DE634460C - Herstellung von aromatischen Stoffen - Google Patents

Herstellung von aromatischen Stoffen

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DE634460C
DE634460C DEI51245D DEI0051245D DE634460C DE 634460 C DE634460 C DE 634460C DE I51245 D DEI51245 D DE I51245D DE I0051245 D DEI0051245 D DE I0051245D DE 634460 C DE634460 C DE 634460C
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butter
distillation
distillate
fat
aromatic substances
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DEI51245D
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Imperial Chemical Industries Ltd
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Imperial Chemical Industries Ltd
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L27/00Spices; Flavouring agents or condiments; Artificial sweetening agents; Table salts; Dietetic salt substitutes; Preparation or treatment thereof
    • A23L27/20Synthetic spices, flavouring agents or condiments
    • A23L27/206Dairy flavours

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

  • Herstellung von aromatischen Stoffen Der gute Geschmack mancher Nahrungsmittel und guter Konfekte, besonders von Backwaren, wie Biskuit, Keks, kleinen Kuchen u. dgl., ist in erster Linie auf den Buttergeschmack zur ückzuführen, wobei die Vitaminstoffe, welche ebenfalls durch die Butter in diese` Nahrungsmittel gelangen, den Nährwert dieser Produkte erhöhen.
  • Es ist bereits bekannt, aus Butter durch Vakuumdestillation der durch chemische Umsetzung (Verseifung) freigemachten Fettsäuren Butteraromastoffe herzustellen und zur Geschmacksbeeinflussung die Margarine und andere Nahrungsmittel zu verwenden.
  • Gemäß der Erfindung wird ein neuer aromatischer Stoff - durch Vakuumdestillation von unverseiftem Butterfett unter solchen Bedingungen hergestellt, daß irgendwelche wesentliche Zersetzung des Fettes und/oder Zerstörung des Vitamingehalts verhindert wird. Die Bedingungen sind dafür ein sehr kurzer Weg der Dämpfe und ein sehr hohes Vakuum.
  • In dem folgenden Beispiel ist eine Ausführungsform der Erfindung angegeben. Beispiel Butter wird geschmolzen, und das von dem Wasser abgeschiedene Fett wird getrocknet, und die letzten Spuren Wasser werden in einem Vakuum entfernt: Das so erhaltene Fett ist bei ungefähr 2o° halbfest. Dieses Fett wird in einer Entgasungskammer geschmolzen, in der ein für die Destillation, brauchbares hohes Vakuum von einem Druck von ungefähr o,ooi mm Quecksilbersäule aufrechterhalten wird. Von dieser Kammer läßt man -es in einem dünnen Film über eine erhitzte Oberfläche laufen. Diese erhitzte Oberfläche stellt zweckmäßigerweise die äußerste Oberfläche eines senkrechten Rohres dar, dessen oberes Ende geschlossen und abgerundet ist, so daß dieses als Verteiler wirkt. Das Rohr wird elektrisch mit Hilfe eines in seinem Innern in geeigneten Windungen angeordneten Heizdrahtes erhitzt, und die Erwärmung wird so geregelt, daß die Innentemperatur nicht 24o° übersteigt. Das erwärmte Rohr wird in einem Abstand von ungefähr z5 mm oder weniger von einer Kondensationsoberfläche umgeben, die in geeigneter Weise gekühlt ist, und in dem Zwischenraum zwischen der erhitzten Oberfläche und der Kondensatoroberfläche wird ein sehr niedriger Druck von beisipelsweise o,ooi mm Quecksilbersäule oder ein noch niedrigerer Druck aufrechterhalten. Unter diesen Bedingungen wird das Fett einer als Molekulardestillation zu bezeichnenden Behandlung unterworfen, d. h. das Fett siedet nicht, sondern die die Oberfläche verlassenden Moleküle haben einen so kurzen Weg zu der Kondensationsoberfläche zurückzulegen und werden infolge des hohen Vakuums sö wenig gehemmt; daß° vcrhältriismäßg,rvenige der Moleküle zu dem geschmolzenen Fett zurückkehren und der-größte Teil derselben von d, gekühlten Kondensationsoberfläche beeinflix@ wird, an der sie kondensieren.
  • Auf diese Weise entsteht ein Destillat un1 ein Rückstand. Das Destillat beträgt ungefähr 30% des verarbeiteten Butterfettes und stellt ein öl dar; das beim Stehen eine geringe Menge eines festen Stoffes abscheidet. Der nicht destillierte Rückstand bildet ungefähr 700(o des Butterfettes und wird beim Stehen fest.
  • Das Destillat enthält einen viel höheren Prozentgehalt an Vitamin A als das ursprüngliche Butterfett (wie sich durch die Reaktion von C a r r und P r i c e nachweissen läßt). Das Destillat besitzt den " charakteristischen Geruch und Geschmack der Butter und kann zusammen mit der notwendigen Menge Fett, und zwar Schmalz oder einem anderen butterfremden Fett, Verarbeitet werden, ohne daß Butter zur Herstellung von hochwertigen Bäckereiprodukten und gutem Konfekt erforderlich wäre. Diesen Erzeugnissen wird unter Anwendung des angegebenen Destillats in Verbindung mit butterfremden Fetten der gleiche Geschmack und Nährwert gegeben, als wenn wesentlich größere Mengen Butter angewandt worden wären.
  • Der Rückstand ist ein reines Fett, das zur Herstellung von Margarine und in anderen Industrien verarbeitet werden kann. Dieser Rückstand enthält die ursprünglich in der Butter enthaltenen mürbemachenden Bestandteile in konzentrierter Form und ist, selbst wenn er mit Schmalz, Margarine oder einem anderen butterfremden Fett verdünnt wird, aus verschiedenen Gründen der Margarine überlegen, insbesondere bei der Herstellung von Pasteten und anderem Backwerk.
  • Wie bereits erwähnt, wird der neue Geschmacksstoff bei der Herstellung von Bäkkereiprodukten angewandt, und zwar zusaminen mit Schmalz, Margarine oder einem anderen butterfremden Fett an- Stelle einer entsprechenden Buttermenge. So kann beispielsweise der gemäß dem obigen Beispiel erhaltene aromatische Stoff mit dem a,3fachen seines Gewichts an Schmalz gemischt werden und an Stelle von 3,3 Gewichtsteilen Butter angewandt werden. Wenn die Destillation so geleitet wird, daß die Geschmacksstoffe und der Vitamingehalt der Butter so in einem Destillat gesammelt werden, weiches beispielsweise o io% des Ausgangsmaterials darstellt, kann eine wesentlich größere Menge Schmalz oder eines anderen butterfremden Fettes angewandt werden, beispielsweise das iofache des Gewichts. Es ist -beim Verfahren gemäß der Erfindung durchaus möglich, dasselbe so zu führen, daß eine Standardkonzentration der Ge--'schmacksstoffe und/ oder des Vitamingehalts Butter erreicht wird. So kann das Dei'siTla,t von einer größeren Anlage mit einem ` :Teil des reinen Fettrückstandes verdünnt werden oder ein sehr starkes Konzentrat von einer früheren Destillation kann zugegeben werden entsprechend dem durch Versuche festgestellten Gehalt an Geschmacks- und !oder Vitaminstoffen, damit dieser Gehalt oberhalb oder unterhalb der gewünschten Standardkonzentration liegt. Eine geeignete Standardkonzentration wird erbalten, wenn gemäß dem oben angegebenen Beispiel gearbeitet wird, wobei -das Destillat 3,3mal so konzentriert ist wie das eigentliche Butterfett. Es können naturgemäß auch andere Standardkonzentrationen gewählt werden, je. nach den obwaltenden Verhältnissen. Es kann durchaus eine so starke Konzentration des Destillats erreicht werden, die der i 0fachen Konzentration an Geschmacks- und Vitaminstoffen von reinem Butterfett :entspricht. Bei höheren Konzentrationen kann es notwendig werden, die Destillation zu wiederholen, und zwar wird dabei das Destillat unter ähnlichen Bedingungen nochmals destilliert.
  • Die Anteile der Fettdestillation können geändert werden, je nach der gewünschten Konzentration der aromatischen Stoffe. Er kann wesentlich höher als 30% bei geringen Konzentrationen der Geschmacksstoffe oder wesentlich geringer als 3o% bei hohen Konzentrationen sein. Die Temperatur kann sich auch in weiten Grenzen ändern, obwohl eine Temperaturgrenze von i 8o bis 2q.0° eine geeignete Spanne darstellt. Die Temperatur muß jedoch naturgemäß unterhalb des Zersetzungspunktes des Butterfettes und der in ihm enthaltenen Vitamin- und Geschmacksstoffe liegen. Es wird vorzugsweise ein Vakuum der Größenordnung des Kathodenlichtvakuums angewandt, jedoch können auch Drücke bis ungefähr o, i mm Quecksilbersäule gebraucht- werden. Die Destillation geht natürlich wesentlich langsamer vor sieh bei o, i mm Druck als bei o,ooi mm.
  • Die zur Verwendung gelangende Apparatur kann eine beliebige Destilliereinrichtung sein, die geeignet ist, bei dem angegebenen hohen Vakuum zu arbeiten, uiid bei der :der von den destillierenden Molekülen von der erhitzten Oberfläche bis zu der Kondensierungsoberfläche zurückzulegende Weg verhältnismäßig kurz ist und ungefähr z 5 mm .oder weniger. beträgt. Die. Destillation ist immer eine Verdampfungsdestillation, d. h. sie erfolgt, ohne i daß ein Kochen stattfindet. Die Destillationseinrichtung kann mit Vorrichtungen ausgestattet sein, um das Destillat in einer Reihe mehrerer Fraktionen aufzufangen, und ein Standardprodukt kann durch Mischen von Fraktionen erfolgen, die reicher an Geschmacks- und/oder Vitaminstoffen sind, mit ärmeren Fraktionen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r . Verfahren zur Herstellung von aromatischen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß unverseiftes Butterfett einer Vakuumdestillation bei sofortiger Abkühlung der Dämpfe unterworfen wird, und zwar ohne daß ein Kochen in dem hohen Vakuum stattfindet, bei einer Temperatur, die unterhalb derjenigen liegt, bei der die wesentlichen Geschmacks- und/oder Vitamin-Stoffe zersetzt werden, wobei das Destillat gewünschtenfalls in mehreren- Fraktionen gesammelt wird. a. Verfahren nach "Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Destillation in der Weise durchgeführt wird, daß die geschmolzene Butter ein im wesentlichen senkrecht stehendes Rohr herunterläuft, das .an dem einen Ende geschlossen wird und von innen erhitzt wird, wobei das Rohr in einem Abstand von ungefähr 1z bis 25 mm mit einer gekühlten Kondensationsoberfläche umgeben ist, die mit Einrichtungen ausgestattet ist, um das Destillat getrennt auffangen zu können, und wobei in dem Hohlraum zwischen den beiden Oberflächen ein- Druck von nicht mehr als o, r mm Quecksilbersäule herrscht.
DEI51245D 1933-12-16 1934-12-16 Herstellung von aromatischen Stoffen Expired DE634460C (de)

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