DE663245C - Lager mit aus Scheiben gebildetem Lagerkoerper - Google Patents
Lager mit aus Scheiben gebildetem LagerkoerperInfo
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- DE663245C DE663245C DES116692D DES0116692D DE663245C DE 663245 C DE663245 C DE 663245C DE S116692 D DES116692 D DE S116692D DE S0116692 D DES0116692 D DE S0116692D DE 663245 C DE663245 C DE 663245C
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16C—SHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
- F16C33/00—Parts of bearings; Special methods for making bearings or parts thereof
- F16C33/02—Parts of sliding-contact bearings
- F16C33/04—Brasses; Bushes; Linings
- F16C33/26—Brasses; Bushes; Linings made from wire coils; made from a number of discs, rings, rods, or other members
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Sliding-Contact Bearings (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AIH
3. AUGUST 1938
3. AUGUST 1938
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 47 b GRUPPE
S 116692 XIl^b
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Januar 1935 ab
Die Erfindung betrifft die Verbesserung von Lagern, dejen Lagerkörper aus geschieh·*
tetem oder gewickeltem Lagermaterial hergestellt ist. Bei den bekannten Ausführungen
dieser Art sind zwischen den einzelnen Lagerscheiben verhältnismäßig dicke mit Durchtrittskanälen
für das Schmiermittel versehene Zwischenkörper eingelegt, welche jedoch den Nachteil haben, daß die tragende Lagerfläche
hierdurch stark verkleinert wird oder daß das gesamte Lager entsprechend breiter ausgeführt
werden muß. In anderen Fällen dagegen, bei denen die Lagerschale aus schraubenförmig
gewickeltem Material besteht, lie-
!5 gen die Windungen unmittelbar aneinander,
so daß das Schmiermittel durch die so gebildete zylindrische Wandung überhaupt nicht
hindurchtreten kann. Im folgenden wird nun ein Lager mit aus solchem scheibenförmigem
Material gebildetem Lagerkörper gezeigt, bei dem diese Übelstände beseitigt sind.
Gemäß der Erfindung ist das Lager so ausgebildet, daß zwischen den aneinandergepreßten
Scheiben, beispielsweise durch Anordnung
von zweckmäßig radialen Vertiefungen (Rillen), kapillarartige Kanäle geschaffen sind,
die in an sich bekannter Weise das Schmiermittel aus dem die Scheiben umgebenden
Schmiermittelbehälter zur Lagerstelle befördem. Um eine besonders gute Zuführung des
» Schmiermittels zu der Lagerstelle zu erreichen, können ferner auch die Vertiefungen
mit einem Saugstoff gefüllt sein. Die zusammengepreßten Scheiben sind dabei zweckmäßig
durch ein übergeschobenes Rohr zusammengehalten,' daß es vorteilhaft an den beiden Enden nach innen umgebördelt wird.
Ein derartiges Lager ist insbesondere für solche Maschinen geeignet, bei denen die Lagerstellen
einerseits schwerer zugänglich sind und die, wie insbesondere Haushaltsmaschinen,
gewöhnlich von Nichtfachleuten benutzt werden, die auf rechtzeitige Schmierung der
Lager nicht achten. Bei dem Lager gemäß der Erfindung wird das Schmiermittel auch
nach langer Laufdauer sicher und zuverlässig der Welle zugeführt, so daß es erst nach längerer
Zeit nachgesehen werden braucht.
In den Fig. 1 und 2 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung im Längs- und Quer-
schnitt dargestellt. 1 sind eine Anzahl von Scheiben, die aus einem aus Lagermaterial
bestehenden Blech herausgestanzt sind und eine Bohrung für die von dem Lager zu tragende
Welle besitzen. Jede Scheibe 1 besteht aus einem etwa quadratischen ausgestanzten
Blechstück, dessen Kanten abgerundet sind und das in der Mitte eine kreisförmige Bohrung
2 besitzt. Zwischen je zwei Scheiben ist eine Einlage 3 von saugfähigem Stoff, z. B.
Löschpapier o. dgl., vorgesehen. Über die Scheibe ist ein Rohrstück 4 geschoben, dessen
beide Endstücke 5 und 6 nach innen zu über die erste und letzte der zusammengepreßten
Scheiben 1 umgebördelt sind. 7 ist eine in dem Rohrstück 4 vorgesehene Bohrung, die
zum Einguß des Schmiermittels dient. Das Rohrstück 4 ist nun in ein Lagerauge 8 eingeschoben
und daran mittels der beiden Sprengringe bzw. -scheiben 9 und 10 festgehalten.
Durch die im Lagerauge vorgesehene Bohrung 11 und die Bohrung 7 kann Schmierflüssigkeit
in die zwischen den Scheiben 1 und dem Rohrstück 4 vorhandenen segmentartigen
Hohlräume 12, 13, 14, 15, die durch nicht besonders
dargestellte Kanäle zweckmäßig miteinander verbunden sind, eingefüllt werden.
Gegebenenfalls können diese Hohlräume mit S saugfähigem Material, z. B. Löschpapier,
Wolle u. dgl., ausgefüllt sein. Aus diesem Hohlraum tritt nun das Schmiermittel infolge
der Saugwirkung der Einlagen 3 durch die zwischen den Scheiben 1 vorhandenen engen
ο Zwischenräume hindurch und wird so ständig den Lagerstellen in hinreichender Weise zugeführt,
wodurch ein über die ganze Lagerbreite gleichmäßig verteilter Ölfilm entsteht. In den Fig. 3 und 4 ist nun ein Lager im
Längs- und Querschnitt dargestellt, bei dem die Lagerseheiben unmittelbar aufeinanderliegen
und an der Oberfläche mit radialen, wie Kapillarröhrchen wirkenden Vertiefungen
versehen sind. 21 sind wieder die ausgestanzj
ten Lagerscheiben, die durch ein darübergeschobenes Rohr 22 zusammengehalten sind,
das an den Enden umgebördelt ist. Die Lagerscheiben sind hier mit feinen radialen Vertiefungen 23 versehen, die wie Kapillarröhrchen
wirken und das Schmiermittel aus den segmentartigen Hohlräumen 24, 25,26 und 27
den Lagerstellen zuführen können. Die Anfangs- und Endscheiben des Lagers- sind, wie
Fig. 4 zeigt, dabei vorteilhaft mit Bohrungen 28 und 29 versehen, und die Bohrungen sind
mit saugfähigem Material 30, z. B. einem Baumwollgewebe, ausgefüllt, um an diesen
Stellen für eine besonders starke Schmierung der Lagerflächen zu sorgen. Die Anfangs- und
Endscheiben sind hierbei vorteilhaft aus besonders ■ zur Aufnahme von Axialdrücken
geeigneten Stoffen hergestellt bzw. ist auf diese Scheiben ein solches hochwertiges Material,
z. B. durch Walzen, Aufschweißen, Auflösen o. dgl., aufgebracht.
Anstatt durch ein übergezogenes Rohr können die Lagerscheiben auch durch Querstücke,
z. B. Bolzen, Rohrniete o. dgl., zusammengehalten sein.
Ein solches Lager kann ferner so ausgebildet sein, daß es die Abmessungen, eines genormten
Kugellagers hat, so daß es gegen ein Kugellager austauschbar ist.
In manchen Fällen kann es zweckmäßig sein, die Lagerscheiben eines und desselben
Lagers abwechselnd aus verschiedenen Stoffen, z. B. Bronze, Weißmetall, Preßluft usw.,
herzustellen. Die Reihenfolge der eine verschiedene Härte besitzenden Scheiben kann
dabei dem jeweiligen Verwendungszweck angepaßt sein. Auf diese Weise kann man in
vielen Fällen eine nicht unerhebliche Materialersparnis erzielen. Dadurch, daß z\vischen
Lagerscheiben aus hartem Stoff solche aus weichem Stoff angeordnet sind, wird hierbei
auch eine gute Geräuschdämpfung erzielt. Durch die Verwendung geeigneter Stoffe für
die einzelnen Scheiben kann man auch die Länge des Lagers dem zur Verfügung stehenden
Raum in gewünschter Weise anpassen. Gegebenenfalls kann eine weitere Vereinfachung
dadurch getroffen werden, daß die Scheiben ohne weitere Hilfsmittel in eine entsprechende
Bohrung des Eisenkörpers o. dgl. der das Lager enthaltenden Maschine selbst _
eingepreßt und durch eingelegte Sprengringe, Scheiben o. dgl. zusammengepreßt gehalten
werden. Hierdurch ergibt sich ein besonders einfacher und billiger Aufbau des Lagers.
Ein Ausführungsbeispiel einer solchen Lagerausbildung ist in den Fig. 5 und 6 im
Längs- und Querschnitt dargestellt. 31 ist das Gehäuse einer Maschine, das ein Lagerauge
32 für das die Welle 33 tragende Lager besitzt. In die Bohrung des Auges 32 sind
hier eine Anzahl Lagerscheiben 34 eingepreßt, die in der oben dargestellten Weise mit kapillarartigen
Rinnen 35 für die Zuführung des Schmiermittels zu der Lagerstelle versehen sind. Diese Lagerscheiben liegen vorteilhaft
mit dem einen Ende gegen einen Vorsprung des Lagerauges 36 an und werden
durch einen am anderen Ende des Lagerauges eingelegten Sprengring 37 oder gegebenenfalls
auch durch eine Sprengscheibe zusammengepreßt gehalten. Im unteren Teil des Lagerauges 32 ist ein zur Aufnahme des
Schmiermittels, z. B. öl, dienender Raum 38 ausgespart, in den die Lagerscheiben 35 hineinragen.
Eventuell können die Lagerscheiben auch durch beiderseitig angeordnete Sprengringe
gehalten werden.
Claims (2)
1. Lager mit aus Scheiben gebildetem Lagerkörper, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen den aneinandergepreßten Scheiben, beispielsweise durch Anordnung von zweckmäßig radialen Vertiefungen (RiI-len),
kapillarartige Kanäle geschaffen sind, die in an sich bekannter Weise das Schmiermittel aus dem die Scheiben umgebenden
Schmiermittelbehälter zur Lagerstelle befördern. im
2. Lager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen mit
einem Saugstoff gefüllt sind.
3· Lager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben durch ein
übergeschobenes, an den beiden Enden nach innen ümgebördeltes Rohr zusammengehalten
sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES116692D DE663245C (de) | 1935-01-08 | 1935-01-08 | Lager mit aus Scheiben gebildetem Lagerkoerper |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES116692D DE663245C (de) | 1935-01-08 | 1935-01-08 | Lager mit aus Scheiben gebildetem Lagerkoerper |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE663245C true DE663245C (de) | 1938-08-03 |
Family
ID=7533995
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES116692D Expired DE663245C (de) | 1935-01-08 | 1935-01-08 | Lager mit aus Scheiben gebildetem Lagerkoerper |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE663245C (de) |
Cited By (7)
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| WO2009007669A3 (en) * | 2007-07-07 | 2010-03-25 | Rolls-Royce Plc | A bearing |
-
1935
- 1935-01-08 DE DES116692D patent/DE663245C/de not_active Expired
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