DE66394C - Befestigung künstlicher Gebisse - Google Patents

Befestigung künstlicher Gebisse

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DE66394C
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DENDAT66394D
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W. H. MARSHALL, Zahnarzt, in Oxford, Lafayette, Mississippi, V. St. A
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C13/00Dental prostheses; Making same
    • A61C13/225Fastening prostheses in the mouth

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Dentistry (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Dental Prosthetics (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
.Befestigung künstlicher Gebisse.
, Zum Befestigen künstlicher Zähne im Munde gebraucht man häufig zellenartig ausgehöhlte Platten, die jedoch im unteren Kiefer nicht wohl verwendbar sind und namentlich die Verdeckung der Zungenfläche mittelst Platten bedingen. Auch bieten diese Platten noch andere Nachtheile: deren Federklammern, welche die benachbarten gesunden Zähne umfassen und sich auf denselben hin und her verschieben, nutzen diese allmälig ab und erschüttern dieselben in den Zahnhöhlen. In dieser Weise werden gesunde Zähne durch die Nachbarschaft der künstlichen beschädigt, was zur Folge hat, dafs sie letztere nicht mehr zuverlässig festhalten.
An den Wurzeln bezw. Zahnstümpfen werden zudem Verbindungs- und Einfassungsstucke befestigt, wozu meistens zwei oder mehr Stümpfe in jedem Kiefer mit einander vereinigt werden müssen. Oder es werden die vorhandenen natürlichen Zähne mit Kappen oder Kronen zur Aufnahme von Ringen oder Metallstreifen behufs Verbindung mit den einzusetzenden falschen Zähnen versehen. Jedoch auch diese Verbindungsweise ist nachtheilig, indem der Druck, dem die. Zähne dadurch ausgesetzt werden, das Zahnfleisch bezw. die Mundorgane in einem Grade ermüdet und reizt, der den Apparat für den Träger höchst unbequem macht. Auch ist derselbe keineswegs dauerhaft, da nach einiger Zeit die Stützen abgenutzt und zerstört werden.
Diesen Uebelständen wird durch die vorliegende Erfindung abgeholfen, zu deren besserem Verständnifs eine Zeichnung beiliegt.
Auf dieser ist:
Fig. ι eine Draufsicht des unteren Kiefers, in dem Zähne nach dem neuen Verfahren eingesetzt bezw. befestigt sind.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht des unteren Gebisses, theilweise im Längsschnitt nach Linie v~v, Fig. i. .
Fig. 3 ist ein Querschnitt nach Linie· v-v, Fig. ι, in. gröfserem Mafsstabe.
Fig. 4 ist ein Schaubild eines zur Aufnahme; eines künstlichen Gebisses , bestimmten , mit. einem einzigen verkappten Zahn versehenen Unterkiefers.
Fig. 5. ist ein Schaubild eines vom Kiefer entfernten Gebisses.
Fig. 6 veranschaulicht die Lage zweier verkappter Zähne des oberen Kiefers; die Zähne erblickt man hier im Querschnitt.
Um das neue Befestigungsverfahren anwenden zu können, ist unbedingt nothwendig, dafs in dem Kiefer, welcher mit einem künstlichen Gebifs versehen werden soll, mindestens ein gesunder Zahn bezw. eine Zahnwurzel vorhanden sei. Diesen behandelt man zunächst in der üblichen Weise, indem man ihn, wie gewöhnlich, mit einem Ring 1 aus Gold oder anderem passenden Material versieht. Dieser Ring mufs im Querschnitt die entsprechende (ovale) Gestalt besitzen; jedenfalls ist es nicht zweckmäfsig, dafs derselbe kreisrund ist, da er sich sonst drehstiftartig auf dem Zahn verschieben könnte, was auch eine entsprechende Verschiebung des künstlichen Gebisses zur Folge haben würde.
Bei χ ist dieser Ring mit der erforderlichen
Kaufläche versehen. Zweckmäfsig ist der Ring in seiner ganzen Länge von gleichem Durchmesser, d. h. mit cylindrischen Wandungen versehen. Auf denselben wird ein ringförmiger Metallstreifen 2 recht genau aufgepafst, so dafs keine seitliche Verstellung der beiden Stücke zu einander stattfinden kann. Dieser Metallstreifen wird an einer Platte 3 befestigt, die genau auf den Rand der Zahnhöhlung pafst. Dieselbe darf sich jedoch nicht zu weit auf der Zungenfläche erstrecken.
Platte 3 trägt nun die erforderliche Anzahl künstlicher Zähne, die in Bezug auf einander bereits zuvor die richtige Stellung erhalten haben.
Die Platte 3 kann aus Metall, Gummi oder anderem Stoff hergestellt werden. Die Befestigungsweise des Streifens 2 bezw. mehrerer solcher Streifen ist beliebig; er kann z. B. in das Gummistück 4 eingebettet oder sonstwie an demselben befestigt werden. In dieser Weise wird die Unterlage für das künstliche Gebifs hergestellt.
Der oder die Streifen 2 können sich zwar nach Bedarf aufwärts erstrecken, um den Zahnringen je nach Umständen ein breiteres oder schmäleres Lager zu bieten; jedoch dürfen diese Streifen in keinem Falle das Zahnfleisch an dessen Verbindungsstelle mit einer natürlichen Zahnkrone berühren.
Dabei ist es zweckmäfsig, die Platte 3 mit einem Ausschnitt zu versehen, damit an diesem Punkt das Zahnfleisch überhaupt keinem Druck ausgesetzt ist.
Aus dem Vorstehenden erhellt, dafs, wenn das nach vorliegender Erfindung zusammengestellte Gebifs in den Mund eingesetzt ist, der Druck sich über eine verhältnifsmäfsig bedeutende Fläche des Zahnfleisches vertheilt. Infolge dessen fällt auch beim Kauen eine Zug- und Zerrwirkung der übrig bleibenden gesunden Zähne vollständig fort, worunter bisher die Kranken infolge des Seitendruckes sehr zu leiden .hatten.
Auch das Zahnfleisch und der Hals jedes einzelnen Zahnes sind von jeglichem Druck entlastet, so dafs thatsächlich das hiernach gebildete künstliche Gebifs zugleich dazu beiträgt, die noch vorhandenen natürlichen Zähne ohne Zerrung in ihrer normalen, für den Kranken bequemen Lage zu erhalten.
Da die Ringwandungen cylindrisch sind, so können die Streifen sich auf denselben so weit verstellen, als nothwendig, um dem falschen Gebifs zu gestatten, dem Druck des Zahnfleisches nachzugeben, ohne dafs die gesunden Zahnkronen darunter leiden.
Hierdurch kommen also die natürlichen Arbeiten sämmtlicher Mundtheile beim Kauen u. s. w. zur vollen Geltung; der lästige Druck, durch den das Zahnfleisch bis zur Entzündung gereizt werden kann, ist gänzlich vermieden, und das eingesetzte künstliche Gebifs ist dabei vollkommen fest, ohne das Bestreben zu äufsern, die vorhandenen Wurzeln tiefer in ihre Höhlungen hineinzupressen.
In dem Falle, wo zwei oder mehr natürliche Zähne zur Befestigung des künstlichen Gebisses mit Ringen versehen sind, empfiehlt es sich, dafür Sorge zu tragen, dafs die Achse des einen Ringes zu der des anderen so genau als möglich parallel steht.
Nur bei den oberen Zähnen trifft dies nicht zu, denn hier ist es besser, wenn bei Vorhandensein nur einer gesunden Zahnkrone der Ring an dieser etwas kegelförmig gestaltet ist, und wenn mehrere vorhanden sind, die betreffenden Ringe nach dem unteren Ende zu ganz wenig nach aufsen gerichtet sind, also gegen einander etwas divergiren (Fig. 6 links).
Beim Einsetzen mufs in diesem Falle das elastische Gebifs ein wenig aus einander gebogen werden; es befindet sich dann auf seinem Sitz ohne Spannung und wird durch die schräg gegen einander verstellten Ringe an den Zahnkronen festgehalten. Das Gebifs hängt also gewissermafsen an denselben.
Bei den Ringen im Unterkiefer ist eine Divergenz derselben nach aufsen nicht nöthig, weil infolge der Schwerkraft das Gebifs sich beständig auf den Kiefer legt.
Zum Schlufs sei bemerkt, dafs sich Erfinder in Bezug auf die Gestalt des Ringes und des dazu gehörigen Streifens auf das in der Zeichnung dargestellte Beispiel nicht beschränkt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Befestigung künstlicher Gebisse, dadurch gekennzeichnet, dafs an einem oder mehreren noch vorhandenen gesunden Zähnen oder Zahnstümpfen unter sich parallelwandige (cylindrische) Metallringe 1 von ovalem Querschnitt befestigt werden, um welche sich mit Futterring 2 versehene Aussparungen des Gebisses legen, wobei sich dieselben in geringen Grenzen auf und nieder verschieben können.
2. Die Befestigung künstlicher Gebisse der im Anspruch 1. gekennzeichneten Art für den Oberkiefer in der Weise abgeändert, dafs die Ringe an den natürlichen Zahnkronen nach aufsen divergiren, so dafs das Gebifs über diese Ringe federnd hinübergeschoben werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT66394D Befestigung künstlicher Gebisse Expired - Lifetime DE66394C (de)

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