DE623970C - Luftschraube mit veraenderlichem Fluegelanstellwinkel - Google Patents
Luftschraube mit veraenderlichem FluegelanstellwinkelInfo
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- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C11/00—Propellers, e.g. of ducted type; Features common to propellers and rotors for rotorcraft
- B64C11/02—Hub construction
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- B64C11/06—Blade mountings for variable-pitch blades
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Description
Es sind bereits verschiedene Stellvorrichtungen für Luftschrauben mit veränderlichem
Flügelanstellwinkel und insbesondere ein Verfahren zum selbsttätigen Regeln der Flügelanstellung von Verstelluftschrauben
bekannt, das darin besteht daß das Verhältnis des von den Flügeln der Luftschraube ausgeübten
Zuges (Schubes) zu dem beim Umlauf der Luftschraube auftretenden ärodynamischen Widerstand mit Hilfe einer geeigneten
Einrichtung festgelegt und der Wert dieses Verhältnisses, der den Flugzustand
kennzeichnet, dazu benutzt wird, um die Anstellung der Flügel nach einem vorgewählten
Gesetz zu regeln.
Gegenstand der Erfindung sind besondere Mittel an einer Vorrichtung zum Regeln des
Flügelanstellwinkels einer Luftschraube, die darauf abzielt, die Größe der von der Nabe
und der Steuervorrichtung aufgenommenen Kräfte zu vermindern und damit ihr Gewicht,
ihren Raumbedarf und ihren Verschleiß zu verringern.
Die Verbesserungen dienen ferner dazu, die Empfindlichkeit der selbsttätigen Regelung
zu erhöhen und überdies das unmittelbare Eingreifen des Flugzeugführers zu ermöglichen,
sei es, um die Wirkung der selbsttätigen Regelung, die in diesem Falle als ein Servomotor betrachtet werden kann, zu ergänzen,
sei es, um die selbsttätig erreichte Gleichgewichtslage innerhalb gewisser Grenzen
zu ändern.
Außer dem Zug (Schub) und dem Reaktionsmoment, das von der Schraubennabe auf
die Motorwelle übertragen wird, erfährt die Nabe selbst folgende bekannte innere Beanspruchungen
:
ι. durch das Biegungsmoment, das von den Flügeln auf die Lager, welche die Flügel in
der Nabe halten und ihre Drehung ermöglichen, übertragen wird;
- 2. durch die Zugkraft, die durch die in der Flügel drehachse liegende Komponente der auf
die Flügel ausgeübten Zentrifugalkraft her- 4S
vorgerufen wird;
3. durch die Torsion infolge des auf die Flügel ausgeübten Zentrifugalmomentes, welches
im Sinne einer Verminderung der Flügelanstellung wirkt.
Die den Gegenstand der Erfindung bildenden Verbesserungen ermöglichen die Verminderung
bzw. den Ausgleich dieser Kräfte, ferner eine Kontrolle der Gleichgewichtslage
der Flügel und schließlich ein etwaiges Eingreifen des Flugzeugführers, wie oben erwähnt.
Diese Verbesserungen finden insbesondere auf die bekannte Anordnung der Flügel in
der Nabe Anwendung, bei welcher jeder Flügel in Muffen ausläuft, die beiderseits der
Motorwelle angeordnet sind, so daß jeder Flügel von zwei Lagern getragen wird, welche
symmetrisch zu der Motorwelle angeordnet sind.
Gemäß der Erfindung wird zwischen den
Stirnflächen der gegenüberstehenden Muffenverlängerungen,
die in die sich durchdringenden, an den Flügelwurzelh befestigten und die
\rerlängerungen umgebenden Muffen eingreifen,
gleichachsig mit der Motorwelle ein Drucklager angeordnet. An ihren dem Drucklager
gegenüberliegenden Enden tragen die Muffenverlängerungen Gegengewichtsmassen, welche die Zentrifugalkräfte der Flügelmassen
teilweise ausgleichen. Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist, daß die von den Komponenten der Flügelzentrifugalkräfte erzeugten,
die Flügel um ihre Längsachse in Richtung des geringsten Anstellwinkels dre-IS
henden Momente durch Gegendrehmomente ausgeglichen werden, die durch in jeder
Flügelwurzel radial beweglich angeordnete Ausgleichsmassen unter Vermittlung von in
Schlitzen der zylindrischen Ausgleichsmassen geführten Rollen erzeugt werden.
Die folgende Beschreibung veranschaulicht an Hand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
Fig. ι stellt den Grundriß der Nabe mit abgenommenen Flügeln dar;
Fig. 2 zeigt einen Schnitt nach der Linie A-B;
Fig. 3 stellt einen Schnitt nach der Linie C-D dar;
Fig. 4 ist eine schematische Darstellung der Ausgleichsvorrichtung für ,das Zentrifugalmoment,
und zwar im Schnitt und in schaubildlicher Darstellung; die in der Zwinge
fest angeordnete Masse ist dabei der Einfachheit halber nicht dargestellt;
Fig. 5 ist ein Riß, der die Kräfteverteilung in dieser Vorrichtung zeigt.
Die gesamte Vorrichtung zur Änderung des Flügelanstellwinkels ist mit dem Motor
durch eine Wellenzapfenhülse 2 verbunden, auf deren Flansch sie zentriert und mit Bolzen
befestigt ist. Die Wellenzapfenhülse ist ihrerseits mit der Motorwelle 1 in üblicher
Weise verbunden. Die erwähnte Vorrichtung besteht aus einem starr an der Hülse 2. befestigten
Block 4, einem Nabengehäuse 5, das die Vorrichtung selbst "einschließt und sich sowohl längs der Motorachse nach vorn verschieben
als auch um sie drehen kann, und einstellbaren Schraubenflügeln mit ihren Einzelteilen, die die Verschiebungen des Gehäuses
mitmachen und außerdem eine Drehbewegung zur Änderung des Anstellwinkels erhalten können.
Die mit dem Block 4 mittels Kugelgelenk und Kugellager verbundenen kleinen Schubstangen
3 übertragen das Motordrehmoment auf das Nabengehäuse 5 mittels der Lappen 6
(Fig.i). Außerdem übertragen sie denSchraubenzug auf den Block 4 und die Motorwelle
i, indem sie'eine Gleichgewichtslage
einnehmen, die von dem Verhältnis -~r von
Zug zu Motordrehmoment abhängt.
Bei einer Verschiebung der Luftschraube nach vorn bewegen sich die Kurvenführungen
7 auf den mit dem Block 4 verbundenen Führungsrollen 8 und drehen dadurch die Muffen 9 und 10 in entgegengesetztem
Sinne, aber um den gleichen Winkel. Diese Drehung entspricht einem gewählten Gesetz,
das durch das Profil der Kurvenführung verwirklicht wird und durch welches z. B. die
Benutzung des Motors bei Vollast während verschiedener Zustände (Abbremsen während
des Stillstandes, Starten, Geradeausflug, Gleitflug, Rollen auf dem Erdboden) gegeben sein
kann. Jeder Flügel, z. B. 11, ist auf seine Muffe 9 aufgeschraubt, die in eine Zwinge 13
ausläuft. Muffe und Zwinge werden durch in ihnen ausgeschnittene Zapfen 14 und 15
Radialkeile (die in der Zeichnung nicht dargestellt sind) und eine Mutter 16 mit Konus
miteinander fest verbunden. Der so entstehende durchlaufende Träger kann sich in
einem Außenlager 17 und einem Innenlager 18 drehen, die die Lagerung des Flügels in
dem Schraubengehäuse 5 darstellen.
Für den anderen Flügel ist die Anordnung genau dieselbe. Man ersieht daraus, daß das
Außenlager eines Flügels auf derselben Seite der Motorachse liegt wie das Innenlager des
anderen Flügels und sich bemerkenswerterweise in dessen Ebene befindet. Durch dieses
Mittel wird der größtmögliche Lagerabstand erreicht.
Das Gehäuse 19 des Drucklagers befindet sich in der Motorachse und kann, wie auf der
Zeichnung, im Innern der beiden Zwingen der. Flügelmuff en liegen. Ferner können die
Kugeln durch eine gewisse Anzahl von Stäbchen 20 mit kugeligen Enden und von knickfester
Form ersetzt werden. Diese Stäbchen liegen parallel zur Achse, wenn die Flügel
einen mittleren Anstellwinkel haben, und verhalten sich genau wie Kugeln mit der gleichen
Krümmung wie ihre Enden in der betrachteten Drehungsgrenze. Die in der Zwinge 28 befindliche Masse 29 hält dem
Flügel 12 und seiner Muffe 10 zum Teil das Gleichgewicht.
Aus Fig. 2 wie aus den Fig. 4 und 5 ist die Selbstausgleichsvorrichtung des Zentrifugalmoments
der Flügel ersichtlich. Dieses Moment rührt von den beiderseits der Flügeldrehachse
angreifenden Komponenten der Zentrifugalkräfte her und ist bestrebt, die Flügelanstellung zu verringern. Die in Richtung
der Flügelachsen verlaufenden Komponenten der von den Flügelmassen erzeugten
Zentrifugalkräfte werden von dem Drucklager aufgenommen.
Fig. 4 ist ein Schnitt der Fig. ι nach der
Linie A-B und zeigt schematisch und in schaubildlicher Darstellung die in der oberen
Nabenhülse befindliche Vorrichtung. Die ringförmige und im Innern der Muffe g verschiebbare
Ausgleichsmasse 25 ist auf ihrem Hub durch zwei Rollen 21 und 22 geführt, die
sich auf einer an der Muffe befestigten Achse 26 befinden. Vermittels zweier Schlitze 27,
in denen sich die Rollen 23 und 24 bewegen, stützt sich die Ausgleichsmasse gegen die
Zwinge 28 der Muffe des gegenüberliegenden Bügels. Es ist ersichtlich, daß die Lage jeder
der beiden Ausgleichsmassen und ihr Abstand von der Drehachse von der Winkelstellung
der beiden Flügel abhängt. Andererseits wird die auf die Ausgleichsmasse wirkende Zentrifugalkraft
Fc (Fig. 5) auf die Rolle übertragen und verschiebt diese. Die zu der
Rollenbahn normal gerichtete Resultierende setzt sich ihrerseits aus zwei Kräften zusammen,
nämlich der Kraft Fe, herrührend von der auf den unteren Flügel wirkenden
Zentrifugalkraft, und der Kraft Ta (Tangentialkraft),
die ein dem halben Zentrifugalmoment dieses Bügels entgegengesetztes Moment erzeugt. Das Reaktionsmoment entsteht
dementsprechend aus Tr und überträgt sich auf den oberen Flügel durch die Rollen
21. Die Vervollständigung der auf den beiliegenden Zeichnungen zur einfachen Erläuterung
dargestellten Verstellvorrichtung kann durch zwei Arme 30 (Fig. 1 und 2) geschehen,
die die axiale Verschiebung des Gehäuses 5 auf eine Muffe 31 übertragen, die
auf der Motorwelle verschiebbar ist. Eine Einkehlung in dieser Muffe wirkt vermittels
einer Gabel 32 auf ein am Flugzeugführersitz endigendes Gestänge 33. Es ist einleuchtend,
daß jeder Verschiebung der Nabe eine proportionale Verschiebung dieser Verbindung
entspricht, die mithin durch eine Zeigervorrichtung o. dgl. dem Flugzeugführer über die
Gleichgewichtslage der Schraubenflügel und infolgedessen auch über ihren Anstellwinkel
Aufschluß geben kann. Die erwähnte starre Verbindung gestattet dem Flugzeugführer
außerdem, die optimale Gleichgewichtslage durch eine der Verstellkraft der Vorrichtung
gleichsinnige oder entgegengesetzte Kraft genau zu erreichen. Im ersteren Falle ergänzt
der Flugzeugführer die selbsttätige Wirkung der Vorrichtung, im letzteren Falle stellt er diese richtig.
Beiderseits der selbsttätig herbeigeführten Gleichgewichtslage wächst jedoch die Verstellkraft
genügend stark an, um sich jeder größeren, durch eine falsche Verstellung hervorgerufene
Änderung entgegenzustemmen. Diese Fernverstellung ermöglicht also eine Änderung des vor der Hand festgelegten Gesetzes
der Anstellwinkel änderung in gewissen Grenzen, wobei die selbsttätige Vorrichtung
als Servomotor dient.
Eine Abart dieser letzteren Steuerung besteht darin, die Nabe teilweise unabhängig
von der Übertragungsvorrichtung" zu machen, um die passiven Widerstände zu verringern.
Dies kann leicht durch die Zwischenschaltung einer losen Kupplung 34 geschehen, die in
Fig. 2 schematisch dargestellt ist und aus Zapfen oder Klauen besteht. Der tote Gang
dieser Verbindung kann z. B. dem ganzen Nabenhub entsprechen, wobei der Flugzeugführer
nichtsdestoweniger die Gleichgewichtslage bestimmen oder auf sie durch einfache Entfernung des toten Ganges im einen oder
anderen Sinn einwirken kann.
Claims (3)
1. Luftschraube mit veränderlichem Flügelanstellwinkel, bei der die Flügelwurzeln
in Muffen auslaufen und so im Nabengehäuse angeordnet sind, daß sich jede im Innern der anderen befindet und
über die Achse der Motorwelle hinaus erstreckt, dadurch gekennzeichnet, daß zwi-
. sehen den Stirnflächen der gegenüberstehenden Muffenverlängerungen (1.3, 28),
die in die sich durchdringenden, an die Flügelwurzeln (11, 12) befestigten und
die Verlängerungen umgebenden Muffen (9, 10) eingreifen, gleichachsig mit der
Motorwelle ein Drucklager (19, 20) angeordnet ist.
2. Verstelluftschraube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Muffenverlängerungen
(13, 28) an ihren dem Drucklager (19, 20) gegenüberliegenden
Enden die Zentrifugalkräfte der Flügel- ' massen teilweise ausgleichende Gegengewichtsmassen
(29) tragen,
3. Verstelluftschraube nach Anspruch 1
und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die von den Komponenten der Flügelzentrifugalkräfte
erzeugten, die Flügel um ihre Längsachse in Richtung des geringsten Anstellwinkels drehenden Momente durch
Gegeridrehmomente ausgeglichen werden, die durch in jeder Flügel wurzel radial
beweglich angeordnete Ausgleichsmassen (25) unter Vermittlung von in Schlitzen
(27) der zylindrischen Ausgleichsmassen (2S) geführten Rollen (21, 22 und 23, 24)
erzeugt werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR623970X | 1931-06-16 |
Publications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE623970C (de) |
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1932
- 1932-04-22 DE DES104290D patent/DE623970C/de not_active Expired
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