DE654292C - Packung fuer Heilzwecke - Google Patents
Packung fuer HeilzweckeInfo
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- A61F7/00—Heating or cooling appliances for medical or therapeutic treatment of the human body
- A61F7/02—Compresses or poultices for effecting heating or cooling
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Description
- Packung für Heilzwecke Die Erfindung betrifft eine Packung für Heilzwecke, welche durch Längs- und Quernähte der Leinwandhülle in mehrere Felder zur Aufnahme von Moor, Moorschlamm, vulkanischem Schlamm o. dgl. unterteilt ist. Die Packung ist auf einer Seite zum Anschmiegen an bestimmte Körperteile mit einem Ausschnitt versehen.
- Nach der Erfindung ist die Packung durch die Längs- und Quernähte in fünf Fächer unterteilt, die zur Aufnahme von aus Moor o. dgl. hergestellten Preßstücken dienen. Durch Heranschieben und Auflegen der einzelnen Preßstücke aufeinander läßt sich die Packung in vorteilhafter Weise für den Transport auf kleinstem Raum zusammenlegen. Die zusammengelegte Packung bildet eine geringste Angriffsfläche zur Zerstörung oder Veränderung der heilkräftigen Mineralstoffe des Moores durch die Luftfeuchtigkeit und den Luftsauerstoff. Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand dargestellt, und zwar zeigt Fig. i einen Grundriß, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie A-A in der Fig. i, Fig. 3 einen Schnitt durch die zusammengelegte Packung.
- Die Moorpackung hat eine im wesentlichen rechteckige Form, die durch Vernähen von zwei Leinenseiten am Umfang entsteht, der durch die Seiten a, b, c und d gekennzeichnet ist. Die eine Seite a hat einen Ausschnitt, damit die Packung so gut als möglich an`bestimmte Körperformen, wie an das Becken, Kreuz, an die Schultern, sich anlegt. Die ,so gebildete Packungshülle wird dann durch Längsnähte i, a und Quernähte 3, q. in fünf Fächer 5, 6, 7, 8, 9 geteilt, in denen die Moorpreßstücke 5', 6', 7', 8', g' untergebracht werden. Das mittlere Fach 6 hat' etwa denselben Rauminhalt wie die seitlich neben ihnen liegenden Fächer 8 und 9, während die beiden anderen Fächer 5 und 7 je halb so groß sind. Die Preßstücke 5', 6', 7', 8', g' haben dernentsprechende Größen und sämtlich dieselbe Höhe; dadurch, daß die Packungshülle mit Moor, Schlamm oder einem Stoff vulkanischen Ursprunges o. dgl. in fest gepreßter Form beschickt wird, ist die Füllung gegen `den Einfiuß der Luft wesentlich geschützt. Die Füllung wird noch vorher mit einem anderen Stoff vermischt, welcher die Eigenschaft hat, in Berührung mit heißem Wasser zu quellen und einen gallertartigen Stoff zu bilden, so daß in Berührung mit Moor oder Moorschlamm eine einheitliche plastische Masse entsteht. Als quellender Stoff dient Agar-Agar, Pektin und auch manche Arten von Moosen, wie Karragheenmoos. -Der Quellstoff wird in geringer Menge vori~--etZva i bis :20/, zugegeben, und dadurch wird die Mischung plastisch, so daß der Stoff die Form desjenigen Körperteils annimmt, an ° den er angelegt wird. Durch Zumischen der Quellstoffe, wie Agar, wird auch ein rascher Zer-'fall der gepreßten Würfel in heißem Wasser herbeigeführt und später beim Austrocknen ein Körnigwerden (Granulation) der Füllung der Packung hervorgerufen. Dies verringert deren Verlust beim Austrocknen auf das geringste Maß und -erhöht die Dauerhaftigkeit der Packung. .
- Ein weiterer Vorteil dieser Packung ist die fegte, gepreßte Form des Heilstoffes, die dem schädlichen Einfluß der Luft auf die Wirksamkeit desselben vor der Verwendung mehr trotzt als bei den bisher bekannten Moorpackungen.
- Die Packung kann für den Versand zusammengelegt werden, und zwar so, daß die beiden kleinen Preßstücke 5', 7' zum mittleren Preßstück 6' herangeschöben werden, wodurch ein im Grundriß quadratischer Körper entsteht, auf welchen entlang der Nähte i, z die seitlichen Preßstücke 8', g' aufgelegt werden (Fig. 3).
Claims (2)
- -PATENTANSPRÜCHE: i. - Packung für Heilzwecke, welche durch Längs- und Quernähte der Leinwandhülle in mehrere Felder zur Auf-. nähme von Moor, Moorschlamm, vulkanischem Schlamm o: dgl. unterteilt und auf einer Seite zum Anschmiegen an bestimmte Körperteile mit einem Ausschnitt versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Längs--und Quernähte (i, a, 3, 4) fünf Fächer zum Einlagern von aus dem Moor hergestellten Preßstücken 6', 7', 8', 9) derart gebildet sind, daß die mittleren Preßstücke (5', 6', 7') senkrecht zu den Längsmittelachsen der beiden seitlich liegenden Preßstücke (8', g') verlaufen und daß nach Heranschieben der bei-' den seitlich liegenden mittleren Preßstücke (5', 7') an das dritte mittlere Preßstück (6') diese drei Preßstücke zusammen einen im Grundriß quadratischen Körper bilden, auf den die beiden übrigen Preßstücke (8', g') aufgelegt werden können.
- 2. Packung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Moor für die Preßstücke mit einem Quellstoff, wie Agar-Agar, Pektin, Karragheenmoos o. dgl. durch inniges Mischen versetzt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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|---|---|---|---|
| DEC51080D Expired DE654292C (de) | 1935-04-29 | 1935-11-20 | Packung fuer Heilzwecke |
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1935
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