DE657435C - Polsterplatte aus Daunen - Google Patents

Polsterplatte aus Daunen

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DE657435C
DE657435C DEM131520D DEM0131520D DE657435C DE 657435 C DE657435 C DE 657435C DE M131520 D DEM131520 D DE M131520D DE M0131520 D DEM0131520 D DE M0131520D DE 657435 C DE657435 C DE 657435C
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DE
Germany
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adhesive
padding
upholstery
feather
glue
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Application number
DEM131520D
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English (en)
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CHEMISCHE IND ACT GES
Mercur Tech
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CHEMISCHE IND ACT GES
Mercur Tech
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B68SADDLERY; UPHOLSTERY
    • B68GMETHODS, EQUIPMENT, OR MACHINES FOR USE IN UPHOLSTERING; UPHOLSTERY NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B68G11/00Finished upholstery not provided for in other classes
    • B68G11/02Finished upholstery not provided for in other classes mainly composed of fibrous materials

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mattresses And Other Support Structures For Chairs And Beds (AREA)

Description

  • Polsterplatte aus Daunen Die Erfindung betrifft eine Polsterplatte aus Federn bzw. Daunen.
  • Es ist bereits bekannt, Federn auf eine Gewebeunterlage aufzukleben, doch lassen sich in dieser Weise nur sehr dünne Überzüge herstellen, weil bloß die mit .dem Gewebe in unmittelbarer Berührung stehende Daunenschicht am Gewebe haftet. Es ist auch bekannt, Federn mit einem flüssigen Klebstoff zu tränken oder durch Walken zu einem festen filzartigen Gefüge zu verbinden, wodurch jedoch die Daunenpolster ihre Eigenart, das geringe Raumgewicht und die hohe Nachgiebigkeit einbüßen. Die Erfindung bezweckt dagegen, das lockere Gefüge des Daunenpolsters in seiner ursprünglichen Eigenart nicht nur ungeschmälert beizubehalten, sondern auch auf die Dauer zu sichern und das Zusammenfallen und Zusammenballen, welches bei losen Daunen sonst in Polstern eintritt, zu verhüten.
  • Dies wird gemäß der Erfindung dadurch `erreicht, daß :die Federdaunen an .den Kreuzungsstellen der Strahlen der sich locker berührenden Federdaunen durch ein Klebmittel zusammengehalten sind.
  • Das Klebmittel kann in flüssigem Zustande auf die Federdaunen aufgetragen und nachträglich zum Erstarren gebracht werden. Zu diesem Zwecke kann man in einem geschlossenen Raum das Klebmittel in flüssigem Zustande fein zerstäubt nebelartig schwebend halten und dann die Federdaunen einbringen, auf die sich die winzigen Tröpfchen des Klebmittels ablagern. Die Menge des zerstäubten Klebmittels darf nicht so groß sein, daß es die Federdaunen so weit benetzt, daß diese zusammenfallen.
  • Die Zerstäubungskammer erhält zweckmäßig in der Höhe des Bodens und der Decke je einen Siebeinsatz. Das Zerstäuben des Klebmittels und die Einführung .der Federdaunen erfolgt in den Raum zwischen den Siebeinsätzen. Nachdem die Federdaunen sich auf den unteren Siebeinsatz abgelagert haben, wird der obere Siebeinsatz so weit gesenkt, bis die zwischen den Siebeinsätzen befindliche Federdaunenmasse die gewünschte Schichtstärke erhalten hat. Hierauf bewirkt man das Erstarren des Klebmittels.
  • Die zum Erstarren des Klebmittels verwendeten Mittel richten sich nach der Art des Klebmittels. Wird beispielsweise Leim zum Verkleben der Federdaunen benützt, so verwendet man eine Leimlösung, die bei höherer Temperatur flüssig, bei Zimmertemperatur jedoch fest ist, und erhitzt vor dem Zerstäuben die Luft in der Zerstäubungskammer auf eine Temperatur, bei der die Leimlösung flüssig bleibt. Die Luft muß genügend. Feuchtigkeit enthalten, um das Austrocknen der Leimtröpfchen zu verhüten. Zwecks Erstarrens der Leimlösung läßt man durch die zwischen die Siebeinsätze eingeschlossene Federdaunenschicht kalte Luft hindurchströmen. Bei Ver-
    wendung einer Lösung des Klebmittels .,
    leichtflüchtigen Lösungsmitteln verfährt
    in gleicher Weise, es fällt jedoch die Erw
    niung der mit Lösungsmitteldämpfen gesättig-Lern Luft fort, dagegen wird das Erstarren des Klebmittels durch Verdampfen .des Lösungsmittels durch einen warmen Luftstrom bewirkt. Es kann aber auch ein flüssiger Klebstoff benützt wer den, der durch einfache Temperaturerhöhung auch ohne Verdunstung des Lösungsmittels zum Erstarren gebracht wird, beispielsweise eine temperaturempfindliche Kautschukmilch, die in zerstäubtem Zustande mit den Federdaunen in Berührung gebracht und mittels heißer Luft koaguliert wird.
  • Die Verwendung flüssiger Klebmittel ist jedoch wegen der großen Empfindlichkeit der Federdaunen gegenr Flüssigkeiten mit Schwierigkeiten verbunden. Für .die praktische Herstellung des Federdau.nenfilzes ist es also bedeutend zweckmäßiger, bei gewöhnlicher Temperatur feste und durch Temperaturerhöhung schmelzbare Klebstoffe, z. B. Harze, in fein gepulvertem festem Zustande auf die Federdaunen aufzubringen. Dies kann sehr einfach dadurch erfolgen, d aß die Federdaunen mit dem fein gepulverten Klebstoff, z. B. Kolophonium, in, Mischtrommeln durchgemischt werden. Die mit ,derb Klebstaub beschwerten Federdaunen fliegen nicht so wie die unbeschwerten, lassen sich also leicht behandeln, um in diejenige Gestalt gebracht zu «erden, in .der sie .durch Erhitzen über .die Schmelztemperatur des Klebstoffes und nachträgliches Abkühlen zu einem Polster geformt werden sollen. Zur Herstellung von prismatischen oder zylindrischen Körpern füllt man die mit dem Klebstaub vermengten Federdaunen in eine prismen- oder zylinderförmige Form und drückt sie mittels eines kolbenartig beweglichen Einsatzes auf die gewünschte Schichtstärke zusammen. Die Form wird dann in einem Ofen über .die Schmelztemperatur des Klebstoffes erhitzt, und man läßt sie dann abkühlen. Wegen der äußerst schlechten Wärineleitungsfähigkeit der Federdaunen und weil ihre zu starke Erhitzung vermieden werden 'muß, nimmt die Erhitzung und Abkühlung insbesondere bei großen Schichtstärken eine verhältnismäßig lange Zeit in Anspruch. Deshalb verwendet man zweckmäßiger Formen mit durchlässigen Wänden und bewirkt die Erhitzung und Abkühlung der Federdaunenklebstoffmischung .durch Hindurchtreiben von warmer und dann kalter Luft.
  • In dieser Weise läßt sich,d'as Erhitzen und Abkühlen so schnell vollziehen, ,daß auch endlose Filzbahnen fortlaufend erzeugt werden können. Zu diesem Zwecke führt man das Federdaunenklebstaubgemisch zwischen gleichläufige Strecken zweier endloser Bänder aus einem durchlässigen Gewebe ein, die in ;einem die Stärken der zu erzeugenden Filz-' bahn bestimmenden Abstande parallel geführt ,`sind. An der parallelen Strecke läßt man zunächst einen erhitzten Luftstrom und weiter einen kalten Luftstrom durch die bewegten Transportbänder und die dazwischenliegenden Feder daunenschich.t hindurchströmen.
  • Die Menge des zu verwendenden Klebstoffes richtet sich nach der Art des letzteren und der geforderten Festigkeit des Zusammenbanges der Federdaunen. Bei Verwendung von Kolophoniumstaub wird man beispielsweise gute Ergebnisse erreichen, wenn .die Menge des Kolophonium 5o bis zoo Gewichtsprozent der Menge der Federdaunen beträgt.
  • Die Dichte des Federdaunenpolsters richtet sich nach der Pressung, der man das Federdaunenklebstoffgemisch mährend der Formgebung .durch Erstarrung bzw. Schmelzung und Erstarrung -des Klebmittels unterwirft. Ist diese Pressung ganz gering, so erhält man eine äußerst lockere, aber trotzdem formhaltige, zusammenhängende Federdaunenmasse. Diese ist auf Druck äußerst nachgiebig, aber so elastisch, daß die Polsterplatte nach Aufhören des Druckes wieder ihre ursprüngliche Gestalt annimmt.
  • Die Federdaunenpolsterplatte kann, insbesondere wenn es sich um fortlaufende Bahnen handelt, einseitig oder an beiden Seiten, wie an sich bekannt, mit einer Gewebe- oder Papierschicht verklebt werden. Diese Gewebe-oder Papierschicht .dient nicht nur zur Erhöhung .der Festigkeit und zum Schutze der Polsterplatte, sondern auch zur Vermeidung des Anklebens der Federdaunen an die Formwände während der Verformung. Zu diesem Zwecke können bei Anfertigung fortlaufender Polsterbahnen die das Formen der Bahnen bewirkenden Führungsbänder gleichzeitig die dauernde Verkleidung des Daunenpolsters bilden. Aber auch die geschlossenen zylindrischen oder anderen Formen. können vor Einfüllen des Federdaunen-Klebstaub-Gemisches mit Papier oder einem Gewebe oder mit irgendeinem Belage ausgefüttert werden, der während des Schmelzens des Klebstaubes mit dem Fe.d'erda.unenfilz zusammenklebt und mit :diesem zusammen aus der Form entfernt` wird. Bei komplizierten Formen kann man den Belag z. B. aus einer Cellulosederivatschicht bilden. Diese wird auf die zwecks Verhinderns des Anklebens eingefettete Innenwandung der Form als Lösung, z. B. .durch Zerstäuben, aufgetragen.
  • Die aus Federdaunen bestehende Polsterplatte besitzt bei ganz geringem spezifischem Volumengewicht eine äußerst hohe yWärme-und Schallisolierungsfähigkeit und zeichnet sich gegenüber der Verwendung vön losen Federdaunen .durch eine Formhältigkeit aus. Infolgedessen ist ihre Anwendungsfähigkeit: eine äußerst vielfältige. Sie läßt sich z. B. als " Füllung für Decken oder Kissen verwenden und zeichnet sich gegenüber losen Federdaunen dadurch aus; daß die Federdaunen ihre ursprüngliche gegenseitige Lage dauernd beibehalten, also sich weder zusammenballen noch allmählich zusammenfallen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Polsterplatte aus Daunen, gekennzeichnet durch ein luftdurchlässiges Gefüge aus Federdaunen, die an den Kreuzungsstellen der Strahlen. der sich locker berührenden Daunen durch ein Klebmittel zusammengehalten sind. a. Polsterplatte aus Daunen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, :daß an die Außenseite der Polsterplatte eine Haut geklebt ist aus einem Stoff, der eine größere Zugfestigkeit als .die Polsterplatte besitzt. 3. Verfahren. zur Herstellung einer Polsterplatte nach Anspruch. i, dadurch gekennzeichnet, daß die losen Daunen mit einem zerstäubten Klebmittel zusammengebracht und in einer Form einer die Bindung ,des Klebmittels bewirkenden Behandlung unterworfen wenden. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die losen Daunen in einer Mischvorrichtung mit einem durch Erhitzung in einen klebefähigen Zustand überführbaren staubförmigen: Klebmittel zusammengemischt, die in eine d ie Gestalt der Polsterplatte bestimmende Form gebrachten, mit dem Klebstaub beschwerten Daunen bis auf die Klebrigkeitstemperatur des Klebstaubes erhitzt und sodann wieder abgekühlt werden. 5. Verfahren nach Anspruch 3 oder d., dadurch gekennzeichnet, daß idie Erhitzung und Abkühlung der Daunen-Klebstoff-Mischung mittels eines durch die in der Form befindliche Mischung hindurchgetriebenen heißen bzw. kalten Gasstromes bewirkt wird. 6. Verfahren nach Anspruch 3 oder d., dadurch gekennzeichnet, daß die die Gestaltung der Polsterplatte bewirkenden Formwände vor Einfüllung der Daunen mit einem von den Wänden loslösbaren, jedoch mit der Polsterplatte verklebenden Belag versehen werden.
DEM131520D 1935-04-09 1935-07-10 Polsterplatte aus Daunen Expired DE657435C (de)

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