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Raster, insbesondere für Röntgenstrahlenblenden Bekannte Röntgenstrahlenblenden
bestehen aus einer Anzahl aneinandergereihter Schachtwände, die zwischen sich Schächte
für den Durchtritt der Röntgenstrahlen aufweisen. Regelmäßig werden solche Blenden
in ebenfalls bekannter Weise zwischen dein durch die Röntgenstrahlen abzubildenden
Objekt und dem Bildträger angebracht und dienen dann dazu, die das Bild beeinträchtigende
Wirkung der sekundären Röntgenstrahlen zu beseitigen. Dabei ist es erwünscht und
ebenfalls bekannt, das durch die Schachtwände gebildete Raster möglichst engmaschig
auszubilden, also die Dicke der Schachtwände und die Breite der Zwischenräume zwischen
je zwei Schachtwänden klein zu machen. Diesem Bestreben ist jedoch, wenn man sich
wie bisher dazu mechanischer Mittel bedient, eine Grenze gesetzt, durch deren Erreichen
nicht allen angestrebten Zwecken genügt ist. Auch auf anderen Anwendungsgebieten,
beispielsweise in der Reproduktionstechnik, besteht Bedarf nach besonders engmaschigen
Rastern.
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Ein Fortschritt wird hier durch die Erfindung herbeigeführt, der gemäß
ein den Stralilendurchtritt nur durch die Zwischenräume zwischen den Schachtwänden
(Rasterlinien) ermöglichendes Gitter (Raster) auf photochemischem Wege gewonnen
wird. Die in ihren Abmessungen oberhalb der mikroskopischen Grenze liegenden Rastergebilde
sind Schachtwände, die in einer entsprechend dikken empfindlichen Schicht durch
Anwendung durchdringungsfähiger Strahlen hergestellt sind. Die für den jeweiligen
Zweck erforderliche Höhe der Schachtwände (Rasterlinien) kann durch- entsprechende
Dickenbemessung der strahlenempfindlichen Schicht oder auch dadurch erreicht werden,
daß mehrere strahlenempfindliche Schichten übereinander angeordnet sind.
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Um die Schachtwände (Rasterlinien) selbst genügend undurchlässig für
die bei ihrer Anwendung benutzten Strahlen, beispielsweise Röntgenstrahlen, zu machen,
kann man als strahlenempfindliche Schicht eine mit einer Verbindung eines Metalles
hoher Ordnungszahl, beispielsweise mit einem Bleisalz, getränkte Chromgelatine verwenden.
Auch kann man an die auf photochemischem Wege gewonnenen Schachtwände Stoffe von
großer Absorptionsfähigkeit für die bei der Anwendung benutzten Strahlen, beispielsweise,
wenn es sich um Röntgenstrahlen handelt, Blei, auf chemischem oder galvanischem
Wege anlagern.
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Für die zur photochemischen Gewinnung des Scliachtwände-(Linien-)Rasters
erforderliche Belichtung mit aktinischen Strahlen kann man sich einer Einrichtung
bedienen, bei der zwischen der Ouelle der aktinischen Strahlen und der zu belichtenden,
für diese Strahlen empfindlichen Schicht ein entsprechend enger Spalt angebracht
ist und eine Relativbewegung zwischen dein Spalt und der Quelle der aktinischen
Strahlen oder zwischen dem Spalt und der für die
aktirischen Strahlen
empfindlichen Schicht oder zwischen dieser Schicht und der Quelle der aktirischen
Strahlen stattfindet, derart, daß, wie es in der Abbildung in einem Ausführungsbeispiel
in perspektivischer Ansicht schematisch dargestellt ist, dass von der Ouelle a der
aktirischen Strahlen (Röntgenröhrenantikathode o. dgl.) ausgehende, durch den in
der für Röntgenstrahlen undurchlässigen Platte b angebrachten Spalt c ausgeblendete
flache -Strahlenbündel d ruckweise über die Fläche der für die aktirischen Strahlen
empfindlichen Schicht e hin streicht. Die Fortschaltung der Platte b kann in einfacher
Weise beispielsweise dadurch ruckweise erfolgen, daß eine nach Art einer Uhrhemmvorrichtung
ausgebildete Vorrichtung f in die an der Platte b befestigte Zahnstange
g eingreift, so daß die Platte b (und damit der Spalt c) jeweils um einen Zahn der
Stange g nach unten fällt. Dabei entstehen die Rasterlinien IL. An Stelle der Spaltblende
kann auch eine andere Blende, beispielsweise eine solche mit punktförmiger Öffnung,
verwendet werden, die ruckweise oder stetig bewegt wird.
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Als Quelle der aktirischen Strahlen können beispielsweise, wenn es
zur Vermeidung von Beugungserscheinungen erwünscht ist, Röntgenstrahlen, vorzugsweise
solche mit vernachlässigbarer Streuung (sog. Grenzstrahlen), dienen.
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Schachtwände für engmaschige Rasterblenden lassen sich, beispielsweise
unter Verwendung aktirischer Strahlen, dadurch herstellen, daß man verhältnismäßig
dünne, strahlenempfindliche Schichten in der an Hand der Abbildung vorstehend beschriebenen
Weise belichtet und daß man hierauf mehrere solche, verhältnismäßig dünne, mit aktirischen
Strahlen bestrahlte Schichten so aufeinanderlegt, daß sich die Rasterstreifen o.
dgl. decken.
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Es ist aber auch möglich, von vornherein eine verhältnismäßig dicke
strahlenempfindliche Schicht mit aktirischen Strahlen, wie beschrieben, zu bestrahlen
und die Strahlen so lange auf die aktirische Schicht einwirken zu lassen, daß sie
ihre ganze Schichtdicke durchsetzende strahlenundurchlässige Schachtwände aufweist.
Diese letztere Art der photochemischen Herstellung von Schachtwänden bei Rasterblenden
ist besonders dann empfehlenswert, wenn als aktirische Strahlen Röntgenstrahlen
Verwendung finden, die, wie bekannt, verhältnismäßig leicht in größere Tiefen strahlenempfindlicher
Schichten eindringen. Es ist bereits ein röntgenoptischer Separator bekanntgeworden,
dessen Blendenelemente mikro- oder submikroskopische Abmessungen aufweisen, die
also im Gegensatz zü:den Rastergebilden (Schachtwänden oder T@fen) gemäß der vorliegenden
Erfindung nicht v ollkommen strahlenundurchlässig sind; die Abblendung der Strahlen
kann also bei dem bekannten röntgenoptischen Separator nicht vollkommen durch ein
einziges Rasterelement erfolgen. Überdies ist man bei dem bekannten röntgenoptischen
Separator in unerwünschter Weise vbn der zufälligen Zusammenklumpung der mikro-
oder submikroskopischen Blendenelemente abhängig. Daß solche Klumpen von Blendenelementen
bei jeder Anwendung des bekannten Separators unerwünscht sind, liegt auf der Hand,
da unregelmäßig angeordnete Klumpen zweifellos das zu betrachtende Bild stören.