DE655119C - Verfahren zum Giessen von Metallbloecken unter Verwendung eines Lunkerverhuetungsmittels - Google Patents

Verfahren zum Giessen von Metallbloecken unter Verwendung eines Lunkerverhuetungsmittels

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DE655119C
DE655119C DER91523D DER0091523D DE655119C DE 655119 C DE655119 C DE 655119C DE R91523 D DER91523 D DE R91523D DE R0091523 D DER0091523 D DE R0091523D DE 655119 C DE655119 C DE 655119C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D27/00Treating the metal in the mould while it is molten or ductile ; Pressure or vacuum casting
    • B22D27/04Influencing the temperature of the metal, e.g. by heating or cooling the mould
    • B22D27/06Heating the top discard of ingots

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zum Gießen von Metallblöcken unter Verwendung eines Lunkerverhütungsmittels Verfahren zum Gießen von Metallblöcken in einer Kokille unter Verwendung eines langsam verbrennbaren Lunkerverhütungsmittels sind an sich bekannt. So hat man z. B. vorgeschlagen, zur Erhöhung des Flüssigkeitsgrades und der Temperatur der Schlacken in die Gießform vor dem Abgießen ein Gemisch von kohlenstofthaltigen Körpern und Kieselsäure, Ton oder Ziegelmehl einzuführen und dieses Gemisch sowohl vor dem Abgießen in die Gießform als auch nach erfolgtem Abgießen auf das Gießgut zu bringen. Demgegenüber besteht der Gegenstand der vorliegenden Erfindung darin, daß zum Gießen von Metallblöcken verschiedenerHöhe unter Benutzung einer und derselben Kokille das an sich bekannte Gemisch in Gestalt einer an sich bekannten auf dem Gießgut schwimmenden Abdeckhaube verwendet wird, die in verschiedenen Höhen der Kokille lösbar befestigt werden kann. Durch die Anwendung des bekannten zu einem Körper vereinigten Gemisches in Haubenform ist es möglich, in' der verschiedenen Höhe der Kokille jeweils die Bildung eines Lunkers zu verhindern.
  • Bei der praktischen Ausführung der Erfindung wird, wenn die Form durch steigenden Guß gefüllt wird, diese Glocke auf den Grund der Blockform gesetzt oder bei irgendeinem Stand im Innern der Kokille oder an dem oberen Teil derselben festgehalten, wenn die Kokille von oben gefüllt wird.
  • Die Seitenwand der Abdeckhaube kann in einen Rand auslaufen, dessen Durchmesser etwas kleiner ist als der Querschnitt des Kokilleninnenraumes.
  • Die Abdeckhaube ,endet oben in einem mittig abgestumpften offenen Teil, durch den das Metall eintritt, wenn es von oben in die Kokille eingegossen wird; die öffnung kann aber auch mit einer Scheibe von den gleichen Ausmaßen bedeckt werden, die am oberen Teil der Haube befestigt ist, wenn das Gießen des Blockes von unten erfolgt.
  • Die beiliegenden Zeichnungen stellen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar.
  • Abb. i zeigt einen Längsschnitt durch die von oben gefüllte Kokille.
  • Abb. a ist eine Draufsicht der Kokille gemäß Abb. i.-Abb. 3 stellt einen Längsschnitt durch eine im steigenden Guß gefüllte Kokille dar. Abb..l ist eine derselben entsprechende Draufsicht.
  • Wie Abb. i und a zeigen, ist im Innern am oberen Teil einer Blockform i eine Abdeckhaube z angebracht, deren äußerer Rand annähernd die Innenwand der Kokille berührt und einen mittig abgestumpften Teil bildet, der einen übea-schuß von schmelzfiüssigern Metall aufnehmen soll, zwecks Erzeugung eines verlorenen Kopfes. Diese Haube ist in bestimmter Höhe durch Flacheisen 3 angeordnet; diese Eisen ruhen auf dem oberen Rand der Kokille, wo sie durch Gewichte 4 gehalten werden.
  • Die Haube 2 besteht aus einen schwer brennbaren Stoff, beispielsweise aus einer Mischung von Saud und Quarz unter Hinzusctzung von i 5 ojo Natriumsilicat sowie z. B. Sägespäne. Koks, Graphit oder Jute.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung. ist folgende: Man füllt die Kokille 1 mit dem flüssigen Metall, beispielsweise aus einer Gießpfanne 5 und deren üffnung 6 (vgl. Abb. i), bis das Metall den oberen Rand der Abdeckhaube 2 ,erreicht bat. Infolge der verhältnismäßig hohen Temperatur des Metalls wird die Haube 2 langsam verbrennen, gleichzeitig dabei aber verhindern, daß die Metalloberflächie sich abkühlt und die gefürchteten Bunker entstehen. Man erhält auf diese Weise einen Metallblock mit einem Kopf am oberen Teil, der für die Abplattung sogar erwünscht ist.
  • Bewirkt man (vgl. Abb.3) die Einfüllung des Betalls in die Gießform von unten her, so wird das Metall in an sich bekannter, Weise mit Hilfe eines Kanals 8 durch die Öffnung 9 in die Kokille 7 eingeführt, wobei es die am Boden der Blockform ? befindliche Haube i o langsam mit emporhebt, wobei die Haube io mit Hilfe einer abnehmbaren Scheibe z i abgedeckt ist. Am Kopf der Kokille sorgen Flacheisen 12, die durch Gewichte 13 gehalten werden; dafür, daß beim Erreichen einer bestimmten Höhe die Haube io festgehalten wird. Auch bei dieser Gießart wird dafür gesorgt, daß die Haube io bis zur Höhe des Teils i i, also bis zum oberen Rand, vollständig mit Metall angefüllt ist. Durch Verstellen der Flacheisen i i bzw. ihrer Länge kann man die Höhe der gewünschten Gußstücke beliebig ändern. Auch ist es selbstverständlich, da.ß man die Form der Haube beliebig wählen kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Gießen von Metallblöcken mittels einer Kokille unter Verwendung eines langsam verbrennbaren. Bunkerverhütungsmittels, dadurch gekennzeichnet, daß letzteres in Gestalt einer auf dem Gießgut schwimmenden Abdeckhaube verwendet wird, die in verschiedenen Höhen der Blockkokille derart feststellbar ist, daß in ein und derselben Kokille Blöcke von unterschiedlicher Höhe gegossen werden können.
DER91523D 1934-09-19 1934-10-02 Verfahren zum Giessen von Metallbloecken unter Verwendung eines Lunkerverhuetungsmittels Expired DE655119C (de)

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DE (1) DE655119C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1286526B (de) * 1961-09-15 1969-01-09 Niederrheinische Huette Ag Verfahren zum Herstellen von unberuhigtem Stahl

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1286526B (de) * 1961-09-15 1969-01-09 Niederrheinische Huette Ag Verfahren zum Herstellen von unberuhigtem Stahl

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