DE648089C - Verfahren zur Herstellung praktisch dauernd haltbarer Hypophysenpraeparate - Google Patents

Verfahren zur Herstellung praktisch dauernd haltbarer Hypophysenpraeparate

Info

Publication number
DE648089C
DE648089C DEC41949D DEC0041949D DE648089C DE 648089 C DE648089 C DE 648089C DE C41949 D DEC41949 D DE C41949D DE C0041949 D DEC0041949 D DE C0041949D DE 648089 C DE648089 C DE 648089C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
quinine
pituitary
production
preparations
permanently stable
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC41949D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
CHEMISCH PHARMAZEUTISCHE AKT G
Original Assignee
CHEMISCH PHARMAZEUTISCHE AKT G
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by CHEMISCH PHARMAZEUTISCHE AKT G filed Critical CHEMISCH PHARMAZEUTISCHE AKT G
Priority to DEC41949D priority Critical patent/DE648089C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE648089C publication Critical patent/DE648089C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K35/00Medicinal preparations containing materials or reaction products thereof with undetermined constitution
    • A61K35/12Materials from mammals; Compositions comprising non-specified tissues or cells; Compositions comprising non-embryonic stem cells; Genetically modified cells
    • A61K35/55Glands not provided for in groups A61K35/22 - A61K35/545, e.g. thyroids, parathyroids or pineal glands

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Cell Biology (AREA)
  • Developmental Biology & Embryology (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Virology (AREA)
  • Endocrinology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Peptides Or Proteins (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung praktisch dauernd haltbarer Hypophysenpräparate Hypophysenpräparate haben sich bei der Geburtshilfe als brauchbare wehenanregiende Mittel erwiesen. Die Hypophysenpräparabe des Handels sind, obgleich sie sterilisiert sind; leicht zersetzlich und nehmen entsprechend der Länge ihrer -Lagerzeit an Wirkungsstärke ab (s. z. B. Tha Journal @of Pharmacol F.G.Y. and experimental therapentics,- Brand 23, 1924, Seite 138). Sie wirken alsdann nicht mehr blutdrucksteigernd, sondern sogar mehr oder weniger blutdruckstenkend. Für die praktische Anwendung solcher Präparate ist die Abnahme der Wirkung auf die Gebärmutter naturgemäß sehr störend.
  • Es -,vurde nun gefunden, daß die Haltbarkeit der Hypophysenpräparabe erheblich verbessert werden kann, wenn man nach üblichen Methoden gewonnene, den Wirkstoff des Hypophysenhinterlappens enthaltende wäßrige Lösungen von weniger als 7,2 PH mit wasserlöslichen Chininverbindungen oder mit mittels bekannter Lösungsvermittler wasserlöslich gemachtem Chinin oder- seinen Verbindungen versetzt. Als Chininverbindungen im Sinne der Erfindung kommen z. B. Chininsalze, wie z. B. Chininchlorhydrat, oder Verbindungen des Chinins mit anderen gegebenenfalls selbst therapeutisch wirkenden Resten oder Körpern in Betracht.
  • Man verfährt zweckmäßig so, daß man frisch gewonnene Hypophysenlösungen mit Lösungen von Chininsalzen vermischt. Hierbei kann gegebenenfalls unter Mitwirkung von Lösungsvermittlern, wie z. B. Phenyldimethylpyrazolon toder Unethan, gearbeitet werden. Mit Vorteil kann man auch wäßrige Lösungen verwenden, welche neben Chininsalz basisches Chinin enthalten. Es hat sich nämlich . gezeigt, daß das an sich praktisch wasserunlösliche basische Chinin..in Chininsalzlösungen, z. B. einer wäßrigen Lösung von Chininchlorhydrat, eine verhältnismäßig hohe Löslichkeit besitzt, welche durch Zusatz von Lösungsvermittlern noch gesteigert werden kann.
  • Bei Durchführung des vorliegenden Verfahrens kann man natürlich auch derart vorgehen, daß man den Hypophysen bei der Extraktion Lösungen von Chinin toder Chininverbindungen zusetzt und so z. B. die Hypophysenhinterlappen mit einer schwach sauren Chininsalzlösung .auszieht.
  • Die Verwendung von basischem Chinin bietet den Vorteil, daß man damit gleichzeitig die Hypophysenlösung auf einen bestimmten pH-Wert einstellen kann. Die Azidität der Lösung ist für die Haltbarkeit der Präparate von Bedeutung. Der PH-Wert ist unterhalb 7,22 zu halten.
  • Die nach der Erfindung unter Mithilfe von Chininverbindungen hergestellten Hypophysenpräparate besitzen den Vorzug, daß der autolytische Abbau bei der sterilen Aufbewah: rang erheblich verzögert, wenn nicht gar verhindert wird. Die Präparate behalten auch bei langem Lagern ihre ursprüngliche Wirksamkeit, während aus Hypophysen-Standard-Pulver hergestellte Lösungen mit bestimmtoii= Titer, obwohl sie in braune Hartglasamptillcü steril eingeschmolzen waren, schon nach Wochen erheblich an Wirkungsstärke nachlassen. = Die Erhaltung der Haltbarkeit: die auch nach Entfernung des Chinins bestehen bleibt, spricht dafür, daß bei dem Verfahren gemäß der Erfindung chemische Vorgänge unter Bildung einer neuen Verbindung, z. B. einer Komplex- oder Doppelverbindung, welche stabiler ist als das Hypophysenhinterlappenhorm@on allein, stattgefunden haben.
  • Ein weiterer Hinweis in dieser Richtung ist die Feststellung, daß bei Einhaltung eines bestimmten Verhältnisses zwischen Chinin bzw. Chininverbindung und Hypoph.ysenhormonoptimale physiologische Wirkungen erzielt werden. Bei Anwendung anderer 1vIengenverhältnisse tritt eine Abschwächung der Wirkung ein.
  • Bemerkt sei noch, daß durch Zugabe von Chinin bzev. Chininverbindungen die Resorptionsverhältnisse verändert werden, was möglicherweise gleichfalls auf die Bildung der obenenvähnten ILampletverbindung zurückzuführen ist, welcher eine größere Resorbierbarkeit zukommt.
  • lach allem handelt es sich hier also um ganz andere Vorgänge wie etwa bei bekannten Verfahren der Haltbarmachung von aus Organen gewonnenem Lecithin durch Chinin. Lecithin zeigt bekanntlich beim Aufbewahren Zersetzungserscheinungen, die sich durch Farbänderungen sowie durch Ranzigwerden kenntlich machen. In diesem Falle übt der Chininzusatz unzweifelhaft eine rein desinfizierende Wirkung aus. Aus dem Bekanntsein des erwähnten Verfahrens konnten keinesfalls Schlüsse gezogen werden, welche der Fach-Welt die ül;rrasclienden stabilisierenden Wirkungen des Chinins bzw. von Chininsalzen im ...Falle der vorliegenden Erfindung nahelegen -konnten.
  • -.4)urch den Zusatz von Chinin und seinen :Verbindungen zu Hypophysenpräparaten wird außer der Stabilisierung eine überraschende 5- bis 2ofache Steigerung des Wirkungsgrades der Produkte erzielt. Man benötigt also bei Venenendung von nach dem neuen Verfahren hergestellten Präparaten nur einen Bruchteil des sonst erforderlichen Hypophysenextraktes.
  • Beispiel Die zweckmäßig mit verdünnter wäßriger Salzsäure ausgezogenen Hinterlappen der Hyphophyse werden von Eiweiß befreit und pharmakologisch so eingestellt, daß z. B. i ccm dieser Lösung o i o'o des Vögtlin-Standards entspricht.
  • 5 Teile dieser Standardlösung werden reit 5 Teilen einer wäßrigen 12,5prozentigen Chininsalzlösung, die zweckmäßig mit Hilfe von Phenyldimetliylpyrazol@on als Lösungsvermittler hergestellt ist, versetzt. 'Man erhält eine klare Lösung, die, wie die pharmakologische Prüfung ergeben hat, sich als sehr haltbar und außerordentlich wirksam erweist.

Claims (1)

  1. PATRNTAINTSPRUCH: Verfahren zur Herstellung praktisch dauernd haltbarer, das Hypophysenhinterlappenhornion enthaltender wäßriger Lösungen, dadurch gekennzeichnet, daß man nach üblichen Methoden gewonnene, den Wirkstoff des Hypophysenhinterlappens enthaltende wäßrige Lösungen von weniger als 7,2 p@ mit wasserlöslichen Chininverbindungen oder mit mittels bekannter Lösungsvermittler wasserlöslich gemachtem Chinin oder seinen Verbindungen versetzt.
DEC41949D 1928-09-15 1928-09-15 Verfahren zur Herstellung praktisch dauernd haltbarer Hypophysenpraeparate Expired DE648089C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC41949D DE648089C (de) 1928-09-15 1928-09-15 Verfahren zur Herstellung praktisch dauernd haltbarer Hypophysenpraeparate

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC41949D DE648089C (de) 1928-09-15 1928-09-15 Verfahren zur Herstellung praktisch dauernd haltbarer Hypophysenpraeparate

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE648089C true DE648089C (de) 1937-07-21

Family

ID=7024767

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC41949D Expired DE648089C (de) 1928-09-15 1928-09-15 Verfahren zur Herstellung praktisch dauernd haltbarer Hypophysenpraeparate

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE648089C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2036114C3 (de) Wäßriges Tetramisolpräparat
DE2219635C3 (de) Insulinsalz-Protamin-Komplexe und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE648089C (de) Verfahren zur Herstellung praktisch dauernd haltbarer Hypophysenpraeparate
AT126297B (de) Verfahren zur Herstellung von den Tonus der Hautblutgefäße hebenden Präparaten.
de Mol Näheres über das Vorfinden nebst dem experimentellen Hervorrufen mehrchromosomiger und embryosackartiger Pollenkörner bei diploiden und heteroploiden holländischen Hyazinthenvarietäten
DE663943C (de) Verfahren zur Herstellung von mit Vitaminen angereicherten Milchprodukten
Harada et al. ISOTOPENAUSTAUSCH ZWISCHEN WASSER UND EINIGEN ORGANISCHEN VERBINDUNGEN
AT113334B (de) Verfahren zur Herstellung eines Stäubemittels zur Schädlingsbekämpfung.
DE977478C (de) Verfahren zur Herstellung injizierbarer Insulinpraeparate mit verzoegerter Wirkung
DE389324C (de) Mittel zur Vertilgung von Bodeninsekten
DE291405C (de)
DE656755C (de) Insektenbekaempfungsmittel
CH119324A (de) Verfahren zur Herstellung eines anti-diabetischen Produktes.
DE1567161C3 (de)
AT114598B (de) Verfahren zur Herstellung von antiseptisch wirkenden Mitteln.
DE1593155C (de) Verfahren zur Herstellung von komplexen Chlorhexidin/Jod- Verbindungen und deren Verwendung als Desinfektionsmittel
DE579688C (de) Verfahren zur Herstellung von Loesungen stark keimtoetender Wirkung
DE377429C (de) Verfahren zur Bekaempfung der Reblaus
Seki Zur physikalischen Chemie der histologischen Färbung.
DE1078741B (de) Verfahren zum Haltbarmachen waessriger, aus waessrigen Arzneipflanzenextrakten gewonnner Loesungen
DE672110C (de) Insektenbekaempfung
DE326387C (de) Verfahren zur Herstellung lange haltbarer Impfstoffe
DE383420C (de) Verfahren zur Herstellung waessriger Loesungen von an sich wasserunloeslichen Metallsalzen fuer therapeutische Zwecke
AT142710B (de) Verfahren zur Darstellung von Nebennierenrinden-Präparaten, die frei von 1-(3, 4-Dioxyphenil)-2-methylaminoäthanol-1 sind.
DE544068C (de) Verfahren zur Herstellung von Bestaeubungsmitteln fuer Pflanzenschutzzwecke und Saatgutbeizung