DE642358C - Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Bierwuerze - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Bierwuerze

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DE642358C
DE642358C DEH139399D DEH0139399D DE642358C DE 642358 C DE642358 C DE 642358C DE H139399 D DEH139399 D DE H139399D DE H0139399 D DEH0139399 D DE H0139399D DE 642358 C DE642358 C DE 642358C
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wort
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cooling
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cooler
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Holstein und Kappert Maschinenfabrik Phonix GmbH
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Holstein und Kappert Maschinenfabrik Phonix GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C7/00Preparation of wort
    • C12C7/26Cooling beerwort; Clarifying beerwort during or after the cooling

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  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Bierwürze q Im allgemeinen erfolgt das Kühlen von Bierwürze in zwei Vorgängen, .die sich in das eigentliche Kühlen und die Trubausscheidung unterteilen. Die teilweise Absonderung des Trubes auf dem Kühlschiff oder dem Setzbottich zieht die Trennung von Trub und Würze durch Absetzen nach sich. Der Rest des Trabes wird nach erfolgter Kühlung im Anstellbottichoder Gärbottich ausgeschieden. Es ist außerdem bekanntgeworden, die Würze vor dem Abkühlen unter Ausschaltung eines Kühlschiffes oder Setzbottichs im geschlossenen. Durch$uß zu filtrieren und unmittelbar darauf zu kühlen. Bei diesem Verfahren, d. h. der Filtration der heißen Würze, wird nur der Heißtrab zurückgehalten, während der nach denn Kühlen noch anfallende Kühltrub restlos in den Anstellbottich oder -Gärbottich kommt.
  • Durch die Verwendung eines Kühlschiffes oder Setzbottichs mit anschließender Kühlung wird neben. dem Heiß,trub auch nach ein Teil des Kühltrabes ausgeschieden. Die Fernhaltung des ausgeschiedenen Heißtrabes und Kühltrabes vom Anstellbottich -oder Gärbottich macht aber meinem solchen Maße Schwierigkeiten, als es nach dem vorangegangenen Brauverfahren und dem folgenden Gärverfahren jeweils erwünscht ist, so daß die Zwangsläufigkeit der technologischen Wirkung vollkommen fehlt. Zu dem ebenfalls bekanntgewordenen Verfahren gehört auch die kontinuierliche Behandlung von Bierwürze in einem Arbeitsgang, indem diese heiß,. filtriert und .anschließend sofort gekühlt wird. -Das der Kühlvorrichtung vorgeschaltete Filter ist in diesem Falle sein ausgesprochenes Heißfilter, so daß die Ausscheidung des Kühltrabes wiederum unterbunden ist.
  • Nach der Erfindung- soll nun das Ausscheiden und Zurückhalten sowohl des Heißtrabes als auch des Kühltrabes in, einem solchen Grad zwangsläufig durchgeführt werden, als dies nach dem Willen des Betriebsleiters in jedem einzelnen Falle gewünscht wird. Das Arbeitsverfahren ist folgendes: Die heiße Würze wird gemäß Abbildung beispielsweise aus einem S.etzbotticha durch die Pumpe b in einen geschlossenen Kühlapparat gefördert, welcher besteht aus dem Vorkühler g, einer Anschlußabteilung h und den nachgeschalteten Tiefkühlern! und k, und durch den Vorkühler D zunächst auf eine vorgeschriebene Temperatur, beispielsweise 35' C, vorgekühlt. Bei dieser Vorkühlung scheidet sich ein Teil des Kühltrabes .aus. Das Maß der Trubausscheidung hängt von dem Grad der Vorkühlung ab. Die so vorgekühlte Würze wird nun aus dem Kühlapparat einem Filter c zugeführt, welcher neben dem Heißtrab auch die bereits ausgeschiedene Kühltrubmenge zurückhält. Will man den Filter nicht übermäßig groß bemessen, so empfiehlt es sich, "einen zweiten Filter d vorzusehen, welcher sofort in Tätigkeit tritt, sobald Filter c durch die zurückgehaltene Trabmengen erschöpft ist. Die Umschaltung kann in bekannter Weise durch Betätigung der in den Zweigleitungen vorgesehenen Absperrorgane erfolgen.
  • Die filtrierte Würze wird in den Kühlapparat zurückgeleitet und bis auf die gewünschte tiefe Temperatur weitergekühlt.
  • Damit die Filtrierung keine Unterbrechung erleidet, sobald auch Filterd erschöpft ist, soll Filter c unmittelbar nach seinem Ausschalten aus dem Arbeitsprozeß von den zurückgehaltenen Trubbestandteilen befreit werden. Dies geschieht in einfacher Weise dadurch, daß zunächst die in dem Filter zurückgebliebene Würzemenge durch Druckluft aus dem Filtergehäuse heraus und in die Zuführungsleitung zum Filter d hineingedrückt wird. Die Filterflächen des so entleerten Filters c werden dann in umgekehrter Richtung durch heißes Wasser von den anhaftenden Trubbestandteilen befreit und abgespült. Das Gemisch von Trub und heißem Wasser wird abgelassen und nach Bedarf verwertet. Der Filter steht, ohne daß man ihn öffnet, erneut zur Filtration bereit. In gleicher Weise kann die Regenerierung des Filters d während der für ihn bestimmten Ruhepause vorgenommen werden, so daß unter Benutzung beider Filter eine kontinuierliche Arbeitsweise möglich ist, selbst wenn die @einzelnen Filter nur verhältnismäßig geringe Abmessungen erhalten.
  • Ist die gesamte Würze auf diese Weise filtriert und gekühlt, so bleibt in dem benutzten Filter wiederum eine gewisse Würzem@enge zurück. Diese soll durch Druckluft in den geschlossenen Behälter e übergeführt werden. Dieser Behältere dient auch gleichzeitig zur Aufnahme der nach beendeter Kühlung auf dem Boden des Setzbottichs zurückgebliebenen Truhmengen. Diese Trubbestandteile werden dann schließlich aus dem Behältere zusammen mit dem Würzerest aus dem Filter in eine Filterpresse f gedrückt, um die letzten Trubbestandteile von der Würze zu trennen. Die aus der Trubpresse f abfließende Würze wird ebenfalls gekühlt und dem Anstellbottich oder Gärbottich zugeleitet. -Der Lauf der Würze während des normalen Betriebes geht wie folgt: Vom Setzbottich a durch Leitung i, Pumpe b, Vorkühler g, Anschlußplatte h, Leitung 2, Umschaltorgan 5, Filter c, Leitung 3, Anschlußplatte /t, Tiefkühler i und k, Leitung ¢ zum Anstellbottich oder Gärbottich. Soll Filter c regeneriert oder rückgespült werden, so wird das Umschaltorgan 5 um 9o° entgegengesetzt der Uhrzeigerrichtung gedreht, ferner Ventil6 geschlossen und Venti17 geöffnet. Nunmehr ist Filter d in Tätigkeit. -Aus Leitung 8 wird nach Öffnen des Ventils 9 Druckluft in den Filter c gelassen und durch die Leitung i o nach Öffnen der Ventile i i und 12 der Würzerest aus dem Filter c in den Filter d gedrückt. Ist dies geschehen, so werden die Ventile 9, 11 und 12 geschlossen und aus der Leitung 13 nach Öffnen des Ventils 1q. erst kaltes und dann heißes Wasser in umgekehrter Richtung durch den Filter c geleitet, wodurch die an den Filterflächen haftenden Trubmengen ausgespült und durch Leituni 15 nach Öffnen des Ventils 16 abgeführt werden.
  • Um den Würzerest aus dem zuletzt benutzten Filter in den Behältere zu fördern, ist eine besondere Verbindungsleitung 17 vorgesehen. Ferner ist eine unmittelbare Verbindungsleitung 18 zwischen Setzbottich a und Behälter e vorhanden, ferner eine Verbindungsleitung i 9 zwischen Behälter e und Filterpresse f. Auch diese Leitungen enthalten entsprechende Absperrorgane.
  • Die Filter c und d können als Kesselfilter, Rahmen- oder Kammerfilter bekannter Bauart ausgebildet sein. Sie müssen mit den erforderlichen Anschlüssen und Armaturen versehen sein, damit sie beim Füllen entlüftet, nach der geforderten Arbeitsweise entsprechend geschaltet werden können und damit man die Filterwirkung sowie den Filterwiderstand während des Betriebes beobachten kann.
  • Nach dem beschriebenen Verfahren ist es möglich, neben dem Heißtrub in Filtern passender Bauart zugleich auch soviel Kühltrub aus der Würze zu entfernen, wie gewünscht wird. Der Betriebsleiter hat lediglich zu bestimmen, bei welcher Temperatur die vorgekühlte Würze aus dem Kühlapparat abgezogen und der Filtration unterworfen werden soll. Um diese Vorkühltemperatur stets richtig zu treffen, soll der Kühlapparat so eingerichtet sein, daß die Kühlflächen des Vorkühlers g leicht vergrößert oder verkleinert werden können. Zu diesem Zwecke soll als Kühlapparat ein sog. Plattenkühler Verwendung finden, welcher zur Entnahme und Wiedereinführung der Würze aus und in den Apparat eine sog. Anschlußabteilung oder Anschlußplatte 1a bekannter Bauart erhält. Diese kann an verschiedenen Stellen des Apparates eingeschaltet werden, so daß also nach Belieben mit einer größeren oder kleineren Vorkühlabteilung gearbeitet wird. Bei gleichbleibender Plattenzahl werden dann die nachgeschalteten Tiefkühlabteilungen i und. k ebenfalls entsprechend größer oder kleiner. Außerdem ist es möglich, durch Veränderung der Kühlwassermengen die Wirkung der Kühlabteilung auch bei gleichbleibender Größe der- Kühlflächen in gewissen Grenzen zu verändern.
  • Zur Durchführung des Verfahrens ist nicht unbedingt ein Setzbottich erforderlich; es ist vielmehr auch möglich, die Würze unmittelbar aus der Braupfanne durch den Kühler und den zwischengeschalteten Filter zu pumpen oder aber den Setzbottich durch ein Kühlschiff zu ersetzen.
  • Das Wesentliche der neuen Erfindung ist die Filtrierung der Würze nach ,einer vom Betriebsleiter bestimmten Vorkühlung, so daß außer dem Heißtrub zugleich auch ein bestimmter Anteil des Kühltrubes ausgeschieden wird. Es ist auch nicht in allen Fällen @erforderlich, die Vorkühlung der Würze in einer besonderen Vorkühlabteilung des eigentlichen Kühlapparates vorzunehmen, dies kann vielmehr auch schon im Setzbottich oder auf dem Kühlschiff stattfinden.
  • Die Vorkühlung im Setzbottich oder auf dem Kühlschiff hat aber- den Nachteil, daß es nicht möglich ist, während der ganzen Kühldauer die vorgeschriebene Temperatur auf gleicher Höhe zu halten. Im Laufe des Kühlprozesses sinkt nämlich die Temperatur irn Setzbottich oder auf dem Kühlschiff ständig ab. Außerdem ist bei diesem Verfahren von Nachteil, daß, beim Absinken der Temperatur über So' C hinaus Infektionsgefahren für die Würze entstehen, da infolge Berührung mit der Außenluft gerade bei Temperaturen zwischen 50 und 30°C die Würze einen besonders günstigen Nährboden für hinzutretende Bakterien bildet.
  • Durch das neue Verfahren wird außerdem nach der große Vorteil erreicht, daß sofort nach Beendigung des Brauprozesses im Sudhaus das Abkühlen mit dem eigentlichen Kühlapparat beginnen kann. Man braucht nicht zu warten, bis im Setzbottich oder auf dem Kühlschiff eine gewisse Abkühlung und damit eine entsprechende Ausscheidung von Kühltrub vor sich gegangen ist. Die gewollte Ausscheidung des Kühltrubes wird vielmehr während des Durchlaufes der Würze in dem Kühlapparat bis zu dem vorgeschriebenen Grad erreicht und die Trennung der ausgeschiedenen Trubmengen von der Würze durch den Filter ohne jeden Zeitverlust bewirkt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Behandlung von Bierwürze in einem Arbeitsgang, dadurch ge- kennzeichnet, daß die Bierwürze vor dem Filtrieren und Tiefkühlen auf Anstelltemperatur unter Luftabschluß. auf eine beliebige vorausbestimmbare Temperatur vorgekühlt wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Vorkühler (g) und Tiefkühler (i, h) ein Trubfilter (c, d) angeordnet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchlaufkühler mit einer innerhalb des Kühlers versetzbaren Anschlußabteilung (lt) ausgerüstet ist.
DEH139399D 1934-03-11 1934-03-11 Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Bierwuerze Expired DE642358C (de)

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DEH139399D DE642358C (de) 1934-03-11 1934-03-11 Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Bierwuerze

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DE (1) DE642358C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1036193B (de) * 1951-09-28 1958-08-14 Dominion Breweries Ltd Verfahren zur Behandlung von Bierwuerze

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1036193B (de) * 1951-09-28 1958-08-14 Dominion Breweries Ltd Verfahren zur Behandlung von Bierwuerze

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