DE643448C - Verfahren zur Herstellung von Elektroden auf kompakten Kupferoxydulkoerpern fuer Gleichrichter - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Elektroden auf kompakten Kupferoxydulkoerpern fuer GleichrichterInfo
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Description
Es ist bei Kupferoxydulgleichrichtern, deren Oxydulschicht auf dem Kupfer gewachsen ist,
bekannt, zur Anbringung der Gegenelektrode auf dem Kupferoxydtil die Fläche desselben
vor der Elektrodenaufbringung besonders von anhaftendem Kupferoxyd zu reinigen, was gegebenenfalls
auch durch Ätzung erfolgen kann. Auf diesem Wege entsteht eine in einem gewissen
Grade sperrende Berührungsfläche zwisehen Kupferoxydul und Gegenelektrode.
Diese bisher noch nicht erkannte Sperrwirkung, die durch die Erfindung ausgenutzt
werden soll, ist zwar absolut erheblich kleiner als die der Sperrschicht, die im allgemeinen
zwischen Mutterkupfer und Kupferoxydul vorhanden ist. Da sich aber auch der Widerstand
in der Durchlaßrichtung entsprechend dem Widerstand in der Sperrichtung verkleinert,
kann trotzdem ebenfalls eine gute Gleichrichtung erzielt werden, wobei die bei den bekannten Kupferoxydulgleichrichtern
wegen des beträchtlichen Vorwärtswiderstandes der eigentlichen Sperrschicht und infolge der
dabei auftretenden Sperrwirkung der Ableiteelektrode nur geringe spezifische Strombelastung
erhöht werden kann.
Es lassen sich daher durch die Erfindung neue Gleichrichter für die Starkstromtechnik
schaffen.
Es ist zwar bei Detektoren, also Gleichrichtern mit punktförmigen Sperrschichtelektroden,
bekannt, zur Entwicklung der empfindlichen Stellen bei gleichzeitigem Stromdurchgang
von hoher, aber zwecks Verhinderung der Überhitzung nicht übermäßiger Stärke
Wasser oder Säure anzuwenden, doch handelt es sich bei diesen Aggregaten nicht um
flächenhafte Elemente, weshalb durch sie nur geringe Stromstärken gleichgerichtet werden
können, ohne daß die geringste Gewähr für Kontaktkonstanz gegeben ist.
Nach der Erfindung wird also, was hervorgehoben sei, als Ausgangsmaterial für die
neuen Gleichrichter ein kompakter Kupferoxydulkörper verwendet, der in keiner Beruhrung
mehr mit· dem Mutterkupfer steht, und es wird zunächst die Seite des Körpers, auf
der die Sperrschichtelektrode aufgebracht wird, einer Ätzung unterworfen. Als besonders
vorteilhaft hat sich eine Behandlung des Kupferoxyduls mit etwa 25 0/0 ige r heißer
Schwefelsäure herausgestellt, ohne daß das Verfahren auf dieses Ätzmittel beschränkt sein
soll. Auf die nach dieser Schwefelsäurebehandlung sorgfältig gespülte und getrocknete
Fläche wird sodann die wirksame Elektrode in atomarer Form, wozu sich insbesondere
Kupfer, Silber und Gold eignen, aufgebracht.
Als ganz besonders wirksam jedoch haben sich Elektroden herausgestellt, die aus Quecksilber
hergestellt wurden, da diese gegenüber dem Kupferoxydul eine besonders hohe Sperrwirkung zeigen. Das Anbringen dieser
Elektroden kann in der Weise geschehen, daß man die Kupferoxydulplatten auf einer Quecksilberoberfläche
schwimmen läßt oder daß man ein derartiges Plättchen als Boden einerj.
flachen Schale ausbildet, in der sich das**
Quecksilber als wirksame Elektrode befihdiet.■>
Die Vorteile der nach dem Verfahren ge'-''-·. maß der Erfindung hergestellten Elektroden
gegenüber den bisher für dieselben Zwecke
ίο benutzten Kupfer elektroden, auf die das
Kupferoxydul aufgewachsen ist, bestehen darin, daß der Übergangswiderstand zwischen Elektrode
und Halbleiter bei den neuen Einrichtungen, wie schon oben angegeben ist, nicht so
hoch ist wie bei den bekannten, so daß eine höhere Stromdichte benutzt werden kann,
ohne eine übermäßige Erwärmung befürchten zu müssen. Die Dicke des Oxyduls wird hierbei
zur Verminderung des Bahnwiderstandes so klein gewählt, wie es aus mechanischen Gründen irgend möglich ist.
Ein weiterer Vorteil der neuen Elektroden ist, daß sie auch bei einer etwa eintretenden
höheren Erwärmung nicht unwirksam werden, wie es bei den tisher benutzten Elektroden
der Fall war, wodurch sich besondere Anordnungen zum Kühlen in weitem Maße erübrigen.
Schließlich kann dadurch, daß die Stromdichte höher gewählt werden kann, der Querschnitt
der Zelle bei der gleichen Stromstärke kleiner gewählt werden als bei den alten Zellen, wodurch sich eine Herabsetzung der
Wechselstromkapazität der Zelle ergibt.
Bei der Herstellung von Gleichrichtern nach dem neuen Verfahren muß man selbst-,verständlich
auf der Rückseite des Oxydul-'plättchens
eine Elektrode so anbringen, daß JAur ein geringer Übergangswiderstand zum
Oxydul entsteht. Dies geschieht vorteilhaft in der Weise, daß das Kupferoxydul poliert
oder mit einem Sandstrahlgebläse behandelt wird und daß auf diese Fläche eine Graphitemulsion
oder eine beispielsweise kathodisch zerstäubte Metallelektrode aufgetragen wird.
Auf das erhärtete Graphit wird eine Metallelektrode aufgetragen oder aufgeklebt.
Claims (2)
- Pa tentansp r ü c ii ε :ι. Verfahren zur Herstellung von Elektroden auf kompakten Kupferoxydulkörpern für Gleichrichter, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Aufbringen der atomaren flächenhaften Sperrschichtelektrode die hierfür vorgesehene Fläche des Kupferoxyduls einer Ätzung unterworfen und die Gegenelektrode so aufgebracht wird, daß nur ein geringer Übergangswiderstand zum Halbleiter entsteht.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ätzen heiße Schwefelsäure, die vorzugsweise 250/oig ist, benutzt wird.
Priority Applications (1)
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| DE643448C true DE643448C (de) | 1937-04-08 |
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- 1930-08-07 DE DES102264D patent/DE643448C/de not_active Expired
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