DE65218C - Apparat zum Waschen, Bleichen, Färben u. s. w. von Garn in aufgewickeltem Zustande - Google Patents

Apparat zum Waschen, Bleichen, Färben u. s. w. von Garn in aufgewickeltem Zustande

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DE65218C
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washing
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DENDAT65218D
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A. graemiger und J. graemiger in Edenfield b. Bury, Lancaster
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B5/00Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating
    • D06B5/12Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating through materials of definite length
    • D06B5/16Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating through materials of definite length through yarns, threads or filaments

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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Apparat, mittelst dessen Garn im aufgewickelten Zustande, wie Bobinen, auf hohlen durchbrochenen Spindeln in gröfseren, für die Fabrikation praktischen Quantitäten auch beim complicirtesten Färbverfahren schnell und billig absolut gleichmäfsig gefärbt und fertig behandelt, eventuell auch gleich in demselben Apparat getrocknet werden soll. Auf der beiliegenden Zeichnung ist der Apparat in den Fig. 1 bis 3 dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι einen Längenschnitt durch denselben nach Linie A-B der Fig. 2, letztere Figur eine Seitenansicht im theilweisen Schnitt und Fig. 3 einen Querschnitt nach Linie C-D der Fig. 1
Der Apparat besteht aus einem mit Deckel a versehenen viereckigen Kessel b nebst vier plattenartigen Garnträgern c, wovon immer zwei in den Kessel b eingesetzt werden können, während die beiden anderen als Reserveträger dienen, die man inzwischen von den eventuell darauf fertig behandelten Bobinen u. s. w. befreien und mit neuen versehen kann. Der Kessel b kann durch den Deckel α luftdicht verschlossen werden, und ist letzterer zu diesem Zwecke mit dem vorspringenden Rand b" versehen, der sich gegen einen im oberen Rand des Kessels b eingelegten Dichtungsring b1 legt und durch Schrauben d gegen denselben geprefst werden kann.
Ueber dem Boden b ~ des Kessels b befindet sich eine durchlöcherte Platte e, auf welcher sich die in der Flüssigkeit etwa ansammelnden Unreinigkeiten absetzen können.
Die Garnträger c werden in entsprechend um den Kessel herumlaufende Nutheny von oben eingeschoben und sind' so vollständig in ihrer Lage gesichert.
An seiner Längsseite ist der Kessel mit Flantschen g versehen, gegen welche das obere Ende des Garnträgers c zu liegen kommt.
Zwischen den Seitenwandungen des Kessels b und den Garnträgern c werden Kammern h h gebildet; ebenso befinden sich solche, in der Zeichnung mit / benannt, direct in den Flantschen g und aufserdem werden, noch Kammern k durch die Flantschen g und darüber befindliche Flantschen i gebildet. Die Function sämmtlicher Kammern wird später näher beschrieben werden.
Durch Rohre h ' sind die Kammern h mit einer Druckpumpe, die Kammern / und k durch Rohre /' und k J mit einer Luftpumpe, sowie die Kammern k aufserdem noch durch Rohr k2 mit einer Compressionspumpe in Verbindung gebracht (Fig. 3).
Die durch die durchlöcherte Platte e und den Boden b'2 des Kessels b gebildete Kammer e[ ist mit einer Dampfschlange η, .dem Einlaufrohr q, dem Rücklaufrohr ο und dem Auslafsrohr ρ versehen.
Jedes der bezeichneten Rohre trägt geeignete Hähne oder Ventile, durch welche die Verbindung mit den betreffenden Kammern und Pumpen hergestellt und unterbrochen werden kann.
Die Färb- oder andere Flüssigkeit, welche bis zum oberen Ende der Garnträger c ein -
gelassen wird, wird bei offenem Kessel mittelst einer Saugpumpe und der Rohre h ' von aufsen nach innen durch das Garn gesogen und durch Rohr ο zurückgeführt. Kalte Flüssigkeit kann auch unter Druck durch das Garn geführt werden, indem man den Kessel b durch den Deckel α luftdicht schliefst und durch das Rohr k3 , Fig. 3, comprimirte Luft oder Gase auf die Flüssigkeit führt, wobei letztere von aufsen nach innen durch das Garn drückt. Es ist dieses bei Gebrauch von heifser Flüssigkeit besonders vortheilhaft, da man solche nicht ansaugen kann. Statt Luftdruck kann auch Dampfdruck in Verwendung gebracht werden, indem man die Flüssigkeit einfach kocht und den dabei erzeugten Dampf auf dieselbe wirken läfst.
Durch Verbindung des Saugendes der Flüssigkeitspumpe mit dem Rückflufsrohr 0 kann die Färb- oder andere Flüssigkeit auch in umgekehrter Weise von innen nach aufsen durch das Garn geführt werden, ebenso auch bei geschlossenem Kessel und gebildeter Luftleere darin, indem man die Luftpumpe mit dem Rohre k'2 in Verbindung setzt und die Flüssigkeit durch die Rohre h 2 und hl einströmen läfst. Ueber der Mündung der Rohre h ' ist je eine Platte r angebracht, welche die Saugung oder den Druck gleichmäfsig über die ganze Fläche des Garnträgers c vertheilt und dessen verlängerte Schrauben r ' gleichzeitig als Stütze für den Garnträger c dienen.
Nachdem das Garn durch irgend eine der genannten Methoden gleichmäfsig mit Farboder anderer Flüssigkeit imprägnirt ist, werden die im Kessel befindlichen zwei Garnträger c gleichzeitig aus demselben gehoben und passiren dabei die Kammern k, w.elche, in Verbindung mit der Luftpumpe stehend, das Garn extrahiren und von überflüssiger Flüssigkeit befreien. Bei leicht oxydirbaren Flüssigkeiten kommt die Kammer / in Verwendung, welche in Verbindung mit der Luftpumpe steht; dieselbe entfernt die Luft aus dem Garn beim Eintauchen in die Flüssigkeit. Letztgenannte Operation kann aber umgangen werden, wenn man den leeren Kessel b mit den Garnträgern c verschliefst, eine Luftleere darin erzeugt und die
Färb- oder andere Flüssigkeit bei h2 oder Einlafsrohr q eintreten läfst. Letzteres ist mit den verschiedenen Behältern, in denen die Flüssigkeiten hergestellt bezw. aufbewahrt werden, in Verbindung.
Anstatt das Garn über der Kammer k durch Vacuum zu extrahiren, wie beschrieben, kann solches geschehen, indem man kalte oder heifse Gase bei geschlossenem Kessel in demselben comprimirt und durch plötzliches Oeffnen eines Ventils eine Verbindung mit Rohr h'2 herstellt. Durch die hierdurch einströmende Luft werden die comprimirten Gase durch das Garn aus dem Kessel b rasch entweichen und das Garn wird von der überflüssigen Flüssigkeit befreit.
Auf gleiche Weise können Gase durch das Garn geführt werden, welche eine chemische Reaction auf die Flüssigkeit ausüben, mit der das Garn vorher imprägnirt worden ist.
Das gänzliche Trocknen des Garns wird erzielt, indem man heifse Luft oder überhitzten Dampf oder andere heifse Gase durch das Rohr Λ2 in den Kessel b durch das Garn treibt und dieselben durch Rohr h2 entweichen läfst.

Claims (1)

  1. Patent-An sp ruch:
    Ein Apparat zum Waschen, Bleichen, Färben u. s. w. von Garn in aufgewickeltem Zustande, bei welchem die Materialträger auf Platten (c) angeordnet sind, die durch Einführung in den die Flotte enthaltenden, mit Druck- und Saugepumpe in Verbindung stehenden Kessel (a b) den Abschlufs von drei in demselben vorgesehenen Kammern (I h k) abgeben können, deren erste (I) bei offenem Kessel und während des Einführens der Platte c in die Flotte zum Absaugen der Luft aus dem Garn benutzt werden kann, deren zweite (h) bei tiefster Stellung der Platte (c) das Saugen der Flüssigkeit oder der Gase durch das Garn von aufsen nach innen oder das Drücken derselben von innen nach aufsen, sowie bei geschlossenem Kessel das Drücken von comprimirter Luft, Gas oder Dampf durch das Garn ermöglicht, und deren dritte (k) während des Heraushebens der Platte (c) zum Absaugen überflüssiger Flüssigkeit dient.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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