DE66735C - Vorrichtung zum Härten von Stahl - Google Patents
Vorrichtung zum Härten von StahlInfo
- Publication number
- DE66735C DE66735C DENDAT66735D DE66735DA DE66735C DE 66735 C DE66735 C DE 66735C DE NDAT66735 D DENDAT66735 D DE NDAT66735D DE 66735D A DE66735D A DE 66735DA DE 66735 C DE66735 C DE 66735C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- chamber
- chambers
- box
- brine
- cooling liquid
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 title claims description 8
- 239000010959 steel Substances 0.000 title claims description 8
- 239000012267 brine Substances 0.000 claims description 8
- HPALAKNZSZLMCH-UHFFFAOYSA-M sodium;chloride;hydrate Chemical compound O.[Na+].[Cl-] HPALAKNZSZLMCH-UHFFFAOYSA-M 0.000 claims description 8
- 239000000110 cooling liquid Substances 0.000 claims description 5
- 238000005192 partition Methods 0.000 claims description 5
- 238000000034 method Methods 0.000 description 7
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 4
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 3
- 238000004891 communication Methods 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 239000011521 glass Substances 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
- C21D1/00—General methods or devices for heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering
- C21D1/62—Quenching devices
- C21D1/63—Quenching devices for bath quenching
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Thermal Sciences (AREA)
- Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Heat Treatment Of Articles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine neue Vorrichtung zum Härten von Stahl
und bezweckt in erster Linie, das Härten derart auszuführen, dafs der Stahl beim Abkühlen
vor schädlichen äufseren Einwirkungen bewahrt wird, so dafs er nicht brüchig wird oder sich
wirft. Aufserdem übertrifft der nach vorliegender Erfindung gehärtete Stahl in mancherlei
Beziehung den nach den bisher gebräuchlichen Verfahrungsweisen gehärteten Stahl.
Beim Härten empfiehlt es sich in manchen Fällen, das erhitzte Metall zunächst plötzlich
abzukühlen und die weitere Behandlung mit einem darauffolgenden allmäligen Abkühlen zu
vollenden. Zu diesem Zwecke hat man bisher den zu behandelnden Gegenstand vielfach zuerst
in ein mit Salzsoole gefülltes Gefäfs eingetaucht und ihn, nachdem er nach einiger
Zeit theilweise abgekühlt war, ganz wieder aus der Soole herausgenommen und in ein Oelbad
gelegt. Diese Behandlungsweise ist aber sehr unzweckmäfsig wegen der Unterbrechung, welche
der Vorgang, des Abkühlens dadurch erfährt, dafs der betreffende Gegenstand in der freien
Luft vom Soolbade nach dem Oelbade gebracht wird.
Nach der vorliegenden Erfindung werden die zu härtenden Gegenstände zunächst in
Soole und dann in OeI eingetaucht, ohne dafs der Vorgang des Abkühlens irgendwie unterbrochen
wird, und zwar geschieht dies unter Anwendung der in der Zeichnung dargestellten
Vorrichtung.
In Fig. ι ist das zur Aufnahme der Kühlflüssigkeit
bestimmte Bad in Perspectivansicht und in Fig. 2 ein Korb gezeigt, in welchem sich die zu härtenden Gegenstände während
des Abkühlens befinden, während Fig. 3 ein ähnliches Bad nebst Vorrichtungen veranschaulicht,
die auf selbstthätige Weise die Ueberführung des betreffenden Gegenstandes aus der
einen Flüssigkeit in die andere ermöglichen und dadurch den Vorgang des Härtens zu einem
fortlaufenden gestalten.
Der Kasten oder Behälter A ist durch eine Scheidewand D in zwei Kammern B und C
abgetheilt, welche, da die Scheidewand nicht bis zum Boden des Behälters reicht, unten in
freier Verbindung mit einander stehen. In diesen Kasten wird nun so viel Soole geschüttet,
bis das Niveau der eingeschütteten Flüssigkeit sich bis über die untere Kante der
Scheidewand erhebt, worauf man in eine der Kammern, beispielsweise in B, OeI eingiefst,
das infolge seines geringeren specifischen Gewichts oben auf der Soole bleibt. Man hat so
in der einen Kammer C nur Soole, während die andere Kammer B nur bis über den unteren
Rand von D mit Soole, im übrigen aber darüber hinaus bis zu einer gewissen Tiefe mit
dem auf der Soole schwimmenden OeIe gefüllt ist. In der Seitenwand der Kammer B
ist ein Glasfenster E angebracht, um die scharfe Scheidelinie zwischen der Soole und dem OeI
beobachten zu können.
Der in Fig. 2 in Sonderansicht verbildlichte Drahtkörb F zur Aufnahme der abzukühlenden
Gegenstände ist mit einem Handgriff -F1 versehen,
der in Fig. ι in zwei verschiedenen Stellungen im Bade gezeigt ist.
Die Anwendungsweise der Vorrichtung ist folgende: Der Drahtkorb F wird durch das in
der Kammer B befindliche OeI hinuntergelassen
und dann mittelst des Handgriffes F1 unter der
Scheidewand D hindurch in die Kammer C eingeführt. Die zu härtenden Gegenstände
läfst man alsdann durch die Soole hindurch in den Korb hineinfallen. Nachdem sie sich
darin eine Zeit lang abgekühlt haben, zieht man den Korb F wieder in die Kammer B
hinein und hebt ihn vom Boden ab in das über der Soole schwimmende OeI hinein, in
welchem man die im Korbe befindlichen Gegenstände so lange beläfst, bis der Vorgang
des Härtens vollendet ist.
Bei der in Fig. 3 veranschaulichten, abgeänderten Ausführungsform der Vorrichtung steht
der Behälter A auf Füfsen G, während die Einrichtung der Kammern B und C dieselbe ist,
wie vorher. Im Behälter A sind Führungsrollen iVi2 angebracht, über welche ein endloses
Drahtband oder ein Riemen H an den endlosen Ketten / so geführt wird, \dafs das
endlose Band zunächst von der Kammer C unter der Scheidewand D hindurch in die
Kammer ß gehtj wo es durch die Rollen i1
etwas nach oben in den mit OeI gefüllten Theil dieser Kammer gelangt. Hier treten die
Ketten wieder aus der Kammer B heraus, über Kettenräder /, von da über Rädchen i3, il
unter dem Behälter A hindurch und schliefslich über Ketten- oder Führungsräder J' wieder in
die Kammer G hinein. Die Kettenräder / erhalten ihren Antrieb auf beliebige geeignete
Weise, beispielsweise einen Riemscheibenantrieb L K. Das endlose Band H ist mit seitlichen
Schutzleisten H1 versehen, um die zu härtenden
Gegenstände auf dem Bande festzuhalten, während dasselbe die Kammern durchläuft.
Aufserdem sind die in Zwischenräumen angeordneten Querrippen H'2 vorgesehen, durch
welche eine ungehörige Verschiebung der Gegenstände in den Schräglagen des laufenden
Bandes verhindert wird. M ist ein unter dem Kasten A schräg angebrachtes Träufelbrett,
welches das beim Austreten des Bandes aus dem Behälter B abträufelnde OeI auffängt.
Durch diese Vorrichtung ist man in den Stand gesetzt, das Verfahren der Härtung in
einem zusammenhängenden Vorgang auszuführen, indem man die erhitzten Gegenstände
in dem Soolekasten C auf das endlose Band H setzt, so dafs sie zuerst durch die Soole geführt
und dann in einen geeigneten Behälter am Ende des Bades abgegeben werden. Je nach der veränderlichen Bewegungsgeschwindigkeit
des laufenden Bandes können die Gegenstände dem jeweiligen Bedarf entsprechend längere oder kürzere Zeit in der Kühlflüssigkeit
belassen werden. Statt der Soole und des Oeles können selbstredend auch andere geeignete
Flüssigkeiten als Bad bei Ausübung dieses Härteverfahrens angewendet werden. Ebenso läfst sich die constructive Ausführungsform der Vorrichtung innerhalb der Grenzen
der vorliegenden Erfindung leicht verschiedentlich ändern.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Vorrichtung zum Härten · von Stahl, welcher zuerst in Soole getaucht wird und dann aus dieser in OeI übergeführt wird, ohne dafs er dabei unmittelbar der Einwirkung der Luft ausgesetzt wird, gekennzeichnet durch einen Kasten (A), der eine nicht bis auf den Kastenboden hinabreichende Scheidewand (D) hat, wodurch der Kasten, in zwei Kammern (B C) zerlegt wird, welche unten mit einander communiciren, wobei die eine Kammer an der Vorderseite mit einer Schauöffnung versehen' sein kann, um die Scheidelinie zwischen der Soole und der zweiten Kühlflüssigkeit beobachten zu können.
- 2. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher ein durch beide Kammern laufendes endloses Band (H), welches durch die Verbindungsöffnung zwischen den beiden Kammern hindurchtritt, durch eine Kettenradeinrichtung angetrieben wird, so dafs das letztere gleichzeitig mit den darauf gelegten Stahlstücken aus der die schnellkühlende Flüssigkeit enthaltenden Kammer in die mit langsamer kühlender Flüssigkeit gefüllte Kammer tritt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE66735C true DE66735C (de) |
Family
ID=340426
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT66735D Expired - Lifetime DE66735C (de) | Vorrichtung zum Härten von Stahl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE66735C (de) |
-
0
- DE DENDAT66735D patent/DE66735C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0076871A1 (de) | Vorrichtung und Verfahren zur kontinuierlichen Fest-Flüssig-Extraktion | |
| DE2539422A1 (de) | Verfahren zum kuehlen heissgewalzter stangen, knueppel oder barren und kuehlsystem zur ausuebung des verfahrens | |
| DE66735C (de) | Vorrichtung zum Härten von Stahl | |
| DE2546897C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Färben eines endlosen, strangförmigen Textilgutes | |
| DE484821C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Ausfuettern von Metallrohren mit bituminoesem Sfoff | |
| DE553453C (de) | Vorrichtung zur selbsttaetigen Durchfuehrung der Entwicklung von photographischen Platten oder Filmen | |
| DE1922751A1 (de) | Vorrichtung und Verfahren zum Beschichten von Gegenstaenden mit fluessigen Beschichtungsmitteln | |
| DE557956C (de) | Verfahren zum Fixieren und Waessern photographischer Bilder, Filme u. dgl. | |
| DE679708C (de) | Paternosterartige Vorrichtung zum kontinuierlichen Extrahieren | |
| DE2143536A1 (de) | Vorrichtung zur Erzielung einer gleichmäßigen Abkühlung in einem Härtebad | |
| DE364784C (de) | Vorrichtung zum Gefrieren von Fischen u. dgl. | |
| DE19621701C2 (de) | Verfahren zum Pökeln von Fleischstücken in einer Pökellake, sowie Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE1114692B (de) | Vorrichtung zum Trocknen von Tee | |
| DE119737C (de) | ||
| DE465122C (de) | Vorrichtung zum Faerben von Mikroskopplaettchen oder anderen Gegenstaenden | |
| DE389462C (de) | Vorrichtung zum Auswalzen und Kneten von Margarine o. dgl. | |
| DE1532329C (de) | Belegungsvorrichtung zum Behandeln von Brezeln | |
| DE471103C (de) | Verfahren zum Cotonisieren von rohem Fasergut, wie Flachs und Hanf | |
| DE1965363B2 (de) | Entwicklungsapparat fuer fotopapier oder film mit mehreren tanks | |
| DE803531C (de) | Schwimm- und Sinkverfahren und -vorrichtung | |
| DE170442C (de) | ||
| DE516585C (de) | Entrindungstrommel | |
| DE698789C (de) | Mitnehmerfoerderer | |
| DE524320C (de) | Vorrichtung zum Impraegnieren, insbesondere von Zuendhoelzern | |
| DE511138C (de) | Gerbvorrichtung |