DE661663C - Schalldaempfer fuer Feuerwaffen - Google Patents

Schalldaempfer fuer Feuerwaffen

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DE661663C
DE661663C DEG92142D DEG0092142D DE661663C DE 661663 C DE661663 C DE 661663C DE G92142 D DEG92142 D DE G92142D DE G0092142 D DEG0092142 D DE G0092142D DE 661663 C DE661663 C DE 661663C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A21/00Barrels; Gun tubes; Muzzle attachments; Barrel mounting means
    • F41A21/30Silencers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Exhaust Silencers (AREA)

Description

  • Schalldämpfer für Feuerwaffen Es sind Schalldämpfer für Feuerwaffen bekannt, welche einen Durchgangskanal für das Geschoß frei lassen, der von Absorptionsstoffen, wie Asbest, Metallwolle, Schlakkenwolle, Glaswolle o. ä., umgeben ist. Diesem Dämpfungsglied wird der Gasstrom durch trichterähnliche, vom Absorptionsstoff selbst umgebene Leitflächen zugeführt.
  • Weiter ist es bekannt, bei Schalldämpfern für Feuerwaffen edenartigen Leitflächen gegenseitig verschiedene Neigung zu geben und deren freien Durchlaßquerschnitt in Flugrichtung des Geschosses zwecks Berücksichtigung der Geschoßstreuung allmählich zu vergrößern.
  • Wird das Gas durch die trichterförmigen Leitflächen dem Absorptionsteil zugeführt, ohne durch öffnungen in der diesen umschließenden Außenwand ins Freie abgießen zu können, so findet, nachdem der Absorptionskörper einmal mit Gas angefüllt ist, kein Fließen des Gases mehr statt, sondern die Schallschwingungen pflanzen sich im ruhenden Gas unter Verringerung ihrer Energie im Absorptionskörper fort. Da bei ruhendem Gas auf die Schallschwingungen nicht wie bei Strömung eine Richtwirkung ausgeübt wird, läßt es sich nicht vermeiden, daß Schalls@chwüigungen, die bei einer Leitfläche eintreten, bei einer der nächstgelegenen wieder in den zum Geschoßdurchlaß frei gehaltenen Raum -zurückkehren. Da hierbei nur ein geringer Teil des Absorptionsraumes von den Schallschwingungen durchlaufen wird, sind die in den zum Geschoßdurchlaß frei gehaltenen Raum zurückgelangenden Schallschwingungen nur unvollständig gedämpft, gelangen also von dort aus ins Freie und werden als Geräusch empfunden.
  • Wird das Gas der Dämpfungseinrichtung so zugeführt, daß es anschließend durch seitliche oder an der Stirnseite des Außenmantels des Absorptionsteils befindliche öffnungen abfließt, so füllt das Gas zunächst den ganzen Rauar an und strömt hierauf auf dem kürzesten Weg durch diese öffnungen ins Freie. Es wird also in diesen Fällen der Absorptionsteil nur längs einer geringen Strecke i radialer Richtung durchflossen, infolgedessen sind auch bei solchen Ausführungen .die austretenden Schallschwingungen nur wenig gedämpft und werden daher als verhältnismäßig starkes Geräusch wahrgenommen.
  • Ähnlich sind die Vorgänge, wenn das Gas durch die trichterförmigen Leitflächen in Teilströme zerlegt wird, welche je zwischen zwei derartigen Leitflächen dem Absorptionsteil getrennt zugeführt werden, diesen getrennt durchströmen und auch jeweils getrennt durch öffnungen in der Außenwand des Absorptionsteils austreten. Auch hier wird der Absorptionsteil nicht auf seiner ganzen Länge, son-,dern nur längs einer kurzen radialen Strecke vom Gas durchflossen und zur Schwingungsdämpfung nutzbar gemacht, weshalb die nach außen gelangenden Schwingungen wiederum nur unerheblich vermindert sind. Der an sich bekannte, obenerwähnte Absorptionsstoff dämpft seiner Beschaffenheit entsprechend weit weniger niederzahlige Schwingungen, als hauptsächlich Schwingungen hoher Frequenz. Diese Eigens,-haft wirbt sich in verstärktem Maß aus, wenn nicht nur die Gasschwingungen allein in den Absorptionsstoff eindringen, sondern auch das diese Schwingungen enthaltende Gas, wie oben geschildert, den Absorptionsstoff durchströmt, da dann das nachfolgende, noch in Schwingung befindliche Gas die bereits gedämpfte, ruhige Gasmenge vor sich leer schieben und daher einen großen Teil seiner Scli-,vingungs-und Strömungsenergie hierbei abgeben muß. Dasselbe gilt für den Fall, wo an Stelle von Gas eine in Schwingungen befindliche Flüssigkeit sich in dem Dämpfer befindet.
  • Di,e Erfindung bezieht sich auf einen Schalldämpfer für Feuerwaffen, bei welchem der Gasstrom durch trichterähnliche, mit dem engen Ende der Gaseintrittsöffnung zugekehrte Leitflächen zu einem diese Leitflächen umgebenden, durch Absorption wirkenden Dämpfungsglied geleitet wird, wobei der Absorptionsteil an seinem in Flußrichtung gelegenen Ende Auslaßöffnungen aufweist, durch welche die von- den einzelnen Leitflächen kommenden Gasteilströme, nachdem sie im Absorptionsteil sich aneinanderreihende Schichten gebildet und den Absorptionsteil durchflossen haben, aus dem Schalläämpfer austreten. Bei dieser Einrichtung werden einerseits die zu dämpfenden Schwingungen durch die ganze Länge eines Absorptionskörpers geleitet, andererseits zugleich eine Erhöhung der Zahl der in den Absorptionskörper geleiteten Schwingungen erzielt und außerdem die gesamte Masse des Trägers der bereits ,gedämpften Schwingungen zur Dämpfung der nachfolgenden noch ungedämpften Schwingungen benutzt.
  • Die Abbildung zeigt ein Ausführungsbeispiel, dessen Wirkungsweise nachstehend in Hinblick auf Verwendung zur Schalldämpfung und Mündungsflammenbeseitigung sowie Rückstoßminderung bei Feuerwaffen erörtert ist.
  • Das Gerät ist mit dem Ansatzstück a der Mündung der Feuerwaffe aufgesetzt. Die an ihrem mit öffnungen b versehenen Vorderende gewölbt zulaufende Außenwand c umschließt einen schraffiert dargestellten Absorptionskörper d von Hohlzylinderform. Dem Absorptionskörper legen sich, innen stützend, Leitringe e, f, g und lt an; die Neigung dieser Leitflächen nimmt gegen die öffnung i, wo das das Gerät in Längsrichtung durchfliegende Geschoß ins Freie tritt, ab. Zweckmäßig wird für unter Umständen auftretende Geschoßstreuung mit zunehmender Entfernung von der Mündung der freie Durchmesser dieser Leitringe größer werdend gewählt. Die an der Laufmündung austretenden Treibgase dehnen sich nach allen Seiten a-ds,, ebenso verbreiten sich die darin @enthalten.en außerordentlich starken Schwingungen nach allen Richtungen. Der Hauptteil der an der Mündung austretenden Treibgase wird von der Leitfläche e, die zu. diesem Zweck steil gerichtet ist, gefaßt und in den Absorptiorisk@örper d geleitet; in diesem strömt das Gas in Richtung zu den üffnungen b weiter. Der hinter dem Geschoß weiterströmende Teil der Treibgase wird durch die allmählich flacher werdenden Leitflächen f, g und 1i ebenfalls in den Absorptionskörper d gelenkt, ein Teil des Treibgases gelangt auch hinter dem Ge- -schoß unmittelbar ins Freie. Der Grad des ,allmählichen Abnehmens der _Neigung der Ledtflächenentspricht der Neigung der Treibgase, in dem Gerät immer mehr in Längsrichtung zu strömen, je weiter sie sich von der Laufmündung entfernen. Die von den Flächen f bis li abgeleiteten Gasströme kommen zu dem von Fläche e in den Absorptionsteil geleiteten Strom hinzu, es entsteht daher im Absorptionsteil .eine außerordentlich starke Verdichtung des Gases. Da die Eigen-;schwi;ngungszahl eines in einem Raure befindlichen Gases mit dessen Dichte wächst, wird die Schwingungszahl des aus der Laufmändung austretenden Treibgasinhaltes, die ja durch die Eigenschwingungszahl des Gases im Dämpfungsgerät dargestellt ist, im Absorptionskörper erhöht und dadurch eine wesentliche Verbesserung der Dämpfungswirkung des Absorptionsstoffes infolge gesteigerten Schwingungsenergieentzugeserzielt. Diese Wirkung ist um so stärker, als das Gas nicht an der Innenfläche des Absorptionskörpers zunächst nur vorbeistreichen kann, sondern von Anfang an dessen ganze Länge durchfließen muß. Zugleich wird damit erreicht, daß der Teil der im Absorptionskörper d strömenden Gasmenge, deren Schwingungen schon gedämpft sind, von den nachfolgenden noch ungedämpften Schwingungen wieder angeregt wird und daher diesen ehenfalls von Beginn an Energie entzieht. Außerdem muß dieser bereits in schwingungslosem Zustand befindliche Gasteil von dem noch unge.dämpften weitergeschoben werden, wodurch auch dessen Strömungsenergie vernichtet wird. Die Gesamtmasse der bereits gedämpften Gase wird auf diese Weise zur Dämpfung des noch ohne Schwingungsminderung folgenden Teiles mittels Entzuges der Schwingungs- und Strömungsenergie benutzt. Das nach Durchströmen des Absorptionskörpers d schwingungsfreie Gas tritt durch die öffnungen b des Gerätes ins Freie. Die beschriebene Einrichtung kann, wie schon eingangs gesagt, nicht nur für Gase, sondern in gleicher Weise auch zur Dämpfung von in Flüssigkeiten auftretenden Schwingungen benutzt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schalldämpfer für Feuerwaffen, bei welchen der Gasstrom durch etwa trichterförmige, mit dem engen Ende der Gaseintrittsöffnung zugekehrten Leitflächen zu einem diese Leitflächen umgebenden, Schwingungen dämpfenden Absorptionsteil gelenkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Absorptionsteil (d) an seinem in Flußrichturig gelegenen Ende mit Auslaßöffnungen (b) versehen ist, so daß die von den einzelnen Leitflächen (e, f, g, h ... ) kommiendenTeilströme sich im Absorptionskürper (rl) aneinanderreihende Schichten bilden, die diesen in Richtung zu den Auslaßöffnungen (b) durchfließen.
  2. 2. Schalldämpfer für Feuerwaffen nach Anspruch i, dadurch gekennzeiclmet, daß die Neigung der Leitflächen (e, f, g, h ... ) ;um so geringer ist, je näher sie bei den Auslaßöffnungen (b) liegen, wobei der innere freie Querschnitt dieser Leitflächen sich in Richtung zu den öffnungen (b) vergrößert.
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