DE669159C - Verfahren zur Herstellung von Schaumglas - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schaumglas

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DE669159C
DE669159C DEST56548D DEST056548D DE669159C DE 669159 C DE669159 C DE 669159C DE ST56548 D DEST56548 D DE ST56548D DE ST056548 D DEST056548 D DE ST056548D DE 669159 C DE669159 C DE 669159C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C11/00Multi-cellular glass ; Porous or hollow glass or glass particles
    • C03C11/007Foam glass, e.g. obtained by incorporating a blowing agent and heating

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Glass Compositions (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
17. DEZEMBER 1938
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 32 b GRUPPE
st 56548 ν η 32 b
Dr.Vlastimil Strakain Prag Verfahren zur Herstellung von Schaumglas
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. August 1937 ab
ist in Anspruch genommen.
Bekanntlich muß bei der Herstellung von Schaumglas in einem bestimmten Abschnitt des Herstellungsvorganges eine Schaumbildung hervorgerufen werden. Dieses Schäumen kann durch Zusätze zum Glassatz gesteigert werden. Es gibt schon eine ganze Reihe von Verfahren, die sich auf die Herstellung von Schaumglas beziehen. Diese bekannten Verfahren lassen sich in zwei Gruppen einteilen:
Die erste Gruppe dieser Herstellungsverfahren besteht darin, daß das Glasherstellungsverfahren in dem Zeitpunkt der Schaumbildung unterbrochen wird. Der gebildete Schaum wird gekühlt, in Formen gefüllt und von neuem erhitzt.
Die zweite Gruppe der in Betracht kommenden Herstellungsverfahren besteht darin., daß das noch nicht geläuterte und noch Reste von Na2SO4 enthaltende Glas mit desoxydierenden Massen, wie z. B. mit Kohlenstoff oder kohlenstoffhaltigen Stoffen, versetzt wird. Diese zugesetzten desoxydierenr den Massen haben einzig den Zweck, die Zersetzung von Na2SO4 zu, beschleunigen, dia sich Na2SO4 für sich erst bei höherer Temperatur zersetzt, als bei jener Temperatur, die zum Schäumen von Glas notwendig ist. Die Mischung wird in Formen von neuem erhitzt.
Der den beiden Gruppen dieser Herstellungsverfahren anhaftende Mangel besteht darin, daß das Schaumglas beim Kühlen zusammenfällt. Es gibt eine ganze Reihe von Verfahren, die sich mit dem Erhitzen und mit dem darauffolgenden Kühlen unter gleichzeitiger Steigerung oder Herabsetzung des Außendruckes befassen. Hi rdurch erhält man bei dem Kühlen einen verhältnismäßig höheren Innendruck, welcher ein Zusammenfallen der Blasen verhindert.
Das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung ■ beseitigt die bisherigen Herstellungsschwierigkeiten dadurch, daß man der Grundmasse der gemahlenen Silikate Stoffe, beispielsweise Calciunicarbonat, zusetzt, die beim Erhitzen mit fortschreitender Temperatur steigende Gasmengen abspalten. Diese Herstellung wird in geschlossenen Formen durchgeführt. Dadurch, wird erzielt, daß bei der höchsten Temperatur ein sehr starker Innendruck in den Glasblasen entsteht. Dieser Druck verhindert das Zusammenfallen
der Blasen beim Kühlen, oder mit anderen Worten, der Innendruck der abgespalteten Gase steigt nicht linear mit dem Ansteigen der Temperatur; sondern verstärkt sich in einem höheren Maße, als dem Anstieg der Temperatur entsprechen würde. Dies macht sich bei dem Kühlen dadurch bemerkbar, daß in den Blasen auch dann ein beträchtlicher Druck bestehen bleibt, wenn die Glastemperatür so herabgesunken ist, daß. sich das Glas; schon in festem Zustande befindet, so daß ein Zusammenfallen der Blasen unmöglich gemacht wird.
In dieser Weise kann man das Schaumglas erhalten, welches ein Raumgewicht von etwa 0,25 besitzt, ohne daß es nötig wäre, mehr CaCO3 als 30/Q der Grundmasse zuzusetzen.
Der Grundmasse (gemahlene Silicate) kann
man bis zu 400/0 Füllstoffe, z.B. Sand, Schlacke, Ton -u.dgl., in an sich bekannter Weise zusetzen. Diese Füllstoffe schmelzen nicht, ihre Aufgabe besteht darin, daß man eine beträchtliche Menge der viel kostspieligeren Grundmasse erspart. Im übrigen bleibt der Herstellungsvorgang unverändert. Vermischt man mit dem gasabspaltenden Zusatz weitere Stoffe, die aufeinander chemisch einwirken, und dabei beträchtliche Temperaturen entwickeln, z.B. FeO3 und Al, so steigt die Temperatur der Blasen beträchtlich gegenüber der Außentemperatur, wodurch die Blasenwände glasiger werden und das fertige Erzeugnis eine größere Festigkeit erhält.
Ausf uhrungs beispiele
I. Fein gemahlenem Glas wird 3 Gewichtsprozent Calciumcarbonat zugesetzt und die Masse in festgeschlossene Formen gefüllt. Die Form wird samt Inhalt auf etwa 8500C
erhitzt und dann langsam abgekühlt. Das gewonnene Schaumglas besitzt je nach der Zusammensetzung -des Glases ein Raumgewicht von 0,25 bis 0,35.
2. Gemahlenem Glase mischt man zuerst Gewichtsprozent von gewöhnlichem Sand bei, dann werden 4 0/0 Calciumcarbonat zugesetzt, ι kg der Mischung wird in feste Formen von den Ausmaßen eines gewöhnlichen Ziegels, 14 X 28 X 6,5 cm, gefüllt. Der erhaltene Baustein* besitzt ein Raumgewicht von etwa 0,39 und hat eine ziemlich hohe Festigkeit.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    ι. Verfahren zur Herstellung von Schaumglas, bei welchem gemahlenes Glas mit einem Zusatz von gasentwickelnden Stoffen erhitzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß Stoffe, z. B. Calciumcarbonat, verwendet werden, die schon bei der Temperatur, bei welcher das Glas bildsam wird, Gase abzuspalten beginnen und mit ansteigender Temperatur Gase in steigender Menge entwickeln, wobei das Erhitzen in fest geschlossenen Formen, erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Ausgangsglas ein Füllstoff zugesetzt wird, welcher nicht schmilzt, z. B. Sand, Schlacke, Ton usw. *
  3. 3. Verfahren nach Anspruch r und 2, dadurch gekennzeichnet, daß neben dem gasabspaltenden Zusatz noch weitere Stoffe zugesetzt werden, die aufeinander chemisch einwirken und dabei beträchtliche Temperaturen entwickeln, wie z. B. Fe2O3 und Al.
DEST56548D 1936-08-31 1937-08-26 Verfahren zur Herstellung von Schaumglas Expired DE669159C (de)

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BE (1) BE423368A (de)
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FR (1) FR826054A (de)
GB (1) GB490168A (de)

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DE891445C (de) * 1938-12-20 1953-09-28 Saint Gobain Verfahren zur Herstellung von Vielzellenglas

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GB490168A (en) 1938-08-10
BE423368A (de)
FR826054A (fr) 1938-03-22

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