DE628640C - Verfahren zum Verbinden von Zinnrohren, insbesondere solchen fuer Bierdruckleitungen, durch Verschmelzen - Google Patents
Verfahren zum Verbinden von Zinnrohren, insbesondere solchen fuer Bierdruckleitungen, durch VerschmelzenInfo
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- B23K5/12—Gas flame welding taking account of the properties of the material to be welded
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Description
Bekanntlich bestehen die Rohrleitungen der Bierdruckvorrichtungen aus reinem Zinn.
Die Zinnrohre müssen aus technischen und hygienischen Gründen überall glatte Innenflächen
aufweisen, die Durchflußquerschnitte müssen vor allem gleich, und insbesondere müssen die Rohrverbindungsstellen so beschaffen
sein, daß die innere Rohrwandungsfläche ohne Unterbrechungen und Absätze glatt durchgeht. Hierdurch soll vor allem
erreicht werden, daß eine gleiche Durchflußgeschwindigkeit erhalten bleibt, daß ferner
keine Strömungsstauungen auftreten können und daß sich, wie es an inneren
Stoßabsätzen der Fall ist, keine Ablagerungen von Hefe und Bierschleim bilden können.
Nun müssen aber die Zinnrolirleitungen
zur Aufnahme der Regelhähne und Verschraubungen unterbrochen werden. Das
Zwischenlöten dieser Teile geschieht nun in der Weise, daß man die Rohrenden etwa
S bis 8 mm tief ineinandersteckt und die äußeren Stöße mit einem leichter fließenden
Zinn verlötet. Auch bei vorkommenden Ausbesserungen werden Rohrstücke in der entr
sprechenden Weise eingesetzt. Bei dem Ineinanderstecken der Zinnrohrenden wird aber
im Innern stets ein der Wandstärke des Rohres entsprechender ringförmiger Absatz gebildet,
der vermieden werden muß. Dann besteht immer die Ungewißheit, ob nicht ein Teil des
Lötzinns in die Rohrleitung hineingeflossen ist, durch den der Querschnitt des Rohres
eingeengt wird.
Gemäß der Erfindung werden die metallisch rein gemachten Rohrenden mit Hilfe eines
mit einem hohlkegeligen Bunde versehenen Domes gerundet, dabei die Stoßflächen der
Rohrenden kegelförmig nach außen abgeschrägt und gleichzeitig die Stoßkanten nach 4„
außen etwas verdickt. Die derart vorbereiteten Rohrenden werden dann gegeneinander
festgelegt; die ringsum kerbförmig verlaufende Nut wird hierauf mit dem Zinn der
verdickten Stoßkanten ausgefüllt. Die zum festen Einspannen der Rohrteile dienende
Vorrichtung besteht aus zwei länglichen Bügeln, die an den Enden Halbschellen tragen, die paarweise scharnierartig verbunden
sind und durch Flügelschrauben um die Rohrenden geschlossen werden können.
In der Zeichnung sind Ausführungsformen von zur Durchführung des neuen Verfahrens
dienenden Vorrichtungen beispielsweise veranschaulicht; es stellen dar:
Abb. ι den zum Einschrauben des Domes
dienenden Griff,
Abb. 2 den Dorn,
Abb. 3 und 4 die Festspannvorrichtung.
Die Vorrichtung besteht zunächst aus dem Dorn α, welcher von dem gleichen Querschnitt
wie die Öffnung der zu verbindenden Rohr-
enden ist. Der Dorn ist mit dem hohlkegelig vertieften Ringflansch b versehen. Auf der
dem Dorn α gegenüberliegenden Seite des Flansches befindet sich der Gewindezapfen c
von etwa 8 mm Durchmesser. Mittels dieses Zapfens c läßt sich der Dorn in das Gewindeloch
d .des Handgriffes e einschrauben. Die verbindenden Zinnrohre/ und g werden zunächst
an beiden Enden metallisch rein gemacht, dann wird der Dorn tief bis an den Flansch b heran in die Rohrenden eingeführt
und mit Hilfe des Handgriffes fest gegen die Stoßflächen der Rohre gedrückt und dabei
mehrere Male herumgedreht. Auf diese Weise erhält man eine genaue Rundung der Rohröffnung
und vermeidet jeden scharfkantig nach innen vorstehenden Grat; gleichzeitig
werden aber die Stoßkanten abgeschrägt und nach außen verdickt.
so Nach dieser Vorbereitung werden die
Rohre in die Festlegevorrichtung (Abb. 3 und 4) eingespannt.
Diese Vorrichtung besteht aus zwei länglichen Bügeln h, die an beiden Enden mit
Halbschellen i versehen sind. Diese sind paarweise scharnierartig verbunden. Das Zusammenspanneii
der Rohrschellen erfolgt durch die Schraubenbolzen ni und Flügelmuttern
n. Das Einspannen der Rohre /, g in diese Vorrichtung muß derart erfolgen, daß
die Stoßkanten genau stumpf zusammenliegen. Die entstehende geschlossene Nut wird unter Zuhilfenahme des Zinns der
äußeren Kantenverdickungen ausgefüllt, und zwar unter Hinzufügen von Kolophonium
z. B. mittels einer Lötlampe oder einer anderen Stichflamme. Ein etwaiges Fließen von
Zinn in das Innere der Rohrleitungen ist nicht möglich, weil man kein überflüssiges
Zinn zur Verfügung hat. Beim Löten von Verschraubungen verfährt man in entsprechender
Weise, nur wird dann auf der Seite des härteren Metalls ein wenig Zinn
zugesetzt.
Die Einspannvorrichtung wird dann mittels der Flügelschrauben η gelöst, aufgeklappt und
fortgenommen. Man hat dann eine innen und außen einwandfreie und saubere, kaum zu erkennende
Verbindungsstelle.
. Da es Zinnrohre in verschiedenen Stärken gibt, müssen die Dorne α verschiedene Stärken aufweisen, aber den gleichen Gewindezapfen tragen, damit man jeweils den erforderlichen Dorn in den Griff e einschrauben kann.
. Da es Zinnrohre in verschiedenen Stärken gibt, müssen die Dorne α verschiedene Stärken aufweisen, aber den gleichen Gewindezapfen tragen, damit man jeweils den erforderlichen Dorn in den Griff e einschrauben kann.
Claims (4)
1. Verfahren zum Verbinden von Zinnrohren, inbesondere solchen für Bierdruckleitungen,
durch Verschmelzen, dadurch gekennzeichnet, daß die metallisch rein gemachten Rohrenden (/, g) mittels
eines Dornes (a) gerundet, dabei an den Stoßkanten kegelförmig abgeschrägt und
nach außen etwas verdickt und schließlich die Rohre unter Zuhilfenahme des die
Verdickungen bildenden Zinns miteinander verschmolzen werden.
2. Dorn zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch I3 gekennzeichnet durch
einen hohlkegeligen Bund (b).
3. Dorn nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß er mit einem Gewindezapfen
(c) zum Einschrauben in einen Griff (e) versehen ist.
4. Aus starr miteinander verbundenen Rohrschellen bestehende Vorrichtung zum
Festlegen der nach Anspruch 1 zu verbindenden Rohre gegeneinander, gekennzeichnet
durch zwei Bügel Qi, H1), von
denen jeder an seinen Enden zu Halbschellen ausgebildet ist, die paarweise scharnierartig verbunden sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH143114D DE628640C (de) | 1935-03-17 | 1935-03-17 | Verfahren zum Verbinden von Zinnrohren, insbesondere solchen fuer Bierdruckleitungen, durch Verschmelzen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH143114D DE628640C (de) | 1935-03-17 | 1935-03-17 | Verfahren zum Verbinden von Zinnrohren, insbesondere solchen fuer Bierdruckleitungen, durch Verschmelzen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE628640C true DE628640C (de) | 1936-04-08 |
Family
ID=7179091
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH143114D Expired DE628640C (de) | 1935-03-17 | 1935-03-17 | Verfahren zum Verbinden von Zinnrohren, insbesondere solchen fuer Bierdruckleitungen, durch Verschmelzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE628640C (de) |
-
1935
- 1935-03-17 DE DEH143114D patent/DE628640C/de not_active Expired
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