DE6608934U - Vorrichtung zum pressen und eindosen von fleischportionen. - Google Patents
Vorrichtung zum pressen und eindosen von fleischportionen.Info
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Description
DipUivi. Γ .'.Muss ' ,
t- f.^irch.n Aktenzeichen : L 44 297/81 a Gbm
η Anwaltsakte ϊ α 1 .4
Garmisch-Partenkirchen, 9. Sept. 1971 Hs:H
H. J. Langen en Zonen N4V*, te Cuyk (Niederlande
(^Vorrichtung 2xim Pressen und Eindosen von Fleischportionen y
Die Neuerung betrifft eine Vorrichtung zum Pressen und Eindosen von Fleischportionen mit einer kastenförmigen,
durch einen Deckel verschließbaren Preßkammer, in der ein
senkrecht verschiebbarer, mit einem mit einem Druckmittel arbeitenden Hubmotor verbundener Vorpreßstempel zum Vorpressen
des Fleisches gegen den des parallel gegenüberliegenden
Deckel vorgesehen ist und in deren eine senkrechte Wand ein "Führungsrohr zur Übergabe des innerhalb der Preßkammer vorgepreßten
Fleisches mündet, in dessen Achse ein mit einem mit einem Druckmittel arbeitenden Hubmotor verbundener Preßstempel
zum Verschieben des vorgepreßten Fleisches aus der Preßkammer in das Führungsrohr vorgesehen ist„
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• · · ι
Die Neuerung geht aus von eine? Vorrichtung nach der
FR-PS 1 271 402, bei der in einer die Fleischportion aufnehmenden, durch einen Deckel verschließbaren Preßkammer mit
eineäi den Boden der Kammer bildenden Preßstempel das Fleisch
vorgepreßt und anschließend durch einen senkrecht dazu bewegbaren Preßstempel die vorgepreßte Fleischmasse in ein Führungsrohr
geschoben wird, dessen eines offenes Ende in die dem zweiten Preßstempel gegenüberliegende Wand der Preßkaüimer
mündet und über dessen anderes offenes .freies Ende die zu füllende Dose oder Büchse geschoben wird.
Aufgabe der Neuerung ist es, eine dem vorbeschriebenen Prinzip folgende Vorrichtung zu verbessern, die es gestattet,
mit einem Unterdruck zu arbeiten, durch dessen Anwendung zeitraubende Verriegelungstätigkeiten an der Preßkammer
und Füllkammer entfallen können, mit der die Dosen oder Büchsen einfach und vollständig gefüllt und die den Unterdruck
zur Erzeugung der Kräfte anwendet, die für den dichten Verschluß der Arbeitsräume den beim Vorpressen des Fleisches und/
oder beim Füllen der Dose ausgeübten Preßkräften entgegenwirken.
Die Neuerung löst weiterhin die Aufgabe, eine besonders gute, und d.h. von Lufteinschlüssen in der Fleischmasse freie
Füllung der Dose und demzufolge nach deren Pasteurisierung eine Fleischmasse mit ganz gleichmäßiger Saftverteilung zu erhalten,
die nicht nur im Geschmack und Aussehen angenehm ist, sondern auch spätere Schneidschwierigkelten vermeidet.
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• 1 I
Demnach betrifft die Neuerung eine Vorrichtung der eingangs definierten Art, bei der sich an die Preßkammer eine
Füllkainnier anschließt, die das Führungsrohr und in dessen
Achse einen dem Preßstempel achsgleich entgegengesetzt wirkenden Stützstempel aufnimmt, wobei Preßkammer und/oder Füllkammer
mit von Verriegelungsorganen freien Mitteln für den luftdichten Abschluß in der Preßphase einerseits und für das
Öffnen zum Zwecke der Zugänglichkeit andererseits versehen und an eine Untsrdruckquelle angeschlossen sind*
Weitere Einzelheiten der Neuerung und Möglichkeiten der Abwandlung gehen aus der nexhfolgenden Beschreibung eines
Ausführungsbeispieles hervor, das anhand der Zeichnung erklärt ist. Es stellen dar:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch eine neuerungsgemäße
Vorrichtung sowie einen schematisch dargestellten pneumatischen Steuerkreis,
j Fig. 2 Einzelheiten aus Fig. 1 in größerem Maßstab,
j wobei einzelne Teile sich in gegenüber Fig. 1
j veränderter Wirkungsstellung befinden-/ und
s Fig. 3 eine Seitenansicht der Vorrichtung nach Fig. 1.
;' 1 ist der Deckel, 2 ein parallel zum Deckel senkrecht
verschiebbarer Vorpreßstempel, 3 die Rückwand und 4 ein
waagerecht verschiebbarer Preßstempel einer allgemein mit
'.. bezeichneten, einem ersten unter Unterdruck stehenden Arbeite—
[ raum bildenden, kastenförmigen Preßkammer, die von einem Ge-
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stell 6 getragen wird. Mit dem Vorpreßstempel 2 ist der Kolben
7 eines Hubmotors 8 über die Kolbenstange 9 verbunden. Dadurch kann dieser aus seiner unteren, in ausgezogenen Linier,
dargestellten Stellung in eine obere, in gestrichelten Linien dargestellte bewegt werden, wobei der Preßstempel 4
als Anschlag für diese obere Endstellung dient.
In eine öffnung 10 der Rückwand 3 der Preßkammer 5 mündet ein zweckmäßig aus Metall bestehendes und einen zweiten,
unter Innendruck stehenden Raum bildendes Führungsrohr 11 j über dessen anderes- freies- offenes- der Öffnung IQ Gegenüberliegendes
Ende 12 eine mit einem Beden versehene, deckelseitig offene Pleischdose oder -büchse 13 geschoben
werden kann.
Mit dem in der Achse des Führungsrohres 11 liegenden
Preßstempel 4 ist ein Kolben 14 eines Hubmotors 15 über eine Kolbenstange 16 verbunden, wodurch der Preßstempel aus der
in Fig. 1 dargestellten, die linke Wand des Vorpreßraumes bil denden Stellung zum Verschieben der Fleischmasse zunächst in
das Führungsrohr 11 und dann in die Dose oder Büchse 13 in
die in Fig. 2 dargestellte Lage verschoben werden kann.
An die allgemein mit 5 bezeichnete Preßkammer schließt
sich als weiterer, unter Innendruck stehender Raum eine das Führungsrohr 11 aufnehmende, und durch eine Dichtung 17 luftdicht
verschließbare Füllkammer 18 an, die in ihrer Schließstellung oberhalb des Vorpreßstempels 2 durch die Öffnung 10
und das Führungsrohr 11 und gegebenenfalls auch unterhalb des
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Vorpreßstempels durch eine Öffnung 19 mit der Preßkammer 5
i-η Verbindung steht. Den unteren Abschluß der Preßkammer 5 bildet eine von der Kolbenstange 9 durchdrungene Bodenwand
In^dem auf die vorbeschriebene Weise in der Preßkammer
5, dem Führungsrohr 11 sowie der Füllkammer 18 und damit auch in der auf das Führungsrohr aufgesteckten Büchse oder Dose
ununterbrochen Unterdruck aufrechterhalten werden kann, wird eine bisher nicht erzielte lufteinschlußfreie Füllung und
demzufolge nach der Pasteurisierung eine Fleischmasse mit ganz gleichmäßiger Saftvertellung gewonnen.
Die der Öffnung 10 der Preßkammer 5 gegenüberliegende Stirnwand 21 der Füllkammer 18, die lediglich um aufzuzeigen,
daß sie auch anders als der kastenförmigen Preßkammer gleich oder ähnlich ausgebildet sein kann, nach dem dargestellten Beispiel
als dichtungsseitig offene Hohlglocke ausgebildet ist, durchsetzt ein innerhalb der Füllkammer einen Stützstempel
22 tragender Stab, z,B. Rundstab 23, an dem der Bewegungsantrieb des Stützstempels angreift. Er kann hierzu außerhalb
der Kammer in dem Kolben 24 eines Druckmittelsystems enden. Bei dem in der Zeichnung dargestellten Beispiel ist das Druckmittelsystem
ein Unterdrucksystem, und der Kolben 24 kann hierzu an einer Abdichtung 25 eines Flansches einer fest mit
der Glocke verbundenen Stabführung 26 anliegen, wodurch zwischen dem Kolben und dem von dem Rundstab 23 durchsetzten Flansch
ein weiterer luftdicht abgeschlossener Raum 27 entsteht, der über sine Luftleitung 28 und ein pneumatisch gesteuertes Luft-
ventil 29 nach Wahl mit dem Inneren des Füllraumes Ί8 oder
mit der Außenluft verbunden werden kann.
In Fig. 1 ist der Stützstempel 22 mit ausgezogenen Linien in einer Stellung dargestellt, in der er den Boden der
Dose oder Büchse 13 gegen das freie offene Ende 12 des Führungsrohres 11 drückt und damit den durch das Führungsrohr 11
eingegrenzten Raum dicht verschließt. In dieser Stützstellung umgrenzen dann der Kolben 24, die Abdichtung 25 und der Flansch
der Stabführung 26 den unter Unterdruck stehenden Raum 27. Dabei ist die dem Innendruck ausgesetzte Oberfläche des Kolbens
24 so bemessen, daß durch den in dem Raum 27 herrschenden Unterdruck auf den Kolben 24 und somit auch auf den Stützstempel
22 eine Stützkraft einwirkt, die größer ist als die von dem Kolben 14 des Hubmotors 15 über die Kolbenstange 16,
den Preßstempel 4, das Fleisch und den Büchsenboden auf den Stützstempel 22 ausgeübte entgegengesetzt gerichtete Preßkraft.
Solange ein Unterdruck im Raum 27 beibehalten v/ird, bleibt daher der Stützstempel 22 in seiner Stützlage stehen.
Außerdem sind in Fig. 1 der Stützstempel 22 und der Kolben 24 auch noch gestrichelt in einer anderen Lage dargestellt.
Dann ist bei dem dargestellten Unterdrucksystem der Raum 27 zv/i sehen dem Flansch der Stabführung 26 und dem Kolben
24 nicht mehr aDgeschlossen und in sich dicht, während
bei einem an eine besondere Druckquelle angeschlossenen oder bei einem mechanischen Bewegungssystem diese Stellung dem
energielosen oder ausgeschalteten Zustand entspricht. Auch wenn
dann in dem Füllraum noch ein Unterdruck herrscht, so wird
er in Stützrichtung nur auf eine Oberfläche von der Größe der um den Stabquerschnitt verringerten Ringfläche des Stütz—
stempeis 22 wirksam sein. Die auf den Stützstempel einwirkende, ihn auf der Zeichnung nach links drückende Stützkraft
ist in diesem Fall geringer als die von dem Kolben 14 ausgeübte Preßkraft, so daß ^er Stützstempel 22 nach rechts in
Richtung auf die Stirnwand 21 verschoben wird. Dabei schiebt sich das Fleisch durch das offene Ende 12 des Führungsrohres
11 in die Dose 15, wobei es, vom Dosenboden ausgehend, sich
gut an die Dosenwanu. anschmiegt.
Zum Schließen und Öffnen der Füllkammer 18 können bei dem dargestellten Beispiel einer seitlich verschiebbaren Glocke
zwei Führungsbacken 50 diaaen, die auf Führungsholmen 31 verschoben
werden. Außerdem ist an der Unterseite der Glocke ein Arm 52 befestigt, dessen Ende eine in einer Führungsbahn 33
laufende Rolle 54 trägt. Die Führungsbahn 35 kann um eino am
Gestell 6 angeordnete Achse 55 geschwenkt werden, und sie ist auf der anderen Seite dieser Achse mit einem Gegengewicht 36
versehen. Die von diesem Gewicht 56 auf die Führraigsbahn 55
und damit über die Rolle 54 und den Arm 52 auf die Glocke ausgeübte
Kraft ist dann bestrebt, diese in ihre in Fig. 2 dargestellte Öffnungslage, in der sie das Führungsrohr 11 zugänglich
macht, zu verschieben.
Mit dem Gegengewicht 56 ist auch ein Gestänge 57 gekuppelt,
das mittels seines angelenkten Schließarmes 58 den
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-s-
Preßkammerdeckel 1 öffnen und schließen kann. Das Gegengewicht
36 hält in seiner Normalstellung gemäß Fig. 2 sowohl den Preßkammerdeckel als auch die Füllkammer in ihrer Öffnungsstellung
gemäß Fig. 2, so daß dann das Führungsrohr 11 und die Preßkammer
5 frei zugänglich sind. Eine oder beide Führungsbacken 30 der Glocke sind mit einem Handgriff 39 ausgerüstet, mit
dem oder denen die Glocke in die Schließstellung verschoben werden können, wodurch das Gegengewicht 36 angehoben und gleichzeitig
der Preßkammerdeckel 1 über das Gestänge 37, 38 geschlossen wird. Falls in diesem Augenblick in der Glocke kein
Unterdruck entstehen sollte, würde nach dem Loslassen des Handgriffes 39 das Gegengewicht 36 gegebenenfalls im Zusammenwirken
mit einer nicht dargestellten Feder den vorstehend beschriebenen Schließvorgang wieder rückgängig machen. Wenn aber
unmittelbar nach dem Schließen der Preßkammer und der Füllkammer in diesen beiden Kammern, ein ausreichender Unterdruck
erzeugt wird, so werden beide dicht geschlossen gehalten und besondere Verriegelungsmittel überflüssig. Hierzu genügt es
bei dem in der Zeichnung veranschaulichten Beispiel,nach dem Schließen des Preßkammerdeckels in der Preßkammer einen ausreichenden
Unterdruck zu erzeugen, durch den einerseits der Deckel 1 auf die Preßkammer und andererseits die Glocke gegen
die Wand 3 der Preßkammer mit einer Kraft festgesaugt wird, die durch die Wirkung des Gegengewichtes 36 nicht überwunden
werden kann. Bei einer der Preßkammer gleichenden Füllkaminer ist deren Deckel derart bemessen, und gleich dem Preßkammerdeckel
mit einem Dichtungsrand versehen, daß die dann vom Unterdruck auf beide Deckel ausgeübten Schließkräfte nicht durch
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■ - /Hf
die Wirkung des Gegengewichtes überwunden werden. Außerdem ist die innere Oberfläche des Preßkammerdeckels 1 so bemessen,
daß die von dem Vorpreßstempel 2 auf die in der Preßkammer befindliehe Fleisehportion ausgeübte Kraft geringer als die
von dem Unterdruck auf den Preßkammerdeckel 1 ausgeübte Kraft ist.
Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform ist 40 e.in am Gestell 6 vorgesehener Endanschlag, gegen
den der Kolben gemäß Fig. 2 am Ende der Öffnungsbewegung anstößt» Unter der Wirkung des Gegengewichtes 36 wird dann
auch der Flansch der Stabführung 26 wieder gegen den Kolben 24 gedrückt und dadurch der geschlossene Raum 27 wieder hergestellte
Die Arbeitsweise und Wirkung der dargestellten Ausführungsform einer neuerungsgemäßen Vorrichtung ist nachfolgend
anhand des pneumatischen Steuerkreises gemäß Fig. 1 erläutert. Dabei werden in der Beschreibung eine Anzahl, pneumatischer
Regelventile erwähnt, die alle einen Regeleingang und sowohl eine mit ausgezogenen Linien als auch eine mit
gestrichelten Linien dargestellte Schaltstellung haben.
Das Symbol Q wird dabei für den Anschluß an eine
Druckluft-Hauptleitung zur Betätigung der pneumatischen Arbeitskolben»
das Symbol Φ für den Anschluß an eine Luft-Leitung
für Steuer- oder Signalzwecke und
das Symbol <J für die Entlüftung verwendet,
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auch wenn von der Zufuhr von Außenluft zu einer unter Unterdruck stehenden Leitung oder einem unter Unterdruck stehenden
Raum die Rede ist. Dabei wird von dem in Fig. 1 dargestellten
Zustand, in dem die Fülikammer 18 soeben geschlossen wurde,
ausgegangen.
Durch das Schließen der bei dem dargestellten Beispiel als Glocke ausgebildeten Füllkammer 18 und die Wirkung
des Gegengewichtes 36 und der nicht abgebildeten Feder des Preßkammerdeckels 1 wird ein pneumatischer, die erwähnte Feder
enthaltender Endschalter 41 betätigt, der aus seiner mit Volllinien dargestellten Entlüftungsstellung in die Steuerstellung
umgeschaltet wird und der dabei über einen von diesem Schaltvorgang nicht beeinflußten Schalter 42 ein Signal dem Regeleingang
eines Regelventiles 43 zuführt. Demzufolge schaltet das Regelventil 43 um und ruft durch eine Vakuumleitung 44 einen
Unterdruck in der Preßkammer 5 und durch die Öffnungen 10 und 19 in der Rückwand 3 der Preßkammer auch in der Glocke hervor.
Dieser Unterdruck wird dann durch die Leitung 28 und das Regelventil
29 auch im Raum zwischen dem Flansch der Stabführung 26 und dem Kolben 24 wirksam. Demzufolge wird der Preßdeckel 1
abdichtend auf der Preßkammer 5 und die Glocke abdichtend auf der Außenseite der Wand 3 festgesaugt. Weiter wird der Kolben
24 mit seiner Abdichtung 25 auf dem Stabführungsflansch abgedichtet,
und es entsteht der Vakuumraum 27.
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Das Entstehen des Hnterdruckes wird über eine Meßleitung
45 in einem unter mechanischer Vorspannung stehenden Regelventil 46 registriert, das ein Entlüftungssignal an ein
Regelventil 4? weitergibt, das seinerseits über ein Drosselventil 48 ein Regelventil 49 steuert.
Das Regelventil 49 bewirkt in seiner ausgezogen .,wiedergegebenen
Schaltstellung, daß der Kolben 7 an seiner Oberseite unter Druck steht. Durch das Umschalten des Regelventiles
49 in die gestrichelte Stellung wird nun Preßluft unter den Kolben im Zylinder des Hubmotors 8 geführt, der dann über
die Kolbenstange 9 den Vorpreßstempel 2 hochtreibt. Auf diese Weise wird ein zuvor in die Preßkammer 5 eingebrachtes Stück
Fleisch oder eine Portion gegen den Preßkammerdeckel 1, der
von dem in der Preßkammer erzeugten Unterdruck geschlossen gehalten wird, vorgepreßt. Sobald der Vorpreßstempel 2 seine von
dem als Anschlag wirksamen Preßstempel 4 bestimmte Höchstlage erreicht hat, wird von der Kolbenstange 9 ein pneumatischer
Endschalter 50 betätigt, der ein Luftsignal auslöst, das durch eine Schaltleitung eines Regelventiles 51 hindurch unmittelbar
an den Regeleingang eines Regelventiles 52 und über ein Drosselventil 55 und einen Speicher 54 mit Verzögerung dem Regeleit».-gang
des Regelventiles 51 zugeführt wird. Die unmittelbare Zuleitung
eines Steuersignales zu dem Ventil 52 hat zur Folge, daß dieses Ventil der linken Seite des Kolbens 14 des Hubmotors
15 Preßluft zuführt, wodurch die Kolbenstange 16 den Preßstempel
4 antreibt und das zwischen dem Preßkammerdeckei 1 und dem
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Preßstempel 2 vorgepreßte Fleisch durch die Öffnung 10 in der Rückwand 3 der Preßkammer in das Führungsrohr 11 und gegen den
Boden der über das offene Rohrende 12 geschobenen Dose 13 preßt. Wie bereits ausgeführt, verursacht unter diesen Umständen
der in dem Raum 27 herrschende Unterdruck eine nach links gerichtete Stützkraft auf den Stützstempel 22, die so
groß ist, daß sie nicht von der Preßkraft des Kolbens 14 überwunden wird: das Fleisch wird innerhalb des Rohres 11 gegen
den Boden der Dose 13 zusammengepreßt.
Wie ebenfalls bereits ausgeführt, gelangt mit einiger Verzögerung infolge des Drosselventiles 53 üind des Speichers
54 das dem Regeleingang des Ventiles 52 zugeführte Signal auch an den Regeleingang des Ventiles 51. Dies führt dazu,
daß das Regelventil 52 in seine mit ausgezogenen Linien dargestellte
Entlüftungsstellung zurückgeführt und über das Ventil
55 entlüftet wird, wodurch der Preßdruck auf der linken Seite des Kolbens 14 im Hubmotor 15 wegfällt. Dementsprechend
entfällt auch die über die Kolbenstange 16, den Preßstempel 4, das Fleisch und den Dosenboden auf den Stempel 22 ausgeübte
Preßkraft.
Bei der verzögerten Umschaltung des Regelventiles 51
wird jedoch außerdem, gegebenenfalls unter Verzögerung durch ein Drosselventil 57, ein Signal den Regeleingängen des Ventiles
55 und des Ventiles 29, das das Vakuum des Raumes 27 steuert» zugeführt. Dadurch wird einerseits der Raum 27 entlüftet
und andererseits über das Regelventil 55 durch die mit ausgezogener Linie gezeichnete Schaltstellung des "VEtitiles 52
erneut Preßluft der linken Seite des Kolbens 14 zugeführt. Der dann erneut von der Kolbenstange 16 bewegte Preßstempel
4 preßt darauf das Fleisch wieder gegen den Losenboden, jedoch leistet der Stützstempel 22 jetzt einen viel geringeren, von
dem Querschnitt des Stabes 23 und von dem noch in der Füllkamreer
herrschenden Unterdruck bestimmten Widerstand. Das Fleisch wird daher zusammen mit der Dose in Richtung auf die
Stirnwand 21 verschoben, wobei es vom Boden der Dose an in diese eintritt. Schließlich betätigt der Kolben 14 den pneumatischen
Schalter 42, der seinerseits dem Vakuum-Regelventil 43 ein Signal zuführt, wodurch die Preßkammer 5 und die Füllkaaimer
18 entlüftet v/erden. Sobald der Unterdruck in der Kammer 18 entfällt, bewirken das Gegengewicht 36 und die nicht
dargestellte Feder im Endschalter 41 eine Verschiebung nach rechts, wodurch auch gleichzeitig der Preßkanimerdeekel 1 geöffnet
wird. Die Dose oder Büchse mit dem eingepreßten Fleisch liegt dann auf einem Tisch 58 in der Verlängerung des Führungsrohres
11.
Das Ytegfallen des Unterdruckes in der Leitung 45 führt
das Regelventil 46 in seinen ausgezogen dargestellten Ausgangszustand zurück, wodurch die Ventile 47 und 48 sowie die
beiden Kolben 7 und 14 der Hubmotoren 8 und 15 wieder in ihren Ausgangszustand zurückgeführt werden. Ebenso wird das Ventil
29 zurückgeschaltet, so daß der inzv/ischen wieder geschlossene Raum 27 durch die Leitung 28 erneut mit dem Inneren der Kammer
18 verbunden ist. Die Ausgangsstellung der Vorrichtung mit offenem Preßkanimerdeekel 1 ist dann wieder erreicht.
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Die Vorrichtung nach der Neuerung kann in der Weise bedient v/erden, daß eine mit dem Abwiegen von Fleisch beauftragte
Person die abgewogenen Portionen in die jeweils offenstehende Preßkammer wirft. Gleichzeitig kann eine zweite Bedienungsperson
die jeweils gefüllte Dose oder Büchse entfernen, eine neue Büchse über das offene Rohrende 12 schieben und darauf
die Füllkammer 18 schließen, wodurch auch der Preßkammerdeckel
1 automatisch verschlossen und von selbst ein neuer Arbeitszyklus der Vorrichtung beginnt„ Bei entsprechender Aufstellung
der das Abwiegen vornehmenden Bedienungsperson kann diese aber u.U. auch gegebenenfalls während des Arbeitstaktes einer Maschine,
eine zweite stillstehende Maschine versorgen. Schließlich ist es auch möglich, für den ganzen Eindosuagsvorgang
nur eine Arbeitskraft in der Weise einzusetzen, daß sie währen! des Arbeitszyklus der Maschine eine neue Fleischportion auswiegt.
Selbstverständlich lassen sich verschiedene Variationen der Vorrichtungselemente und/oder des Steuerungssystems durchführen,
die sich für den Fachmann aufgrund der vorliegenden Beschreibung ergeben. So kann beispielsweise die Füllkammer an
sich gleich der Preßkammer ausgebildet sein und der Stützstempel 22 durch ein beliebiges geeignetes mechanisches oder
hydraulisches oder pneumatisches System bewegt werden. Ebenso kann bei einer Unterdrucksteuerung des Stützstempels das
Steuerventil 29 statt mit der Füllkammer direkt mit der Vakuumleitung verbunden sein, und der überdruck im luftdichten
Raum 27 kann schon bei geöffneter Kammer erzeugt werden, um
zu verhindern, daß bei deren Öffnung sich der Kolben 24 vom zugehörigen Flansch abhebt. Im allgemeinen wird dies allerdings
nicht der Fall sein, da die Reibung der Abdichtung des Rundstabes 23 ausreicht, den Kolben 24- in Anlage am Flansch
zu halten. Gegebenenfalls kann die endgültige Anlage auch dadurch erreicht werden, da3 der Unterdruck in der Füllkammer
schon etwas früher erzeugt wird als die Verbindung des Raumes 27 über das Ventil 29 mit der Kammer, so daß der in dieser
herrschende Unterdruck, der auch auf den Stü'czstempel 22 wirkt, seine Bewegung in Richtung auf den Dosenboden hin erzeugt, weil
die dem Dosenboden zugewandte Fläche großer ist als die um den Querschnitt des Rundstabes 23 verkleinerte, gegenüberliegende
Fläche.
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Claims (10)
1. Vorrichtung zum Pressen und Eindosen von Fleischportionen
mit einer kastenförmigen, durch einen Deckel verschließbaren Preßkammer, in der ein senkrecht verschiebbarer,
mit einem mit einem Druckmittel arbeitenden Hubmotor verbundener Vorpreßstempel zum Vorpressen des Fleisches gegen den
parallel gegenüberliegenden Deckel vorgesehen ist und in deren eine senkrechte Wand ein Führungsrohr zur Übergabe des
lEnerhälu der Pr-eßkammer vorgepreßten Fleisches mündet, in
dessen Achse ein mit einem mit einem Druckmittel arbeitenden Hubmotor verbundener Preßstempel zum Verschieben des vorgepreßten
Fleisches aus der Preßkammer in das Führungsrohr vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet , daß
sich an die Preßkammer (5) eine Füllkammer (18) anschließt, die das Führungsrohr (11) und in dessen Achse einen dem Preßstempel
(4) achsgleich entgegengesetzt wirkenden Stützstempel (22) aufnimmt, wobei Preßkammer und/oder Füllkammer mit von
Verriegelungsorganen freion Mitteln (1, 17) für den luftdichten Abschluß in der Preßphase einerseits und für das Öffnen
zum Zwecke der Zugänglichkeit andererseits versehen und an eine Unterdruckquelle angeschlossen sind»
2* Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch eine Unterdrucksteuerung in der Preßkammer (5)
und/oder Füllkammer (18), die in der Vorpreß- und/oder Füllpiiase
einen den Vorpreß- bzw, Preßdruck übersteigenden Gegendruck erzeugt.
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3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und/oder 2, gekennzeichnet durch einen den Stützstempel (22)
im Inneren der Füllkammer (18) tragenden Stab (23), der außerhalb der Füllkammer in einem Kolben (24) eines an eine Druckmittelquelle
angeschlossenen Systems (25-27) endet.
4. Vorrichtung np.ch den Ansprüchen 2 und 3, dadurch
gekennzeichnet , daß das System (25 bis 27) an eine Unterdruckquelle bzw. an das Innere der Füllkammer (18)
angeschlossen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß das an eine Unterdruckquelle angeschlossene
System aus dem einen Raum (27) eingrenzenden Flansch, einer Stabführung (26), einer Ringdichtung (25)
und dem Kolben (24) besteht.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet , daß die das
Führungsrohr (11) aufnehmende Füllkammer (18) druckausgleichend mit der Preßkammer (5) in Verbindung steht.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet , daß die
Füllkammer (18) eine preßkammerseitig offene Gbcke ist, die
auf einer Führungsbahn (31) waagerecht verschiebbar und luftdicht an die Außenseite der dem Preßstempel (4) gegenüberliegenden
Rückwand (j) der Preßkammer (5) in der Schließstellung
anliegt und auf der Außenseite ihrer Stirnwand (21) die Füh-
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rung (26) des Stabes (23) und das an die Unterdruckquelle an- !
i' geschlossene System (25 - 27) trägt. j
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche bis 7, dadurch gekennzeichnet ,. daß das Schließelement
der Füllkammer (18) mechanisch mit dem Deckel (1) der Preßkammer (5) derart verbunden ist, daß das Schließen
des Schließelementes auch das des Deckels bewirkt.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch Einrichtungen
(32 - 36), die auf die Schließ- und Öffnungsmittel der FUIlkammer
(18) eine ihr Öffnen hervorrufende Kraft ausüben, die aber geringer ist als die durch Unterdruck bewirkte Schließkraft.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 9 j dadurch gekennzeichnet , daß an der
Unterseite der Glocke ein Arm (32) befestigt ist, dessen Ende in einer Führungsbahn (33) gleitet, die um eine Achse (35)
schwenkbar ist und auf der anderen Seite der Achse ein Gegengewicht (36) trägt, mit dem ein mit dem Preßkammerdeckel
(1) verbundenes Gestänge (37, 38) gekuppelt ist.
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL6603697A NL6603697A (de) | 1966-03-21 | 1966-03-21 |
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