DE648607C - Kofferverschluss mit an einem Kofferteil angelenkter Schliessklappe - Google Patents
Kofferverschluss mit an einem Kofferteil angelenkter SchliessklappeInfo
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- DE648607C DE648607C DEH144116D DEH0144116D DE648607C DE 648607 C DE648607 C DE 648607C DE H144116 D DEH144116 D DE H144116D DE H0144116 D DEH0144116 D DE H0144116D DE 648607 C DE648607 C DE 648607C
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- 239000000428 dust Substances 0.000 description 4
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 3
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B65/00—Locks or fastenings for special use
- E05B65/52—Other locks for chests, boxes, trunks, baskets, travelling bags, or the like
Landscapes
- Closures For Containers (AREA)
Description
Es sind bereits Kofferverschlüsse bekannt, bei denen an einer an einem Kofferteil angelenkten
Schließklappe ein Exzenterhebel angelenkt ist. Dieser Exzenterhebel spreizt sich
unter Federwirkung von der Schließklappe .ab und fängt eine am anderen Kofferteil befestigte
Nase. Durch diese Anordnung wird erreicht, daß beim Zudrücken der Schließklappe
die beiden Kofferteile aufeinander zugezogen werden. Ist z.B. ein Koffer überfüllt,
so daß die beiden Kofferteile mit großer Kraft aufeinander zugezogen werden müssen,
so muß bei den Kofferschlössern dieser Art die Schließklappe ebenfalls mit großer Kraft
tg zugedrückt werden.
Durch die Erfindung wird nun ein Kofferverschluß mit an einem Kofferteil angelenkter
Schließklappe, an der iein unter Federwirkung sich abspreizender, eine am anderen
Kofferteil befestigte Nase fangender Exzenterhebel angelenkt ist, angegeben, bei dem bei
überfülltem Koffer nur ein geringer Druck auf die Schließklappe ausgeübt zu werden
braucht, um die beiden Kofferteile aufeinander zuzuziehen. Dies wird gemäß der Erfindung
dadurch erreicht, daß der Drehpunkt des Exzenterhiebeis annähernd in gleicher Ebene mit der Nase und in an sich bekannter
Weise in unmittelbarer .Nähe des Drehpunktes der Schließklappe angeordnet ist. Diese Anordnung
ergibt eine günstige Hebelübersetzung von der Schließklappe zum Exzenterhebel, ferner wird durch Anordnen des Drehpunktes
des Exzenterhebels in annähernd gleieher Ebene mit der Nase erreicht, daß die
am Exzenterhebel wirksame Kraft nahezu unzerlegt an der Nase zum Zuziehen der beiden
Kofferteüe nutzbar gemacht wird..
Um nun zu erreichen, daß der Kofferverschluß
mit einem Fingerdruck geöffnet und dann der Kofferdecbel frei abgehoben werden kann,
sind erfindungsgemäß die Drehpunkte der Schließklappe und des E-xzenterhebels unterhalb
der Nase angeordnet, ferner besitzt die Schließklappe eine Ausnehmung zum Eintritt
einer am, Giegenschließteil sitzenden, durch
Druckknopf auslösbaren Sperrnase. Durch diese Anordnung fällt die Schließklappe nach
Auslösen durch den Druckknopf herab, wobei der Exzenterhebel die Nase freigibt. Außerdem
wird durch diese Anordnung erreicht, daß der Verschluß nach Hochdrücken der Schließklappe durch die Sperrnase in der
Schließstellung gehalten wird.
Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt,
und zwar zeigt
Abb, ι eine Vorderansicht im geschlossenen
Zustand,
Abb. 2 einen Schnitt nach der Linie A-B der Abb. i,
Abb. 3 einen Schnitt nach der Linie C-D1 der
Abb. I,
Abb. 4 eine Vorderansicht im geöffneten Zustande, .
Abb. 5 eine Ansicht in den Schließmechanismus in vergrößertem Maßstabe,
Abb. 6 die auf diesen Schließmechanismus
gelegte Platte mit der Sperrnase,
Abb. 7 eine Seitenansicht auf Abb. 6,
Abb. 8 die Decke der Klappe mit angelenktem
Druckknopfhebel,
Abb. 9 die Abdeckung der Schließvorrichtung mit Schlüsselloch und Staubklappe,
Abb. io den Verschluß zu Anfang des S chließ Vorganges.
Der Kofferverschluß besteht aus den bei<
den Teilen ι und 2. Das Teil ι ist am Deckel·,
befestigt, während das Teil 2 an der Behäl-'
terwand sitzt. Das Teil 2 ist aus Blech gedruckt.
Es besitzt in der Mitte einen aus der Seitenwand 3 und dem Boden 4 bestehenden,
ebenfalls aus Blech gedrückten Steg. Zwischen den Wänden 3 dieses Steges lagert um den
Bolzen 5 drehbar die Schließklappe 6. Die Vorderfläche dieser Klappe schließt im geschlossenen
Zustand bündig mit der Oberfläche des Gehäuses 2 ab. An dieser Klappe ist um den Bolzen 7 drehbar der Exzenterhebel
8 angelenkt. Um den Bolzen 7 ist eine Schraubenfeder 10 gewunden, deren eines
Ende 9 sich gegen den Exzenterhebel 8 und deren anderes Ende 11 sich gegen die Schließklappe
6 abstützt, so daß Exzenterhebel und Klappe unter dem Einfluß dieser Feder auseinandergespreizt
werden. Die Bolzen 7 und 5 sind ~ unmittelbar benachbart angeordnet, um eine große Hebelübersetzung von. Schließklappe
6 zum Exzenterhebel 8 zu erhalten.
Die Klappe 6 ist an ihrem freien Ende 12 nach einwärts abgewinkelt und besitzt hier
eine Öffnung 13.
Der Exzenterhebe.l 8 besitzt eine durch Ausdrücken
seiner Wan4 14 an der Stelle 15 erzeugte
Schulter 16.
Im geschlossenen Zustand tritt in die Öffnung 13 die Nase 17 ein. Diese Nase sitzt an
einer Platte 18, die längs verschiebbar in dem im Gehäuse 1 sitzenden Schloßkasten 19 gelagert
ist. Sie steht unter dem Einfluß des einen Schenkels 20 der Blattfeder 21. Dieser
Schenkel legt sich gegen den von der Platte 18 abgebogenen Lappen 22 an und ist daher
bestrebt, die Klappe in Richtung des Pfeiles 23, also nach außen in die Öffnung 13 hineinzudrücken.
Diese Platte 18 besitzt weiterhin einen auswärts gebogenen Lappen 24. Gegen
diesen legt sich der Hebelarm 25 eines doppelarmigen Hebels an, der auf der Decke 26
des Schloßgehäuses drehbar um den Bolzen 27 gelagert ist. Der andere Arm 28 dieses doppelarmigen
Hebels steht unter dem Einfluß des Schaftes 29 eines von außen zu betätigenden
Druckknopfes 30. Wird daher mit Hilfe des Druckknopfes 30 der Arm 28 in Richtung
des Pfeiles 31 geschwenkt, so wird die Platte 18 angehoben und die Verbindung zwischen
Nase 17 und Öffnung 13 gelöst.
Das Gehäuse 1 wird ebenfalls wieder hohl
aus Blech gedrückt. In ihm befindet sich ähnlich, wie im Gehäuse 2 ein Steg mit den
Wandungen 3' und der Rückwand 4'. Das Schloßgehäuse 19 (Abb. S) lagert zwischen
den Wandungen 3', während die Wand 4' zu einer Zunge 32 verlängert ist. Diese Zunge
besitzt am äußersten Ende eine Nase 33, die
r die Schulter 16 greift. Der Bolzen 7
^ Exzenterhebels 8 und die Nase 33 liegen L äritikhernd in gleicher Ebene.
V-:,,;Bei Betätigung des Druckknopfes 30 und
dem dadurch erfolgten Zurückziehen der Sperrnase 17 springt unter Einwirkung der Feder
ι ο die Klappe 6 aus dem Gehäuse nach vorn heraus. Zufolge der exzenterartigen Lagerung
des Bolzens 7 wird bei diesem Herausschnellen der Klappe 6 der Exzenterhebel 8 angehoben, die Schulter 16 also von der Nase
33 gelöst. Dadurch, daß die Klappe etwas nach vorn herunterfällt, bewegt sich auch
der Exzenterhebel 8 nach vorn, also von der Rückwand'4 ab, und die Nase 33 wird frei.
Teil ι und Teil 2 können demzufolge voneinander abgehoben werden. Soll nunmehr
der Koffer geschlossen werden, so ist es lediglich notwendig, die Klappe wieder in das
Gehäuse zurückzuschwenken. Hierbei wird zunächst wieder der Exzenterhebel auf die Rückwand
4 zurückgedrückt, sodann bei weiterem Andrücken der Klappe 6 der Hebel 8 nach unten, und zwar mit der Schulter 16 fest auf
die Nase 33 gezogen. Wird hierbei z. B. auf die Schließklappe 6 ein Schließdruck von
Ä==5kg ausgeübt (vgl. Abb. 10), so ist
durch Anordnen des Bolzens 7 in unmittelbarer Nähe des Bolzens 5 eine durch die
Hebellänge von Ende der Klappe 6 bis Bolzen 5 einerseits und von Bolzen 5 bis Bolzen 7
andererseits eine am Bolzen 7 wirksame Kraft von 0=36, ι kg bedingt. Diese Kraft b zerlegt
sich in die Komponenten c und d, von denen die sich zu 208 kg ergebende Komponente
c teilweise zum Zuziehen des Kofferdeckeis nutzbar gemacht wird, während die
Komponente d nicht zum Zuziehen des Kofferdeckels nutzbar gemacht wird, sondern lediglich
eine Zugspannung im Hebel 8, und zwar zwischen Bolzen 5 und Bolzen 7 hervorruft.
Die Komponente C wirkt als schräge Zugkraft an der Nase 33 und erfährt hier eine
weitere Zerlegung in eine senkrecht am Kofferdeckel als Zugkraft wirkende Komponenten
und eine nicht nutzbare Komponente/, uo
Da der Bolzen 7 in annähernd gleicher Ebene mit der Nase 33 angeordnet ist, bildet die
schräg an der Nase 33 wirkende Zugkraft c nur einen geringen Winkel mit der" senkrecht
an der Nase 33 wirkenden Zugkraft £, so daß also die Komponente C nur eine geringe Zerlegung an der Nase33 erfährt, d.h. der Kofferdeckel
mit einer der Zugkraft c = 208 kg nahezu gleichen Zugkraft von e = 206 kg auf
den Koffer gezogen wird. iao
Beim Öffnen ist es lediglich notwendig, den Druckknopf 30 zu bedienen, während beim
Schließen es ausschließlich notwendig ist, die Klappe in das Gehäuse hereinzulegen. Diese
in das Gehäuse eingelegte Klippe wird dann durch die Sperrnase 17 in ihrer Stellung gehalten.
,''-.
Nun ist es aber bei dieser Einrichtung auch möglich, die Bewegung der Platte 18
durch eine besondere Schließeinrichtung zu verhindern. Zu diesem Zweck wird, in dem
Schloßgehäuse 19 ein Riegel 34 mit einem quer zum Schloßkasten verlaufenden Arm 36 vorgesehen.
Sowohl das Ende dieses Armes als auch die Längswand des Riegels führen sich in' den Schloßkastenwänden» Der Riegel besitzt
in bekannter.Weise einen Zuhaltungsdom 36, der sich vor oder hinter die Ausbuchtung
37 der. Feder 38 legt. Wird der Riegel in Richtung des Pfeiles 39 vorgeschoben, so legt
sich sein Arm 3 5 gegen die Klappe 40, die unten von der Platte 18 abgebogen ist. Es ist
daher unmöglich, . diese Platte irgendwie zu bewegen. Auf diese Weise ist der Druckknopf
festgestellt und die Einrichtung mit Hilfe des Schlüssels verschlossen.
Damit nun kein. Staub in die Schließeinrichtung eindringen kann, ist noch eine besondere
Abdeckplatte 41 vorgesehen, die unmittelbar unter der Vorderwand 42 des Gehäuses
ι liegt. An dieser Platte 41 ist eine Blattfeder 42 aufgenietet, die eine Staubklappe
beeinflußt. Diese Staubklappe verschließt das in der Platte 41 sitzende Schlüsselloch
und schließt mit der Oberfläche des Gehäuses ι bündig ab.
Claims (2)
1. Kofferverschluß mit an einem Kofferteil angelenkter Schließklappe, an der ein
unter Federwirkung sich abspreizender, eine am anderen Kofferteil befestigte Nase
fangender Exzenterhebel angelenkt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehpunkt
(7) des Exzenterhebels: (8) annähernd in gleicher Ebene mit der Nase (33) und
in an sich bekannter Weise in unmittelbarer Nähe des Drehpunktes (5) der
Schließklappe (6) angeordnet ist.
2. Kofferverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehpunkte
(5 und 7) der Schließklappe (6) und des Exzenterhebels (8) unterhalb der Nase (33)
angeordnet sind und die Schließklappe (6) eine Ausnehmung (13) zum Eintritt einer
am Gegenschließteil (1) sitzenden, durch Druckknopf (30) auslösbaren Sperrnase
(17) hat.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH144116D DE648607C (de) | 1935-06-25 | 1935-06-25 | Kofferverschluss mit an einem Kofferteil angelenkter Schliessklappe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH144116D DE648607C (de) | 1935-06-25 | 1935-06-25 | Kofferverschluss mit an einem Kofferteil angelenkter Schliessklappe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE648607C true DE648607C (de) | 1937-08-05 |
Family
ID=7179349
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH144116D Expired DE648607C (de) | 1935-06-25 | 1935-06-25 | Kofferverschluss mit an einem Kofferteil angelenkter Schliessklappe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE648607C (de) |
-
1935
- 1935-06-25 DE DEH144116D patent/DE648607C/de not_active Expired
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