DE638262C - Verstellbare Matrize - Google Patents

Verstellbare Matrize

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DE638262C
DE638262C DEG89881D DEG0089881D DE638262C DE 638262 C DE638262 C DE 638262C DE G89881 D DEG89881 D DE G89881D DE G0089881 D DEG0089881 D DE G0089881D DE 638262 C DE638262 C DE 638262C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J7/00Hammers; Forging machines with hammers or die jaws acting by impact
    • B21J7/02Special design or construction
    • B21J7/18Forging machines working with die jaws, e.g. pivoted, movable laterally of the forging or pressing direction, e.g. for swaging

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forging (AREA)

Description

  • Verstellbare Matrize Die Erfindung bezieht sich auf eine zum Verformen von Werkstücken dienende verstellbare Matrize, bei der die aus ringförmig angeordneten Schwingkörpern gebildete Öffnung während des Durchgangs des zu verformenden Werkstückes veränderbar ist. Bei den bisher bekannten Matrizen dieser Art entstehen zwar nicht an der Ziehstelle selbst, wohl aber in dem trichterförmigen Einlaufteil der Matrize bei der Verstellung Lücken. Ein geschlossener Einlauftrichter (Hol) ist aber für die meisten Verformungen, insbesondere auch für das Ziehen, vorteilhaft oder sogar notwendig.
  • Der Erfindung gemäß wird die verstellbare Matrize so ausgebildet, daß die kugelförmig ausgewölbten Arbeitsflächen der Schwingkörper in aus demselben Kugelmittelpunkt und mit demselben Radius erzeugte kugelförmige Aushöhlungen der Flanken der benachbarten Schwingkörper eingreifen und die Schwingkörper bei der Verstellbewegung so aneinander gleiten, daß je nach der Schwingungsrichtung die Durchgangsöffnung -ohne Lückenbildung in dem durch die Schwingkörper gebildeten Trichter (Hol) - verkleinert oder vergrößert wird.
  • Das sei an Hand der Zeichnung erläutert. Abb. i zeigt eine beispielsweise Ausfüh= rungsform der Matrize in der Vorderansicht, # v. iihrend Abb. 2 die Rückansicht darstellt.
  • In Abb.3 ist unter Beifügung eines später noch zu besprechenden Getriebeteiles eine Seitenansicht derSchwingkörper (unterFortlassung von zwei Schwingkörpern) wiedergegeben.
  • Es ist angenommen, daß sechs Schwingkörper a1 bis all gelenkig auf einem Ring b angeordnet sind. Jeder Schwingkörper hat eine kugelförmig ausgewölbte Arbeitsfläche c' bis cl und eine kugelförmig ausgehöhlte Flanke dl bis d°. Jede kugelförmige Flankenaushöhlung dl bis d' ist mit der Kugelfläche c2, c3, c4, c5, c", cl des benachbarten Schwingungskörpers aus demselben Kugelmittelpunkt und mit demselben Radius erzeugt. Auf diese Weise wird bei dem dargestellten Beispiel durch die Arbeitsflächen der Schwingkörper eine Durchgangsöffnung von der Form eines gleichseitigen Sechsecks gebildet, dessen Seiten infolge der Kugelwölbungen nicht ganz gerade, sondern nach der Mitte hin bogenförmig sind. Wenn die Schwingkörper gleichmäßig geschwenkt werden, so ändert sich die Größe der Durchgangsöffnung, ohne daß aber Lücken entständen. In den Abb. i bis 3 ist die engste Stellung, also die erreichbare kleinste Durchgangsöffnung wiedergegeben. Durch Schwenken der Schwingkörper nach außen wird diese vergrößert. Dabei befindet sich vor der Durchgangsöffnung stets ein trichterfÖrmigerEinlauf,wie er beispielsweise beim Ziehen erforderlich ist.
  • Eine solche Matrize ermöglicht zunächst das Verformen eines durch ihre Öffnung hindurchbewegten Werkstückes in der Weise, <laß dieses bei demDurchgang verjüngt wird. Es muß dann dafür Sorge getragen werden, daß die Sch-,vingkörper während des Durchganges des Werkstückes nach innen schwin-. gen. Wird beispielsweise ein Rohr von kreigrundem OOuerschnitt durch die zunächst äüf_ seinen Durchmesser eingestellte Matrize hindurchgezogen, so werden die Schwungkörper durchdasRohr selbst gleichmäßig nach innen geschwenkt, wobei die Durchgangsöffnung fortschreitend verkleinert wird. Zur Regelung dieses Vorganges muß aber der Schwenkung der Schwingkörper ein Widerstand entgegengesetzt werden, der nach einem bestimmten Gesetz zurückweicht. Das Rohr wird dann, je nachdem der . Widerstand schneller oder langsamer zurückweicht, mehr oder weniger konisch verjüngt, wobei sein Querschnitt die Form der Durchgangsöffnung annimmt. Es entsteht also ein gestrecktes kegelförmiges Rohr mit Längskanten und Flächen, die schwach nach innen eingewölbt sind.
  • In Abb.3 wird der in geregelter Weise zurückweichende Widerstand durch einen Hohlzylinder e gebildet. Dieser sitzt verschiebbar in einer an die die Schwingkörper tragende Platte b angeschlossenen Büchse f. Der Ringe ist mit Außengewinde versehen, in das das Gewinde eines Schneckenrades g eingreift. Dieses wird durch eine Schneckelc in Drehung versetzt, und zwar so, ,daß der Hohlzylinder e, der sich an die Rückseite der Schwingkörper cti bis a6 anlegt, mit der jeweils gewollten Geschwindigkeit zurückbewegt wird und das Schwingen der Schwingkörper nach innen auf diese Weise zuläßt.
  • Die Matrize kann beispielsweise, wieAbb. 4 zeigt, auf einer Ziehbank befestigt und ein Rohr i durch die Matrize hindurchgezogen werden. Die Abb. 4. zeigt weiterhin, wie hierbei von der Welle des Kettenrades 1 .aus über ein Wechselradgetriebe und die S chnecke h die Bewegung des Hohlzylinders e geregelt werden kann. Es sind also beliebige Geschwindigkeiten und damit verschiedene Grade der Konizität des zu- erzeugenden Gegenstandes möglich.
  • Man kann auch umgekehrt das Werkstück festhalten und die Matrize bewegen, wie es in Abb. 5 angedeutet ist.
  • Die mannigfachsten Einrichtungen zur Regelung der Bewegung der Schwingkörper sind denkbar. In Abb. 6 ist angedeutet, daß die Schwingkörper mit rückwärtigen Ansätzen h ausgerüstet sein können, gegen die sich zurückweichende Bolzen ila legen. Hier ist auch angedeutet, daß die Schwingkörper durch Federn s im Ruhezustand in ihrer Lage gehalten werden können. Bei Abb.7 ist ein Hohlzylinder e vorgesehen, der von Hand bewegt werden kann. Es ist auch möglich, die Schwingkörper so zu steuern, daß sie nicht nur mit konstanter Geschwindigkeit nach innen geschwenkt wersondern daß die Geschwindigkeit sich än.der t oder auch vorübergehend zu Null .wird, so daß die Schwingkörper stehenbleiben. Man erhält dann verschiedenstufige konische Verjüngungen, gegebenenfalls mit Zwischenschaltung von zylindrischen Teilen. Man kann die Schwingkörper aber auch während des Werkstückdarchganges abwechselnd nach innen und außen schwenken, so daß der Querschnitt des verformten Werkstückes sich abwechselnd vergrößert oder verkleinert. In diesem Falle muß also der Widerstand gegen das Zurückweichen der Schwingkörper in eine aktive Vorwärtsbewegung umgewandelt werden, beispielsweise in der Art, daß der Hohlzylinder e nach einem bestimmten Rückwärtsgange mit entsprechendem Kraftaufwand vorwärts bewegt wird. Von Hand ist dies beispielsweise ohne weiteres mit einer Einrichtung nach Abb. 7 möglich. Unter den verschiedenen maschinellen Möglichkeiten sei auf eine Einrichtung nach Abb. 8 verwiesen, bei der wiederum ein Hohlzylinder e, der von rückwärts auf die Schwingkörper einwirkt, benutzt wird,wobei dieser aberzwangläufig mit den Schwingkörpern verbunden ist und von einer umlaufenden Nutenscheibe r mittels des Hebels st bewegt wird. Die Gestalt der Nut o bestimmt die Bewegung des Hohlzylinders e und damit auch die Schwingung der Schwingkörper, gegebenenfalls so, daß diese abwechselnd nach innen und nach außen schwingen.
  • Es müssen mindestens drei Schwingkörper vorgesehen werden, in welchem Falle dann die Durchganggöffnung die Form eines gleichseitigen Dreiecks mit bogenförmigen Seiten hat. Im übrigen ist die Zahl der Schwingkörper beliebig.
  • Die Werkstücke können hohl (rohrförmig sein) oder einen vollen Querschnitt haben. Bei hohlen Werkstücken kann, wie es in Abb. 6 angedeutet ist, auch mit einem Dorn gearbeitet werden.
  • Das Hindurchführen des Werkstückes durch die Matrize kann, wie besprochen, durch Ziehen aber auch durch Drücken (Stoßen) erfolgen. Aber auch ein Walzen, und zwar in der Weise eines Pilgerschrittwalzens, ist möglich. In diesem Falle wird beispielsweise das Werkstück absatzweise festgestellt und vorgeschoben, wobei es während des Stillstandes durch die Schwingkörper bearbeitet wird. Das ist etwa an Hand der Abb. 9 so zu denken,. @daß die Matrize mit den durch Zahngetriebe schwenkbaren Schwingkörpern auf einem Schlitten p sitzt, der zwangläufig hin und her bewegt wird, so daß sich die Schwingkörper auf dem Werkstück abwälzen, wenn dieses festgestellt wird, worauf dann während des Rückganges des Schlittens und des Zurückschwingens der Schwingkörper der Vorschub des Werkstückes erfolgt:, Auch zum Anspitzen eines Werkstückes' :st die Matrize verwendbar, beispielsweise unter Verwendung der Einrichtung nach .-",bll9, die es sogar ermöglicht, der Spitze jedes beliebige Längsprofil zu geben.
  • Als Werkstück kommt, wie gesagt, jeder durch Druck oder Zug verformbare-Stoff in Betracht, also nicht nur Metall, das aber vorzugsweise als Werkstoff dienen soll. Das Werkstück kann warm oder kalt dem Verformungsvorgang unterzogen werden.
  • Für sehr viele Anwendungsfälle ist die Querprofilierung des erzeugten Gegenstandes, die sich aus der Form der Durchgangsöffnung der Matrize ergibt, zulässig und in vielen Fällen sogar erwünscht, da hierdurch der Widerstand gegen Biegung- vergrößert wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verstellbare Matrize bei der die aus ringförmig angeordneten Schwingkörpern gebildete Üffnung während des Durchganges des zu verformenden Werkstückes veränderbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die kugelförmig ausgewölbten Arbeitsflächen (cl bis cl) der Schwingkörper (a1 bis a") in aus demselben Kugellnittelpunkt und mit demselben Radius erzeugte kugelförmige Aushöhlungen (dl bis d6) der Flanken der benachbarten Schwingkörper eingreifenunddie Schwingkörper bei der Verstellbewegung so aneinander gleiten, daß je nach der Schwingungsrichtung die Durchgangsöffnung -ohne Lückenbildung in dem durch die Schwingkörper gebildeten Trichter (Hol) - verkleinert oder vergrößert wird. a. Matrize nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dat3 Mittel (e, m) vorgesehen sind, die dem durch die Bewegung des Werkstückes hervorgerufenen Schwingen der Schwingkörper einen nacbgiebigen Widerstand entgegensetzen. 3. Matrize nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der den Schwingkörpern entgegengesetzte Widerstand veränderlich ist. ¢. Matrize nach Anspruch t, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingkörper während des Durchganges des Werkstückes zwanglä ufig angetrieben werden.
DEG89881D 1935-02-23 1935-02-23 Verstellbare Matrize Expired DE638262C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3823598A (en) * 1968-04-19 1974-07-16 M Freeman Segmental dies

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3823598A (en) * 1968-04-19 1974-07-16 M Freeman Segmental dies

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