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Vorrichtung zum lösbaren Befestigen von Reiseschreibmaschinen, Rechenmaschinen
u. dgl. in einem Tragkoffer Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum lösbaren
Befestigen von Reiseschreibmaschinen, Rechenmaschinen u. dgl. in einem Tragkoffer,
dessen Boden mit mit der Unterseite der Maschine zu verbindenden Haltegliedern und
dessen Deckel mit in geschlossenem Zustande sich gegen die Maschine legenden Anschlägen
versehen sind.
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Es sind bereits Einrichtungen bekanntgeworden, welche zur Befestigung
der Schreibmaschine in einem Tragkoffer dienen. Bei diesen Einrichtungen war jedoch
in den meisten Fällen, soweit die Maschine überhaupt vollständig von der einen Kofferseite
lösbar war, eine besondere Verriegelungsvorrichtung erforderlich, durch die die
Maschine in ihrer Lage gesichert wurde. Diese sichere Lage wurde infolgedessen in
allen den Fällen nicht erhalten, bei denen in der Eile des Wegpackens die Bedienung
der Verriegelungsglieder vergessen wurde. Aus diesem Grunde wurde bisher in vielen
Fällen die Reiseschreibmaschine auf einer Bodenplatte aufgeschraubt und durch den
Deckel der Tragkoffer für die Maschine gebildet. Diese Ausbildung genügte jedoch
den neueren Anforderungen an einen Tragkoffer nicht mehr vollständig, da in neuerer
Zeit bei kleineren Betrieben Reiseschreibmaschinen unmittelbar im Bürobetrieb verwendet
wurden, bei welchem die Tragplatte störend wirkt.
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Der Erfindung gemäß sind nun an dem Boden des Koffers Gleitschienen
angeordnet, in die die Maschine mit an ihrer Unterseite .angeordneten unterschnittenen
Vorsprüngen, insbesondere den Füßen, einschiebbar ist, wobei die vordere Schmalseite
des Tragkoffers als Klappdeckel ausgebildet ist und an der dem Deckel - gegenüberliegenden
Rückwand des Tragkoffers Anschläge vorgesehen sind, die zusammen mit den Anschlägen
aan Deckel die Maschine in der Gleitführung festlegen.
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Diese Einrichtung hat den Vorteil, daß in einfacher Weise eine sichere
Befestigung der Maschine in dem Koffer erhalten wird, wobei die Befestigung der
Maschine in dem Tragkoffer durch wenige Handgriffe vollkommen sicher hergestellt
und ebenso leicht wieder gelöst werden kann, da durch das Einschieben der Maschine
in den Koffer die Maschine in zwei Richtungen gegen Bewegung vollkommen gesichert
wird und das Schließen des Deckels eine selbsttätige Verriegelung der Maschine gegen
ihre Bewegung in den anderen Richtungen bewirkt, so daß also durch das Einsetzen
der Maschine und Zuklappen des Deckels die Maschine in jeder Richtung festgelegt
wird, ohne daß auch nur ein einziger Handgriff erforderlich ist.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigt Abb. i , ein Schaubild des Tragkoffers, Abb. z ein Schaubild
des Tragkoffers, wobei der Deckel geöffnet und die im Koffer
befindliche
keiseschreibmaschine teilweise sichtbar ist, Abb.3 ein Schaubild der auf dem Bodenteil
befestigten Gleitschienen sowie die an der Rückwand angebrachten Anschlagpuffer,
wobei zwecks Sichtbarmachung der genannten Teile die übrige Verkleidung fortgelassen
ist, Abb. q. eine Einzelheit der in Abb. 2 punktiert dargestellten Gleitverbindungen.
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Um den Tragkoffer so leicht wie möglich zu gestalten, ist er aus Vulkanfiber
oder ähnlichem Baustoff hergestellt. Der Tragkoffer i (Abb. i) ist in diesem Falle
rechteckig .ausgebildet und mit zwei an sich bekannten Selbstschließern 2 versehen.
Die abgerundeten Ecken sind außerdem mit Verstärkungen 3 versehen. Der Deckel q.
ist mittels Gelenke 5 (Abb.2) an dem Tragkoffer i schwenkbar befestigt. Die Kanten
6 des Tragkoffers i sind mit einem Metallstreifen versehen. Die über die Kante 6
greifende Deckelkante 7 ist @ebenfalls mit einer Metallstoßkante versehen. Auf dem
Teil 8 des Tragkoffers i, der in diesem Falle als Bodenteil bezeichnet werden soll,
da die Maschine, wie es in Abb. 2 dargestellt ist, in dieser Lage aus dem Koffer
herausgenommen oder eingeführt werden kann, sind zwei mit Schlitzen 9 und i o versehene
Gleitschienen 2 i mittels Nieten 13 (Abb. 3 und ¢) befestigt. Scheiben 1.2 .(Abb.
i und q.) auf der Außenseite des Koffers ;dienen zur besseren Befestigung .der Nieten
13.
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Am Seitenteil 14 sind zwei :Gummipuffer i.5 befestigt, .die ein Anstoßen
.des Papierführungsbleches i 6 an :der Wand 1.4 verhüten -sollen. Der Deckel 4 weist
ebenfalls .zwei-Gumrnipuffer 17 auf.
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Am Schreibmaschinengestell 18 (Abb. q.) sind links und rechts je zwei
Füße i g mittels Schrauben 2o befestigt. Die Füße z9 sind mit Ausnehmungen 21 versehen,
welche 'so tief sind, da_ß der übrigbleibende Teil in seiner Stärke der Breite :der
Schlitze 9 der Gleitschienen i i entspricht. An der Unterseite der Füße i9 vorgesehene
Aussenkungen:dienenzur Aufnahme von Gummifüßen 22, die -miitels der Schraubenköpfe
.der Schrauben 2o gehalten werden. Um beim Schraubenanzug ein Beschädigen der Gummifüße
22 zu vermeiden, sind Metallringe 23 vorgesehen.
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Die Reiseschreibmaschine 24 wird folgendermaßen in den Tragkoffer
eingeführt. Nachdem der Deckel q. aufgeklappt und der Tragkoffer i in die in Abb.
2 dargestellte Lage gebracht worden ist, wird die Maschine 2-q. m it i den am Maschinengestell.
18 befestigten Füßen 1.,9 in mit -den Schlitzen-9 in Verbbindung stehende Öffnungen
i o der Gleitschienen i i gebracht, wobei die durch =die Ausnehmungen 21 geschaffene
Einschnürung der Füße i9 in die Schlitze 9 zu liegen kommt. Die Maschine 24 gleitet
beim Weiterschieben mit der oberen Begrenzungsfläche der Ausnehmungen 21 ihrer hinteren
Füße 19 auf den Schienen i i entlang, bis auch die vorderen Füße i9 von diesen erfaßt
werden. Die Maschine kann nun infolge der rillenartigausgearbeiteten Füße 19
und der dazwischenliegenden Schiene i i weder nach oben noch nach unten bewegt werden.
Ist die Maschine so weit nach hinten geschoben worden, .daß sie gegen die Gummipuffer
15 anschlägt, so kann der Deckel q. geschlossen werden, wobei ebenfalls die
Gummipuffer 17 gegen die Vorderstrebe der Maschine anliegen. Es ist nun unmöglich,
da;ß bei verschlossenem Koffer durch irgendeine Bewegung ein Verschieben der Maschine
24 eintreten kann. Das Herausnehmen der Maschine 2¢ aus .dem Koffer :i -gestaltet
sich äußerst einfach und ist ohne Zuhilfenahme von Handwerkszeug (Schraubenzieher
u. dgl.) möglich. Nachdem der Deckel hochgeklappt ist, kann die Maschine 24 ohne-
weiteres mittels der Gleitverbindung i i, 9, 2 i herausgezogen -werden.
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Durch diese in Längsrichtung U-förmige Ausbildung der Gleitschienen
i i, die am besten aus gut federndem Baustoff hergestellt werden, wird eine elastische
Aufhängung -der Maschine im Tragkoffer erreicht.
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Die Gleitrillenverbindung braucht nicht nur zwischen den üblichen
Füßen der S.chreibmaschi.ne und einer Innenwandzmg -des Tragkoffers vorgesehen zu
sein, sondern die Gleitrillxnverbindung kann -auch zwischen anderen Teilen der Maschine
und mehreren Innenwandungen vorgesehen werden, auch können die Führungsschienen
an der Maschine vorgesehen sein.
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Außer Schreibmaschinen können auch andere Büromaschinen, wie z. B.
Rechenmaschinen, in dieser Weise vorgesehen sein.