DE662575C - Verfahren zur Herstellung der Isolierung von Hochspannungskabeln - Google Patents
Verfahren zur Herstellung der Isolierung von HochspannungskabelnInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B7/00—Insulated conductors or cables characterised by their form
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Description
- Verfahren zur Herstellung der Isolierung von Hochspannungskabeln Die Technik der Isolierung von Hochspannungskabeln bedient sich in den Fällen, wo besonders hohe Beanspruchungen vorliegen, künstlich verdichteter Papiere. Diese Papiere werden in der Weise hergestellt, daß normale Isolierpapiere nachträglich einer Walzung unterworfen werden, mit Hilfe deren es möglich ist, das Raumgewicht des Papieres auf r kg/cdm und mehr zu erhöhen. Der Erfolg dieses Verfahrens ist, daß die Cellulosefasermenge in der Raumeinheit erhöht und die kapillaren Zwischenräume entsprechend vermindert werden. Hierdurch wird einmal der Querschnitt der gegebenenfalls vorhandenen Durchschlagskanäle verringert, andererseits die Tränkmassemenge herabgesetzt. Eine so gebildete.Papierisolierung besitzt infolgedessen eine größere Sperrfähigkeit, die eine Erhöhung der Durchschlagfestigkeit zur Folge hat. Außerdem ist die Papierisolierung weniger abhängig von den physikalischen Veränderungen, die durch die thermische Ausdehnung der Tränkmasse bedingt sind.
- Leider wird der theoretisch zu erwartende Erfolg dieser Verbesserungen in Wirklichkeit nicht vollkommen erreicht. Die auf diese Weise hergestellten Papiere besitzen infolge der Walzung nicht nur eine größere Sprödigkeit, sondern auch eine mehr oder weniger stark glänzende Oberfläche, da sich bei dem Walzprozeß eine an sich unerwünschte Satinage ergibt. Die geringere Schmiegsamkeit des Papiers hat zur Folge, daß die einzelnen Papierstreifen trotz fester Wicklung sich nicht so dicht aufeinanderlegen, wie es bei normalem Papier erreichbar ist, und die stark geglättete Oberfläche bewirkt, daß die zwischen den Papierschichten eingebettete Tränkmasse weniger fest an den Papieren haftet und dadurch die Bildung von größeren Hohlräumen bei den thermischen Veränderungen derselben begünstigt. Die erste Erscheinung bedingt, daß zwischen den Papierschichten verhältnismäßig große Mengen von Tränkmasse lagern, die einer um so höheren elektrischen Beanspruchung unterworfen sind, als durch die Verdichtung des Papiers., dessen Dielektrizitätskonstante wesentlich erhöht ist. Die zweite Erscheinung führt in bekannter Weise zu Ionisationsvorgängen, die aus den gleichen oben angeführten Gründen gefährlicher sind als bei der normalen Isolierung. Durch diese Erscheinungen kann nicht nur der Vorteil, den das verdichtete Papier zu geben imstande war, aufgehoben, sondern es kann sogar eine Herabsetzung der Widerstandsfähigkeit der Isolierung des Kabels, die durch die überanstregung der zwischengelagerten Masse oder der Gasschichten infolge der Erhöhung der Dielektrizitätskonstante der anliegenden Papierschichten veranlaßt wird, herbeigeführt werden. Es könnte nun eine Abstumpfung der Oberfläche des Papiers durch eine Behandlung mit Wasser erreicht werdet. Das Verfahren, Papier vor dem Aufspinnen auf den Leir zu 5 durchfeuchten, wird bekannterweisg12.4tsim
ren: Bei einer solchen Durchfeuchtung iwürde auch die an der Oberfläche der verdichteten Papiere bestehende Glättung verschwinden und der Mangel behoben werden; der eingangs geschildert ist. Gleichzeitig würde aber mit dem Vorgang ein Wiederaufquellen des Papiers verbunden sein, das beim nachherigen Trocknen nicht wieder bis zürn ursprünglichen Zustande aufgehoben wird. Der Vorteil der Verdichtung des Papiers würde aber damit zum wesentlichen Teil wieder verlorengehen. Auch würde ein derartig eingeweichtes Papier wegen seiner geringen Zugfestigkeit sich schlecht verarbeiten lassen und zudem nachträglich wellig werden; so daß bei der Verarbeitung sich noch größere Hohlräume ergeben würden, als es hei Nichtanfeuchtung der Fallist: Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß das Papier erst nachdem es auf den Leiter aufgewickelt ist, mit Wasser durchfeuchtet wird, um danach getrocknet und getränkt zu werden. Bei solcher Arbeitsweise befindet sich das Papier während der Quellung zwischen den benachbarten Papierlagen in eingepreßtem Zustande. Es kann sich deshalb -nur in sehr beschränktem Maße ausdehnen: und wird andererseits gezwungen, bei der nachherigen Trocknung annähernd die frühere Dimension wieder anzunehmen, so daß der Verdichtungsgrad erhalten bleibt. Die Oberfläche dagegen verliert ihre Glättung und lagert sich derartig innig `äe die Oberfläche der benachbarten Papier -`gen an, daß die früher erwähnten Hohlräume x seht zustandekommen können. Da bei der Trocknung eines angefeuchteten Papiers in der Regel sogar nachträglich eine gewisse Schrumpfung eintritt, so legen sich die Papierschichten unter dem Einfluß einer solchen noch viel fester aufeinander; als es ursprünglich durch die Arbeit der Spinnmaschine bewirkt war. - Das durchfeuchtete Papier wird nachher getrocknet und mit Imprägniermasse getränkt. Das neue Verfahren ermöglicht erst, aus der Verdichtung des Papiers den Nutzen zu ziehen, der theoretisch durch dieses geboten wird. Auch bei nicht gewalzten Papieren kann eine Verbesserung der Isolation durch die bessere Aufeinanderlagerung der einzelnen Schichten bei der nachträglich eintretenden stärken Schrumpfung erzielt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH ; Verfahren zur Herstellung der Isolierung von Hochspannungskabeln aus in vielen Lägen gewickelten Papierschichten mit glatter Oberfläche, insbesondere solchen aus künstlich verdichtetem Papier, dadurch gekennzeichnet, daß diese, nachdem sie auf den zu isolierenden Leiter aufgebracht sind, mit Wasserangefeuchtet und dann in bekannter Weise :getrocknet und getränkt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE662575T | 1930-09-13 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE662575C true DE662575C (de) | 1938-07-16 |
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|---|---|---|---|
| DE1930662575D Expired DE662575C (de) | 1930-09-13 | 1930-09-13 | Verfahren zur Herstellung der Isolierung von Hochspannungskabeln |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE662575C (de) |
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- 1930-09-13 DE DE1930662575D patent/DE662575C/de not_active Expired
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