ihm den auf dessen
Achse g befestigten Zeiger g\, welcher sich
über einer entsprechenden Scala bewegt (Fig. 11).
Im Falle einer Verkürzung der Röhre JV ist ebenso klar, dafs, da die Entfernung zwischen
dem oberen Theil der Spirale P3 und der Schraubenmutter P5 unverändert bleibt, die
Spirale sich aufwickeln mufs. Diese der vorerwähnten entgegengesetzte drehende Bewegung
gestattet der Spiralfeder b1, Fig. 8 und 9, den Stift O gegen Stift O1 zu drücken und
der Zeiger g1 wird sich ebenfalls im entgegengesetzten
Sinne bewegen.
Das eiserne Schutzrohr JV2, Fig. 10 und 11,
umgiebt die Apparate und kann theilweise zwischen n2 n3 und W5M6, z. B. in. einem Heiz-
oder Essenkanal, eingemauert sein. Um die in Fig. ι und 2 gezeigte Anordnung in Anwendung
auf die Spirale P3 und das drehende Gestänge zu verwenden, ersetzt man den
Stift O l, Fig. 8 und 9, durch die flache
Spirale R, Fig. 7, auf welcher sich eine an b, Fig. 2, befestigte kleine Rolle c3 bewegt.
Um die in Fig. 8 und 9 gezeigte ■ Anordnung in Anwendung auf die Säule MM1,
Fig. ι ο, und ihrem geradlinig sich verschiebenden
Gestänge zu verwenden, trägt der Messingstab T, Fig. 4, den Arm i3, welcher
auf die um Ausschnitte e des Sectors G verstellbare kleine Rolle e[, Fig. 8, wirkt. Die
Schraubengewinde des Armes C, der Arm e, Fig. ι und 2, und die Stellschraube m1, Fig. 3,
dienen zur Regelung des Apparates.
Die auf den Platten A1 angeordneten Mechanismen (Fig. 1,2,8 und
Büchsen (Fig. 10 und 11
Büchsen (Fig. 10 und 11
befinden sich in die mit Zifferblättern von entsprechender Theilung versehen
sind, welche ein directes Ablesen der Temperatur gestatten. Da aufserdem der Wärmegrad
des Wasserdampfes bei verschiedenen Spannungen constant und bekannt ist, so'genügt
eine entsprechende Theilung des Zifferblattes , um aus dem Thermopyrometer ein
Manometer zu machen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Mefsapparat für höhere Temperaturen, bei welchem die infolge Erwärmung oder Abkühlung eines Metallrohres (N) erzielte Längenveränderung durch ein aus Glimmer (M) und Steingut oder Schiefer (M1) zusammengesetztes Gestänge (Fig. 10) oder durch eine aus über einander gelegtem und vernietete'm Messing- (p) und Stahlband (p'2) bestehende Spirale (P3, Fig. 7) auf ein Zeigerwerk übertragen wird.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE67331C true DE67331C (de) |
Family
ID=340963
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT67331D Expired - Lifetime DE67331C (de) | Mefsapparat für höhere Temperaturen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE67331C (de) |
-
0
- DE DENDAT67331D patent/DE67331C/de not_active Expired - Lifetime
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