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Faltenlegevorrichtung für Gardinen, Vorhänge u. dgl. Gegenstand der
Erfindung ist eine Faltenlegevorrichtung für Gardinen, Vorhänge u. dgl. Bislang
war es wohl möglich, durch besondere Kennzeichen an dem Tragband der Gardine diese
oder andere Vorhänge in einer bestimmten Art von Falten aufzuhängen. Auch durch
eine bestimmte Anordnung von Ösen oder Haken wurde die Bildung dieser bestimmten
Faltenart an beliebigen Stellen und in beliebiger Zahl erreicht.
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Nicht jedöch war es nach dem Stand des bisher bekannten Verfahrens
möglich, verschiedene Faltenarten mit ein und derselben Aufhängevorrichtung und
Gardine zu erreichen. Diesen Nachteil beseitigt die vorliegende Erfindung, und zwar
besteht das Neue dem hisher Bekannten gegenüber darin, daß der Stoff selbst oder
das Tragband des Stoffes in den Knickstellen in beliebigem, aber gleich großem Abstand
voneinander angeordnete Aufhängeschlaufen hat und gleichzeitig Druckknopfober- und
-unterteile an diesen Knickstellen vorgesehen sind. Hierdurch wird erreicht, daß
i. die Bildung von verschiedenen Faltenarten in gleichen, aber beliebig großen Abständen
und Breiten möglich ist, 2. durch die Vorrichtung auch ein Faltenwurf erzielt werden
kann, der nach beiden Seiten des aufzuhängenden Vorhanges ein gutes Bild ergibt,
3. die Anordnung von Druckknöpfen es nicht notwendig macht, die Faltenbildung auf
erhöhtem Stand vor dein Fenster usw. vorzunehmen, sondern es ermöglicht, die Falten
zu ebener Erde zu bilden und die fertiggefaltete Gardine aufzuhängen, und 4. die
Falten leicht entfernt und ohne große Mühe wieder eingelegt werden können.
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Auf der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Faltenlegevorrichtung
in Gestalt von Tragbändern für Gardinen, Vorhänge o. dgl. dargestellt, und zwar
zeigt: Abb, i ein Gardinenringband in gestrecktem Zustand in Vorderansicht, Abb.
2 dasselbe nach der Faltung in Aufsicht, wobei zur Verdeutlichung der Darstellung
die Tragringe fortgelassen sind, Abb. 3 eine mit dem Ringband in Falten gelegte
und aufgehängte Gardine in Vorderansicht, Abb.4 eine andere Ausführung des Ringbandes
für Dekorationsüberwürfe, Faltblätter u. dgl. im gestreckten Zustand, Abb.5 ein
solches Einfaßband nach der Faltung in Aufsicht, Abb. 6 das Ringband nach der Abb.
i zur Ouetschfalte gelegt in Aufsicht.
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Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen ist a ein einfaches oder
doppelt gewebtes oder gefaltetes Band, das in bekannter Weise an eine Gardine b,
einen Vorhang o. dgl. angenäht wird und bei der Ausführungsform nach Abb. i bis
3 mit Schlaufen c zur lösbaren Befestigung von Tragringen d versehen ist. Auf der
nach oben liegenden Seite des Bandes nach Abb. i bis 3 sind in wechselnder Folge
unter jedem zweiten Tragring ein
Druckknopfoberteil e bzw. Druckknopfuhterteil
e' angenäht.
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Bei der Faltenlegung wird jeweils, wie
| Abb. z bis 3 zeigt, ein Druckknopfobertei...ifi |
| das nächstfolgende Unterteil eingedrückt." |
| bei kommen die beiden Schlaufen c mit |
| Tragringen d über den Druckknopfteilen |
| er-'- |
| r-'- |
den Knickstellen nebeneinander zu liegen, so daß sie gemeinsam auf die Stange f
geschoben werden können. Hierauf wird der neben der gebildeten Falte liegende Tragring
und dann erst der an der freien Knickstelle x der Falte befindliche Tragring auf
die Stange f geschoben, wodurch die so gebildete Falte festgelegt wird. Abb. 2 und
3 zeigen diese einfache Faltenbildung. Abb. 6 zeigt die Quetschfalte; bei ihr erfolgt
dieselbe Anordnung und Festlegung nach rechts und links. Die Kräuselung wird, wie
Abb.6 ebenfalls veranschaulicht, dadurch erreicht, daß man nach dem Zusammendrücken
des benachbarten Druckknopfes die drei Ringe der Reihe nach auf die Stange f schiebt.
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Bei dem doppelflügeligen Einfaßban.d nach Abb.4 für sogenannte Faltblätter,
Dekorationsüberwürfe u. dgl. sind auf beiden Seiten in wechselnder Folge und gleichem
Abstand an den Knickstellen gegeneinander versetzte Druckknopfober- und -unterteile
angenäht. Die Faltenbildung erfolgt mit diesem Band, wie Abb. 5 zeigt. Zum Aufhängen
kann jedes für den Zweck geeignete Aufhängemittel benutzt werden.
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Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele
beschränkt. So können die Druckknöpfe auch in anderem Abstand, als dargestellt,
zur Bildung von Falten, Quetschfalten und Kräuselung angebracht werden; sie können
in jeder beliebiger Breite, aber gleichem Abstand vorgesehen sein. Farbe und Breite
des Tragbandes sind beliebig und richten sich nach dem Stoff der aufzuhängenden
Gardine, des Vorhanges o. dgl. An Stelle der Tragringe können auch Haken, Klammern
o: dgl. als Aufhängeglieder an den. Knickstellen des Bandes vorgesehen sein, wobei
deren Befestigung am Band nicht unbedingt durch angewehte Schlaufen c zu erfolgen
braucht.
| "@, Aus den kleinen gleichen Breiten und Ab- |
| @@änden ergeben sich vielseitige Verwendungs- |
| '.'riiöglichkeiten. So ermöglicht es der Erfin- |
dungsgegenstand, leicht Kräuselung, Falte und Quetschfalte zu bilden, wobei man
gleichzeitig die Gewähr für einen stets gleichbleibenden und bis zu den äußeren
freien Enden der Gardine oder des Vorhanges gleichmäßig durchlaufenden Faltenwurf
hat, weil die Gardine o. dgl. an den Knickstellen gemeinsam von Ringen oder für
den jeweiligen Zweck geeigneten Aufhängemitteln getragen wird.
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Wesentlich für die Erfindung ist, daß zur Bildung von Falten, Quetschfalten
und Kräuselungen an Gardinen, Vorhängen, Faltblättern, Dekorationsüberwürfen u.
dgl. in kleinen festliegenden Breiten und Abständen Druckknöpfe und Schlaufen mit
Ringen, Klammern o. dgl. in den Knickstellen der Gardine zur Erzielung eines geordneten,
immer wieder leicht zu erneuernden Faltenwurfes angebracht sind.