DE665116C - Verfahren zur Herstellung von Leder - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Leder

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DE665116C
DE665116C DEB172059D DEB0172059D DE665116C DE 665116 C DE665116 C DE 665116C DE B172059 D DEB172059 D DE B172059D DE B0172059 D DEB0172059 D DE B0172059D DE 665116 C DE665116 C DE 665116C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B1/00Manufacture of leather; Machines or devices therefor
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B2700/00Mechanical treatment or processing of skins, hides or leather in general; Pelt-shearing machines; Making driving belts; Machines for splitting intestines
    • C14B2700/28Processes or apparatus for the mechanical treatment of hides or leather not provided for in groups C14B2700/01 - C14B2700/27

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Leder Versuche, außer der tierischen Haut auch andere Membranen zur Herstellung von Leder zu verwenden, haben bis jetzt zu keinem befriedigenden Ergebnis geführt. Es ist zwar bekannt, Därme zu gerben, auch wurde der Pansen oder Wanst der Wiederkäuer zuLeder verarbeitet. Gerade bei letzterem haben sich wohl einige der Mägen zur Herstellung von Zierleder geeignet, während andererseits die aus dem größten Teil des Pansens, nämlich des Rumens, gewonnenen Leder die Eigenschaft aufweisen, daß sie Unebenheiten, sog. Zotten, haben, so daß sie in diesem Zustand für gewerbliche Zwecke in größerem Umfangt: nicht verwertbar waren. Die vorliegende Erfindung zeigt nun, däß es gelungen ist, ein marktfähiges Leder aus dem Pansen zu erhalten, was dadurch gelöst wurde, daß der Pansen einmal gegerbt, dann sofort aufgetrocknet, also nicht gefettet, und alsdann die sich auf der Hornstoffschicht befindlichen Unebenheiten abgeschliffen, worauf der jetzt glatte Stoff in warmem Wasser wieder aufgeweicht und dann gefettet wird. Andererseits kann man aber auch den Pansen vor der Gerbung, nachdem er von den Außenmuskel-und Schleimhäuten gereinigt ist, auftrocknen und dann ,abschleifen. Dies ist immer bei Chrom- und Fettgerbung notwendig. Das so erhaltene Leder kann in üblicher Weise gefärbt, lackiert und gepreßt werden. Zur Entfernung der Zotten wird man am besten rotierende Bürsten und Schmirgelscheiben verwenden. Zum Zwecke der Trocknung spannt man den gegerbten Pansen in nassem Zustand vorteilhaft in einen Rahmen ein.
  • Eine Ausführung des Verfahrens ergibt sich aus folgender Darstellung.
  • Der Pansen wird gut gewaschen und wird dann, wie üblich, geäscher t. Dadurch wird ein leichtes Entfernen der Außenmuskel- und Schleimhäute ermöglicht, mit denen die eigentliche Hautfaserschicht des Pansens behaftet ist. Das Entfernen obiger Außen: muskel- und Schleimhäute erfolgt durch Abschaben von dem Pansen, wobei eine gewisse Vorsieht nötig ist, denn die Hautfaserschicht des letzteren soll möglichst unbeschädigt bleiben. Die jetzt erhaltene Blöße wird dann gut ausgewaschen. Dann verfährt man nach vorheriger Beize wie beim Gerben einer Haut oder eines Felles. Es können dabei alle üblichen Gerbverfahren angewendet werden. Und zwar verfährt man bei vegetabilisch oder vegetabilisch kombiniert mit synthetischen Gerbstoffen gegerbten Ledern in der Weise, daß die zu Leder gewordene Pansenwand vorerst nicht gefettet, sondern vielmehr in nassem Zustand in einem Rahmen gut ausgespannt und getrocknet wird. Dabei sind die auf der Narben- oder Hornstofschicht sich befindlichen Zotten ,ganz spröde geworden und lassen sich leicht entfernen, wobei einige Vorsicht zu üben ist, damit die Hornstoffsebicht möglichst wenig beschädigt wird. Nach diesem Vorgang wird der so erzeugte Stoff, der nun völlig. glatte Oberfläche zeigt, in warmem Wasser wiedererweicht, sodann gefettet und getrocknet. Verwendet man jedoch zur Gerbung Chromsalze oder Fette, so müssen die Pansen nach erfolgter Äscherung_. gut ausgewaschen, in einem Rahmen aitfg,6@ spannt und getrocknet werden. Es erfolgfi-@ dann die Abschleifung der Unebenheiten (Zotten) im Rahmen. @ Erst dann wird die getrocknete Blöße in warmem Wasser wieder erweicht und kann dann in üblicher Weise mit Chromsalzen oder Fetten gegerbt -werden. Zum Abschleifen der Unebenheiten .(Zotten) verwendet man vorteilhaft rotierende Bürsten und Schmirgelscheiben, die in üblicher Weise, z. B. mittels Elektromotors mit biegsamer Welle, angetrieben werden.
  • Das auf diese Weise gewonnene Leder kann nun in der üblichen Weise gefärbt, mit verschiedenen Narbenarten gepreßt oder auch lackiert werden. Das Leder eignet sich dann wegen seiner besonderen Reißfestigkeit nicht nur für Portefeuille, Gürtel- -und Futterleder, sondern auch für Möbel- und Schuhleder.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Leder mit glatter Oberfläche aus geäschertem C@d gegebenenfalls gegerbtem Pansen öder Wanst von Wiederkäuern, das gegebenenfalls mit einem künstlichen Narben versehen werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß das Leder nach der Gerbung in ausgespanntem Zustand aufgetrocknet, dann in bekannter Weise mit rotierenden Bürsten oder Schmirgelscheiben zur Entfernung der anhaftenden Unregelmäßigkeiten (Zotten) behandelt und fertig zugerichtet -wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Leder, das mit Chromsalzen oder mit Fetten gegerbt werden soll, vor der Gerbung in ausgespanntem Zustand aufgetrocknet -wird, worauf ebenfalls vor der Gerbung die Unregelmäßigkeiten (Zotten) entfernt werden.
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