DE628267C - Verfahren zur Herstellung von Widerstaenden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von WiderstaendenInfo
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
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- H01B1/00—Conductors or conductive bodies characterised by the conductive materials; Selection of materials as conductors
Landscapes
- Apparatuses And Processes For Manufacturing Resistors (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
3. APRIL 1936
3. APRIL 1936
1 REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 628267 KLASSE 21 c GRUPPE 54 os
Dr. Otto Emersleben in Berlin-Zehlendorf
Verfahren zur Herstellung von Widerständen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. November 1930 ab
Die Herstellung von hochohmigen Widerständen, bei denen auf einen isolierenden
Trägerkörper aus Glas, Glimmer, Porzellan, Ton ο. dgl. eine leitfähige Schicht aus Metall
5 oder insbesondere aus Kohlenstoff, wie Graphit oder Ruß, aufgetragen wurde, bereitete
bisher die Schwierigkeit, daß es nicht ohne weiteres möglich war, eine leitfähige Schicht
von genügend geringer Dicke (um entspre-
IQ chend hohe Ohmzahlen der Widerstände zu
erreichen) gleichmäßig aufzutragen.
Eine ungleichmäßige Auftragung beeinflußte aber die Qualität der Widerstände ungünstig.
Einer der Gründe hierfür liegt darin, daß durch ungleichmäßige Ausbildung der Schicht störende Nebenkapazitäten entstehen.
Man hat versucht, die leitfähige Schicht staubförmig in feiner Verteilung aufzutragen,
etwa indem man einen Widerstandsträger berußte. Dieses Auftrageverfahren hat jedoch
den Nachteil, daß die Schicht nicht dauerhaft genug ist; sie staubt leicht ab, fällt leicht ab
oder wird leicht beschädigt.
Man hat auch vorgeschlagen, Widerstände dadurch herzustellen, daß man die Widerstandsträger
in eine leitfähige Masse eintauchte. Hierdurch ließ sich jedoch im allgemeinen bisher keine genügend dünne
Schicht erzielen, vor allen Dingen aber war die Schicht, die so zu erhalten war, s'ehr ungleichmäßig,
da Tropfenbildungen entstanden, die einzelne Erhöhungen der Schicht bewirken.
Deshalb glaubte man bisher, daß es nötig sei, die flüssige leitfähige Masse (chinesische
Tusche oder eine andere mit Schutzkolloid versehene kolloidale Rußauflösung oder eine
Graphitauflösung o. dgl.) auf den Widerstandsträger zu spritzen. Es läßt sich auf
diese Weise in der Tat, oberflächlich gesehen,· eine recht gleichmäßige Schicht erzielen, die
auch genügend dünn sein kann, um einen hochohmigen Wert zu ergeben. Da dabei aber
im kleinen (mikroskopisch) die Schicht aus einzelnen Tröpfchen besteht, bei denen die
Übergangswiderstände einen Einfluß auf den Gesamtwiderstend ausüben können, so werden
durch Veränderung der Übergangswiderstände relativ erhebliche Veränderungen des Gesamtwiderstandswertes eintreten.
Man hat ferner vorgeschlagen, einen Widerstand dadurch herzustellen, daß man eine leitfähige
Schicht auf streicht, aufpinselt o. dgl. Die so zu erzielenden Widerstände haben nur
dann Aussicht frei von Nebenkapazitäten zu sein, wenn die Strichrichtung in Richtung von
der einen zur anderen Leitungselektrode verläuft. Falls jedoch zwischen den einzelnen
Strichen von vornherein ein erheblicher Widerstand liegt, ist es zur Erreichung eines
gleichmäßig kapazitätsfreien Widerstandes sogar erforderlich, daß ein einzelner Strich
von einer Kontaktstelle auf der einen Stromzuführung zu einer Kontaktstelle auf der anderen
Stromzuführung verläuft. Dies läßt sich nur dann erzielen, wenn man durch ge-
eignete Vorrichtungen den Strichverlauf bei der Fabrikation gut beherscht. Dies war bisher
nicht bekannt.
Die Erfindung. vermeidet diese Nachteile.
Zu diesem Zweck wird zunächst eine verhältnismäßig starke leitfähige Schicht auf dem
Widerstandsträger hergestellt, beispielsweise durch Eintauchen des Trägers in die Widerstandsmasse..
Infolge von Tropfenbil-dungen ίο wird die Schicht ungleichmäßig sein. Dies
hat Nachteile für die Güte der Widerstände zur Folge. Daher werden erfindungsgemäß
zur Herstellung von Widerständen, insbesondere von Hochohmwiderständen, bei denen
auf dem nicht porösen isolierenden Träger eine leitfähige Schicht ruht, zur Erreichung
einer gleichmäßigen Schichtdicke auf die sich bildenden Tropfen in der geraden Verbindungsrichtung von einem Stromzuführungskontakt
zum anderen Kräfte ausgeübt, die diese Tropfen beseitigen. Zu diesem Zweck kann der
nicht poröse Träger in flüssige oder halbflüssige Masse getaucht werden oder mit ihr bestrichen
werden, oder in ähnlicher Weise kann die Masse aufgebracht werden. Sofern man bei dem hiernach benutzten Verfahren nicht
die gesamte Fläche des isolierenden Trägers mit einer gleichmäßigen dicken Schicht versehen
kann, sollen zumindest die Schichtfäden des Teilbelages, die beispielsweise beim Bestreichen
mit leitfähiger Masse entstehen können, von vornherein möglichst gleichmäßig
von einem Stromzuführungsköntakt zum anderen
führen. Zur Einwirkung auf die sich bildenden Tropfen oder sonstigen Ungleichmäßigkeiten
werden auf die zunächst noch flüssige oder halbflüssige leitfähige Schicht in der oben angegebenen Richtung Massenkräfte
zur Anwendung gebracht, die in den einzelnen Partikeln der Widerstandsschicht
angreifen und auf diese Weise die Widerstandsschicht zu einer'geringeren, vor allem
gleichmäßigeren Schichtdicke auseinanderziehen.
Zu diesem Zwecke können beispielsweise magnetische Kräfte auf die Widerstandsmasse
ausgeübt werden, die alsdann in den einzelnen Molekülen derart angreifen, daß die Schicht
gleichmäßig auseinandergezogen .wird. Man kann dies in der Art erreichen, daß manWiderstandsmasse
mit erheblichen magnetischen Eigenschaften verwendet. Zu· diesem Zweck
kann entweder dem Material der Widerstandsmasse Eisen, Nickel o.dg'l. beigemischt werden,
beispielsweise in feiner Verteilung. Man kann also als Widerstandsmasse an Stelle von
Aufschwemmungen von Graphit, Ruß oder sonstigen Metallen etwa in Wasser, Alkohol
o. dgl. zur Durchführung der auf Verwendung magnetischer Kräfte beruhenden Ausführungsform
der Erfindung entweder Eisen, Stahl oder Nickel in feinst verteilter Pulverform in einer geeigneten Flüssigkeit aufschwemmen
(bei Nickel beispielsweise in Wasser, bei Eisen oder Stahl beispielsweise in Alkohol oder in derart vorbereitetem
Wasser, daß das Eisen innerhalb der kurzen . Herstellungszeit bis zum Eintrocknen die
Eisenoberfläche 'chemisch nicht angreift). Man kann ferner einer anderen leitfähigen
Masse Zusätze aus magnetischen Stoffen beifügen, beispielsweise pulverförmiges Nickel,
Eisen oder Stahl, oder diese ferromagnetischen Metalle in kolloidaler Aufschwemmung,
oder man kann, sei es als leitfähige Flüssigkeit, sei es als Zusatz zu der leitfähigen Flüssigkeit
oder Masse, ferromagnetische lösliche Verbindungen verwenden, beispielsweise ferromagnetische
wasserlösliche Verbindungen, wie etwa Eisenchlorid. Man kann jedenfalls auf diese Weise' erreichen, daß die flüssige
oder halbflüssige leitfähige Masse, in die der isolierende Träger eingetaucht oder mit der
der isolierende Träger bestrichen wird, genügend starke ferromagnetische Eigenschaften
erhält. Wenn man nunmehr einen starken Elektromagnet einschaltet, so daß die magnetischen
Kraftlinien in der geraden Verbindungsrichtung auf einem Stromzuführungskontakt des Widerstandsträgers zum anderen
verlaufen, so wird unter dem Einfluß dieser magnetischen Kräfte auf. die flüssige oder
halbflüssige leitfähige Masse eine magnetische Anziehungskraft ausgeübt, die als Massenkraft
wirkt, d. h. in jedem einzelnen Massenteil· angreift und diesen in Richtung der Kraftlinien
zu verschieben sucht. Auf diese Weise wird erreicht, daß etwa sich bildende Tropfen
der leitfähigen Masse verteilt oder beseitigt werden. 1°°
Eine besonders zweckmäßige und einfache Ausführungsform der Erfindung besteht darin,
daß mechanische Massenkräfte zur Anwendung gelangen, beispielsweise Stoßkräfte, die
durch beschleunigte oder verzögerte Bewegung des Widerstandsträgers erzeugt werden.
Besonders zweckmäßig gelangen zentrifugale Kräfte (Fliehkräfte) zur Einwirkung.
Zusammenfassend besteht das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Widerständen,
insbesondere von Hochohmwiderständen, bei denen auf dem nichtporösen isolierenden
Träger eine leitfähige Schicht ruht, die durch Tauchen in oder Bestreichen mit flüssiger oder halbflüssiger Masse (oder in
ähnlicher Weise) aufgebracht wird, also darin, daß auf die beim · Tauchen oder Bestreichen
des Trägers mit flüssiger oder halbflüssiger Masse, sich bildenden Tropfen magnetische
oder mechanische Massenkräfte in der geraden Verbindungsrichtung von einem Stromzuführungskontakt
zum anderen ausgeübt werden,
die sich etwa bildende Tropfen verteilen oder beseitigen.
Insbesondere zum Zweck der Anwendung von Fliehkräften (Zentrifugalkräften) kann
der Widerstandsträger zunächst in eine Widerstandsflüssigkeit eingetaucht werden,
ohne daß es allzu wesentlich ist, ob sich etwa einzelne Tropfen der Widerstandsschicht auf
dem Träger ausbilden, oder es wird der
ίο Widerstandsträger mitFlüssigkeitbestrichen.
Vor dem Eintrocknen jedoch wird der Widerstand so stark in einer Verbindungsebene,
die von einem Stromzuführungskontakt zum anderen führt, im Kreise gedreht, daß dieüberschüssigen Flüssigkeitsteile der Widerstandsschicht,
die nicht fest an der Oberfläche des Widerstandsträgers haften, unter dem
Einfluß der Fliehkraft abgezogen und nach außen geschleudert werden, wo sie beispielsweise
an der inneren Wandung einer Zentrifugaltrommel haften bleiben. Auf diese Weise lassen sich recht gleichmäßige und auch
bereits recht dünne Schichten erreichen, die dann im allgemeinen zweckmäßig in der anas
gegebenen Weise noch weiter in ihrer Schichtdicke gleichmäßig verringert werden.
Um ein gleichmäßiges Abfliegen der einzelnen zentrifugierten Tröpfch'en in der (geraden)
Richtung von einem Stromzuführungskontakt zum anderen zu erwirken, wird nach
dem weiteren Gegenstand der Erfindung auch der Widerstandsträger so ausgebildet, daß er
eine Abschleuderung der Tropfen begünstigt. Zu diesem Zweck wird der Widerstandsträger
zunächst in Richtung der Zentrifugalkraft in eine oder mehrere feine Spitzen ausgezogen.
Die Flüssigkeit wird alsdann an den Rändern des Widerstandskörpers bis in die Spitze hineingleiten,
ohne daß dabei erhebliche Anziehungskräfte gegenüber den Widerstandsträgern überwunden werden müssen. An der
Spitze selbst ist aber der Halt des Tröpfchens an dem Widerstandsträger so klein, daß der
Tropfen mit relativ kleinen Kräften abgeschleudert wird. Dies bewirkt also, daß die
Flüssigkeit in verhältnismäßig kleinen Tropfen abfließt, daß also die Schicht besonders
gleichmäßig ausgebildet wird.
Da es aber trotzdem noch immerhin vorkommen kann, daß am äußersten Ende des
Widerstandsträgers, an dem der Tropfen den Widerstandsträger verlassen hat, eine gewisse
Ungleichmäßigkeit der Schicht eintritt, wird zweckmäßig der Zuführungsdraht an einer
solchen Stelle des Widerstandsträgers angeordnet, daß diese evtl. ungleichmäßigen Endpunkte
der Widerstandsschicht an der Entstehung des Gesamtwiderstandswertes möglichst unbeteiligt sind.
Wenn man dabei die Stromzuleitungen bereits vor dem Schleudern des Widerstandsträgers
anbringt, ergibt sich der weitere Vorteil, daß ein Teil der überschüssigen leitfähigen
Masse sich in einzelne Vertiefungen, Ungleichmäßigkeiten u. dgl. eindrängt, so daß
durch einen gewissen Überschuß an Widerstandsflüssigkeit an diesen Kontakt vermittelnden
Stellen ein besonders guter gleichmäßiger und geringer Übergangswiderstand erreicht wird. Auf diese Weise kann es sogar
überflüssig sein, den Widerstandsträger an den Kontaktenden noch mit einer besonderen
hochleitfähigen Schicht von Silber, Graphit oder stark aufgetragener Widerstandsflüssigkeit
zu versehen.
In den Abbildungen sind einige beispielsweise Ausführungsformen schematisch dargestellt.
Abb. ι und 2 einerseits, Abb. 3 andererseits
beziehen sich auf je eine Ausführungsform des erfmdungsgemäßen Verfahrens
zur gleichmäßigen Verteilung einer leitfähigen Schicht auf einen Widerstandsträger.
Abb. 4 und 5 zeigen Widerstandsträger, bei denen sich das erfindungsgemäße Verfahren
vorteilhaft durchführen läßt.
In Abb. ι stellt 1 ein Rad dar, das beispielsweise
durch eine Kurbel 2 in Drehung versetzt wird und das an seinem Umfang eine
Anzahl Widerstandsträger 3a, 36, 3C, 3d und 3"
trägt. Diese mögen beispielsweise aus einem Glimmerplättchen bestehen, in das an beiden
Seiten aus Draht gefertigte Zuleitungselektroden genietet ,sind. Mit Hilfe der Halteschraube
4 wird je ein Zuleitungsdraht jedes Widerstandsträgers in einer entsprechenden Aussparung oder Rast in dem Rade angeordnet
und gehaltert. Unter dem Rad 1, beispielsweise durch eine Stützeinrichtung 5 mit
diesem verbunden, befindet sich das Gefäß mit flüssiger, evtl. für niedrigohmige Widerstände
auch zähflüssiger leitfähiger Widerstandsmasse, Rußauflösung oder wässeriger Graphitauflösung o. dgl. Durch langsame
Umdrehung wird ein Widerstandsträger 3 nach dem anderen in die Flüssigkeit eingetaucht.
Die Abbildung zeigt, wie der Widerstandsträger 3e eingetaucht ist (die benachbarten
Widerstandsträger sind nicht gezeichnet), tio
Nachdem so sämtliche Widerstandsträger mit Widerstandsmasse versehen sind, die aber
infolge von Tropfenbildung u. dgl. noch ungleichmäßig aufgetragen ist, werden die Träger
in eine in Abb. 2 schematisch dargestellte Schleudermaschine eingesetzt, vorteilhaft
in der Weise, daß das ganze Rad 1 mit den Widerstandsträgern in" die Maschine gemäß
der Abb. 2 eingesetzt wird, etwa unter Ersatz der für langsame Drehung ausreichenden
Kurbel 2 durch eine Antriebswelle 7, durch die von außen her mittels eines Rie-
mens 8 eine schnelle Rotation der Scheibe ι
erfolgt auf Grund des Antriebes von einem Rade 9. Das Rad 1 ist in einem Kasten 10
eingebaut. Die überflüssige leitfähige Masse, die bei schneller Rotation abgeschleudert
wird, sammelt sich an der inneren Wand, des Kastens 10.
. Abb. 3 zeigt schematisch eine Ausführungsform, bei der ein Wechsel der Einrichtung vom Tauchvorgang zu dem Schleudervorgang nicht zu erfolgen braucht. An einem Rade • ϊ ι hängen in diesem Fall die einzelnen Wider- - standsträger 3 im allgemeinen lose nach unten, beispielsweise durch Befestigung an leicht !5 drehbaren Gelenken. Sie tauchen alsdann zumindest einseitig in einen Behälter 16 mit leitfähiger Flüssigkeit. Sobald die Rotationsgeschwindigkeit des Rades 11 um die Drehachse 12 vergrößert wird, heben sich die Widerstandsträger 3 infolge der zentrifugalen Beschleunigung, sie stehen aus der Flüssigkeit heraus und legen sich waagerecht in die punktiert gezeichnete Stellung 3'. Bei genügend großer Rotationsgeschwindigkeit tropft die Flüssigkeit ab und spritzt gegen den Deckel ader die Kappe 20 der Maschine. Um den Tauchvorgang zu beschleunigen, kann es zweckmäßig sein, die Achse 12 so auszuführen, daß bei langsamer Rotation des Rades 11 sich das Rad nach einer Seite, nämlich der Seite, auf der der Flüssigkeitsbehälter 16 liegt, senkt in der durch den Pfeil 13 angedeuteten Richtung, DJe hierzu erforderliche Pendelbewegung kann durch konische Ausbildung der Achsenspitze 14 erfolgen und durch eine derartige konische Ausbildung der Lagerung 15 des Rades 11 in der Achse 12, daß ein seitliches Niedergehen des Rades bei kleinen Geschwindigkeiten im Sinn des Pfeiles 13 erfolgt.
. Abb. 3 zeigt schematisch eine Ausführungsform, bei der ein Wechsel der Einrichtung vom Tauchvorgang zu dem Schleudervorgang nicht zu erfolgen braucht. An einem Rade • ϊ ι hängen in diesem Fall die einzelnen Wider- - standsträger 3 im allgemeinen lose nach unten, beispielsweise durch Befestigung an leicht !5 drehbaren Gelenken. Sie tauchen alsdann zumindest einseitig in einen Behälter 16 mit leitfähiger Flüssigkeit. Sobald die Rotationsgeschwindigkeit des Rades 11 um die Drehachse 12 vergrößert wird, heben sich die Widerstandsträger 3 infolge der zentrifugalen Beschleunigung, sie stehen aus der Flüssigkeit heraus und legen sich waagerecht in die punktiert gezeichnete Stellung 3'. Bei genügend großer Rotationsgeschwindigkeit tropft die Flüssigkeit ab und spritzt gegen den Deckel ader die Kappe 20 der Maschine. Um den Tauchvorgang zu beschleunigen, kann es zweckmäßig sein, die Achse 12 so auszuführen, daß bei langsamer Rotation des Rades 11 sich das Rad nach einer Seite, nämlich der Seite, auf der der Flüssigkeitsbehälter 16 liegt, senkt in der durch den Pfeil 13 angedeuteten Richtung, DJe hierzu erforderliche Pendelbewegung kann durch konische Ausbildung der Achsenspitze 14 erfolgen und durch eine derartige konische Ausbildung der Lagerung 15 des Rades 11 in der Achse 12, daß ein seitliches Niedergehen des Rades bei kleinen Geschwindigkeiten im Sinn des Pfeiles 13 erfolgt.
Man kann ferner mit dem Flüssigkeitsbehälter 16 eine Einrichtung verbinden, die
auf der Seite dieses Flüssigkeitsbehälters das Rad 11 nach unten in die Flüssigkeit hineindrückt.
Sowohl wenn diese Einrichtung vorhanden ist, als auch wenn sie fehlt, kann es sich empfehlen,
den Flüssigkeitsbehälter 16 evtl. zusammen mit jener Einrichtung wegzunehmen,
sobald das Rad 11 zum Zwecke der Zentrifugierung in schnelle Rotation versetzt wird.
Von Bedeutung für die Anwendung der Einrichtung nach Abb. 3 wird insbesondere, daß
das die Widerstandsträger tragende Rad zunächst in langsamer Rotation gehalten wird,
um die Widerstandsträger in die Flüssigkeit einzutauchen (oder daß man statt dessen den
Flüssigkeitsbehälter gegenüber dem' Rade in der Weise bewegt, daß die Flüssigkeit alle
Widerstandsträger benetzt) und daß alsdann zweckmäßig in derselben Einrichtung das
Rad in schnelle Rotation versetzt wird, um die sich bildenden Tropfen abzuwerfen oder
nach der äußeren Spitze des Widerstandsträgers oder des Zuleitungsdrahtes hinzuschleudern,
an Stellen also, die für die Qualität des Widerstandes zwischen den Zuleitungsdrähten
ohne Bedeutung sind.
Abb. 4 zeigt beispielsweise einen Widerstandsträger 3, beispielsweise aus Glimmer,
an dem mittels ösen 17 und 18 die Zuleitungsdrähte 19 befestigt sind. Auf der einen Seite
ist der Widerstandsträger in zwei Spitzen 21 und 22 ausgezogen, beispielsweise durch entsprechenden
Schnitt des Glimmerplättchens. Beim Zentrifugieren, welches in der Längsrichtung
des Blättchens vorgenommen wird, verläuft dann die überschüssige Flüssigkeit in die Spitzen 21 und 22, Selbst diejenigen
kleineren Mengen, die infolge zu Meiner Masse nicht mehr abgeschleudert werden, bleiben dann nur in den Spitzen des Widerstandsträgers
haften, die für den Gesamtwert des Widerstandes zwischen den Ösen 17 und
18 ohne Bedeutung ist. Beim Eintauchen in die Widerstandsflüssigkeit werden sich neben
den ösen 17 und 18 Anhäufungen von leitfähiger
Schicht bilden, insbesondere an den Stellen 23 und 24, die durch Zentrifugierung
nicht beseitigt werden. Diese vermitteln alsdann einen ständig guten Kontakt zwischen
den beiden Drahtzuführungen 19 zu den Glimmerplättchen oder sonstigen Widerstandsträger
3. Ein besonderes Eintauchen der Drahtzuführung in eine Kontakte vermittelnde Flüssigkeit oder ein besonderes Bestreichen
mit einer solchen ist also in Anwendung des erfindungsgemäßen "Verfahrens
nicht nötig.
Insbesondere wird auch durch die Zentri-■fugalkräfte ein Flüssigkeitsüberschuß mit besonderer
Kraft in die Hohlräume zwischen den Widerstandsträgern und nach außen liegende ösen hineingedrückt und der Übergangswiderstand
auf diese Weise verkleinert.
Gemäß Abb. 5 kann man den Widerstandsträger in Form einer einzigen Spitze ausbilden,
etwa in Form eines spitzkegligen Glas-, Porzellan- oder Tonkörpers oder in Form einer spitz-dreieckigen Platte aus Ton, Porzellan,
Glimmer o. dgl. Ein Paar Klemmbacken bzw. eine Klemmvorrichtung 25 fassen den Widerstandsträger seitlich, um ihn in der
Zentrifugiervorrichtung festzuhalten. Diese Haltevorrichtung 25 bzw. die Aussparungen
für die Haltevorrichtung 25 im Widerstandsträger können gegebenenfalls auch für die
Spatere Befestigung des Widerstandsträgers an den Zuführungskontakten, evtl. innerhalb
einer Schutzhülle Verwendung finden, und so auch später beim fertigen Widerstand auf der
einen Seite des Widerstands den Kontakt zu
der Stromzuführung vermitteln. Da auf der anderen Seite der Widerstandsträger 3 spitz
ausgeführt ist, fließt unter dem Einfluß der Zentrifugalkräfte bei einer Rotation um eine
Achse parallel zur Verbindungslinie der beiden Klemmbacken 25 die leitfähige Masse
sehr gleichmäßig ab.
In der Abb. 5 ist außerdem der Kontakt 26 dargestellt. Dieser ist gestrichelt gezeichnet,
da er erst angebracht wird, nachdem die Zentrifugierung des Widerstands erfolgt ist. Der
Kontakt 26 kann als metallische Gegenlage in Form eines Hohlkegels ausgeführt werden,
die von der Spitze des Trägers 3 ausgefüllt wird und die bei fester Anordnung einen guten
unveränderlichen Kontakt ergibt. Bei der Einwirkung von Massenkräften infolge des
Schleuderns kann man beim Gegenstand der Erfindung auch andere, die angesammelten
Tropfen abstoßende Kräfte verwenden, beispielsweise ein kräftiges wiederholtes Aufstoßen
des Widerstandes.
Da der einzelne auf diese Weise hergestellte Widerstand im allgemeinen noch nicht
den gewünschten, sondern einen zu kleinen Wert hat, wird er in seiner Schichtdicke reduziert,
und zwar durch eine geeignete Besprühvorrichtung, wie ein Sandstrahlgebläse o. dgl.,
oder durch eine sonstige Abschleifvorrichtung.
Es ist zweckmäßig, das Trocknen der
Widerstandsschicht bereits erfolgen zu lassen, bevor der Widerstandewert durch teilweises
• Herunterschleifen der Widerstandsschicht von dem Widerstandsträger auf den gewünschten
erhöhten Wert angebracht wird, denn auf diese Weise wird einer nachträglichen Änderung
des Widerstandswertes infolge des Eintrocknens der leitfähigen Schicht und einer
daraus folgenden nachträglichen Unrichtigkeit des Eichergebnisses vorgebeugt.
Auf diese Weise kann erreicht werden, daß auch bei solchen Widerständen, die durch
Tauchen oder durch Aufstreichen einer zunächst homogenen tropfenfreien Schicht, die
später in oben angegebener Weise von Massenkräften beeinflußt wird, die Schichtdicke
auf den gewünschten Widerstandswert verringert wird und dadurch der Widerstandswert
ohne Schwierigkeiten auf einen gewünschten Betrag gebracht wird.
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung von Widerständen, insbesondere von Hochohmwiderständen,
bei.^ denen auf dem nichtporösen isolierenden Träger eine leitfähige
Schicht ruht, die durch Tauchen in oder Bestreichen mit flüssiger oder halbflüssiger Masse oder in ähnlicher
Weise aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß auf die beim Tauchen oder Bestreichen des Trägers mit flüssiger oder
halbflüssiger Masse sich bildenden Tropfen magnetische oder mechanische Massenkräfte
in der geraden Verb indungs riehtung von einem Stromzuführungskontakt
zum anderen ausgeübt werden, die sich etwa bildende Tropfen verteilen oder beseitigen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst eine homogene
tropfenfreie Schicht von größerer als der für den gewünschten Widerstandswert erforderlichen Dicke hergestellt wird und
daß dann die Schichtdicke auf den gewünschten Widerstandswert verringert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zentrifugale
Kräfte oder Stoßkräfte durch beschleunigte oder verzögerte Bewegung des Widerstandsträgers erzeugt werden.
4. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweckmäßig radförmige Haltevorrichtung für Widerstandsträger derart gegenüber
einem Bad von leitfähiger Flüssigkeit angeordnet ist, daß die Widerstandsträger nacheinander in die Flüssigkeit eintauchen
und daß ferner eine Tragevorrichtung für Widerstandsträger, zweckmäßig die nötigenfalls
austauschbare Haltevorrichtung, in einem Gehäuse oder unter einer Kappe angeordnet ist, innerhalb welcher die
Widerstandsträger kräftig rotieren.
5. Widerstandsträger, insbesondere für Anwendung des Verfahrens gemäß Anspruch
ι bis 3, oder bei Anwendung der Einrichtung gemäß Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Widerstandsträger zur leichteren Ablösung der Tropfen in eine oder mehrere Spitzen ausläuft.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE628267T | 1930-11-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE628267C true DE628267C (de) | 1936-04-03 |
Family
ID=6578541
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930628267D Expired DE628267C (de) | 1930-11-23 | 1930-11-23 | Verfahren zur Herstellung von Widerstaenden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE628267C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE965828C (de) * | 1941-12-14 | 1957-06-19 | Siemens Ag | Elektrischer Widerstand aus leitendem Pulver und synthetischem Harz |
| DE3134586A1 (de) * | 1981-09-01 | 1983-03-17 | Resista Fabrik elektrischer Widerstände GmbH, 8300 Landshut | Verfahren zur herstellung hochspannungsfester widerstaende |
-
1930
- 1930-11-23 DE DE1930628267D patent/DE628267C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE965828C (de) * | 1941-12-14 | 1957-06-19 | Siemens Ag | Elektrischer Widerstand aus leitendem Pulver und synthetischem Harz |
| DE3134586A1 (de) * | 1981-09-01 | 1983-03-17 | Resista Fabrik elektrischer Widerstände GmbH, 8300 Landshut | Verfahren zur herstellung hochspannungsfester widerstaende |
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