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Vorrichtung zur Herstellung von Preßhetonpfählen Die Erfindung bezieht
sich auf eine Vorrichtung zur Herstellung von Preßbetonlifililen mit einem aus Schüssen
gleicher Art zusammengesetzten und in diese zerlegbaren Vortreib- :oder Mantelrohr.
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Um einwandfreie Preßbetonpfähle zu erhalten, ist es notwendig, daß
im Rohr ununterbrochen hoher Luftdruck herrscht, und zwar auch während des Aussto:ßens
des Betons aus dem Rohr bzw. während der Zeit, in der das Rohr aus dem Erdreich
austritt. Durch den inneren Luftdruck wird hierbei das etwa vorhandene Wasser, insbesondere
auch das Grundwasser, aus dem Mantelrohr gepreßt. Beim Anheben des Rohres wird ferner
das Wasser aus dem jeweilig freigelegten 'feil der Bohrloehwandung gepreßt; gleichzeitig
wird der Beton, der .das Mantelrohr in ununterbrochenem Fluß verläßt, kräftig gegen
und in das anstehende Erdreich gedrückt.
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Es bestehen jedoch Schwierigkeiten, den Luftdruck in solchen Mantelrohren
voll aufrechtzuerhalten, die bei der Rückgewinnung in ihre einzelnen Schüsse zerlegt
werden müssen.
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Die Erfindung bezweckt, eine Vorrichtung zu schaffen, die diese Schwierigkeiten
beseitigt.
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Damit gegenüber den bisher bekannten Vorrichtungen der Druck auf den
Beton auch während des Zerlegens des Rohres voll aufrechterhalten werden kann, wird
erfindungsgemäß zur Verbindung von je zwei aufeinanderfolgenden Rohrschüssen ein
Gewindering zwischengeschaltet, der zur Aufnahme eines Abschlußschiebers mit einem
Schlitz versehen ist. Der' Abschlußschieber ist in ,einem Gehäuse geführt, das um
den Gewindering gelegt ist. In geschlossenem Zustand ermöglichen diese Abschlußschieber
das Abschrauben des jeweils obersten Rohrschusses ohne Verminderung des Druckes
im Innern des Rohres.
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Durch die dauernde Aufrechterhaltung des Druckes wird der Zutritt
von Grundwasser in das Rohr vermieden; der plastische Beton wird unter nicht nachlassendem,
verhältnismäßig sehr hohem Druck gegen die Wandung des Bohrloches ,gepreßt.
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Mit der Einrichtung nach der Erfindung lassen sich ferner folgende
Vorteile erzielen: Im Rohr i verbleibt keine rückständige Mörtel- oder Betonmasse.
Das Rohr steht a.in Schluß leer auf dem fertiggegossenen. Betonpfahl. Das ist nur
möglich, wenn der Druck im Bohrrohr nie fehlt. Da die Wandung des Bohrloches in
allen Höhenlagen trocken gehalten wird und das Grundwasser in jeder Höhenlage zuerst
durch die Druckluft selbst :entfernt wird rund nicht mittels der vorgetriebenen
Mörtelmasse, ergibt sich eine bessere Verfestigung des umgebenden Erdreichs.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Vorrichtung
schematisch dargestellt.
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Abb. i bis ; zeigen verschiedene Rohrschußverbindungen, und zwar ist
Abb. i ein
Querschnitt durch .einen Gewindering mit Abschlußscltieber
in der Offcnlage; Abb.2 ist ein axialer Schnitt zu Abl. i; M>b.3 bis ; zeigen je
eine Ausführungsform des Ringes im Axialschnitt.
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In den Abbildungen bezeichnet i die gleichartigen Schüsse des Vortreib-
oder Mantelrohres. Der jeweils oberste Schuß trägt :eine Betonschleuse bekannter
Bauart (in der Zeichnung nicht dargestellt). Der Vortrieb wird jeweils so. lange
fortgeführt, bis ein. Schuß i des Rohres nahezu vollständig im Erdreich steckt,
worauf ein neuer Rohrschuß i auf dem bereits in der Erde befindlichen; Rohrschuß
mit Hilfe eitles Gewinderinges 27 nach der Erfindung mit verschließbarem Schlitz
23 aufgeschraubt wird. Der Schlitz 23 ist hierbei durch einen verstellbaren Ring
24. verschlossen.
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Ist das Bohrrohr völlig niedergetrieben;, so erfolgt die Herstellung
des Betonpfahles. Bei der Herstellung des Pfahles soll der Beton immer unter hohem
Druck stehen. Druckluft wird. durch in der Zeichnung nicht dargestellte Ventile
in das Rohr eingeführt.
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Um den Druck auf den Beton auch während des :!£bschraubens eines Rohrschusses
i voll aufrechtzuerhalten, wird bei jedem Gewindering 27 ein von Hand zu verstellender
Abschlußschieber nach der Erfindung eingebaut.
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Der Gewindering 27 (Abb. i und 2) besitzt die übliche Gewindeverbindungslänge
von etwa 15 bis 18 cm. Die Gewinde selbst können konisch oder zylindrisch
sein.
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Der Ring 27 (Abb. 2) besitzt in der Mitte Außengewinde 2 i, an den
Enden Innengewinde 22. Der Ring kann aber auch, wie in Abb.3 bis 7 gezeigt, ausgeführt
werden, also auf beiden Seiten entweder Außen-oder Innengewinde oder einerseits
Außengewinde und anderseits Innengewinde besitzen. Ungefähr in der Mitte besitzt
der Ring 27 zwischen den beiden Rohranschlüssen einen Schlitz 23. Dieser wird durch
einen verstellbaren Ring 24, der ein Gewinde von etwa 20 bis q.o cm Länge besitzt,
abgeschlossen. Dieser Ring 2-. besitzt ebenfalls einen Schlitz 25, der genau auf
die öffnung 26 des Schlitzes 23 im Ring 27 paßt. Wenn das Rohr i geschlossen sein
soll, wird der Ring 24 so gedreht, daß sich sein .eigener Schlitz 25 auf der gegenüberliegenden
Seite der öffnung 26 befindet. Muß hingegen ein Rohrschuß i entfernt, d. h. abgeschraubt
werden, so wird das Rohr an der Schlitzstelle abgeschlossen, um den Austritt der
Druckluft zu verhindern. Zu diesem Zwecke wird der Ring 24. nach Anbau der Schieherführung
34. mit herausgezogenem Schieber 3o gedreht, bis die beiden Schlitze 23 und 25 aufeinander
passen: dann wird der Schieber 30 eingestoßen. Letzterer schließt das Rohr
nach unten dicht ab. . Damit der Schieber 3o dicht schließt, wird eine Gummidichtung
3 i vorgesehen. Der Gewindering 27 besitzt ferner eine öffnung 32, die über einen
Anschlußstutzen 32' gebracht werden kann, und die das Einführen von Gas oder Luft
in den abgeschlossenen Teil des. Mantelrohres ermöglicht, um den Druck im Rohr i
auf der gewünschten Höhe zu erhalten. Der Ring 24. wird durch Sperrorgane am unbeabsichtigten
Drehen während der Arbeit gehindert; .er wird nur dann gedreht, wenn der Schieber
3o eingeführt werden muß. Zum Abdichten des Schiebers 3o sind Dichtungen 33 vorgesehen,
die in Rinnen des Führungsgehäuses 34. liegen.
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Das allmählich wieder aus dem Borten steigende Bohrrohr wird jeweils
über einem Ring 27 abgeschraubt, nachdem man vorher den Schieber 3o eingeschoben
und die Luftdruckleitung angeschlossen worden ist. So kann der sich noch im Erdreich
befindende Teil des Bohrrohres und damit der Beton des ständig wachsenden Pfahles
unter Druck gehalten werden, während ein Rohrschuß abgeschraubt wird. Ist dies geschehen,
sa wird die Schleuse wieder aufgesetzt, und die Pfahlherstellung kann weitergehen.