DE653296C - Sprengpatrone - Google Patents
SprengpatroneInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Sprengpatrone mit einer unter Druck stehenden Gasfüllung
und einem nach der Entladung wiederverwendbaren Gehäuse.
Bei den bisher bekannten Sprengpatronen dieser Art wird gewöhnlich in ein zylindrisches
Stahlgehäuse als Ladung flüssiges oder hochverdichtetes Gas eingebracht, wobei die
Ladung durch eine eingebrachte Heizvorrichtung, die mittels einer chemischen Reaktion
oder sonstwie wirkt, verdampft bzw. der Druck der Gasladung so gesteigert wird, daß
der Bruch einer geeigneten Abschlußvorrichtung eintritt und das ausströmende Gas das
die Patrone umgebende Gebirge sprengt.
Man hat auch schon Sprengpatronen vorgeschlagen, die ungefüllt oder teilgefüllt in
das Bohrloch gelegt und darauf über eine Anschlußleitung auf den zur Sprengung erforderlichen
Innendruck gebracht werden.
Im Gegensatz hierzu kommt bei der Sprengpatrone gemäß der Erfindung eine
Gasfüllung zur Anwendung, die, ohne vor dem Ausströmen ihre Temperatur ändern zu
müssen, von vornherein den zum Sprengen erforderlichen Druck besitzt und durch eine
an der Patrone vorgesehene Vorrichtung zur willkürlichen Entladung gebracht werden
kann. Die letztgenannte Vorrichtung kann hierbei in- verschiedener Weise ausgebildet
sein. Es kommen daher die bisher erforderlichen und bei der Bedienung störenden zusätzlichen
Füllvorrichtungen in Fortfall.
Auf der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes
beispielsweise dargestellt. Es zeigt:
Fig. ι und 2 teilweise Längsschnitte durch l
zwei Ausführungsformen der Sprengpatrone.
Fig. 3 ist eine schaubildliche Ansicht des bei Fig. 2 zur Anwendung kommenden Trägers
für die Abschlußs'cheibe und Fig. 4 eine Ansicht der zugehörigen Vorrichtung für
Fernbetätigung der Patrone.
Fig. 5 ist ein Längsschnitt einer anderen Ausführungsform des Entladekopfes einer
Patrone; Fig. 6 die zugehörige Endansicht und Fig. 7 ein Mittelschnitt nach Linie 7-7
der Fig. 5.
Fig. 8 ist ein Längsschnitt einer vollständigen Patrone mit abgeänderter Entladevorrichtung,
während die Fig. 9 bis 15 Einzelteile dieser Entladevorrichtung wiedergeben,
insbesondere zeigt Fig. 13 einen Schnitt nach Linie 13-13 und Fig. 14 einen Schnitt nach
Linie 14-14 der Fig. 9.
Fig. 16 und 17 zeigen eine weitere Ausführungsform
der Entladevorrichtung im Längsschnitt; Fig. 18 ist ein Schnitt nach
Linie 18-18 der Fig. 17.
Fig. 19 zeigt eine weitere Entladevorrichtung im Längsschnitt und Fig. 20 und 21
Einzelteile hierzu.
Fig. 22 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung in Form einer Abschußvorrichtung im Längsschnitt und Fig. 23 im
Querschnitt nach Linie 23-23 der Fig. 22; Fig. 24 und 25 zeigen zwei Weitere Ausführungsformen
der Abschußvorrichtung im Schnitt. Fig. 26 zeigt eine weitere Ausführungsform der Entladevorrichtung im Schnitt.
Bei allen Ausführungsformen der Erfindung besteht die Sprengpatrone aus einem
Gehäuse 1, das eine Kammer 2 zur Aufnahme
von hochverdichtetem Gas enthält (Druck ungefähr 350 bis 700 kg/cm2).
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 ist diese Kammer in bekannter Weise durch eine
Stahlplatte 3 gasdicht abgeschlossen. Diese Platte wird gegen den Bundia des Gehäuses 1
durch die hohle Kappe 4 gepreßt, die Gasauslaßöffnungen,
4ß besitzt, die mit der inneren Bohrung^6 in Verbindung stehen.
Die Scheibe 3 ist nur so stark ausgebildet, daß sie ungefähr dem halben Druck der Gasladung
widerstehen kann.
Der Erfindung gemäß wird die Scheibe 3 am Bruch bis zum Gebrauch der Patrone dadurch
gehindert, daß sie durch ein Kniehebelsystem abgestützt wird, das in der Bohrung 4δ
der Kappe 4 angeordnet ist.
Das Hebelsystem besteht aus. zwei Hebeln 5 und 6, die mit Zapfen 7 verbunden sind und
durch die die Scheibe 3 sich an der einstellbaren, im Kopf der Kappe 4 angebrachten
Schraube 8 abstützt.
Die beiden Hebel werden in ihrer wirksamen Lage durch einen Ansatz 5« gehalten,
der z. B. als Teil des Hebels 5 an dem Auge des Zapfens 7 angebracht sein kann und der
das Hebelsystem an der Wand der Bohrung 4* abstützt, wie das aus der ausgezogenen
Stellung in Fig. ι zu erkennen ist.
Zur Entladung der Sprengpatrone wird das obenerwähnte Hebelsystem außer- Wirkung
gesetzt, indem die starre Anlage an der Scheibe 3 aufgehoben wird. Zu diesem Zweck
4-5 schwenken die Hebel 5 und 6 in die gestrichelt gezeichnete Lage, wobei der Hebel 5
von der Scheibe 3 weggezogen wird.
Dieses Verschwenken kann aus der ■ Entfernung z. B. durch ein Kabel 9 geschehen.
Bei dieser Ausgestaltung kann die Patrone mit Gas geladen werden, das den für den
gewünschten Sprengerfolg erforderlichen Druck hat; die Patrone kann befördert werden
und an der Sprengstelle eingesetzt werden, worauf durch das Kabel 9 die Hebel 5 und 6 außer Wirkung gebracht werden. Da
nun die Scheibe 3 nicht weiter unterstützt wird, wird diese durch den Druck des Gases
zerstört, und das Gas entweicht durch die Löcher der Kappe 4 in das die Patrone umgebende
und zu sprengende Gebirge.
Die Ausführungsform nach Fig. 2 bis 4 besitzt ebenfalls eine Abschlußscheibe 3 von
solcher Stärke, daß sie nur einem Teil des Gasdruckes widerstehen kann. Wie im vor-
-'. beschriebenen Fall wird ihre Widerstandskraft ungefähr auf 1Z2 des Gasdruckes bemessen.
Die erforderliche Unterstützung, um den ganzen Gasdruck auszuhalten, geschieht hier·
durch eine zweite Scheibe 10, die zwischen der Scheibe 3 und dem Entladekopf 4 angeordnet
ist.
Diese Scheibe ist so ausgestaltet, daß sie am Rand geneigte Flanschen ioa und in der
Mitte einen Buckel io6 besitzt, die beide
gegen die Scheibe 3 drücken.
Zwischen den Flanschen ioa sind Durchlässe
ioc vorgesehen. Wenn die Scheibe 10
an der Scheibe 3 anliegt, ist zwischen ihnen ein Raum 11 freigehalten.
Dieser Raum 11 ist mit der Kammer 2
durch einen Kanal 12 verbunden, der in der Wand des Gehäuses 1 angeordnet ist und
normalerweise durch ein Ventil 13 verschlossen
ist.
Das Ventil 13 ist außen an der Patrone
vorgesehen und besitzt am Kopf eine Seilrolle 14, in dessen Rille das Abzugskabel 15
so befestigt ist, daß ein Abziehen des Kabels die Ventilnadel öffnet.
Die Scheibe 10 ist so schwach ausgebildet,
daß sie für sich allein dem Druck des Gases der Kammer 2 nicht widerstehen kann. Die
Vereinigung der beiden Scheiben 3 und 10
ergibt jedoch eine Widerstandskraft, die dem Druck des Gases überlegen ist.
Die Wirkung ist folgende: Wenn die Patrone an die Sprengstelle gebracht ist,
öffnet man durch Ziehen am Kabel 15 das Ventil 13, und in den Raum 11 tritt verdichtetes
Gas aus der Kammer 2 ein. Die diesem Druck ausgesetzte Scheibe 10 wird zerstört,
und die nunmehr ihrer Stütze beraubte Platte 3 wird unmittelbar darauf ebenfalls
zerstört.
In Fig. 5 bis 7 ist eine andere Entladevorrichtung dargestellt, bei der die Patrone
eine Entladeöffnung 37 'hat, die durch eine Scheibe 38 aus weichem Stahl, Fiber oder
anderen geeigneten Stoffen, verschlossen wird. Die Scheibe 38 wird an ihrem Ort durch eine auf dem Patronenkörper if aufgeschraubte
Entladekappe 40 festgehalten . und gegen Undichtigkeiten abgedichtet. Die Kappe 40 hat vorteilhaft zwei seitliche Austrittslöcher
41. Die Scheibe 38 kann für sich allein dem Gasdruck nicht widerstehen. Damit
sie den Gasdruck in der Kammer aushalten kann, wird sie durch einen Stahlbolzen 42, der mit einem Bund 43 von genügender
Auflagefläche versehen ist, in ihrem mitt-
leren Teil unterstützt. Der Bolzen 42 findet sein Gegenlager in einer Kugelschale eines
gehärteten Lagerkörpers 44,. der in der Kappe 40 mit zwei Schrauben 45 befestigt ist. Der
Lagerkörper ist nach einer Seite hin abgeschrägt, um ein seitliches Ausweichen des
Bolzens 42 in eine größere seitliche öffnung 46 zu erleichtern. In diesem Falle kann der
Bolzen 42 dje Scheibe 38 nicht weiter unter-
stützen, so daß dann die Scheibe durch den Gasdruck zerstört wird, da sie dem Gasdruck
allein nicht widerstehen kann. Das Gas tritt dann in den Raum 47 der Kappe 40 und von
dort durch die drei Entladelöcher 41, 46 in das Sprenggut. Dem Bolzen 42 wird vorteilhaft
seine Stützlage dadurch entzogen, daß er durch einen durch die Bohrung 48 eingeführten
Keil (vgl. auch Fig. 8 und 12, Teil 55) nach der Seite bewegt wird.
Die Fig. 8 bis 15 zeigen eine etwas abgeänderte Entladevorrichtung. - Hier ist die
Auslaßöffnung 49 der Patrone mit einer kugelförmigen Abdichtungsfläche 50 versehen,
in die der kugelförmige Kopf eines Verschlußbolzens 51 eingreift. Dieser Bolzen ist
ähnlich wie bei der vorerwähnten Bauart in der Entladekappe 52 angeordnet. Wie Fig. 13
zeigt, wird das rückwärtige Ende des Verschlußbolzens in einer Kugelschale 53 aufgenommen,
die im Entladekopf vorgesehen ist. Um zufälliges und unbeabsichtigtes Verrücken des Bolzens zu verhindern, ist ein mit
Gewinde versehener Stopfen 54 vorgesehen, wie dies Fig. 15 zeigt, der den Bolzen 51 bis
zum Entladen der Patrone in der zentralen Lage festhält.
Vor Einsetzen der Patrone in das Bohrloch wird das Keilstück 55 in die Bohrung
56 der Entladekappe 52 eingesetzt, worauf die Patrone in das hintere Ende des Bohrloches
geschoben wird. Wenn dann eine hinter der Patrone angeordnete Schlagvorrichtung auf das hintere Ende der Patrone
einen Schlag ausübt, so dringt das Keilstück 55 in die Entladekappe 52 ein und drückt
den Bolzen 51 seitlich in ein vorgesehenes Loch in der Patrone. Natürlich muß vor
Einführen der Patrone in das Bohrloch der Stopfen 54 aus der Patronenkappe entfernt
werden.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 16 bis 18 dargestellt. Hier
ist zum Abschluß der Entladeöffnung 58 eine Scheibe 57 vorgesehen, die so stark ausgebildet
ist, daß sie dem Druck des Gases in der Patrone widerstehen kann. Somit kann die geladene Patrone ohne jede Schwierigkeit
sicher befördert werden. Zur Entladung der Patrone wird in die Entladekappe ein meißeiförmiger Teil 59 eingesetzt, der die
Scheibe 57 so weit eindrückt, daß sie dem
Gasdruck nicht weiter widerstehen kann. Der meißeiförmige Teil wird durch eine Bohrung
60 in die Entladekappe 52 eingeführt und ist mit einem Stift 61 versehen, der durch
eine Erweiterung 62 der Bohrung 60 eintreten kann, und'" der zur Abstandsfeststellung
des Meißels 59 dient und der ferner ein Verlieren des Meißels erschwert. Der Vortrieb
des Meißels gegen die -Scheibe 57 kann, wie oben beschrieben, durch Schlag auf die
Patrone erzielt werden.
Die Fig. 19 zeigt eine abgeänderte Bauart. In diesem Fall liegt der meißeiförmige Teil
67 in der Patronenkammer und erstreckt sich bis zu dem der Entladekappe gegenüberliegenden
Ende der Patrone. In diesem Falle kann unmittelbar auf dem Meißelkörper ein Schlag ausgeübt werden. Der Meißel 67 hat
einen verjüngten Schaft, der durch eine geeignete Stopfbüchse 68 nach außen geführt
ist und dort einen Kopf 69 trägt, auf den dann unmittelbar mit einer geeigneten Schlagvorrichtung
ein Schlag ausgeübt wird. Durch den Schlag wird der Meißel gegen die Ab-Schlußscheibe
yo getrieben und schwächt diese so weit, daß der Gasdruck den endgültigen
Bruch herbeiführt. Das Ventil 71 dient zum Laden der Patrone.
Bei der Anordnung nach Fig. 22 ist die Entladeöffnung 88 durch eine Abschlußscheibe
89 aus Stahl oder sonstigen geeigneten Baustoffen abgeschlossen. Die Scheibe ist so stark ausgebildet, daß sie den Gasdruck
aushält. Festgehalten wird die Scheibe durch die Entladekappe 90, die auf dem Patronenkörper
1 aufgeschraubt ist. Die Kappe hat eine zentrale Bohrung 91 und mehrere
radiale Auslaßöffnungen 92. Die andere Seite der Patrone ist aus einem Stück gefertigt
und besitzt lediglich eine kleine axiale Bohrung 93, die ein kleines Geschoß 94 normaler
Handfeuerwaffen aufnehmen kann. Eine Mutter 95 ist in die Patrone eingeschraubt,
um das Geschoß 94 festzuhalten und die Patrone gegen Gasverlust abzudichten.
Ferner ist ein Schlagbolzenkopf 96 abnehmbar auf das Patronenende aufgesetzt
und durch eine Madenschraube 97 fest- no gehalten. In dem Schlagbolzenkopf ist ein
Schlagbolzen 98 mit Feder 99 eingesetzt, der durch eine Mutter 100 festgehalten wird.
Der Schlagbolzen wird in gespannter Lage durch einen Riegel 101 gehalten, der durch
einen Schlitten 102 ausgelöst werden kann, was von. einem entfernten Ort aus geschehen
kann.
Die ordnungsmäßig geladene Patrone wird in das Bohrloch eingebracht. Bei Abzug des
Riegels 101 wird der Schlagbolzen durch die Feder 99 kräftig auf das Zündhütchen des
Geschosses 94 geschlagen, worauf das abgefeuerte Geschoß die Abschlußscheibe 89
durchschlägt oder doch so schwächt, daß sie vom Gasdruck zerstört werden kann, worauf
sich die Sprengpatrone entlädt.
Eine abgeänderte Bauart des Schlagbolzenkopfes zeigt Fig. 25. Der Schlagbolzen 98
wird hier durch eine Magnetspule 103 zurückgezogen, wobei die Feder 99 zusamtnengedrückt
wird. Wird der Strom ausgeschaltet, so springt der Schlagbolzen unter der Federwirkung gegen das Zündhütchen des
eingelegten Geschosses 94. Für den Stromanschluß sind geeignete Anschlußklemmen 104 vorgesehen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 26 ist das Ende des Patronengehäuses 1 mit einer
gewöhnlichen Entladekappe 105 versehen, die
eine Abschlußscheibe 106 festhält. Die Scheibe 106 ist nicht stark genug, um allein dem
Gasdruck zu widerstehen, und wird deshalb durch den Bolzen 108 abgestützt. Dieser Bolzen
stützt sich an. der Scheibe 106 mit einem Flansch 109 ab, der mit wenig Spiel in der
Bohrung 110 des Entladekopfes 105 ruht.
Das andere Ende des Bolzens 108 liegt in einer konischen Auflage in, 112 der Kappe
105. Somit unterstützt der Bolzen 108 die
Scheibe 106, so daß das in der Patrone befindliche hochverdichtete Gas nicht ausströmen
kann. Der Schaft des Bolzens 108 besitzt eine Bohrung 113, die mit einer Bohrung
114 des Entladekopfes 105 fluchtet.
Wenn die Patrone entladen werden soll, wird ein Sprengkörper 115 durch die Bohrung
114 in die Bohrung 113 des Bolzens 108
eingeführt und dann die Patrone in das Bohrloch eingeführt und darin in gewohnter Art
verankert. Der Sprengkörper wird darauf mittels Elektrizität gezündet, die durch Leitungen
116 durch das Loch 114 zugeführt
wird, und durch die Explosion wird der Bolzen 108 zerstört, wodurch die Scheibe 106
diese Unterstützung verliert. Dann drückt das Gas die Scheibe 106 entzwei, worauf das
Sprenggas aus der Patrone austritt. Die Sprengstücke des Bolzens 108 treten hierbei
durch, die Löcher 117 des Entladekopfes
aus.
Es ist zu ersehen, daß der Erfindung gemäß eine Patrone verwendet wird, die aus
einem wiederverwendbaren Behälter für das ' verdichtete Sprenggas besteht, dessen Entladung
durch beeinflußbare Entladevorrichtungen geschieht. Ferner geschieht die plötzliche
Entladung ohne vorherige Änderung im Zustand der Ladung.
Die Patrone nach vorliegender Erfindung gestattet den leichten und sicheren Transport
hochverdichteter Gase von der Ladestelle zur Sprengstelle.
' Obwohl jedes Gas als Sprengmittel verwendet
werden kann, eignet sich hierzu am besten flüssiges Kohlendioxyd wegen seiner
hohen Dichte.
Claims (12)
1. Sprengpatrone mit einer unter Druck stehenden mengenmäßig unveränderlichen
Gasfüllung und einem nach der Entladung wiederverwendbaren Gehäuse, gekennzeichnet
durch eine Gasfüllung, die, ohne vor dem Ausströmen ihre Temperatur ändern zu müssen, von vornherein den
zum Sprengen erforderlichen vollen Druck besitzt und durch eine an der Patrone selbst vorgesehene Vorrichtung, die lediglich
den den Gasaustritt hindernden Abschluß aufhebt.
2. Sprengpatrone nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch eine Abzugseinrichtung zur Betätigung der Entladevorrichtung .von einem entfernten Ort aus.
3. Sprengpatrone nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Entladevorrichtung,
die den zerstörbaren oder entfernbaren Abschlußkörper der Patrone beeinflußt.
4. Sprengpatrone nach Anspruchs, dadurch
gekennzeichnet, daß der Abschlußkörper schwach ausgebildet und durch
eine zusätzliche entfernbare Vorrichtung abgestützt ist.
5. Sprengpatrone nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Patronenkappe das Stützelement angeordnet
ist. -
6. Sprengpatrone nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Abschlußkörper durch einen Kniehebel (5, 6) abgestützt
ist (Fig. 1).
7. Sprengpatrone nach Anspruch 4 und S, dadurch gekennzeichnet, daß der
zerstörbare Abschlußkörper (38 bzw. 106) durch einen entfernbaren oder zerstörbaren
Bolzen (42 bzw. 108) abgestützt ist (Fig. 5 und 26).
8. Sprengpatrone nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Abschlußkörper (3) durch eine Abschlußscheibe (10) abgestützt ist und daß in den
Raum zwischen diese beiden Teile ein durch die Abzugsvorrichtung zu öffnender Kanal mündet, der von dem Patroneninnern
abzweigt (Fig. 2).
9. Sprengpatrone nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch einen in der Entladekappe
oder der Patronenkammer längs verschieblich angeordneten Bolzen, der an
seinem dem Abschlußkörper zugekehrten Ende angeschärft ist und mit seinem anderen
Ende aus der Entladekappe oder der
Patronenkammer herausragt (Fig. iy und 19)·
10. Sprengpatrone nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine Entladevorrichtung
in Form einer in den Patronenkörper gleichachsigen, mit dem Abschlußkörper
diesem gegenüber angeordneten Abschußvorrichtung für ein Geschoß (Fig. 22).
11. Sprengpatrone nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch einen Bolzen, der
mit seinem verdickten Kopf die Auslaßöffnung der Patrone verschließt und sich mit seinem Fußende in einer Aussparung
der Patronenkappe abstützt, aus der er durch eine keilförmige Entladevorrichtung
herausgeführt wird (Fig. 8).
12. Verfahren zum Entladen der Sprengpatrone nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Patrone in der Richtung ihrer Längsachse zum Bohrlochtiefsten hin bewegt wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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