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Lichttonwiedergabeoptik Zweck der Erfindung ist die Verbesserung einer
aus zwei mit ihren Achsen senkrecht zueinander angeordneten Zylinderlinsen bestehenden
Lichttonwiedergabeoptik.
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Bei photoelektrischen Tonwiedergabevorrichtungen, wie sie für die
Vorführung von Tonfilmen u. dgl. verwendet werden, ist es erforderlich, daß ein
heller schmaler Lichtstreifen, dessen Stärke von der Größenordnung von etwa .,o25
mm ist und dessen Länge etwa 2,5 mm beträgt, scharf auf den Tonstreifen des Films
eingestellt wird.
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Um dies zu erzielen, hat man schon verschiedene Wege beschritten.
So hat man z. B. mit Hilfe eines Mikroskops o. dgl. ein verkleinertes Bild eines
beleuchteten Schlitzes erzeugt.
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Bekannt sind auch schon Lichttonwiedergabeoptiken, die aus zwei mit
ihren Achsen senkrecht zueinander angeordneten Zylinderlinsen bestehen, die gemeinsam
für das Zustandekommen des scharfen Lichtstriches sorgen. Eine solche Optik wird
erfindungsgemäß durch zwei kreiszylindrische Linsen gebildet, die in einer gemeinsamen,
aus drei Teilen bestehenden Fassung angeordnet sind, deren einer als Bügel mit bogenförmig
abgekröpften Schenkeln zur Aufnahme. der einen Linse und mit einer Ausnehmung im
Steg zum Halten der anderen Linse ausgebildet ist. Der zweite Teil schließt den
ersten Teil als Gehäuse ein und hält durch als Blenden und Anschlag ausgebildete
Ausnehmungen in Stirn- und gesonderter Rückwand als dritten Teil die Linsen und
den ersten Teil in ihren vorbestimmten Lagen. Die Rückwand des äußeren Gehäuses
besitzt einen Anschlag o. dgl., durch den die bezüglich des Tonbandes richtige Lage
in einem Lichttongerät gesichert ist.
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Der Vorteil dieser Bauart besteht darin, daß die Fassung für die Linsen
des optischen Systems billig ist.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
in drei Figuren dargestellt.
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Es zeigen Fig. i das optische System mit der Fassung zerlegt, Fig.2
einen Schnitt in der Richtung der Filmbewegung durch das zusammengebaute optische
System mit Fassung und Fig. 3 einen Schnitt senkrecht zu dem der Fig. 2.
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Wie aus Fig.2 hervorgeht, besteht das optische System aus einer Kreiszylinderlinse
i mit sehr kleinem Durchmesser und infolgedessen
kurzer Brennweite
und einer weiteren Kreiszylinderlinse 2, die als Kondenser wirkt und eine wesentlich
größere Brennweite besitzt.
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Der Durchmesser der Linse i beträgt zweckmäßig etwa 3 mm. Der Abstand
der Brenü-, Linie dieser Linse i von der Stelle ihres Uzn-: fanges, die dem Film
am nächsten liegt, beträgt etwa i mm. Die Linse i sitzt vor einer Öffnung in der
Vorderwand des Fassungsteiles 4 (Fig. 2), deren Breite etwa ein Drittel des Linsendurchmessers
i, also im vorliegenden Falle etwa i mm, beträgt. Durch dieses Abblenden der Linsenöffnung
wird der Teil der Linse, durch den nachteilige sphärische Abweichungen erzeugt werden
können, optisch ausgeschaltet. Infolge der außerordentlich kurzen Brennweite können
die noch möglichen Aberrationen der abgeblendeten Linse vernachlässigt werden; zur
Erzeugung eines Lichtstreifens von etwa o,o? mm Breite (die Breite hängt von der
verwendeten Tonlampe 6 ab) genügt- deshalb schon eine nicht korrigierte, aus einem
kurzen Glasstab bestehende Linse, weil die schmale Blende die Bildung unscharfer
Bildränder durch sphärische oder chromatische Aberration verhindert.
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Von der Linse 2, die als Kondenser wirkt, wird etwa die Hälfte ihres
Durchmessers durch den Fassungsteil 5 abgeblendet (Fig. 3). Durch diese Linse 2
wird das Licht quer zum Film gesammelt und infolgedessen die Helligkeit des durch
die Linse i erzeugten Lichtstreifens erhöht. Die Linse 2 ist so angeordnet, daß
der Lichtstreifen etwa in der Filmebene liegt. Da jedoch die übliche Tonlampe 6
eine Wendel hat, ist eine scharfe Abbildung dieses Drahtes in der Filmebene unerwünscht.
Die Linse 2 wird daher entweder etwas unscharf eingestellt oder mit einer genügend
großen linearen Öffnung versehen, damit die sphärische Aberration der Linse 2 eine
unscharfe Abbildung der glühenden Wendel erzeugt.
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Die richtige Stellung der Linsen zueinander wird einwandfrei und mit
sehr wohlfeilen Mitteln durch die gezeigte Fassung gelöst. Diese Fassung besteht
aus einem Gehäuse 3 und einem eingesetzten Linsenhalter 4 und einer Rückwand 5.
Das Gehäuse 3 ist vorn mit einer bogenförmigen Auspressung versehen, in der die
Linse i, wie in Fig. 2 und 3 gezeigt, genau passend liegt. Diese Auspressung hat
in der Mitte einen Schlitz, der die Länge des Lichtstreifens bestimmt, der auf den
Film geworfen wird. Der mit einer ähnlichen Auswölbung zur genau passenden Aufnahme
der Linse i versehene Fassungsteil 4 preßt die Linse i in die Auswölbung des Gehäuses
3. Dadurch wird die Lage des Teiles 4 gegenüber der Linse i bestimmt und dauernd
gesichert. Die Auswölbung des Teiles 4 weist die obenerwähnte Blende auf. Der Fassungsteil
4 hat zwei federnde Schenkel, die mit Auspressungen zur Aufnahme der Linse 2 versehen
sind. Mit diesen Auspres-. sungen sind nicht nur die senkrecht zur optischen Achse
geschliffenen Flächen der Linse 2 in . $erührung, sondern auch ein Teil des :Mantels
der Linse 2, weshalb ihre Stellung zur Linse i sicher und dauerhaft festgelegt ist.
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Die Rückwand 5 ist mit einer Öffnung versehen, die gerade ausreicht,
um sie über die Schenkel des Teiles 4 stecken und bis an die Linse 2 schieben zu
können. Damit die Berührung zwischen Mantel der Linse 2 und Wand 5 gut ist, sind
die entsprechenden Kanten der Öffnung abgeschrägt. Die Wand 5 ist ferner mit einer
Zunge versehen, die in einer Nut oder einer ähnlichen Ausnehmung der Tonwiedergabevorrichtung
gleiten kann. Wenn das optische System, wie in Fig. 2 und 3 gezeigt, zusammengestellt
ist, liegt die Wand 5 glatt und dicht an der rückseitigen Mantelfläche der Linse
2 an. Die Wand 5 wird in dieser Lage durch die in Fig. 2 und 3 gezeigten Lappen
7 des Gehäuses 3 gehalten. Die Zunge 8 -geht durch die Öffnung 9 im Gehäuse 3 nach
außen. Infolge der Berührung mit den Schenkeln des Teiles 4 und auch mit dem Mantel
der Linse 2 befindet sich die Wand 5 stets in einer vorher bestimmten Lage zur Linse
2 und infolgedessen auch zur Linse i und wird in dieser Lage durch die Lappen 7
gehalten. Die durch die Öffnung 9 austretende Zunge 8, die in eine Nut eingreift,
hält die Linsen i und 2 in der erforderlichen Lage zum Tonstreifen.
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Die Teile 3, 4 und 5 der Fassung können ohne Schwierigkeiten mit ausreichender
Genauigkeit durch Stanzen hergestellt werden. Genauigkeit ist lediglich insofern
erforderlich, daß die im Teil 4 vorgesehenen Auspressungen für die Linsen i und
2 genau senkrecht zueinander stehen und daß die Zunge 8 richtig zur Öffnung in der
Wand 5 steht. Wenn diese beiden Beziehungen genau eingehalten werden, ist auch das
montierte optische System genau eingestellt. Die Fassung kann deshalb außerordentlich
billig hergestellt und leicht zusammengebaut werden. Auch die Herstellung der Linsen
ist infolge des geringen Durchmessers der Linse i und der Erwünschtheit von Fehlern
der Linse 2 wohlfeil, weil beide aus handelsüblichen Glasstäben hergestellt werden
können.