DE661883C - Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungsprodukten aus hoehermolekularen Fettalkoholen oder Naphthenalkoholen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungsprodukten aus hoehermolekularen Fettalkoholen oder Naphthenalkoholen

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DE661883C
DE661883C DEH136509D DEH0136509D DE661883C DE 661883 C DE661883 C DE 661883C DE H136509 D DEH136509 D DE H136509D DE H0136509 D DEH0136509 D DE H0136509D DE 661883 C DE661883 C DE 661883C
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DE
Germany
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alcohols
weight
parts
sulfuric acid
sulfonation
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DEH136509D
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Inventor
Dr Eberhard Elbel
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Henkel AG and Co KGaA
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Henkel AG and Co KGaA
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C303/00Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungsprodukten aus höhermolekularen Fettalkoholen oder Naphthenalkoholen Es ist bekannt, höhermolekulare aliphatische einwertige Alkohole mit Schwefelsäure in Gegenwart von aliphatischen Kohlenwasserstoffen oder Halogenkohlenwasserstoffen im überschuß zu sulfonieren. Die Aufarbeitung erfolgte dabei so, daß man Sulfonierungsgemische mit Wasser oder Eis versetzte und dann das Sulfonierungsprodukt abschied. Die überschüssige Schwefelsäure wurde nur in sehr verdünnter Form wiedergewonnen und ging meistenteils verloren. Außerdem wurden im allgemeinen bei der Neutralisation die Sulfonate nur in mit anorganischen Salzen stark verunreinigter Form gewonnen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Sulfonierungsprodukte aus höhermolekularen Fettalkoholen oder Naphthenalkoholen mit überschüssiger konzentrierter Schwefelsäure unter Anwendung von indifferenten aliphatischen ,ihlenwasserstoffen oder Halogenkohlenwasserstoffen dadurch in einfacher Weise in technisch dz.eichneter Reinheit herstellen kann, daß man die fertige Reaktionsmasse mit dem Lösungsmittel, dga vor, während oder nach der Sulfonierung zugesetzt werden kann, auf Temperaturen bis zu q.5° erwärmt, von den sich hierbei bildenden Schichten die das Sulfonierungsprodukt enthaltende Lösungsmit= telschicht abtrennt und aus letzterer das Sulfoni;erungsprodukt auf übliche Weise gewinnt.
  • Als Sulfonierungsmittel gemäß dem vorliegenden Verfahren kommt Schwefelsäure von :etwa 6o° Be zur Anwendung, die gegebenenfalls durch geringe Mengen, z. B. 3 bis 5 %, Schwefels,äuneanhydrid verstärkt sein kann. Die überschiissige Schwefelsäure findet sich nach der Sulfonierung in der wäßrigen Schicht und kann beinahe vollständig wiedergewonnen werden.
  • Unter den als Lösungsmittel erfmdungsgemäß verwendeten aliphatischen HalogenkohIenwasserstoffen hat sich insbesondere das a, 3-Dichloräthan bewährt. Von den aliphatischen Kohlenwasserstoffen kann z. B. Benzin verwendet werden. Die genannten Lösungsmittel haben den Vorteil, daß sie .dne fast vollständige Trennung des Sulfonierungsproduktes von der Schwefelsäure bewirken. Auf diese Weise gelingt es, das rohe Sulfonüerungsprodukt sowohl als freie Säure wie auch als Salz in großer Reinheit zu gewinnen. Das Sulfonverungsprodukt scheidet sich bei der Erwärmung auf Temperaturen bis zu 4.5° in zwei Schichten, von denen die untere . eine etwas verdünntere Schwefelsäure als die zur Anwendung gelangte enthält; die andere, stellt die Lösung des Sulfonierungsprodukte@ in dem angewandten Lösungsmittel dar. Die=: Schichten werden in an sich bekannter Weise getrennt.
  • Aus der Lösung des Sulfonierungsproduktes erhält man, gegebenenfalls nach vorheriger Neutralisation, durch Abdestillieren das Sulfoniel-ungsprodukt in technisch ausgezeichneter Reinheit, ohne daß dieses durch wesentliche Mengen von Salzen der Schwefelsäure, wie Natriumsulfat, verunreinigt ist.
  • Beispiele i. 2io Gewichtsbeile der den K okosfettsäurenentsprechenden Alkohole werden in 66o Gewichtsteilen Tetrachlorkohlenstoff gelöst und bei 15° mit - 196 Gewichtsteilen Schwefelsäure (i oo 0.'o ig) unter gutem Rühren gemischt. Die anfangs klare Mischung trübt sich nach einiger Zeit, worauf das Gemisch auf q.o bis 5o° erwärmt wird. Dabei tritt eine Trennung in zwei Schichten ein. Die untere Schicht (89 Gewichtsteile) wird abgetrennt. Sie besteht aus etwa 85 0foiger Schwefelsäure. Die obere Schicht wird im Vakuum vom Tetrachlorkohlenstoff befreit und das erhaltene Sulfonierungsgemisch in iblicher Weise mit Natronlauge neutralisiert. Man .erhält nach dem Trocknen ein Sulfonat, das etwa g i % Reingehalt an neutralisierten Sulfonierungsprodukten aufweist.
  • 2. 2 i o Gewichtsteile eines Gemisches der den Kokosfettsäuren entsprechenden Alkohole werden in 62o Gewichtsteilen a, 3-Dichloräthan gelöst und unter gutem Rühren bei 15° mit 196 Gewichtsbeilen Schwefelsäure (ioo o/o g) vermischt. Die Weiterverarbeitung . erfolgt wie in Beispiel i beschrieben. Die untere Schicht (96 Gewichtsteile) besteht aus etwa 83,5 %iger Schwefelsäure. Man erhält das Natriumsalz des Sulfonierungsgemisches mit 920/6 R ingehalt.
  • 3. 21 o Gewichtsteile eines Gemisches höherer Fettalkohole werden in 62o Gewichtsteilen a, 3-Dichloräthan ;gelöst und bei 15° mit 250 Gewichtsteilen Schwefelsäure (96,q.%ig) unter .gutem Rühren vermischt. Die Weiterverarbeitung erfolgt wie in Beispiel i beschrieben. Die untere Schicht (i5o Gewichtsteile) besteht aus 8 i, 5 %iger Schwefelsäure. Man erhält das neutralisierte Sulfonkrungsgeinisch mit einem Reingehalt von etwa 910/0.
  • ¢. 21o Gewichtsteile eines Gemisches höherer Fettalkohole werden in 5oo Gewichtsteilen Benzin (Siedepunkt 70 -bis 8o°) gelöst und bei etwa 15° mit 196 Gewichtsteilen Schwefelsäure (ioo0!oig) unter gutem Rühren vermischt. Die Weiterverarbeitung erfolgt wie in. Beispiel i beschrieben. Die untere @`S@icht (etwa 70 Gewichtsteile) stellt eine @3.@%ige Schwefelsäure dar. Man erhält das ,neutralisierte Sulfonierungsgemisch mit einem Reingehalt von etwa 83010.
  • 5. 21o Gewichtsteile eines Gemisches höhe-. rer Fettalkohole werden in 61 o Gewichtsteilen. Trichloräthylen gelöst und unter gutem Umrühren nach und nach mit 196 Gewichtsteilen Schwefelsäure (ioo%ig) vermischt. Die Zugabe wird so geregelt, daß eine Temperatur von ¢i bis 42° erreicht wird. Man läßt das Reaktionsgemischeinige Zeit unter gutem Umrühren bei dieser Temperatur. Die dabei sich bildenden zwei Schichten werden getrennt. Die untere Schicht (86 Gewichtsteile) besteht aus 84,7%iger Schwefelsäure. Die lobene Schicht wird im Vakuum von den Lösungsmitteln befreit, mit Natronlauge neutralisiert und .getrocknet. Man erhält das neutralisierte Sulfonierungsgernisch in etwa 91 % Reingehalt.
  • 6. 21o Gewichtsteile eines Gemisches von höheren Fettalkoholen werden in 52o Gewrichtsteilen u, 3-Dichloräthan, gelöst und, wie in Beispiel e beschrieben, mit 196 Gewichtsbeilen Schwefelsäure (ioo%ig) versetzt. Es fallen bei diesem Ansatz 9o,5 Gewichtsteile Schwefelsäure (82,3oroig) an. Das Gemisch der neutralisierten Sulfonierungsproduktewird in einer Reinheit von etwa 9o% gewonnen.
  • 7. 5o Gewichtsteile Monododecylglycerinäther werden in i i o Gewichtsteilen a, 3-Dichloräthan gelöst und bei 14' nach und nach mit 35 Gewichtsteilen Schwefelsäure (iooo!öig) versetzt. Das Reaktionsgemisch wird kräftig gerührt, dabei langsam die Temperatur auf 3o° gesteigert und kurze Zeit bei dieser Temperatur weitergerührt, - bis eine von Dichloräthan befreite Probe klar wasserlöslich ist. Nach dem Erkalten trennt man die Schwefelsäureschicht ab, neutralisiert dann die Lösungsmittelschicht mit Natronlauge und destilliert das Dichloräthan ab. Der wäßrige Rückstand wird durch Zerstäubungstrocknung getrocknet und durch Umlösen aus Alkohol ;gereinigt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungsprodukt:en aus höhermolekularen Fettalkoholen oder Naphthenalkoholen und überschüssiger konzentrierter Schwefelsäure unter Anwendung von indifferenten aliphatischen Halogenkohlenwasserstoffen oder aliphatischen Kohlenwasserstoi-len, besonders von a, p-Dichloräthan, als organischen Lösungsmitteln im überschuß, dadurch gekennzeichnet, daß man die fertige Reaktionsmasse mit dem Lösungsmittel, das vor, während oder nach der Sul:fonierung zugesetzt sein kann, auf Temperaturen bis zu 45' erwärmt, von den sich hierbei bildenden Schichten die das Sulfonierungsprodukt enthaltende Lösungsmittelschicht abtrennt und aus letzterer das Sulfonlerungspr odukt auf übliche Weise gewinnt.
DEH136509D 1933-06-10 1933-06-10 Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungsprodukten aus hoehermolekularen Fettalkoholen oder Naphthenalkoholen Expired DE661883C (de)

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