DE61996C - Vorrichtung zum Ausspannen und Glätten von Mützen und dergl - Google Patents

Vorrichtung zum Ausspannen und Glätten von Mützen und dergl

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Publication number
DE61996C
DE61996C DENDAT61996D DE61996DA DE61996C DE 61996 C DE61996 C DE 61996C DE NDAT61996 D DENDAT61996 D DE NDAT61996D DE 61996D A DE61996D A DE 61996DA DE 61996 C DE61996 C DE 61996C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
collar
hats
smoothing
relaxing
oval
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT61996D
Other languages
English (en)
Original Assignee
S. LAUPHEIMER in München, Marsstr. 15
Publication of DE61996C publication Critical patent/DE61996C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A42HEADWEAR
    • A42CMANUFACTURING OR TRIMMING HEAD COVERINGS, e.g. HATS
    • A42C3/00Miscellaneous appliances for hat-making, e.g. for making wire forms for hat-frames; Apparatus for changing the form or size of finished hats

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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 3: Bekleidungsindustrie.
Patentirt im Deutschen Reiche vom i. September 1891 ab.
Es ist 1 ein vielfach empfundener Uebelstand, dafs Uniformen besonders in ihren Steiftheilen (Mützen, Kragen und Patten) durch d.as Packen oder Feuchtwerden derart leiden, dafs gewöhnlich vollständiger Ersatz derselben nöthig wird. Besonders bei den Herbstübungen des Heeres, wo der in seinen GröfsenVerhältnissen genau vorgeschriebene, nicht sehr reichliche Koffer, andererseits aber der Wunsch, möglichst wenige der gewohnten Bedürfnifsartikel entbehren zu müssen, ein sehr gedrängtes Packen bedingt, tritt häufig der Fall ein, dafs durch das gewaltsame Pressen beim Schliefsen des Koffers die Steifgase-Einlagen in Mützen, Kragen und Patten brechen. Diese Gefahr vergröfsert sich, wenn, wie es gerade in den Manövern häufig der Fall ist, die Uniformstücke nafs eingepackt werden.
Wiederherzustellen
durch Bügeln nicht,
neue Patten nöthig.
dafs diese Erneuerunj
wird es nicht immer
satz zu beschaffen.
ist geknickte Steifgase es werden neue Kragen,
Abgesehen davon aber, I ziemlich kostspielig ist, möglich sein, diesen Er-
Vorliegende Erfindung ist aus dem daraus folgenden Bedürfnifs einer Abhülfe hervorgegangen und verfolgt den Zweck, das Knicken der Kragen anläfslich des Eingepacktseins selbst beim stärksten Druck zu'verhindern, zugleich aber dem durch Schweifs und Regen weich gewordenen Kragen Form und Steife wiederzugeben. Die Vorrichtung besteht aus zwei Theilen, von denen der eine A zur Verhütung des. Geknicktwerdens des Kragens dient, während der andere B zum Glätten desselben bestimmt, jedoch ohne den ersteren gegenstandslos ist, weil seine Anwendung den Gegendruck desselben voraussetzt. Die Fig. 1 und 3 beifolgender Zeichnung zeigen wagrechte Schnitte und die Fig. 2 einen Längsschnitt der Erfindung; Fig. 4 ist eine Ansicht von Fig. 3.
Die Spannvorrichtung A besteht aus einer hohen, entsprechend langen, federnden, dünnen (Blattfeder-) Schiene b, die zu einem Oval gebogen ist,' in der Weise, dafs die beiden Enden derselben über einander zu liegen kommen (Fig. ι und 2). Das eine Ende ist mit einem Bund c versehen, mittelst dessen beide Enden so zusammengehalten werden, dafs sie sich leicht verschieben können, die Blattfeder sich also leicht ausdehnen kann. An diesem Ende ist ferner ein Stift d angebracht, welcher durch einen Längsschlitz e des anderen Endes greift, um eine parallele Führung der beiden Enden herzustellen. Das mit dem Schlitz versehene Ende ist mit einem Griff/ versehen. Etwa im Mittel der' mit dem Bund c versehenen Ovalhälfte ist an derselben ein mit Längsschlitzen h ausgestattetes Rohr g befestigt, in welchem eine- entsprechend starke Schraubenfeder untergebracht ist. Diese Feder wirkt auf einen Bolzen i, der mit kleinen, in die Schlitze h eingreifenden Stiften k in dem Rohr verschiebbar ist. Der Bolzen i sitzt fest auf einem Schieber /, der auf einem gleichfalls federnden Bügel m angeordnet ist. Letzterer ist an der entgegengesetzten Ovalhälfte so befestigt, dafs er bei beliebiger Verbiegung des Ovals genügend Spielraum hat, zu welchem Zweck die Befestigungsstifte η in kleine Schlitze des Bügels eingesetzt sind.
Soll ζ. Β. ein Kragen angespannt werden, so verfährt man auf folgende Weise:
Nachdem der Kragen zugehakt ist, fafst man das Rohr g und den Griff_/" mit Daumen und Zeigefinger, zieht die Schiene b entsprechend zusammen und bringt dieselbe von oben in gespanntem Zustande in den Kragen, worauf man dieselbe losläfst. Infolge der Federkraft der Schiene wird sich diese fest an die Innenseite des Kragens anpressen. Wird nun die Uniform verpackt, so wird die Schiene zusammengedrückt werden können, aber nur bis zur Höhe der festen Röhre g. Die eigene Federkraft der Schiene in Verbindung mit der Kraft der Feder im Rohr g werden stets nach aufsen drücken, ein Brechen der Schiene und somit des Kragens ist dann völlg ausgeschlossen..
Ein einseitiger oder schräger Druck auf das Oval bezw. die Schiene wird durch 'die Verschiebbarkeit des Bolzens i auf dem Bügel m stets ausgeglichen und daher ohne Nachtheil für eine gleichmäfsige Spannung sein.
Wenn durch die beschriebene Vorrichtung Kragen und Patten u. s. w. vor schädlichen Quetschungen und Brüchen auch vollständig geschützt sind, so kann das Entstehen kleiner Unebenheiten am Tuch infolge Nafswerdens desselben doch nicht gänzlich verhindert werden. Um aber auch Kragen und Patten wieder vollständig glatt und schön herzustellen, wird der in Fig. 3 und 4 dargestellte zweite Theil B in Anwendung gebracht. Die Zeichnung zeigt denselben in Kreisform, welche er ebensogut erhalten kann als die Ovalform, wie sie der Fig. ι entspricht. Die Einrichtung besteht aus einer federnden Schiene b mit über einander liegenden Enden, von denen das eine gleichfalls mit einem Bunde c versehen ist, der die Verbindung der beiden Enden herstellt. Auch bei dieser Schiene ist das eine Ende mit einem Stift d versehen, der, durch einen Schlitz des anderen Endes greifend, eine Parallelführung der beiden bildet. Die über einander liegenden Enden sind aufserdem noch an der Aufsenseite der Schiene durch Schraubenfedern 0 0 verbunden, welche die Schienen zusammenziehen. Behufs Glättens der Kragen u. s. w. kann die Vorrichtung B ähnlich den Bügeleisen vorerst entsprechend warm gemacht werden, worauf die rund oder ebenfalls oval gebogene äufsere Schiene mittelst der Handgriffe ρ aus einander und über den Rockkragen gezogen wird. Die Wirkung der Vorrichtung ist ähnlich der durch Bügeln erzielten.

Claims (2)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum Ausspannen und Glätten
    von Mützen, Kragen und Patten an Uniformen, gekennzeichnet:
    ι. durch eine oval oder rund gebogene, federnd aus einander geprefste, innerhalb des Kragens einzuführende Schiene (b), welche durch einen federnden, verschiebbaren Bolzen (i) vor dem vollständigen Zusammendrücken geschützt wird;
  2. 2. durch eine der unter 1. gekennzeichneten gleichartigen, aber aufserhalb des Kragens anzulegenden Schiene (b), die mittelst Schraubenfedern (0) zusammengezogen wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT61996D Vorrichtung zum Ausspannen und Glätten von Mützen und dergl Expired - Lifetime DE61996C (de)

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