DE660033C - Einrichtung zur Umformung von Drehstrom ohne Nulleiter in Einphasenstrom - Google Patents
Einrichtung zur Umformung von Drehstrom ohne Nulleiter in EinphasenstromInfo
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- DE660033C DE660033C DEA78731D DEA0078731D DE660033C DE 660033 C DE660033 C DE 660033C DE A78731 D DEA78731 D DE A78731D DE A0078731 D DEA0078731 D DE A0078731D DE 660033 C DE660033 C DE 660033C
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- winding
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-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K47/00—Dynamo-electric converters
- H02K47/18—AC/AC converters
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Synchronous Machinery (AREA)
- Windings For Motors And Generators (AREA)
Description
Es besteht vielfach, der Wunsch, aus einem Dreiphasennetz bzw. von einem Drehstromgenerator
Einphasenstrom, beispielsweise für Schweißzwecke, zu entnehmen, ohne daß das S Netz oder der Generator einphasig bzw. unsymmetrisch
belastet wird. Um dies zu ermöglichen, sind bereits verschiedene Schaltungen angegeben worden. So wird z. B. bei
einer bekannten Anordnung ein zweiphasig bewickelter Umformer benutzt, dessen eine
Phase an der verketteten Spannung des Drehstromnetzes liegt, während die andere Phase
über den einphasigen Verbraucher an der· zur verketteten Spannung senkrecht stehenden
Phasenspannung angeschlossen ist. Diese Einrichtung hat nun den Nachteil, daß ein Nullpunkt
bzw. ein Nulleiter erforderlich ist. Da die meisten Drehstromnetze ohne Nulleiter
ausgeführt sind, ist es daher erforderlich, besondere Transformatoren oder Drosselanordnungen
zu verwenden, ran so einen künstlichen Nullpunkt zu schaffen.
Des weiteren ist ein Phasenzahlumformer bekanntgeworden, wobei ein künstlicher NuIlpunkt
bzw. ein Nulleiter im Mehrphasennetz nicht erforderlich ist. Diese Anordnung sieht
eine Synchron- oder Asynchronmaschine vor, bei der zwei Ständerwicklungien, deren resultierende
Spannung senkrecht auf der einer dritten S tänder wicklung steht, in Reihe an zwei Phasen des Mehrphasennetzes angeschlossen
sind, während die dritte Ständerwicklung in der Mitte der beiden anderen Wicklungen und über den einphasigen Verbraucher
an der dritten Netzphase liegt. Nachteilig ist jedoch, hierbei, daß in der
Maschine eine gegenläufige symmetrische Ankerrückwirkung auftritt, die ein verhältnismäßig
starkes gegenläufiges Feld innerhalb der Maschine erzeugt. Dies tritt immer dann 4"
ein, wenn der Maschine vom Mehrphasennetz her symmetrischer Drehstrom zufließt. Durch
die Ausbildung eines starken gegenläufigien Feldes wird aber die Wirkung der Maschine
erheblich, vermindert.
Sowohl die Nachteile der künstlichen NuIlpunktherstellung
wie auch die durch die Ausbildung eines starken gegenläufigen Feldes innerhalb der Maschine sich ergebenden
lassen sich dadurch vermeiden, daß zum Aus- so gleich eine synchrone oder asynchrone Maschine
verwendet wird, bei der zwei Ständerwicklungen, deren resultierende Spannung auf
der einer dritten Ständerwicklung senkrecht steht, in Reihenschaltung an zwei Phasen des
Drehstromnetzes angeschlossen sind und deren dritte Ständerwicklung an der Mitte der
beiden anderen Wicklungen und über den oder die einphasigen Verbraucher an der dritten Netzphase liegt. Erfindungsgemäß wird
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Arthur Mandl in London.
660083
nun bei einer derart angeschlossenen Ma
schine zur Kompensierung der Ankerrückwirkung die Drehrichtung der Maschine ent- \
gegengesetzt der bei normalem dreiphasigen. i Netzanschluß gewählt. ·'' '■.!.■
Abb.ι zeigt ein Schaltungsbeispiel. U,V,W:\\
sind die drei Netzklemmen, U', V1 W' die
Klemmen der dreiphasig gewickelten, beispielsweise in Stern geschalteten Ausgleichsmaschine.
Man erkennt aus der Abbildung, in welcher die beiden Sterne die Lage der
Spannungssysteme darstellen, daß man für die Einphasenlast L die dreifache Phasenspannung
erhält. Unter der Annahme, daß ein symmetrischer Dreiphasenstrom vom Netz
zufließt, erhält man in der Ausgleichsmaschine eine gegenläufige symmetrische
Ankerrückwirkung, gegen welche sich der Kurzschlußkäfig mit etwa doppelter synchroner
Geschwindigkeit bewegt. Die Bedingungen für die Kompensierung dieser Ankerrückwirkung
sind demnach sehr günstige. Es ist dabei leicht möglich, die Kurzschluß wicklung
so stark zu machen, daß das vefbleibende gegenläufige Restfeld sehr klein wird.
Eine andere Möglichkeit für die Ständerwicklung
der Ausgleichsmaschine zeigt Abb. 2. Sie ist hier zweip'hasig ausgeführt. Die
Phase W2 zweigt von der Mitte zwischen W1
und W1' ab. Die Windungszahl von W3 muß
i-ä- mal so groß sein als die von W1 -(- W1'.
Die Anordnung der zweiphasigen Ständerwickluiig für den beispielsweisen Fall einer
Zweischichtwicklung ist in Abb. 3 dargestellt. Es ist auch möglich, die Ausgleichsmaschine im Läufer mit Gleichstrom zu erregen
und dadurch zur Blindleistungslieferung heranzuziehen.
Claims (5)
- Patentansprüche:ι. Einrichtung zur Umformung von Drehstrom in Einphasenstrom mittels ;" einer asynchronen oder synchronen Ma- !■" schine, bei der zwei Ständerwicklungen, deren resultierende Spannung senkrecht auf der einer dritten Ständerwicklung steht, in Reihenschaltung an zwei Phasen des Drehstromnetzes angeschlossen sind, während die dritte Ständerwicklung an der Mitte der beiden anderen Wicklungen und über den. öder die einphasigen Verbraucher an der dritten Netzphase liegt j dadurch gekennzeichnet, daß zur Kompensierung der Ankerrückwirkung die Drehrichtung der Maschine entgegengesetzt der bei normalem dreiphasigem Netzanschluß gewählt ist,
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Läufer der Maschine eine Käfigwicklung geringen .Widerstandes trägt.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch die Verwendung eines dreiphasigen Kurzschlußankermotors.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch die Verwendung einer zweiphasig bewickelten Maschine, bei der die Windungszahl der drittenStänderwicklung i3- mal größer ist alsdie der beiden anderen Wicklungen.
- 5. Einrichtung- nach Anspruch χ unter Verwendung eines dreiphasigen Schleifringläufers, dadurch gekennzeichnet, daß die Läuferwicklung zur Kompensierung der Blindleistung mit Gleichstrom erregt wird.Hierzu 1 -Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA78731D DE660033C (de) | 1936-03-06 | 1936-03-06 | Einrichtung zur Umformung von Drehstrom ohne Nulleiter in Einphasenstrom |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA78731D DE660033C (de) | 1936-03-06 | 1936-03-06 | Einrichtung zur Umformung von Drehstrom ohne Nulleiter in Einphasenstrom |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE660033C true DE660033C (de) | 1938-05-14 |
Family
ID=6947509
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA78731D Expired DE660033C (de) | 1936-03-06 | 1936-03-06 | Einrichtung zur Umformung von Drehstrom ohne Nulleiter in Einphasenstrom |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE660033C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1009714B (de) * | 1954-05-11 | 1957-06-06 | Siemens Ag | Anordnung zur Umformung von Einphasen- in Mehrphasenstrom gleicher Frequenz und umgekehrt |
-
1936
- 1936-03-06 DE DEA78731D patent/DE660033C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1009714B (de) * | 1954-05-11 | 1957-06-06 | Siemens Ag | Anordnung zur Umformung von Einphasen- in Mehrphasenstrom gleicher Frequenz und umgekehrt |
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