DE643254C - Verfahren zum unschaedlichen Transport von Massenguetern - Google Patents

Verfahren zum unschaedlichen Transport von Massenguetern

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DE643254C
DE643254C DEK141167D DEK0141167D DE643254C DE 643254 C DE643254 C DE 643254C DE K141167 D DEK141167 D DE K141167D DE K0141167 D DEK0141167 D DE K0141167D DE 643254 C DE643254 C DE 643254C
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Kohle und Eisenforschung GmbH
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Kohle und Eisenforschung GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23FNON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
    • C23F11/00Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent
    • C23F11/08Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent in other liquids

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zum unschädlichen Transport von Massengütern An eisernen Transporträumen, insbesondere bei Flußlastkähnen, werden immer wieder Zerstörungen der eisernen Böden und Wände durch besonders starke Korrosion festgestellt. Es wurden Fälle beobachtet, bei denen die 12 mm starken eisernen Bleche des Schiffbodens in einem Zeitraum von iljz Jahren lochartig so durchfressen wurden, daß das Schiff= leck wurde. Da sich innen auf den Böden der Schiffe stets eine Wasser- oder Feuchtigkeitsschicht befindet, nahm man zunächst an, daß ein zu geringer Korrosionswiderstand der zum Bau der Schiffe verwendeten Stahlplatten vorliege. Die eingehende Untersuchung zeigte aber, daß Fehler des Stahlwerkstoffes die Zerstörungen nicht bedingen konnten.
  • Es würde nun festgestellt, daß diese Korrosionserscheinungen früher oder später immer nur dann auftreten, wenn Transportgüter in der Art von Kiesabbränden verladen wurden. Ist der meist auf dem Boden des Transportgefäßes liegende Bretterbelag nicht vollkommen dicht, so fällt ein feiner Abrieb des Erzes durch die Ritzen des Holzbelages auf den eisernen Boden und in die dort befindliche Wasserschicht, in der sich dann wäßrige Lösungen bilden.
  • An sich reagiert ein wäßriger Auszug von Kieselabbränden nur schwach sauer und könnte daher höchstens flächige, die Dichtheit des Gefäßes erst in sehr langen Zeiträumen schädigende Korrosionen verursachen. Es wurde aber durch weitere eingehende Untersuchungen festgestellt, daß die in den Kiesabbränderi zum Teil in wasserlöslicher Form vorliegenden Kupferverbindungen die eigentliche Ursache des gefährlichen Lochfraßes sind. Die Kupferionen der von den Kiesabbränden mit dem Bodenwasser gebildeten Lösung scheiden sich an den Stellen des eisernen Bodens, an denen der Anstrich oder Überzug auch nur geringfügig verletzt ist, ab und bewirken hierbei ein durch Lokalelementbildung stark gefördertes, örtliches Inlösunggehen des Eisens (Lochfraß).
  • Man versuchte durch besonders dichte, korrosionshemmende Schutzanstriche einen Angriff des Schiffbodens durch das Frachtgut zu verhindern. Diese Maßnahme erwies sich aber als teuer und führte nicht zum Erfolg, weil auf die Dauer keiner der üblichen Schutzanstriche, z. B. Mennige Asphalt oder Mennige -j-- dicker Kabelfettschicht, standhält. Die Überzüge enthalten oder bekommen im Betrieb mehr oder weniger große Poren und Löcher, unter denen dann der durch die Kupferausscheidung bewirkte Lochfraß auch nach Löschung der Fracht rasch fortschreitet.
  • Man könnte daran denken, Spezialschiffe mit besonders dichten Bretterböden und konstruktiven Schutzmaßnahmen für den Transport solcher Güter zu verwenden. Das ist jedoch nicht möglich, weil derartige Güter aus wirtschaftlichen Gründen mit den jeweils gerade an Ort und Stelle zur Verfügung stehenden Transportmitteln verladen werden i.iüssen, d. 1i. es müssen praktisch alle Transportmittel für jede Ladung zur Verfügung stehen. Es müßten also für alle Schiffe diese kostspieligen Maßnahmen getroffen werden..: Diese Lage hat dazu geführt, daß Hegte; schon zahlreiche Schiffer sich weigern. Uüe= wertvollen Kiesabbrände überhaupt zti be-: fördern, um ihre Schiffe vor Schäden zu bewahren.
  • Erfindungsgeinä ß wird nun die Erkenntnis, daß Kupferausscheidungen den Lochfraß bewirken, zu einem überraschend einfachen, billigen und unschädlichen Verfahren zum Transport derartiger Güter in feuchten oder mit Bodenwasser bedeckten eisernen Transportgefäßen in der Weise angewendet, daß man immer und nur dann, wenn Kiesabbrände oder ähnliche Güter verladen werden, auf den nassen eisernen Boden des Transportraumes Stoffe aufbringt, die eine Ausscheidung der Kupferionen in schädlicher Form verhindern. Sobald die Ausfällung metallischen Kupfers in Form kompakter Plättchen verhindert wird, bleibt der lochartige Korrosionsangriff aus und die Bodenwässer bewirken nur noch nun .ehr langsame flächige Verrostung der Eisenteile.
  • Die Verhinderung der Kupferausscheidung in schädlicher Form erfolgt, wie weitere Untersuchungen zeigten. am besten auf folgenden `Fegen Man bringt alkalische Stoffe, z. B. Kalk oder Kalkstaub. auf die feuchten Böden der Transl)ortr:iunie. Dadurch wird dein Grundvasser eine schwache Alkalität erteilt und eine Ausfällung des Kupfers in Form von Hvdrotvden bewirkt, die keinen Lochfraß hervorrufen. -Man kann aber auch so vorgehen, daß man dein Bodenwasser vor dein Transport von Kiesabbränden geringe Mengen solcher Schutzstoffe zugibt, wie sie beim Beizen von Stählen verwendet werden, um die Auflösung des Stahls zu verzögern (sog. Sparbeizen). Hierzu gehören z. B. Gelatine, Leim und andere kolloide Stoffe, ferner Teerfettöl, Generatorgaswasser. Harze, Stärken, Hefen und zahlreiche andere organische Verbindungen, wie z. B. Thioliarnsäure. Für den vorliegenden Zweck wird man aus der an sich bekannten Stoffgruppe der Sparbeizmittel diejenigen wählen, die örtlich am billigsten, z. B. als Abfallstoffe, zur Verfügung stehen. Es genügen im allgemeinen Mengen von weniger als i g je Liter Bodenwasser.
  • Es ist an sich bekannt, daß Alkalien und Kalk Säuren abstumpfen und daß durch Sparbeizen der Angriff starker Beizsäuren auf Stähle verzögert wird. Hier handelt es sich aber nicht um die Abstumpfung der ja an sich nur sehr schwachen und verhältnismäßig
    armlosen Säurereaktionen des Bodenwassers,
    dern es soll die Ausscheidung des Kupfers
    F1 , mit die lokale Elementbildung in
    Transporträumen unterdrückt wer-
    dei . ., euartig ist die Anwendung dieses
    Mittels zur Erreichung eines sicheren und trotzdem billigen Transports von Kiesabbränden und ähnlichen Massengütern in eisernen Transporträumen.
  • Es gelingt so, Schädigungen des eisernen Transportkörpers vollkommen zu verhindern, wenn das Frachtgut lösliche Kupferverbindungen enthält. Auch alle anderen löslichen Verbindungen von Metallen, die in der Spannungsreihe edler sind als Eisen, wirken in gleich schädlicher Weise, und ihr gefahrloser Transport wird durch die gleichen Maßnahmen ermöglicht.
  • Die Zugabe von Kalk o. dgl. erfolgt in einfachster und wirtschaftlichster Weise, indem man auf die einzelnen - bei Schiffen durch die Spanten gebildeten - Abschnitte des Bodens die alkalisch wirkenden Stoffe in solchen Mengen einführt, daß die Kupferabscheidung aus der wäßrigen Erzlösung verhindert wird. Bei späterer Überholung oder Ruhezeit der Transporträume kann dann der Kalk bzw. Schlamm mit dein Wasser wieder entfernt werden.
  • Da Abfallstoffe, z. B. Kalkabriebe, wie sie bei den Thomaswerken billig zur Verfügung stehen bzw. Generatorgaswasser verwendet werden können, wird durch das geschilderte Verfahren erst wieder der wirtschaftliche, ohne Schädigung des Transportmittels erfolgende Transport dieser wertvollen Massengüter ermöglicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum unschädlichen Transport von Massengütern, z. B. Kiesabbränden, die wasserlösliche Verbindungen eines Metalls enthalten, das in der Spannungsreibe edler ist als Eisen, in feuchten oder nassen Transporträumen, .dadurch gekennzeichnet, daß auf den nassen Boden des Transportraumes alkalische Stoffe (z. B. Kalk oder Kalkstaub) oder organische Stoffe mit sparbeizähnlicher Wirkung gebracht werden, die die Ausscheidung des in der Flüssigkeit enthaltenen edleren Metalls und ein dadurch bedingtes Inlösunggehen des Eisens verhindern.
DEK141167D 1936-02-18 1936-02-18 Verfahren zum unschaedlichen Transport von Massenguetern Expired DE643254C (de)

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