DE665060C - Vorrichtung zur Gewinnung von Wasser - Google Patents

Vorrichtung zur Gewinnung von Wasser

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DE665060C
DE665060C DES124472D DES0124472D DE665060C DE 665060 C DE665060 C DE 665060C DE S124472 D DES124472 D DE S124472D DE S0124472 D DES0124472 D DE S0124472D DE 665060 C DE665060 C DE 665060C
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cooling
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B5/00Water

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Devices That Are Associated With Refrigeration Equipment (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Gewinnung von Wasser Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Gewinnung von Wasser in wüstenartigen und anderen trockenen, heißen, an Wasserläufen und -quellen armen Gegenden aus der atmosphärischen Luft.
  • Die Erfindung benutzt zu diesem Zweck eine Kältemaschine mit wassergekühltem Kondensator, über deren Verdampfer atmosphärische Luft geleitet wird, so daß sich die Luftfeuchtigkeit als Wasser niederschlägt. Kältemaschinen dieser Art sind bisher in sogenannten Klimatisierungsanlagen verwandt «-orden, bei denen die Luft über den Verdampfer der Kältemaschine geleitet wird, um die atmosphärischen Verhältnisse in einem Raum für den Aufenthalt günstig zu gestalten. Das sich hierbei aus der Luft niederschlagende Wasser ist aber ein Abfallprodukt und wird in eine Abwasserleitung laufen gelassen.
  • Zu der Vollführung des Erfindungszweckes, in tropischen wasserarmen Gegenden aus der Luft Wasser für den menschlichen Bedarf zu gewinnen, sind die bekannten Kältemaschineu gänzlich ungeeignet, weil sie zur Kühlung des Kondensators der Kältemaschine große Wassermengen benötigen, falls die Anlagen eine nennenswerte Leistung aufweisen sollen.
  • Derartige Wassermengen stehen aber dort, wo die Vorrichtung nach der Erfindung laufen soll, nicht zur Verfügung, und die für den menschlichen Bedarf notwendige Wassermenge soll ja erst durch die Vorrichtung aus der Luft gewonnen werden.
  • Gemäß der Erfindung läuft das Kühlwasser für den Kondensator in geschlossenem Kreislauf um und wird hierbei von derjenigen Luft rückgekühlt, welche über den Verdampfer der Kältemaschine laufen gelassen worden ist, dort ihres Wassergehaltes entledigt wurde und demgemäß eine niedrige Temperatur hat. Die Ausnutzung dieser Luft zur Rückkühlung des Kondensatorkühlwassers ist trotz der dadurch eintretenden Temperaturerhöhung der Luft zulässig, da ja im Falle der Erfindung die Luft ein Abfallprodukt ist und es nur auf die Wassergewinnung ankommt. Hierbei kann eine außerordentliche Steigerung der Leistungsfähigkeit noch dadurch erzielt werden, daß das Kondensatorkühlwasser, bevor.' es in dem von der gekühlten Luft beaufschl,-.. teil Wärmeaustauscher dickgekühlt wird,-v£ einem Wärrneaustauscher vorgekühlt wirc1";,_ welcher von unbehandelter Autlenluft bearifschlagt wird.
  • Die bekannten Kältemaschinen benötigen fernerhin Wasser zum Kühlen des Verdichterniantels, falls ihre Leistungsfähigkeit einen gewissen Wert überschreitet. Auch dieses Kühlwasser steht in tropischen Gegenden nicht zur Verfügung. Die erfindungsgemäß vorgesehene doppelte Rückkühlung des Wassers, einmal durch unbehandelte, einreal durch gekühlte Außenluft, ernlögliclit es, irr den Kühlwasserkreislauf außer den Kondensator auch noch den Verdichterniantel einzubeziehen, so daß auch in dieser Beziehung die Vorrichtung zum Betrieb in wasserarmen tropischen Gegenden geeignet wird.
  • Bei der Vorrichtung nach der Erfindung bestehen auch keine Schwierigkeiten hinsichtlich der Kühlung eines Brennkraftinotors zulll Antrieb des Verdichters der Kältemaschine in einer heißen Umgebung. Wenn es sich um einen luftgekühlten Motor handelt, so können dessen Zylinder in dem Luftstrom liegen, der vorher den Verdampfer der 1.LillteiliaSCllilie und den Rückkühler für das Kondensatorkiihlwasser beaufschlagt hat. Soll hingegen ein wassergekühlter Motor Verwendung finden, so können dessen Kühlräume in den Kreislaut des Kiihlwasserstronies für den Kondensator und gegebenenfalls für den Verdichter einbezogen werden.
  • 1n der Zeichnung ist ein 11tisfülirtnigsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt. Das Gehäuse i ist durch die Zwischenwände z in zwei Räume 3 und z1. unterteilt, durch welche die atmosphärische Luft mittels der Gebläse 5 und 6 hindurchgetriebeil wird.
  • Die Kältemaschine besteht aus dein Verdichter 8, dein Kondensator i o und dein ini Rat n 3 liegenden Verdauipfer 9, durch welche das Kühlmittel in üblicher Weise' nacheinander hindurchläuft. Bei der Verdampfung unterliegt das Kühlinitlel einem starkeil Temperaturabfall, so daß sich die Feuchtigkeit, welche in dein vorn Gebläse 6 gelieferten Luftstrom vorhanden ist, bei Berührung mit den kalten Verdanipferwänden niederschlägt und in fliissigeni Zristancle arri Boden des Raumes 3 saillnielt, von wo sie in (nicht dargestellte) Behälter abgelassen wird. Das Kühlwasser für den Kondensator io läuft im geschlossenen Kreislauf um. Es tritt aus den Kühlschlangen des Kondensators durch das Rohr 15 in den Verdichterniautel i i und aus dieseln in den Rückkühler 7 übel-, der im Raum .4 hinter dem Gebläse 5 angeordnet ist. Das Wasser unterliegt dort nur einer ersten @jAbkühlung; es teilt sich dann in zwei Ströme, wehe die Rückkühler i- und 13 durch-@tz'',t'len, die im Raum 3 liegen und daher von i 'Luftstrom, der vom Verdampfer g bereits abgekühlt ist, beaufschlagt werden und so eine weitere Riicldrühfung des Kühlwassers bewirken. Die kalten Wasserströme vereinigen sich in der Leitung i-,1 und treten dann wieder in die Kühlschlangen des Kondensators io ein.
  • Das Kühlwasser für den Verdichter und den Kondensator wird also in zwei Stufen rückgekühlt, wobei in der ersten Stufe unbehandelte Außenluft und in der zweiten Stufe die vorher voni Verdampfer der Kältemaschine abgekühlte Luft als Rückkühlmittel verwandt werden. Man nutzt so die Verdampfungskälte nicht nur zum Niederschlag der Feuchtigkeit, sondern auch zur Erhöhung des Temperaturgefälles im Wärmekreislauf aus. Dank dieser Mahlnahmen werden die Abmessungen der Vorrichtung sehr klein, so daß sie leicht auf einem Fahrzeug aufgebaut, bei Märschen mitgeführt und während dieser laufen gelassen werden kann. Die Vorrichtung eignet sich daher insbesondere für Karawanen und Truppen, die in Wüstengegenden unterwegs sind, und wird -immer wenigstens den nötigsten Wasserbedarf liefern.
  • 1n den Kreislauf des Kühlwassers können auch die Kühlwasserräuine eines zum Antrieb des Verdichters 8 der Kältemaschine dienenden Wärmemotors eingeschaltet werden. Wird beispielsweise die Vorrichtung nach der Erfindung auf einem Lastkraftwagen aufgebaut und ihr Verdichter-8 von dem Antriebsmotor des Wagens in Bewegung gesetzt, so ist eine wirksame Kühlung dieses Motors deswegen von großer Bedeutung, weil die Kältemaschine ja hauptsächlich bei stehendem Fahrzeug wird laufen müssen, wo die Kühlung des Motors durch den Fahrwind fortfällt.
  • Bei Verwendung eines luftgekühlten Motors zum Verdichterantrieb können dessen zweckmäßig mit Kühlrippen verseheneil Zylinder von dem Luftstrom gekühlt werden, welcher vorher vom Verdampfer 9 der Kältemaschine gekühlt worden ist und den Raum 3 durchströmt hat.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜC1rF: i. Vorrichtung zur Gewinnung von Wasser in heißen und trockenen Gegenden, bestellend aus einer Kältemaschine, über deren Verdampfer atmosphärische Luft geleitet und deren Kondensator mit Wasser gekühlt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Rückkühler (1z, 13) für das in geschlossenem Kreislauf strömende Kühlwasser des Kondensators (io) der Kältemaschine im Strom der vom Wasser befreiten Luft liegt. Vorrichtung nach Anspruch i, da-.' durch gekennzeichnet, daß dem von der'.'. abgekühlten Luft bestrichenen Rückküliler..=...: (12, 13) ein unmittelbar von der Außenluft bestrichener Rückkühler (7) ebenfalls für das Kondensatorkühlwasser vorgeschaltet ist. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdampfer (9) und der zweite Rückkühler (i2, 13) einerseits und der erste Rückkühler (7) andererseits in getrennten Räumen (3,4) liegen, und daß durch jeden dieser Räume mittels je eines Gebläses (5, 6) je ein Luftstrom unterhalten wird. 4. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Kühlwasser nach Verlassen des Kondensators (io) durch den Kühlmantel (i i) des Verdichters (8) hindurchläuft. 5. Vorrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Kühlwasserstrom die Kühlräume des zum Verdichterantrieb dienenden Brennkraftmotors liegen. 6. Vorrichtung nach Anspruch i bis 4, dadui#ch gekennzeichnet, daß in dem Luftstrom, der vorher den Verdampfer (9) der Kältemaschine und den Rückkühler (i2, 13) für das Kondensatorkühlwasser beaufschlagt hat, die Zylinder des zum Verdichterantrieb dienenden Brennkraftmotors liegen.
DES124472D 1936-04-14 1936-10-08 Vorrichtung zur Gewinnung von Wasser Expired DE665060C (de)

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IT665060X 1936-04-14

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ID=11298516

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DE (1) DE665060C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1258358B (de) * 1960-08-31 1968-01-04 American Mach & Foundry Vorrichtung zur Gewinnung von Suesswasser aus Seewasser durch die Waerme und Kaelte eines Kuehlmittelkreislaufes
EP0019805A1 (de) * 1979-05-15 1980-12-10 Mitsubishi Denki Kabushiki Kaisha Apparat zur Gewinnung von Wasser
EP0025342A1 (de) * 1979-09-03 1981-03-18 Mitsubishi Denki Kabushiki Kaisha Apparat zur Gewinnung von Wasser aus der Umgebungsluft

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DE1258358B (de) * 1960-08-31 1968-01-04 American Mach & Foundry Vorrichtung zur Gewinnung von Suesswasser aus Seewasser durch die Waerme und Kaelte eines Kuehlmittelkreislaufes
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