DE656178C - Raster, insbesondere fuer Roentgenstrahlenblenden - Google Patents
Raster, insbesondere fuer RoentgenstrahlenblendenInfo
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Description
- Raster, insbesondere für Röntgenstrahlenblenden Bekannte Röntgenstrahlenblenden bestehen aus einer Anzahl aneinandergereihter Schachtwände, die zwischen sich Schächte für den Durchtritt der Röntgenstrahlen aufweisen. Regelmäßig werden solche Blenden in ebenfalls bekannter Weise zwischen dein durch die Röntgenstrahlen abzubildenden Objekt und dem Bildträger angebracht und dienen dann dazu, die das Bild beeinträchtigende Wirkung der sekundären Röntgenstrahlen zu beseitigen. Dabei ist es erwünscht und ebenfalls bekannt, das durch die Schachtwände gebildete Raster möglichst engmaschig auszubilden, also die Dicke der Schachtwände und die Breite der Zwischenräume zwischen je zwei Schachtwänden klein zu machen. Diesem Bestreben ist jedoch, wenn man sich wie bisher dazu mechanischer Mittel bedient, eine Grenze gesetzt, durch deren Erreichen nicht allen angestrebten Zwecken genügt ist. Auch auf anderen Anwendungsgebieten, beispielsweise in der Reproduktionstechnik, besteht Bedarf nach besonders engmaschigen Rastern.
- Ein Fortschritt wird hier durch die Erfindung herbeigeführt, der gemäß ein den Stralilendurchtritt nur durch die Zwischenräume zwischen den Schachtwänden (Rasterlinien) ermöglichendes Gitter (Raster) auf photochemischem Wege gewonnen wird. Die in ihren Abmessungen oberhalb der mikroskopischen Grenze liegenden Rastergebilde sind Schachtwände, die in einer entsprechend dikken empfindlichen Schicht durch Anwendung durchdringungsfähiger Strahlen hergestellt sind. Die für den jeweiligen Zweck erforderliche Höhe der Schachtwände (Rasterlinien) kann durch- entsprechende Dickenbemessung der strahlenempfindlichen Schicht oder auch dadurch erreicht werden, daß mehrere strahlenempfindliche Schichten übereinander angeordnet sind.
- Um die Schachtwände (Rasterlinien) selbst genügend undurchlässig für die bei ihrer Anwendung benutzten Strahlen, beispielsweise Röntgenstrahlen, zu machen, kann man als strahlenempfindliche Schicht eine mit einer Verbindung eines Metalles hoher Ordnungszahl, beispielsweise mit einem Bleisalz, getränkte Chromgelatine verwenden. Auch kann man an die auf photochemischem Wege gewonnenen Schachtwände Stoffe von großer Absorptionsfähigkeit für die bei der Anwendung benutzten Strahlen, beispielsweise, wenn es sich um Röntgenstrahlen handelt, Blei, auf chemischem oder galvanischem Wege anlagern.
- Für die zur photochemischen Gewinnung des Scliachtwände-(Linien-)Rasters erforderliche Belichtung mit aktinischen Strahlen kann man sich einer Einrichtung bedienen, bei der zwischen der Ouelle der aktinischen Strahlen und der zu belichtenden, für diese Strahlen empfindlichen Schicht ein entsprechend enger Spalt angebracht ist und eine Relativbewegung zwischen dein Spalt und der Quelle der aktinischen Strahlen oder zwischen dem Spalt und der für die aktirischen Strahlen empfindlichen Schicht oder zwischen dieser Schicht und der Quelle der aktirischen Strahlen stattfindet, derart, daß, wie es in der Abbildung in einem Ausführungsbeispiel in perspektivischer Ansicht schematisch dargestellt ist, dass von der Ouelle a der aktirischen Strahlen (Röntgenröhrenantikathode o. dgl.) ausgehende, durch den in der für Röntgenstrahlen undurchlässigen Platte b angebrachten Spalt c ausgeblendete flache -Strahlenbündel d ruckweise über die Fläche der für die aktirischen Strahlen empfindlichen Schicht e hin streicht. Die Fortschaltung der Platte b kann in einfacher Weise beispielsweise dadurch ruckweise erfolgen, daß eine nach Art einer Uhrhemmvorrichtung ausgebildete Vorrichtung f in die an der Platte b befestigte Zahnstange g eingreift, so daß die Platte b (und damit der Spalt c) jeweils um einen Zahn der Stange g nach unten fällt. Dabei entstehen die Rasterlinien IL. An Stelle der Spaltblende kann auch eine andere Blende, beispielsweise eine solche mit punktförmiger Öffnung, verwendet werden, die ruckweise oder stetig bewegt wird.
- Als Quelle der aktirischen Strahlen können beispielsweise, wenn es zur Vermeidung von Beugungserscheinungen erwünscht ist, Röntgenstrahlen, vorzugsweise solche mit vernachlässigbarer Streuung (sog. Grenzstrahlen), dienen.
- Schachtwände für engmaschige Rasterblenden lassen sich, beispielsweise unter Verwendung aktirischer Strahlen, dadurch herstellen, daß man verhältnismäßig dünne, strahlenempfindliche Schichten in der an Hand der Abbildung vorstehend beschriebenen Weise belichtet und daß man hierauf mehrere solche, verhältnismäßig dünne, mit aktirischen Strahlen bestrahlte Schichten so aufeinanderlegt, daß sich die Rasterstreifen o. dgl. decken.
- Es ist aber auch möglich, von vornherein eine verhältnismäßig dicke strahlenempfindliche Schicht mit aktirischen Strahlen, wie beschrieben, zu bestrahlen und die Strahlen so lange auf die aktirische Schicht einwirken zu lassen, daß sie ihre ganze Schichtdicke durchsetzende strahlenundurchlässige Schachtwände aufweist. Diese letztere Art der photochemischen Herstellung von Schachtwänden bei Rasterblenden ist besonders dann empfehlenswert, wenn als aktirische Strahlen Röntgenstrahlen Verwendung finden, die, wie bekannt, verhältnismäßig leicht in größere Tiefen strahlenempfindlicher Schichten eindringen. Es ist bereits ein röntgenoptischer Separator bekanntgeworden, dessen Blendenelemente mikro- oder submikroskopische Abmessungen aufweisen, die also im Gegensatz zü:den Rastergebilden (Schachtwänden oder T@fen) gemäß der vorliegenden Erfindung nicht v ollkommen strahlenundurchlässig sind; die Abblendung der Strahlen kann also bei dem bekannten röntgenoptischen Separator nicht vollkommen durch ein einziges Rasterelement erfolgen. Überdies ist man bei dem bekannten röntgenoptischen Separator in unerwünschter Weise vbn der zufälligen Zusammenklumpung der mikro- oder submikroskopischen Blendenelemente abhängig. Daß solche Klumpen von Blendenelementen bei jeder Anwendung des bekannten Separators unerwünscht sind, liegt auf der Hand, da unregelmäßig angeordnete Klumpen zweifellos das zu betrachtende Bild stören.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Raster, insbesondere für Röntgenstrahlenblenden, dadurch gekennzeichnet, daß die in ihren Ahmessungen oberhalb der mikroskopischen Grenze liegenden Rastergebilde auf photochemischem Wege in einer entsprechend dicken empfindlichen Schicht durch Anwendung durchdringungsfähiger Strahlen hergestellte Schachtwände sind. a. Raster nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß seine Schachtwände (Rasterlinien) durch etwa auf chemischem oder galvanischem Wege erfolgtes Anlagern von Stoffen verstärkt sind, die die bei der Rasteranwendung benutzten Strahlen stark absorbieren. 3. Einrichtung für die zur photochemischen Gewinnung des Rasters erforderliche Belichtung mit aktirischen Strahlen, dadurch gekennzeichnet, daß eine enge (spalt- oder punktförmige) Blende zwischen der Quelle der aktirischen Strahlen und der zu belichtenden für diese Strahlen empfindlichen Schicht angebracht ist und daß entweder die Blende relativ zu der Quelle der aktirischen Strahlen oder die Blende relativ zu der für die aktirischen Strahlenempfindlichen Schicht oder diese Schicht relativ zu der Quelle der aktirischen Strahlen bewegbar gemacht ist. 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als aktirische Strahlen Röntgenstrahlen, vorzugsweise solche mit vernachlässigbarer Streuung (Grenzstrahlen), dienen.
Priority Applications (1)
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| DES105470D DE656178C (de) | 1932-07-16 | 1932-07-16 | Raster, insbesondere fuer Roentgenstrahlenblenden |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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|---|---|
| DE656178C true DE656178C (de) | 1938-02-02 |
Family
ID=7526600
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DES105470D Expired DE656178C (de) | 1932-07-16 | 1932-07-16 | Raster, insbesondere fuer Roentgenstrahlenblenden |
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| DE (1) | DE656178C (de) |
-
1932
- 1932-07-16 DE DES105470D patent/DE656178C/de not_active Expired
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