DE645641C - Verfahren zur Herstellung von Kohlensaeurebaedern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kohlensaeurebaedern

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DE645641C
DE645641C DEB169988D DEB0169988D DE645641C DE 645641 C DE645641 C DE 645641C DE B169988 D DEB169988 D DE B169988D DE B0169988 D DEB0169988 D DE B0169988D DE 645641 C DE645641 C DE 645641C
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Description

Die Herstellung künstlicher Kohlensäurebäder, an sich ein chemisch sehr einfacher Vorgang, hat die Schwierigkeit zu lösen., daß einmal die Kohlensäure nicht zu rasch verbrausen, zum anderen die Entwicklung nicht zu lange andauern soll. Löst man die einzelnen Bestandteile im Badewasser auf, so werden sie durch die Menge des Badewassers von meist 100 bis 2001 außerordentlich stark
lu verdünnt, und >es ergibt sich eine restlose Umsetzung der Komponenten und also ein Freiwerden der Kohlensäure erst im Verlauf mehrerer Stunden, während praktisch die Dauer des Kohlensäurebades nur bis zu etwa 20 Minuten betragen soll. Sucht man das zu vermeiden und gibt die Bestandteile ohne Auflösen zu, so treten sie zu rasch in Reaktion, und die Kohlensäure entweicht in wenigen Minuten.
Es hat deshalb nicht an Versuchen gefehlt, dieser unwirtschaftlichen und unzweckmäßigen Kohlensäureentwicklung !entgegenzuwirken. Man verwandelte z. B. das handelsübliche Natriumbisulfat durch eine besondere Vorbehandlung in ein Pyrosulfat und zerlegte dieses in Stückchen gleichmäßiger Korngröße, welche dann eine bestimmte Auflösungszeit beanspruchen. Weiter versuchte man Präparate herzustellen, die nebeneinander sowohl ein saures Salz als auch Bicarbonat enthalten, und zwar durch Pressung oder Guß von Würfeln, Tafeln oder Tabletten, wovon ein Teil aus Bisulfat und ein Teil aus Bicarbonat besteht. In beiden Fällen war die Absicht, die Verdünnung der Stoffe durch das Badewasser zu vermeiden, die Stoffe zur rascheren Umsetzung räumlich näher beieinander in die Badewanne zu bringen und dabei doch eine zu rasche chemische Reaktion zu vermeiden. Da die Verdünnung bei Verwendung einer flüssigen Saune nur schwer zu vermeiden ist, wurde schließlich auch ein Verfahren ausgearbeitet, an Stelle des sauren Natriumsulfats NaHSO4 leine Schmelze aus Natriumsulfat Na2SO4 mit je nach dem beabsichtigten Zweck wechselnden Mengen von Schwefelsäure zu verwenden.
Es kann dahingestellt bleiben, ob hierbei haltbare Produkte erreicht werden und ob nicht die freie Schwefelsäure, z. B. in Würfein aus Bisulfat ,für Emailwannen, bedenklich sind.
Das beanspruchte Verfahren arbeitet in anderer Richtung, eine volle Umsetzung und also Ausnutzung der beiden Komponenten (Säureträger und Kohlensäureträger) innerhalb der üblichen Badedauer zu erreichen. ■ Je nach der Verwendung werden eine Säure, ein saures oder sauer reagierendes Salz oder eine Kombination dieser Stoffe in geeignete andere Stoffe, wie Thiosulfat, Natriumsulfat oder ein anderes geeignetes Schmelzmittel, eingeschmolzen, imd ebenso wird mit einem oder mehreren Kohlensäureträgern verfahren.
Die Schmelzprodukte können in geeignete, insbesondere' p£$#i&)^ii§gjibrmen, wie Platten, Blöcke, Kugeln o, dgl., gebracht werden. Der Fortschritt des Beanspruchten Verfang rens liegt darin, daß die SchmelzproduktC nebeneinander oder übereinander auf der1. Boden der Wanne gegeben werden können," sonach räumlich die Einwirkung der Stoffe aufeinander erleichtert und keiner der Stoffe ίο der sonst unvermeidbaren starken Verdünnung durch das Badewasser vor der Einwirkung ausgesetzt ist. Auch ein Aufbrausen der Kohlensäure bei Bereitung des Bades wie ein zu schnelles Verbrausen ist vermieden, weil die Schmelzprodukte nur allmählich sich lösen. Es werden haltbare Produkte, die zudem unschädlich für die Wanne sind, erzielt. Den Vorzug verdienen solche Schmelzstoffe, deren Schmelzpunkt über der Temperatur des Badewassers liegt, damit ihre Lösung im Badewasser noch mehr verlangsamt ist. Die Perforierung der Schmelzprodukte hat den Vorteil, daß mit dem allmählichen Schwinden der Stoffmengen die Lochungen infolge des Herauslösens im Wasser immer weiter im Durchmesser werden, damit auch die zunächst kleinere Angriffsfläche immer größer. Während sonst die Kohlensäureentwicklung mit dem. Schwinden der ins Bad gegebenen Mengen immer geringer wird, bleibt sie hier gleichmäßig infolge der allmählichen Vergrößerung der Angriffsfläche.
Die für ein solches Bad für erforderlich gehaltene Menge an geeigneter Säure, einem sauer reagierenden oder sauren Salz oder einer Kombination dieser Stoffe und einem oder mehreren geeigneten Kohlensäureträgern kann nach diesem Verfahren in der Weise in das Badewasser gegeben werden, daß man den Säureträger einschmilzt und in geeigneter Form in das Badewasser gibt. Eine brauchbare Kohlensäureentwicklung ist aber auch erreichbar, wenn man lediglich die Säurekomponente einschmilzt, dagegen den Kohlensäureträger, z. B. in der pulverförmiger! Handelsform des Natrium bicarbonicum, auf den Boden der Wanne gibt, wie man auch umgekehrt verfahren kann und lediglich den Kohlensäureträger einschmilzt in einem anderen geeigneten Stoff. Ein Einschmelzen des Säureträgers und des Kohlensäureträgers in der gleichen Schmelzmasse aus anderen Stoffen ir"' der Herstellung von Schmelzprodukten, ■f 'zugleich Säureträger und Kohlensäure-
r enthalten, ist möglich, führt aber zu reiner zu raschen Kohlensäureentwicklung, wenn man nicht sehr große Mengen eines geeigneten anderen Stoffes als Schmelzmittel verwendet.
Mit dem beanspruchten Verfahren wird eine Kohlensäureentwicklung von großer Gleichmäßigkeit und Stetigkeit erzielt. Ein Aufbrausen und also eine zu rasche Kohlensäureentwicklung ist vermieden, weil die Stoffe eingeschmolzen sind; die Stetigkeit ist gesichert, weil das Schmelzmittel sich langsam löst und die Stoffe nur allmählich in Reaktion treten können, und schließlich ist die Wirtschaftlichkeit gegeben dadurch, daß bei entsprechendem Mengenverhältnis und entsprechender Auswahl des Schmelzmittels Säureträger und Kohlensäuneträger innerhalb der üblichen Badedauer bis auf ganz geringe Reste in Reaktion zueinander getreten sind.
75 Ausführungsbeispiel
Masse A
50 Teile Glaubersalz krist., 50 - Natriumbicarbonat.
Masse B
100 Teile Glaubersalz krist., 80 - Aluminiumsulfat, 20 - Weinsäure.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Kohlensäurebädern unter Verwendung einer Säure oder eines sauer reagierenden oder sauren Salzes oder einer Kombination dieser Stoffe sowie eines oder mehrerer Kohlensäureträger, dadurch gekennzeichnet, daß diese Stoffe in geeignete andere Stoffe eingeschmolzen und die Schmelzprodukte in insbesondere perforierbare Blöcke, Platten oder Kugeln o. dgl. gebracht werden.
    URRUN. liKDBL'f:KT IN OKR
DEB169988D 1935-06-06 1935-06-06 Verfahren zur Herstellung von Kohlensaeurebaedern Expired DE645641C (de)

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