DE657445C - Verfahren zur Herstellung einer Anstrich- oder Spachtelmasse, insbesondere zum Schutze von Daechern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Anstrich- oder Spachtelmasse, insbesondere zum Schutze von DaechernInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
- Verfahren zur Herstellung einer Anstrich- oder Spachtelmasse, insbesondere zum Schutze von Dächern Die Erfindung betrifft die Herstellung einer verbesserten Anstrich- oder Spachtelmasse, insbesondere zum Schutze von Dächern, die für verhältnismäßig lange Zeiten witterungs-und chemikalienbeständige, nicht spröde oder rissig werdende, nicht tropfende oder abfließende Überzüge liefert. Die Masse besteht aus Erdölbitumen, Asbest, organischen Lösungsmitteln und einem als Weichmachungsmittel dienenden Gemisch aus tierischem und pflanzlichem Fett sowie schwerem Mineralöl und Vaseline; die innige Durchmischung der Masse geschieht in heißflüssigem Zustande, in Gegenwart eines Metallsalzes, z. B. Bleiacetat, Zinkacetat.
- Bekannt ist, daß Dächer, welche nicht aus Ziegeln bestehen, z. B. Flachdächer oder Pappdächer, ihrer geringen Dicke wegen unter den Witterungseinflüssen besonders stark leiden. Man hat versucht, die Haltbarkeit einer derartig dünnen Dachhaut durch Teeren zu verlängern; zu diesem Zweck wurden die zu verwendenden Überzugsmassen vielfach vor der Verarbeitung durch Erwärmen dünnflüssig genacht. Kam Teer zur Anwendung, so blieb der Nachteil des Tropfens bei warmer Jahreszeit nicht aus. Bei starken Dachneigungen floß er schon teilweise während der Verarbeitung herab. Der schnelle Verlust seiner leichtflüchtigen Bestandteile machte die Dächer in der Kälte spröde und.rissig. Auch in teerfreien Pappen, sogenannten Bitumenpappen, sind die weichmachenden Bestandteite so gering, daß die Pappen nach wenigen Jahren spröde werden. Aus diesem Grunde hat man in der Praxis bereits doppelte Papplagen vorgesehen, damit die untere Lage den Witterungseinflüssen nicht direkt ausgesetzt ist. Alle Pappdächer haben ferner den großen Nachteil, je nach der Breite der einzelnen Pappbahnen, einen sogenannten Stoß durch die Überlappung der Bahnen zu hinterlassen, der auch bei vorsichtiger Verarbeitung gegebenenfalls Wasser unter sich hineinläßt und, besonders durch das Frostwetter hervorgerufen, die ersten Undichtigkeiten verursacht. Auch die Arbeitsweise, den Stößen der überlappten Pappbahnen durch Nesselstreifen unter Überstreichen mit einer Bitumenmasse eine sichere Übergangsdichtung für die kalte Jahreszeit zu verleihen, hat sich nicht bewährt.
- Verwendet man nun die Anstrich- und Spachtelmasse gemäß vorliegender Erfindung, so werden die vorstehend geschilderten Mängel beseitigt und ein für längere Zeit haltbarer Überzug erzielt.
- Infolge der Bildung einer dichtenden Haut an der Oberfläche des Überzuges wird die darunter befindliche dehnbare Schicht vor dem zerstörenden Zutritt von Hitze, Frost u. dgl. geschützt. Der Überzug tropft von steilen Flächen oder senkrechten Wänden nicht ab, gleichviel bei welcher Jahreszeit. Es sind auch Überzugsmassen bekannt, die Erdölbitumen, Weichmacher, Füllstoffe und Lösungsmittel in, anderer Zusammensetzung erhalten; diese Massen ergeben aber Über,-
Beispiel -# Erdölbitumen (Schmelzpunkt 7o bis 8o1 C nach Krämer-Sarnow) -wird mit 51/1 schwerem Mineralöl (Flammpunkt 25o°, Zähflüssigkeit etwa 6 bei ioo°), 5°/° Vaseline (Tropfpunkt d.81), 151/o Wollfett (Tropfpunkt 53°), etwa 151/1 Palmöl (handelsüblicher Beschaffenheit) und 33'/, eines Organischen Lösungsmittels (beispielsweise Schwerbenzin mit spei. Gewicht 0,788 bei 15°) verschmolzen; alsdann wird der heißflüssigen Masse (170°) unter Rühren i bis °/° Bleiacetat zugemischt. Während der Herstellung einer Anstrichmasse erfolgt der Zusatz von 5 bis 1o1/° Asbestmehl zur Erhöhung der Geschmeidigkeit, für die Spachtelmasse außerdem noch 2o bis 300/0 Asbestfasern. Es tritt während der Erwärmung der Masse durch den Zusatz eines Metallsalzes, wie Bleiacetat, Zinkacetat, eine heftige Reaktion ein, wodurch eine Veredelung der Masse, z. B.zöge, die auf lange Zeit hinaus den WitteAt, einflössen nicht ausreichend standhalten, r::-2Diese Anstrich- oder Spachtehnasse eignet sich zum dauerhaften Überziehen von flachen und steilen Dächern o. dgl., z. B. für Reparaturen an Pappdächern, Kehlen, Oberlichten, durchrosteten Dachrinnen, Wellblechdächern.-.-.,-iüglich Widerstandsfähigkeit gegen che- ische Angriffe, erzielt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfähren zur Herstellung einer Anstrich- oder Spachtelmasse, insbesondere zum Schutze von Dächern, aus Erdölbitumen, Asbest, Weichinachungs- und organischen Lösungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß als Weichmachungsmittel ein Gemisch aus tierischem und pflanzlichem Fett sowie schwerem Mineralöl und Vaseline dient und die innige Durchmischung der heißflüssigen Masse in Gegenwart eines Metallsalzes, z. B. Bleiacetat, vor sich geht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEV29338D DE657445C (de) | 1933-03-24 | 1933-03-24 | Verfahren zur Herstellung einer Anstrich- oder Spachtelmasse, insbesondere zum Schutze von Daechern |
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| DE657445C true DE657445C (de) | 1938-03-04 |
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ID=7584811
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| DEV29338D Expired DE657445C (de) | 1933-03-24 | 1933-03-24 | Verfahren zur Herstellung einer Anstrich- oder Spachtelmasse, insbesondere zum Schutze von Daechern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE657445C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE752948C (de) * | 1939-02-28 | 1952-11-10 | Ig Farbenindustrie Ag | Temperaturbestaendiges, bitumenhaltiges, isolierende Schutzfilme lieferndes UEberzugsmittel |
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1933
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